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Djindja

Djindja-Saft mit karamellisiertem Zucker – Ein Stück Kindheit aus Kamerun

Ich bin in Loum aufgewachsen – einer kleinen Stadt im Littoral Kameruns, in der die Luft nach Sonne, Erde und frischem Obst duftet. Loum ist bekannt für seine Bananen‑ und Ananasplantagen, doch ein Getränk prägte meine Kindheit fast mehr als die süßen Früchte selbst: Djindja.

Djindja ist ein kühles, leicht scharfes Ingwergetränk, das in Kamerun – neben Foléré – fast jeder kennt. Für mich war es jedoch mehr als ein erfrischender Saft. Es war das Rezept meiner Mutter. In Loum kannte man sie für ihre sucettes, ihre hausgemachten yaourts – und für den besten Djindja der Stadt.

Sucettes, das waren gefrorene Wassereis‑Tütchen in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Yaourts, cremige Joghurtgetränke, ebenfalls in kleinen Tütchen verpackt, bunt, süß und bei Kindern in ganz Kamerun unglaublich beliebt.

Zu beiden habe ich eine noch engere Beziehung als zu Djindja – aber das ist eine andere Geschichte, die ich vielleicht irgendwann erzähle.

Djindja hingegen war das Getränk, das sich fast jeder leisten konnte. Manchmal nannte man es sogar „Coca Haoussa“, weil der karamellisierte Zucker ihm eine dunkle, colafarbene Tönung verlieh und es oft von Hausa‑Händlern verkauft wurde.

Der Geschmack meiner Kindheit

Für mich ist Djindja ein Stück Zuhause. Die leichte Schärfe des Ingwers, der Duft von Nelken und – später, für die Winterzeit – ein Hauch Sternanis, den ich selbst hinzugefügt habe, um dem Getränk einen warmen, fast weihnachtlichen Touch zu geben. Dazu etwas Zitronensaft für die Frische. All das erinnert mich an heiße Nachmittage, an das Klirren von Flaschen in unserer Küche und an die Geduld, mit der meine Mutter jedes Detail ihres Rezepts pflegte. Gekühlt war Djindja unsere Erfrischung an Sommertagen, warm getrunken ein kleiner Trost, wenn es regnete oder die Abende kühl wurden.

Und wie so oft in der traditionellen Küche steckt in diesem einfachen Getränk auch viel Gutes: Ingwer stärkt das Immunsystem und die Verdauung, Nelken wirken antioxidativ und antibakteriell, und der Sternanis bringt eine winterliche Wärme. Mit etwas Honig oder karamellisiertem Zucker entsteht eine sanfte Süße, die perfekt mit der Schärfe des Ingwers harmoniert.

Warum Djindja für mich mehr ist als ein Getränk

Djindja ist Erinnerung, Fürsorge und ein Stück meiner Geschichte. Es ist ein Tribut an meine Mutter, die mit Hingabe und Kreativität aus wenigen Zutaten etwas Besonderes schuf. Und es ist ein kleiner Gesundheitsbooster, der Körper und Seele gleichermaßen guttut.

Wenn ihr also ein Getränk sucht, das erfrischt, wärmt und gleichzeitig nährt, probiert das Originalrezept meiner Mutter. Ein Schluck – und vielleicht schmeckt ihr ein kleines Stück Kamerun, ein kleines Stück meiner Heimat.

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Djindja

Djindja-Saft mit karamellisiertem Zucker – Das Originalrezept meiner Mutter

Portions: 1 l

Ingrédients
  

  • 150 –200 g frischer Ingwer Djindja
  • 1 Liter Wasser
  • 1 –2 Zitronen oder Limetten
  • 4 –5 Gewürznelken
  • 1 Stück Sternanis
  • Optional: 3–4 EL Zucker zum Karamellisieren
  • 2 –3 EL zusätzlicher Zucker oder Honig

Method
 

  1. Optionales Karamell: Den Zucker in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen, bis er goldbraun ist. Vorsichtig mit etwa 700 ml Wasser ablöschen und vollständig auflösen.
  2. Gewürzwasser: Nelken und Sternanis ins Wasser geben und 5–10 Minuten leicht köcheln lassen. Danach beiseitestellen.
  3. Ingwer vorbereiten: Den Ingwer gründlich waschen, in Stücke schneiden und mit den restlichen 300 ml Wasser sehr fein pürieren.
  4. Saft gewinnen: Den Ingwerbrei durch ein feines Sieb oder ein Tuch pressen, um den konzentrierten Ingwersaft zu gewinnen.
  5. Mischen: Den Ingwersaft mit dem gewürzten Wasser vermengen. Wenn kein Karamell verwendet wird, 700 ml klares Wasser hinzufügen.
  6. Zitrusnote: Zitronen oder Limetten auspressen und den Saft unterrühren.
  7. Süßen: Nach Geschmack zusätzlichen Zucker oder Honig hinzufügen.
  8. Kühlen: Den Saft mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen und gut gekühlt servieren.

Notes

💡 Tipp: Wer mag, kann den Saft auch heiß genießen – er wirkt dann wärmend und beruhigend an kalten Tagen.

Odjom

Odjom: Die vergessene Würze aus dem Herzen Kameruns

Odjom – Die stille Magie der kamerunischen Küche

In der reichen kulinarischen Landschaft Kameruns gibt es Zutaten, die nicht laut auftreten, aber tief wirken. Odjom, auch bekannt als afrikanische Ingwerblätter oder Kablé, ist genau so eine Zutat: dezent im Duft, aber kraftvoll im Charakter. Sie ist nicht nur ein Gewürz – sie ist ein Stück Identität.

Herkunft & botanische Wurzeln

Odjom stammt aus einer Pflanze der Aframomum-Familie, die wild in den tropischen Regionen Kameruns wächst. Die Blätter werden traditionell von Hand geerntet, sonnengetrocknet und in Bündeln aufbewahrt – ein Verfahren, das nicht nur nachhaltig ist, sondern auch die aromatischen Öle der Pflanze bewahrt.

Die Blätter verströmen einen würzigen, leicht bitteren Duft, der an Ingwer, Lorbeer und Wald erinnert. In der Küche sind sie ein natürlicher Aromaverstärker, der Gerichten Tiefe und Komplexität verleiht.

Kulinarische Verwendung: Mehr als nur Würze

Odjom ist ein fester Bestandteil vieler traditioneller Gerichte, besonders in der südlichen und zentralen Region Kameruns. Hier einige typische Anwendungen:

  • Ndomba: Ein Fischgericht, das in einer aromatischen Sauce aus Tomaten, Zwiebeln, Palmöl und Odjom-Blättern geschmort wird. Die Blätter geben dem Gericht eine unverwechselbare Tiefe.
  • Eintöpfe & Suppen: Ob mit Fleisch, Hülsenfrüchten oder Gemüse – Odjom bringt eine erdige, beruhigende Note, die perfekt zu langsamen Garprozessen passt.
  • Papillote-Garen: Fisch oder Fleisch wird in Odjom-Blätter gewickelt und über Feuer gegart – eine Technik, die das Aroma versiegelt und das Fleisch zart macht.
  • Infusionen & Tees: In der traditionellen Medizin wird Odjom auch als Tee verwendet – zur Beruhigung des Magens, zur Entgiftung oder einfach als wärmendes Ritual.

Kulturelle Bedeutung: Zwischen Küche und Heilkunst

Odjom ist nicht nur eine Zutat – sie ist ein Träger von Wissen und Tradition. In vielen Familien wird die Verwendung der Blätter von Generation zu Generation weitergegeben. Sie gelten als Symbol für Respekt gegenüber der Natur und als Zeichen für authentisches Kochen.

In Zeremonien, Festessen oder bei besonderen Anlässen ist Odjom oft präsent – nicht nur wegen ihres Geschmacks, sondern auch wegen ihrer spirituellen und heilenden Eigenschaften. Sie steht für Reinheit, Schutz und Erdung.

 

Odjom heute: Zwischen Tradition und Moderne

Auch wenn moderne Gewürzmischungen und industrielle Produkte die Märkte erobern, bleibt Odjom ein unverzichtbarer Bestandteil der kamerunischen Küche. Sie erinnert uns daran, dass Geschmack nicht nur Technik ist, sondern auch Geschichte, Gefühl und Verbindung zur Erde.


Fazit: Odjom ist wie ein leiser Taktgeber in der Symphonie der kamerunischen Küche. Wer mit ihr kocht, bringt nicht nur Geschmack in den Topf – sondern auch Respekt, Tiefe und Seele. Sie ist ein Beweis dafür, dass die besten Zutaten oft die sind, die man nicht sofort sieht, aber lange schmeckt.

vetiver

Khamaré (Vetiver/Gongoli) – Wirkung, Anwendung & meine persönliche Erfahrung

Es gibt diese Tage, an denen wir Frauen uns am liebsten mit einer Decke verkriechen würden – Bauchkrämpfe, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen. Lange habe ich nach natürlichen Wegen gesucht, um meinen Körper in dieser Zeit sanft zu unterstützen. Neben Wärmeflasche und Kräutertees ist mir dabei eine Pflanze besonders ans Herz gewachsen: Vetiver, in Westafrika auch Khamaré oder Gongoli genannt.

Wie ich Khamaré (Vetiver/Gongoli) entdeckt habe

Bis vor einigen Jahren hatte ich von Khamaré noch nie gehört. Erst über Social Media stieß ich darauf – in einer Phase, in der ich dringend nach natürlichen Mitteln für mein Frauenwohlbefinden gesucht habe. Da ich aus gesundheitlichen Gründen keine hormonellen Präparate gegen meine prämenopausalen Beschwerden nehmen darf, war ich neugierig, ob mir traditionelle Heilpflanzen helfen könnten.

Lange suchte ich vergeblich nach Vetiver-Wurzeln in Deutschland. Erst bei einem Besuch in Kamerun wurde ich fündig. Auf dem Markt sprach ich eine Verkäuferin darauf an, und sie erzählte mir voller Begeisterung von den vielen Vorteilen dieser Pflanze. In diesem Moment wusste ich: Das muss ich ausprobieren.

vetiver

Khamaré Wirkung – die vielseitigen Vorzüge von Vetiver

In vielen afrikanischen und indischen Traditionen gilt Khamaré nicht nur als aromatische Pflanze, sondern auch als wertvolle Heilwurzel für das Frauenwohlbefinden. Schon seit Jahrhunderten wird Vetiver bei Frauenbeschwerden, für die Hautpflege und zur Entspannung eingesetzt.

Die bekanntesten Vorteile von Khamaré (Vetiver/Gongoli):

💛 Unterstützung in Prämenopause & Menopause – traditionell zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden.
💛 Wirkung auf die Haut – kann Hautunreinheiten reduzieren und das Hautbild verfeinern.
💛 Natürliche Intimpflege – neutralisiert unangenehme Gerüche und fördert Frische.
💛 Beruhigend & entspannend – Vetiver-Wasser kann Körper und Seele gleichermaßen entspannen.
💛 Natürliches Aphrodisiakum – in vielen Kulturen gilt Gongoli als sanfte Stimulanz der Libido.

Diese Eigenschaften machen Vetiver-Wasser oder Khamaré-Tee zu einem echten Schatz für Frauen, die ihr Wohlbefinden auf natürliche Weise stärken möchten.

Khamaré Anwendung – verschiedene Möglichkeiten

Khamaré (Vetiver/Gongoli) ist vielseitig einsetzbar. Je nach Kultur wird die Wurzel in unterschiedlichen Formen verwendet:

  • Als GetränkKhamaré Wasser: Wurzeln in kaltem Wasser ziehen lassen – ergibt ein erfrischendes Getränk.
  • Als Tee-AufgussVetiver Tee: Mit heißem Wasser übergießen, 10–12 Minuten ziehen lassen, heiß oder lauwarm trinken.
  • Als Badezusatz: In manchen Regionen werden die Wurzeln ins Badewasser gelegt. Das sorgt für Entspannung, pflegt die Haut und schenkt ein angenehmes Wohlgefühl.
  • Als Räucherwerk: Getrocknete Khamaré-Wurzeln können auch verräuchert werden, um Räume zu reinigen oder eine beruhigende Atmosphäre zu schaffen.
  • In der AromatherapieVetiver-Öl: Aus den Wurzeln wird ein ätherisches Öl gewonnen, das wegen seines erdigen, beruhigenden Duftes beliebt ist – oft zur Entspannung oder als Unterstützung bei Stress.

✨ Für mich persönlich ist das Getränk die schönste Form, Khamaré in meinen Alltag zu integrieren. Es ist unkompliziert, wohltuend und begleitet mich überall – ob im Sommer eiskalt aus der Kühflasche oder im Winter als beruhigender, warmer Aufguss.

Mein persönliches Ritual mit Khamaré

Gerade im Sommer ist Khamaré Wasser mein ständiger Begleiter. Am Abend, bevor ich schlafen gehe, setze ich eine Karaffe mit frischem Wasser und einigen Wurzelbündeln und ein paar Limettenscheiben an. Über Nacht darf das Wasser im Kühlschrank ziehen. Am nächsten Morgen fülle ich es in meine Kühlflasche – so habe ich den ganzen Tag über ein gesundes, erfrischendes Getränk, dabei, das mich mit Energie und Leichtigkeit begleitet. Und das Beste: Ein Bündel Khamaré kann man bis zu fünfmal wiederverwenden, bevor es ausgetauscht werden muss. Das macht es nicht nur praktisch, sondern auch nachhaltig.

Im Winter liebe ich die Tee-Variante: Khamaré mit heißem Wasser übergießen, 10–12 Minuten ziehen lassen und dann heiß oder lauwarm genießen. Es wärmt, entspannt und schenkt mir kleine Momente der Geborgenheit.

Fazit: Warum ich Khamaré (Vetiver/Gongoli) liebe

Für mich ist Khamaré nicht nur eine Pflanze, sondern ein Stück natürliche Frauenheilkunde. Es ist ein Stück Tradition, verbunden mit modernen Bedürfnissen. Es schenkt Ruhe, Ausgeglichenheit und ein bisschen das Gefühl, dass Mutter Natur genau weiß, was wir Frauen manchmal brauchen.

Vielleicht hast auch Du Lust, Khamaré (Vetiver/Gongoli) auszuprobieren – sei es für Dein Frauenwohlbefinden, für Deine Haut oder einfach als natürliches, gesundes Getränk. Oder auch als kleine Unterstützung an den Tagen, an denen Du Dich selbst am meisten brauchst🌸


So mache ich es

 
 
 
 
 
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Rezept 1: Khamaré-Zitronenwasser (Sommer-Variante)

Zutaten (für 1 Liter):

  • 1 kleiner Bündel getrocknete Vetiverwurzel (gut gewaschen)
  • ½ Limette oder Zitrone, in Scheiben geschnitten
  • 1 Liter frisches Wasser
  • Optional: ein paar frische Minzblätter

Zubereitung:

  1. Vetiverwurzel gründlich reinigen (kurz abspülen reicht).
  2. In eine Karaffe mit Wasser legen, Limetten- oder Zitronenscheiben hinzufügen.
  3. Abdecken und für mindestens 4–6 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen (über Nacht ist perfekt).
  4. Schluckweise über den Tag verteilt trinken. Innerhalb von 24 Stunden aufbrauchen.
  5. Dasselbe Bündel Vetiver bis zu fünf Mal wiederverwenden.

Rezept 2: Khamaré-Tee (Winter-Variante)

Zutaten (für 1 Tasse):

  • 1 kleines Stück getrocknete Vetiverwurzel
  • 250 ml heißes Wasser
  • Optional: 1–2 Scheiben frische Zitrone oder Limette
  • Nach Geschmack: etwas Honig

Zubereitung:

  1. Vetiverwurzel gründlich waschen.
  2. In eine Tasse oder Kanne geben und mit heißem Wasser übergießen.
  3. 10–12 Minuten ziehen lassen.
  4. Heiß oder lauwarm genießen.
  5. Nach Wunsch mit Zitrone und Honig verfeinern.

Dieser Tee wärmt von innen, entspannt den Bauch und wirkt genauso ausgleichend wie die kalte Variante im Sommer.


 

Grüner Spargelsalat mit Mozzarella, Kirschtomaten und Penja-Pfeffer


Die Spargelsaison neigt sich dem Ende zu – jedes Jahr von Mitte April bis zum Johannistag am 24. Juni dauert dieses kurze, aber umso beliebtere Gemüse-Highlight in Deutschland. Für viele ist es eine kleine kulinarische Feierzeit, denn Spargel gilt hierzulande als echtes Frühlingsgold. Besonders der weiße Spargel ist in Deutschland eine Institution – mit Kartoffeln, Schinken und Sauce Hollandaise. Doch so traditionsreich er auch ist: Für mich persönlich schlägt das Herz ganz klar für seinen grünen Bruder.

Grüner Spargel ist kräftiger im Geschmack, braucht nicht geschält zu werden, ist schneller zubereitet und passt hervorragend zu modernen, leichten Gerichten. Und im Gegensatz zum weißen Spargel wächst er über der Erde – das erklärt auch seine kräftige Farbe und seinen etwas herzhafteren, leicht nussigen Geschmack. Er ist ideal für Pfanne, Grill oder Salat – und bringt eine frische Note in viele Rezepte. Außerdem, passt grüner Spargel besser zu meiner Kochphilosophie (schnell, aromatisch, farbenfroh) und erinnert mich an Okra – ähnlich bissfest und vielseitig.

Er ist unkompliziert, vielseitig und bietet die perfekte Bühne für spannende Aromen. Genau das liebe ich: Zutaten, die offen sind für neue Kombinationen. In diesem Fall mit dem wunderbar aromatischen Penja-Pfeffer aus Kamerun – eine echte Geschmacksreise zwischen den Kontinenten.

Spargel Salat

Ei einfacher, aber raffinierter grüner Spargelsalat. Frisch, sommerlich und mit einem kleinen aromatischen Twist.


Wissenswertes über Spargel

  • Saison in Deutschland: Mitte April bis 24. Juni (Johannistag)
  • Sorten: Weißer, grüner und violetter Spargel
  • Nährstoffe: Reich an Vitamin C, E, K, Folsäure, Kalium und Ballaststoffen
  • Gesundheitlich wertvoll: Entwässernd, verdauungsfördernd, kalorienarm
  • Zubereitung: Kochen, Braten, Grillen, Dämpfen oder roh im Salat
  • Unterschied weiß vs. grün: Weißer Spargel wächst unter der Erde, grüner über der Erde und enthält mehr Chlorophyll – daher auch die grüne Farbe – sowie mehr Aroma

Wissenswertes über Penja-Pfeffer – Kameruns aromatischer Schatz

  • Herkunft: Aus der Region Penja in Kamerun
  • Sorten: Weißer, schwarzer, grüner und roter Penja-Pfeffer
  • Besonderheit: Wächst auf vulkanischem Boden – dadurch besonders mineralstoffreich
  • Geschmack: Intensiv, komplex, leicht erdig mit Zitrusnoten
  • Verwendung: Ideal zu Fleisch, Fisch, Gemüse und auch in Dressings oder Marinaden
  • Anerkennung: Erster afrikanischer Pfeffer mit geschützter Herkunftsbezeichnung (g.g.A.)
  • Tipp: Am besten frisch gemörsert – so entfaltet er sein volles Aroma

Der Penja-Pfeffer ist nicht nur ein hochwertiges Gewürz, sondern auch ein Stück Heimat auf dem Teller – kraftvoll, aromatisch und einzigartig. Für mich ist er ein Muss in der Küche, besonders wenn ich afrikanische Würze in europäische Gerichte bringen möchte.


So wird’s gemacht…



Rezept zum Download


Spargel Salat

Grüner Spargelsalat mit Mozzarella, Kirschtomaten und Penja-Pfeffer

Temps de préparation 10 minutes
Temps de cuisson 10 minutes
Temps total 20 minutes
Portions: 4
Type de plat: Gemüse, Salat, Vorspeise
Cuisine: cuisine du monde

Ingrédients
  

  • 500 g frischer grüner Spargel
  • 150 g Mini-Mozzarella-Kugeln
  • 200 g Kirschtomaten
  • 1 TL Agavensirup alternativ: Honig
  • 3 EL Salatöl z. B. Rapsöl oder mildes Olivenöl
  • 1,5 EL Balsamico-Essig dunkel oder hell, je nach Vorliebe
  • 1 TL Senf mittelscharf
  • Salz nach Geschmack
  • ½ TL Penja-Pfeffer frisch gemörsert oder grob gemahlen

Method
 

Spargel vorbereiten
  1. Die holzigen Enden des grünen Spargels abschneiden. Die unteren zwei Drittel der Stangen ganz leicht schälen – das sorgt für zarteren Biss. Dann den Spargel in 3–4 cm lange Stücke schneiden.
  2. In einer großen Pfanne 1–2 EL Öl erhitzen. Die Spargelstücke darin bei mittlerer Hitze 3–4 Minuten anbraten. Dann die Kirschtomaten und eine gute Prise Penja-Pfeffer dazugeben und alles weitere 2 Minuten braten, bis die Tomaten leicht weich sind, aber nicht zerfallen. Mit etwas Salz abschmecken. Vom Herd nehmen und lauwarm abkühlen lassen.
  3. Die Mini-Mozzarella-Kugeln abtropfen lassen und bei Bedarf halbieren.
Dressing anrühren
  1. In einer kleinen Schüssel den Senf mit dem Balsamico-Essig verrühren, dann das restliche Öl (1 EL) und den Agavensirup unterrühren. Mit Salz und noch etwas Penja-Pfeffer abschmecken.
Salat vollenden und servieren
  1. Spargel-Tomaten-Mischung mit dem Mozzarella in eine Schüssel geben, das Dressing darüberträufeln und alles vorsichtig vermengen.
  2. Der Salat schmeckt lauwarm besonders gut, eignet sich aber auch hervorragend als vorbereiteter, kalt servierter Salat – ideal für Picknicks, Grillabende oder ein leichtes Mittagessen.

Notes

Wer mag, kann den Salat mit frischen Kräutern wie Basilikum oder Petersilie verfeinern. Und für ein bisschen Crunch passen geröstete Pinienkerne oder Mandeln wunderbar dazu.
Bon appétit!
Fadi

Thiacry

Thiacry | das westafrikanische Dessert schlechthin


Wenn es um westafrikanische Desserts geht, führt kein Weg an Thiacry vorbei. Dieses cremige, leicht säuerliche Gericht ist in Ländern wie Senegal, Mali und Gambia ein echter Klassiker und wird oft als süßer Abschluss eines Festmahls oder als erfrischender Snack zwischendurch serviert.

Was ist Thiacry?

Thiacry (auch bekannt als Dégué oder Degue) ist ein Dessert aus gekochtem Hirse-Couscous, der mit einer cremigen Joghurt-Mischung aus Milch, gezuckerter Kondensmilch und/oder Crème fraîche vermengt wird. Oft wird es mit Vanille, Muskat oder Rosinen aromatisiert und gekühlt serviert. Das Ergebnis: ein wunderbar erfrischendes, leicht körniges Dessert, das süß, säuerlich und angenehm sättigend ist.

Warum Hirse?

Hirse gehört zu den ältesten Getreidesorten Afrikas und ist in der Sahelzone ein Grundnahrungsmittel. Sie ist nicht nur glutenfrei, sondern auch reich an Mineralstoffen und Ballaststoffen. Für Thiacry wird die Hirse traditionell gedämpft oder zu Couscous verarbeitet, was ihr eine lockere, körnige Struktur verleiht, die perfekt mit der cremigen Joghurtsauce harmoniert.

Traditionell wird Thiacry zu besonderen Anlässen serviert – bei Festen, Familienfeiern oder als Dessert nach einem reichhaltigen westafrikanischen Gericht wie Yassa oder Mafé. Aber auch im Alltag ist es beliebt, vor allem an heißen Tagen, da es erfrischt und gleichzeitig sättigt.

Thiacry ist mehr als nur ein Dessert – es ist ein Stück westafrikanische Küchenkultur. Mit seiner Kombination aus traditioneller Hirse und cremig-süßem Geschmack spiegelt es die kulinarische Vielfalt der Region wider. Wer es einmal probiert hat, versteht schnell, warum es so beliebt ist.



Das ganze Rezept zum Downloaden


Thiacry

Thiacry /Dèguè | Westafrikanisches Hirsencouscous Dessert

Temps de préparation 10 minutes
Temps de cuisson 15 minutes
Temps total 25 minutes
Portions: 6
Type de plat: Dessert
Cuisine: Afrikanisch, Westafrikanisch, westafrikanische Küche

Ingrédients
  

  • 150 g Hirse-Couscous
  • 250 ml Grieschischer Joghurt oder Sahne Joghurt
  • ca. 100 ml gezuckerte Kondensmilch nach Geschmack
  • 1 paar Tropfen Zitronen/Vanillenaroma
  • ca. 150 ml Wasser
Topping:
  • 1 Mango
  • ½ Ananas
  • Beeren

Method
 

Couscous quellen lassen:
  1. Das Wasser aufkochen und den Hirse-Couscous damit übergießen. Abgedeckt ca. 5–10 Minuten quellen lassen, bis der Couscous weich ist. Anschließend abkühlen lassen.
Joghurtmischung herstellen:
  1. Griechischen Joghurt mit gezuckerter Kondensmilch und den Zitronen- oder Vanillearomatropfen verrühren.
Alles vermengen:
  1. Den abgekühlten Hirse-Couscous unter die Joghurtmischung heben und gut verrühren. Nach Belieben noch etwas süßen (z. B. mit Honig oder Zucker).
Kühlen:
  1. Das Dessert mindestens 1 Stunde im Kühlschrank kaltstellen.
Anrichten und verzieren:
  1. Vor dem Servieren mit frischen Mango-, Ananasstückchen oder Beeren garnieren.

Notes

Tipp: Wer mag, kann auch getrocknete Rosinen hinzufügen – das verleiht dem Dessert eine interessante zusätzliche Note. Außerdem lässt sich Thiacry sehr gut vorbereiten: Am nächsten Tag schmeckt es oft noch besser, da sich die Aromen in der Zwischenzeit wunderbar verbunden haben.
Bon appétit!
Fadi

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