Die Westafrikanische Küche ist reich an Blattgemüsesorten wie Bitter Leaves, auch bekannt als Ndolè, Kpwem (Manioc Blätter), Eru, um nur diese aufzuzählen.
Folong/Biteku Teku oder auch bekannt unter den Namen Blattamaranth, gehört zu dieser Blattgemüsevielfalt. Folong ist eine Art Spinat (manche meinen dazu Wildspinat), welche sehr oft in der Westafrikanischen in allgemeinen und insbesondere in der Kamerunischen Küche vorkommt.
Dieses Gemüse lässt sich auf viele Arten zubereiteten und ist dabei sehr gesund, da es reich an vielen wertvollen Vitaminen und Mineralestoffen ist. Genau das Richtige in der kälteren Jahreszeit, wenn unser Körper besonders viele Nährstoffe braucht, um gesund durch den Winter zu kommen.
Oft wird Folong hierzulande von Spinat ersetzt, da es dem Spinat sehr ähnelt. Am häufigsten wird es in Suppen oder Eintöpfe hinzugegeben. Folong kann alleine oder mit Fisch bzw. Fleisch zubereitet werden sowie zu verschieden Beilagen serviert werden. Sautiert serviere ich gerne dazu gedämpfte Kochbananen.
Den küchenfertigen Folong noch einmal mit kalten Wasser waschen, das Wasser gut herauspressen und bereit stellen
Tomaten und Lauchzwiebeln gut abwaschen und und in Stücke Schneiden
Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken
Das Öl in einer Pfanne geben, gehackten Zwiebel, Knoblauch und Salz hinzugeben und ca. 2 Minuten andünsten
Danach die geschnittenen Tomaten und Lauchzwiebeln hinzugeben, ca. 5 Minuten bei regelmäßigen Rühren rösten
Danach das Folong hinzugeben, Magic Sauce und Den Chili noch dazu, gut vermischen und zugedeckt ca. 5 Minuten garen. Noch einmal abschmecken und genießen
Notes
Ich empfehle dazu gedämpften gelben Kochbananen, gedämpfte Süßkartoffeln oder Yam.Bon appétitFadi♥
Reis gehört zu meinen top 5 Beilagen. Ich könnte jeden Tag und Reis essen… und Plantains. Reis schmeckt immer. Ob mit Tomatensauce, Mafé, Egusi, als Jollof oder als Fried rice. Ebenfalls wie ich es aus meiner Kindheit kenne, als Riz sauté aka Fried rice.
Riz sauté galt früher wie Topsi Banana, als armen Leuten Essen mit dem kleinen Unterschied, dass es auch bei den ganz kleinen sehr beliebt war. Originell besteht das Rezept nur aus wenigen Zutaten Wie Reis, Öl, Tomaten Zwiebeln, Knoblauch und Salz. Eine beliebteren Variante davon wurde mit Büchsen Sardinen oder auch mit Corned Beef zubereitet.
Diese zweite Variante hat mich eine Weile während meinen Studentenzeiten begleitet. Ersten, weil es sehr günstig war (als Student muss man ja aufs Geld achten), zweitens schnell zubereitet ist und nicht zu vernachlässigen, Drittens super lecker schmeckt.
Diesmal habe ich mich für eine vegetarische Variante entschieden. Am besten schmeckt es mit frische Gemüse. Diesmal werden frischen, angedünsteten, braunen, Champignons dazu serviert.
Riz sauté et Champignons | Fried rice mit gedünstete Chamignons
Reis schmeckt immer, ob mit Tomatensauce, Mafé, Egusi, als Jollof oder als Fried rice oder wie ich es aus meiner Kindheit kenne "riz sauté"
Plantains – auch Kochbananen genannt- sind in Kamerun und allgemein in Westafrika ein sehr beliebtes Lebensmittel. Da man mit Plantains alles Mögliche machen kann, gehören sie für mich zu den Must-Have in der Küche. Bei mir gibt es immer Plantains. Ob frisch in Kühlschrank, frittiert und konserviert in Gefrierschrank oder als Chips für den täglichen Knabberspaß. Als Chips sind sie eine gute alternative zu den herkömmlichen Kartoffelchips. Zudem sind Plantains Chips ein Stück schöne Erinnerung aus meiner Kindheit. Damals gab es bei uns keine Kartoffelchips nur die Plantains Chips. Sie gehörten zu unsere Lieblings Naschereien. Sie wurden manchmal von uns selbst zuhause hergestellt. Oft kauften wir sie auf der Straße oder in Pausenhof von den Verkäuferinnen, die Ihre Sachen am Straßenrand in Körben oder kleine Schalter anboten. Man konnte wählen zwischen salzig und süß. Mein Favorit war und ist immer noch die salzige Variante. Jedes Mal, wenn ich heute Plantains Chips esse, erinnere ich mich gerne an dieser Zeit und das schmeckt mir dann noch besonders gut. Die Chips kann man mittlerweile heutzutage fast überall hier in Deutschland kaufen. Aber selbstgemacht schmeckt immer am Besten.
Zutaten
4 große, grüne Kochbananen (unreif) Etwas Salz Je nach Zubereitung: Fritteuse: ca. 1/2l frittier Öl Backofen: 4 Esslöffel Deiner Lieblings Öl
Zubereitung
Die Kochbananen schälen und mithilfe einer feinen Reibe in ganze feine scheiben hobeln
Für die Fritteuse/Pfanne:
Das frittier Öl in einer Fritteuse oder alternativ in einem kleinen Topf erhitzen
Darin die Chips goldgelb beim ständigen rühren frittieren
Die goldgelben Chips mit einer Schaumkelle rausholen, auf Küchenpapier legen und salzen
Für den Backofen
Backofen auf ca. 180°C vorheizen
Die Bananen scheiben auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen und mit Öl bepinseln
In Backofen für ca. 15 min. schieben bis die Chips goldgelb sind
Poulet DG kennt jeder Kameruner und wahrscheinlich auch viele Westafrikaner. Aber Plantain DG? Das haben bestimmt die meisten noch nie gehört.
Plantain DG ist die vegetarische bzw. vegane Abwandlung des klassischen Poulet DG. Alle Zutaten bleiben gleich, mit einem kleinen, aber entscheidenden Unterschied: Der Poulet bleibt diesmal draußen. Vielleicht fragt ihr euch jetzt: „Was soll das?“ Und meine Antwort lautet: „Es wird trotzdem lecker!“
Die Welt verändert sich, und wir müssen mitziehen – manchmal gewollt, oft aber auch ungewollt. Doch wir müssen uns weiterentwickeln. In meinen früheren Posts habe ich bereits einige vegetarische Rezepte unbewusst geteilt. Seit einiger Zeit tue ich dies jedoch sehr bewusst und mit Freude. Zudem habe ich vor, künftig mehr solche abgewandelten Rezepte zu veröffentlichen, wie zum Beispiel Ndolè goes Veggie und eben dieses Plantain DG.
Der Grund dafür ist ein persönliches Anliegen: Seit über einem Jahr ernährt sich mein Sohn ausschließlich vegetarisch. Anfangs war das eine kleine Herausforderung für mich. Ich fragte mich, wie das wohl funktionieren soll. Ich dachte, es könnte eine vorübergehende Modeerscheinung sein. Doch Pustekuchen – es ging noch einen Schritt weiter, und er wurde Veganer. Also musste ich meine Kochgewohnheiten anpassen, wenn ich wollte, dass er mein Essen weiterhin genießt.
Darüber hinaus gab es auch immer wieder Anfragen von meinen vegetarischen und veganen Abonnenten, ob ich nicht auch bestimmte Rezepte in einer pflanzlichen Variante anbieten könnte. Anfangs war ich skeptisch, aber heute bin ich sehr dankbar dafür, dass mein Sohn und meine Abonnenten mir diese neue kulinarische Perspektive gezeigt haben.
Das Ganze als Video
Et voilà! Bon appétit!
Plantain DG -Plantain Directeur Général
Plantain DG ist eine vegetarischen /vegane Abwandlung von Poule DG. Also alle Zutaten bleiben gleich, bis auf den kleinen Unterschied.
1-2EL Marinade oder Magic Sauce oder Magic Sauce pikant
Method
Alle Zutaten gründlich putzen, waschen und in gleichmäßige Stücke schneiden. Die vorbereiteten Zutaten beiseite stellen.
Die Paprika (gelb und rot) in Würfel schneiden, die Tomaten ebenfalls würfeln und die Karotten in feine Scheiben oder Würfel schneiden. Die Zwiebel in feine Julienne-Streifen schneiden und den Knoblauch fein hacken.
Die Buschbohnen putzen und in ca. 2 cm lange Stücke schneiden. In einem Topf mit etwas Salz und Wasser zum Kochen bringen. Die Karotten hinzufügen und ca. 2 Minuten mitkochen. Anschließend abgießen, kalt abschrecken und beiseite stellen.
Die Kochbananen schälen und in runde oder ovale Stücke von ca. 4 mm Dicke schneiden. In einem Topf das Frittieröl erhitzen und die Kochbananen darin goldbraun frittieren. Danach herausnehmen und zum Abkühlen beiseite stellen.
In einem anderen Topf das Speiseöl erhitzen. Die Zwiebel, den Knoblauch und das Salz hineingeben und kurz andünsten. Die geschnittenen Karotten, den Sellerie und die gewürfelten Tomaten hinzufügen. Das Ganze bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten lang reduzieren, dabei regelmäßig umrühren.
Die gewürfelten Paprika hinzufügen, gut vermischen und weitere 10 Minuten bei regelmäßigem Rühren andünsten. Die blanchierten Buschbohnen, den geschnittenen Lauch, die Magic Sauce hinzufügen. Alles gut vermischen.
Jetzt die frittierten Kochbananenscheiben hinzufügen und alles vorsichtig vermengen. Nach Belieben abschmecken. Den Topf abdecken und bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten garen lassen.
Vor dem Servieren nach Belieben mit frisch geschnittenen Lauchzwiebeln garnieren und heiß genießen! vermischen.
Notes
Plantain DG kann wie Poulet DG allein oder mit Reis oder zu Nudeln serviert werden.Bon appétit!Fadi
Wenn man In Kamerun von Couscous redet, dann ist es was ganz Anderes als was man hier in Deutschland und manchen Teilen der Welt unter Couscous versteht. In Kamerun ist Couscous, dass was in viele anderen Westafrikanische Länder auch als Fufu genannt wird. Also eine Stärkenhaltige Klößen Art. Couscous wie Fufu gibt es deshalb in viele Varianten: Couscous de maïs aka Fufu aus Maismehlcouscous, Couscous de mil d.h Hirsencoucous, Coucous de riz-Reiscoucous… In Kamerun ist Fufu meistens die Bezeichnung von Couscous de Manioc, also Couscous aus Maniokmehl. Ein bisschen kompliziert nicht wahr? Aber für mich als Kamerunerin simpel wie “Guten Morgen”. Der Couscous als solcher wird in Kamerun und westafrikanischem Raum als “Couscous Algérien” genannt. Also Algerischer Couscous/orientalischer Couscous.
Der Couscous de maïs hat mich mein ganzes Leben lang begleitet. Ich bin in Loum aufgewachsen und bin aber aus der Stamm der Bamoun/Bamun, ein kleines Königreich in westen Kameruns. Das Volk der Bamun ist bekannt für seine Expertise und seine Vorliebe zu Couscous de mais genannt, Pêhn in Bamun Sprache. Daher wurde ich, seit ich denke kann immer mit Couscous de mais assoziiert, sobald mein Gegenüber meine Herkunft erfahren hat. Also Zeit diese angeborene Expertise mit Dir zu teilen.
Von Meiner Mutter habe ich gelernt wie man den besten Pêhn/Couscous de mais/Fufu aus Maismehl der Welt macht. Um das Hinzubekommen, ist die Qualität der Maiskörner entscheidend. Dann werden diese zuerst geschält, dann aus der fast nachten Maiskörner, Mehl gemacht. Es ist noch nicht alles. Dieses Maismehl muss zur richtigen Verhältnis mit Maniokmehl vermischt werden, um später die richtige Konsistenz zu bekommen. Ein richtig guter Pêhn soll leicht nach Mais duften, ist locker und leicht und darf nicht beim Essen an die Finger kleben. Unkompliziert geht auch. Du kannst mit den herkömmlichen Maismehl oder Hartweizengries und das richtige Verhältnis zu Maniokmehl oder alternativ Kartoffelmehl ähnliches Ergebnis bekommen. Das zeige ich Dir wie.
Zutaten
500 g Maismehl oder Hartweizengrieß 1 EL Kartoffelmehl ca. 500 ml Wasser
Maismehl langsam ins Wasser geben und dabei mit einem Schaumschläger gleichmäßig rühren, damit sich kein Klumpen formt, bis ein glatten Teig entsteht
Mit einem Holz Kochlöffel weiter rühren.
Das Kartoffelmehl in etwa 20 ml Wasser auflösen und zum Brei dazu geben
Noch weitere 3 Minuten rühren bis die gewünschte Konsistenz entsteht
Mithilfe einer Kelle aus dem Topf nehmen und in einer Müsli schale Faust große Kugel formen
Zubereitung mit Maniokmehl
Mais- und Maniokmehl trocken gut miteinander vermischen
Das Wasser zum Kochen bringen
Das Herd auf mittlerer Stufe runterdrehen
Die Mehlmischung langsam ins Wasser geben und dabei mit einem Schläger gleichmäßig rühren, damit sich kein Klumpen formt, bis ein glatten Teig/Brei entsteht
Mit einem Holz Kochlöffel weiter rühren bis die gewünschte Konsistenz entsteht
ca. 100ml Wasser zugeben, zudecken und ca. 3-5 Minuten köcheln lassen
Danach noch gut vermengen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist
Mithilfe einer Kelle aus dem Topf nehmen und in einer Müsli schale Faust große Kugel formen
Notes
Das wird heiß serviert zu : Okra Sauce, Spinat, Gari, und, und, und…