Category Archives: Blattgemüse

béwolè

Béwolè sauté| Blattamaranth Pfanne


Béwolé, auch bekannt als Biteku teku oder Blattamarant, ist eine grüne Blattpflanze, die in der Küche vieler afrikanischer Länder eine wichtige Rolle spielt. Die Pflanze gehört zur Amarant-Familie und ist besonders in Kamerun, in der Demokratischen Republik Kongo und anderen Regionen Zentralafrikas beliebt. Ihre Beliebtheit hat nicht nur mit ihrem köstlichen Geschmack zu tun, sondern auch mit ihrem enormen Nährstoffgehalt und ihrer Vielseitigkeit in der Küche. In diesem Beitrag schauen wir uns an, was Béwolé so besonders macht, warum es gesund ist, und wie es traditionell zubereitet wird.

Was ist Béwolé?

Béwolé ist eine grüne Blattpflanze, die leicht an Spinat erinnert, jedoch einen kräftigeren Geschmack hat. Die Pflanze gedeiht in tropischem Klima und wird häufig auf kleinen Farmen und in Gärten angebaut, da sie relativ anspruchslos ist und schnell wächst. In Kamerun und den umliegenden Regionen ist Béwolé neben Ndolè als „Königin des Grüns“ bekannt und zählt zu den alltäglichen Nahrungsmitteln, die oft in Form von Eintöpfen oder Saucen zubereitet werden.

Ernährung und gesundheitliche Vorteile von Béwolé

Béwolé ist ein wahres Kraftpaket an Nährstoffen. Die Blätter sind reich an Vitaminen und Mineralien wie Vitamin A, Vitamin C, Kalzium und Eisen. Vor allem Vitamin A und Eisen sind in afrikanischen Ländern von großer Bedeutung, da Mangelerscheinungen an diesen Nährstoffen häufig vorkommen.

  • Vitamin A: Essenziell für ein gesundes Immunsystem, Haut und Augen.
  • Vitamin C: Fördert die Eisenaufnahme und stärkt das Immunsystem.
  • Eisen: Bekämpft Müdigkeit und fördert die Bildung roter Blutkörperchen.

Béwolé ist zudem eine ausgezeichnete Quelle für Antioxidantien, die helfen, zelluläre Schäden zu bekämpfen und entzündungshemmend wirken. Diese gesundheitlichen Vorteile machen die Pflanze nicht nur für Menschen in Afrika, sondern weltweit interessant.

Traditionelle Zubereitung von Béwolé

Die traditionelle Zubereitung von Béwolé variiert je nach Region und Kultur. Die gängigste und beliebteste Methode, die ich oft anwende, ist das Sautieren mit nur wenigen zusätzlichen Zutaten. Zunächst werden die Blätter sorgfältig von den Stängeln getrennt, grob gehackt, gründlich gewaschen und anschließend in leicht gesalzenem, kochendem Wasser weichgekocht. Danach werden sie häufig mit Zwiebeln, Tomaten und Knoblauch in etwas Öl angedünstet. Eine beliebte Variante ergänzt diese Zutaten mit Erdnüssen, um den Geschmack zu intensivieren. Oft wird rotes Palmöl verwendet, um dem Gericht eine besondere Geschmacksnote und Farbe zu verleihen.

Moderne Interpretationen und globale Trends

In jüngerer Zeit findet Béwolé auch außerhalb Afrikas Anklang, insbesondere in der veganen und vegetarischen Küche, wo Blattamarant als Superfood geschätzt wird. Der Anstieg der Beliebtheit von Pflanzen wie Grünkohl und Spinat in Europa und Nordamerika hat auch das Interesse an weniger bekannten, nährstoffreichen Pflanzen wie Béwolé geweckt. In Smoothies, Salaten und sogar als Ofen- oder Pfannengemüse kann Béwolé auch in westlichen Küchen als Alternative oder Ergänzung zu anderen Blattgemüsesorten dienen.

Fazit

Béwolé, Biteku teku oder Blattamarant ist mehr als nur ein Nahrungsmittel – es ist ein Teil der afrikanischen Kultur und eine nährstoffreiche Pflanze mit einer langen Tradition und Geschichte. Mit einem Geschmack, der vielseitig einsetzbar ist, und einer beeindruckenden Liste gesundheitlicher Vorteile sollte Béwolé in keiner Küche fehlen. Besonders für Menschen, die sich bewusst und nährstoffreich ernähren möchten, bietet Béwolé eine spannende und gesunde Abwechslung zu klassischem Blattgemüse.


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béwolè

Béwolè sauté | Sautierte Blattamaranth

Temps de préparation 40 minutes
Temps de cuisson 20 minutes
Portions: 4
Type de plat: Gemüse, Sauce
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • Ca. 3 kg frische Amaranth Blätter (alternative ca. 700g tiefgefrorenen)
  • 10-12 Roma Tomaten
  • ca. 2 EL vorgekochten Tomaten (oder 2 mittelgroße frische Tomaten)
  • 1 Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • ca. 50 ml Speiseöl zb. Rapsöl
  • 2 El Manjanga/Crayfisch (Optional)
  • 1 El Magic Sauce 
  • 1 TL Kaiser Natron
  • 1-2 frische Chilischoten (Optional)
  • Salz

Method
 

  1. Die Béwolé-Blätter zunächst von den Stängeln zupfen, grob hacken und gründlich waschen In einem Topf Wasser mit etwas Salz zum Kochen bringen, die gehackten Béwolé-Blätter und etwa 1 TL Natron hinzugeben, um die grüne Farbe der Blätter zu erhalten. Die Blätter ca. 10 Minuten kochen, bis sie weich sind, dann in ein Sieb abgießen und sofort mit kaltem Wasser abschrecken. Anschließend das Wasser aus den Blättern ausdrücken und beiseitestellen.
  2. Wer küchenfertige Béwolé (erhältlich in vielen Afroshops) verwendet, muss das Gemüse nach dem Auftauen lediglich mit frischem kalten Wasser abspülen und anschließend ebenfalls gründlich ausdrücken.
  3. Das Öl in einer Pfanne oder einem großen Topf erhitzen, dann die gehackten Zwiebeln und gepressten Knoblauchzehen darin anbraten, bis sie glasig sind. Optional kann jetzt die Manjanga hinzugegeben und etwa 1 Minute mitgebraten werden.
  4. Die halbierten Roma-Tomaten hinzufügen und weitere 5 Minuten braten, bis die Tomaten zu zerfallen beginnen. Nach Wunsch 1 TL Magic Sauce, 1 bis 2 frische Chilischoten und 2 EL vorgekochte, gehackte Tomaten hinzugeben und alles gut verrühren. Nun die vorbereiteten Béwolé-Blätter dazugeben, alles gründlich vermischen und weitere 5 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Zum Schluss abschmecken und mit einer Beilage nach Wahl servieren und genießen.

Notes

Dieses einfache, aber köstliche Gericht wird oft mit Yams, Fufu oder Maniok gegessen.
Bon appétit!
Fadi

chuem

Pèhn Chuem | Fufu mit Kurbisblätter-Sauce


Die afrikanische Küche im allgemeinen, insbesondere jedoch die westafrikanische ist sehr reich an Blattgemüse, welche, sofern richtig zubereitet, nicht nur wertvolle Nährstoffe liefern, sondern zudem auch richtig lecker sind. Die Liste ist wahrscheinlich länger, als ich sie Euch vorstellen könnt, aber ich möchte lediglich aufzeigen, wie wichtig und wie oft Blattgemüse in der westafrikanischen Küche vorkommt.

Auswahl an Blattgemüsesorten aus der Westafrikanischen Küche

Fangen wir bei Ndolè an, das in Kamerun die Königin unter dem Blattgemüse ist. Als nächstes kommt Eru, welches in den kamerunischen Provizen Nordwest und Südwest große Beliebtheit genießt. Dann Folong, auch bekannt als BitekuTeku in anderen Ländern Afrikas, ist eine Art Spinat, das sehr bekömmlich ist. Hinzu kommen noch die Blätter der Alleskönnerpflanze Maniok: Kpwem, die einfach von allem geliebt wird, nicht zuletzt dank seines wertvollen Beitrags in der westafrikanischen Küche. Als nächstes der Njapche, auch bekannt als Njama Njama, eine Art wilder Spinat, der beim Bamun-Volk (von wo ich mütterlicherseits herstamme) sehr beliebt ist. Die Liste ist bereits lange und bei Weitem noch nicht vollständig.

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Sind Kürbisblätter essbar?

Heute kommt nämlich auf meiner Liste nämlich ein weiteres Blattgemüse hinzu, das neben dem Pèhn Njapche zu dem Nationalgericht der Bamun zählt, der Pèhn Chuem. Der Begriff Pèhn Chuem kommt aus der Bamun-Sprache und bedeutet Foufou aus Maismehl (Pèhn) mit Kürbisblätter Sauce (Chuem).

Ich vernehme bereits einige Stimmen, die sich gerade fragen, ob Kürbisblätter überhaupt essbar sind. Die Antwort lautet dabei eindeutig: “Selbstverständlich!” . Dabei muss jedoch unterschieden werden, von welchen Kürbissorten die Blätter genommen werden. Handelt es sich um essbare Kürbissorten, dann sind deren Blätter ebenfalls essbar. Vorsicht ist jedoch bei den Zierkürbissorten geboten, denn da sind die Blätter leider nicht essbar, sie könnten sogar giftig sein. Diese schmecken auch in allgemein auch ziemlich bitter und sind daher praktisch ungenießbar.

Dieses Gemüsesorte ist bei der Bamun-Bevölkerung sehr beliebt, da sie einige Vorteile mit sich bringt. Erstens wächst diese Pflanze sehr schnell, zweitens ist sie fast das ganze Jahr über verfügbar und drittens ist sie sehr kostengünstig zuzubereiten. Es braucht nur wenige weitere Zutaten, um daraus ein schmackhaftes Gericht zu zauber. Als letzer positiver Punkt ist noch zu erwähnen, dass die Pflanze viele wertvolle sowie gesunde Nahrungsstoffe enthält. Ihr seht schon, wie toll sie einfach ist.

chuem

Lange habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht, ob ich die Pflanze hier finden würde, bis mich letzter Sommer eine Bekannte anrief und fragte, ob sie mir ein Paar Kilo Chuem schicken könne, da sie bei ihr im Garten welchen gepflanzt und nun über ihren eigenen Bedarf hinaus davon hatte. Ich war derart überrascht, wie sie es hinbekommen hatte, hier Chuem wachsen zu lassen. Im Nachhinein ist mir jedoch klar geworden, dass dies doch durchaus logisch ist, da Chuem doch nichts anderes ist als die Blätter essbarer Kürbisse und bestimmten Melonenpflanzen. In Kamerun werden sie auch als “Feuilles de melons” – aus dem französischen übersetzt Melonenblätter bezeichnet… So hätte ich hier eigentlich all die Jahre locker Chuem aus frischen Blätter zubereiten können, aber ich wusste es schlicht und ergreifend nicht. Aber wie heißt es so schön: “Besser spät als nie”. Ich freue mich, das Gericht nun endlich auch hier zu Hause zubereiten zu können und kann es nur jedem empfehlen, es mir gleichzutun.

Chuem ist von Natur aus vegan und wird traditionell zu Fufu aus Maismehl sowie mit einer Tomatensauce serviert, welche oft zusätzlich auch Fleisch oder Fisch enthält.


Die Zubereitung als Video



Und als Download…


chuem

Pèhn Chuem | Fufu mit Kurbisblätter Sauce

Temps de préparation 30 minutes
Temps de cuisson 30 minutes
Temps total 1 heure
Portions: 6

Ingrédients
  

  • ca. 3 kg frische Kürbisblätter
  • 250 g rohe Erdnüsse ohne Haut
  • 3 Zwiebeln
  • 1 TL Rondelle/Country Onion
  • 1 EL Palmöl
  • 1-2 Habanero ganz
  • ca. 2 g Steinsalz oder evtl. Kaisernatron
  • Salz

Method
 

  1. Die Kürbisblätter von Stiele entfernen und soweit wie möglich die Fasern aus den Blätter entfernen. Dabei achten, dass nur zarte Blätter ausgelesen werden.
  2. Die ausgelesene Blätter waschen, in einem Topf geben und mit Wasser überdecken. Salz und Steinsalz dazugeben, zum kochen bringen und ca. 3 Minuten kochen
  3. Danach die fertige/weich gewordenen Blätter mit kalten Wasser abschrecken und das ganze Wasser soweit wie möglich aus den Blätter pressen und beiseite legen. (Am Ende sind die Blätter auf ca. 300g Gewicht geschrumpft, das ist normal)
  4. Die Erdnüsse waschen, die Zwiebeln schälen und grob schneiden und alles in einem Mixer mit etwas Wasser zu einer schönen Paste mixen
  5. Die Erdnusspaste in einem Topf geben, salzen, bei bedarf etwas Wasser hinzufügen und bei mittlerer Hitze und gelegentlichem Rühren ca. 15 Minuten köcheln lassen.
  6. Dann Palmöl, Rondelles und Habanero hinzufügen gut verrühren und zugedeckt ca. 5 Minuten weiter köcheln lassen
  7. In der Zeit die Blätter in einem Zerkleinerer geben und gut zerkleinern um die Blätter feiner zu bekommen
  8. Nun den Habanero kurz herausholen, damit die Sauce nicht zu scharf wird und die zerkleinerten Kürbisblätter zu den Erdnüsse dazu geben. Das ganze gut vermischen und zugedeckt weitere 10 Minuten köcheln lassen.
  9. Kurz vor Ende die Habanero nochmal dazu geben. Mit heißer Fufu servieren und genießen!

Notes

Chuem ist von natur aus vegan, wird traditionell zu Fufu aus Maismehl und mit einer Tomatensauce, die oft Fleisch oder Fisch enthalten kann, serviert.
Bon appétit!
Fadi
Njapche

Pèhn-Njapche| Fufu mit Schwarzer Nachtschattenblätter Sauce


Zuerst gibt es einen kleinen Exkurs über eine vermeintlich giftige Pflanze. Der schwarzer Nachtschatten, wissenschaftlich Solanum nigrum genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Nachtschatten (Solanum).

Als ich mich zum ersten Mal mit den genaueren Details dieser Pflanzen auseinandersetzte, musste ich zu meinem Entsetzen feststellen, dass auf vieler Internetseiten die Pflanzen als giftig oder sogar sehr giftig eingestuft wurde. Darüber konnte ich nur meinen Kopf schütteln, denn seit ich denken kann, haben wir in Kamerun immer die Pflanzen konsumiert und zwar ohne groß darüber nachzudenken. Vergiftet hat sich dabei keiner!

PehnNjapche

In Kamerun ist diese Pflanze als Blattgemüse unter vielen Namen bekannt. Unter anderem wird sie mit Njama-Njama oder Légumes du village benannt und ist dabei bei fast allen sehr beliebt. Eine der bekanntesten Bezeichnung aus meinem Volk, die Bamun, ist Njapche. Diese Köstlichkeit wird bei uns fast immer mit Pèhn (Mais Fufu) serviert und so entsteht mit dieser Kombination das berühmt berüchtigte Pèhn-Njapche, das Volksgericht der Bamun. Wenn den meisten Kamerunern die Klassifikation der Ethnien nach ihrem typischen Gericht gefragt würde, dann würde bei den Bamun höchstwahrscheinlich am meisten dieses Gericht genannt werden.

Die Blätter der schwarzen Nachtschatten sind dem des Spinats sehr ähnlich. Geschmacklich besteht jedoch ein kleiner Unterschied. Während der Spinat etwas leichter und zarter schmeckt, hat der schwarzer Nachtschatten einen kräftigeren und etwas bittereren Geschmack. Er muss vor der Zubereitung sorgfältig gereinigt werden, um die Bitterstoffe zu entfernen und die Blätter zarter zu machen.

Als eine gute Bekannte mir diese köstlichen Blätter frisch aus ihrem Garten schenkte, habe ich vor Freude fast geweint. Es war eine Ewigkeit her, seit ich das letzte Mal dieses geliebte Gericht aus meiner Heimat gegessen habe. Genauer gesagt liegt das bereits ganze siebe Jahre zurück. Ich habe mich gleich an die Zubereitung gemacht als das Paket über den Postweg eintraf, wollte ich die wertvollen Blätter so schnell wie möglich kochen und mich davon satt essen.

Wie bei vielen Gerichten gibt es auch bei der Zubereitung von Njapche viele verschiedene Varianten. Ich habe mich bewusst für die traditionelle Weise nach dem Rezept meiner Großmutter entschieden. Diese wird ohne Zugabe von Fleisch oder Fisch mit Palmöl und Egusi zubereitet. Diese Variante schmeckt mir am Besten, erstens, weil die Zubereitung sehr einfach ist sowie auch sehr wenig Zutaten benötigt und zweitens, weil es so viele schöne Erinnerungen in mir weckt.

PehnNjapche

Das Ganze als Video



Pèhn Njapche| Mais Fufu mit Schwarzer Nachtschattenblätter

Temps de préparation 30 minutes
Temps de cuisson 45 minutes
Temps total 1 heure 15 minutes
Type de plat: Gemüse
Cuisine: Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 1 kg frische Schwarze Nachschattenblätter alternative Biteku Teku oder Spinat
  • 100 g Egussi
  • 200 g frische Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 3 El Palmöl
  • ca. 200 ml Wasser
  • Salz
  • 1 TL Hot&Spicy
Für den Fufu
  • 200 g Hartweizengries
  • ca. 400 ml Wasser
  • 1 EL Kartoffelmehl

Method
 

  1. Die Blätter des schwarzen Nachtschatten aus den Stangen vorsichtig auslesen, daraus hangerechten Bund machen und fein hacken
  2. In ein Schüssel geben mit Salz und mit der Hand aneinander reiben bis es anfängt zu schäumen. Wasser dazugeben, herausspülen und noch eins bis zwei mal wiederholen, bis es nicht mehr schäumt. Dann gut das Wasser daraus pressen und beiseite stehen lassen
  3. Zwiebeln und Tomaten grob schneiden. Das Palmöl in einem Topf geben und die gehackte Zwiebeln und Tomaten und gepresste Knoblauchzehen hinzugeben und gut vermischen und ca. 2 Minuten dünsten
  4. Das Gereinigte Blattgemüse dazu geben, alles gut vermischen und ca. 5 Minuten andünsten. Danach etwas Wasser dazu gießen, zugedeckt und ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln
  5. In der Zeit, die Egusi Kerne trocken mahlen, den so entstandenen Pulver mit Wasser vermischen, bis zu einer dicken Konsistenz. Mit etwas Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und Hot&Spicy abschmecken und gut vermischen. Dann kleine Teigmenge mit dem Löffel entnehmen und zum Gemüse darauf legen zugedeckt ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln. Dann gegen Ende das ganze miteinander gut vermischen
Fufu
  1. Das Wasser in einem Topf geben und zum Kochen bringen, dann Herd herunterdrehen und den Hartweizengries bei regelmäßigen Rühren nach und nach gießen und gut verrühren, bis eine gute Fufu Konsistenz entsteht.
  2. Den Kartoffelmehl mit 3 EL kaltem Wasser vermischen und zum Fufu dazu geben. Gut vermischen, etwas Wasser dazu geben und weiter verrühren.
  3. Den Fertigen Fufu mit dem Blattgemüse servieren und heiß genießen

Notes

Wer keine schwarzen Nachtschattenblätter parat hat, kann dies durch Spinat oder Grünkohl ersetzen.
Bon appétit!
Fadi
spinatplantains

Sautierte Spinat mit Rindergeschnetzeltes mit gedämpften gelben Plantains


Dieses Rezept ist eine Abwandlung eines Rezepts,  das ich von früher kenne und liebe. Den Légumes du village sautés – was soviel wie Gemüse aus dem Dorf bedeutet- oder auch in manchen Regionen Kameruns auch Njamanjama genannt. Dabei handelt es sich bei Légumes du village  um den Blättern des Solanum nigrum auch bekannt als Schwarzer_Nachtschatten aus der Familie der Nachtschatten. Die Blätter sind roh leicht bitter. Vor dem Kochen müssen Sie zuerst fein/grob geschnitten und mit kochendem Wasser gewaschen werden um die darin enthaltenen Bitterstoffe zu reduzieren.


Légumes du village wird in der Region wo ich her stamme Njapche genannt.  Wer sich mit Kamerun auskennt  assoziiert die Bamun ( der stamm von wo ich her komme) immer mit Pèhn-Njapche also eine Sauce aus den Blättern der Schwarzer_Nachtschatten mit Maismehl Fufu als Beilage. Dabei wird der Bamoun Njapche meisten mit Egusi zubereitet. Erst wird das küchenfertige Blattgemüse in Öl mit Zwiebeln und Gewürzen geschwenkt, dann Wasser zugegeben. Sobald es anfängt zu köcheln,  werden die aus Egusi Paste dazugeben und langsam köcheln lassen. Dazu kann Fleisch oder Fisch hinzu gegben werden. So wird meisten bei den Bamun Njapche gekocht. 

Meine Lieblings Art dieses tollen Blattgemüseart zuzubereiten ist noch viel unkomplizierter und schmeckt mir am besten. Da ich aber hier keine Solanum nigrum finde, habe ich mich um das Reazept zu realisieren, für Blattspinat entschieden. Der Geschmack ist zwar weniger kräftig als mit der Schwarzen Nachtschatten aber es schmeckt. Für dieses Rezept brauchst Du nur wenig Zutaten und das Ergebnis kann sich sehen und schmecken lassen.



Sautierte Spinat mit Rindergeschnetzeltes mit gedämpften gelben Plantains

Temps de préparation 10 minutes
Temps de cuisson 25 minutes
Temps total 35 minutes
Portions: 4
Type de plat: Gemüse
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch

Ingrédients
  

  • 500 g Spinat aufgetaut
  • 500 g Rindergeschnetzeltes
  • 6 mittelgroßen Tomaten
  • 2 mittelgroßen Zwiebeln
  • 20 g Manjanga (getrockne Flusskrebse)
  • 1 TL Knoblauch Paste
  • 100 ml Speiseöl
  • Salz
  • 1 TL Fleischgewürze
  • 2 Gelben Plantains

Method
 

  1. Zuerst den Spinat auftauen lassen und das Wasser herauspressen, soweit es geht.
  2. Tomaten waschen und in feinen Würfeln schneiden und beiseite stehen lassen. Dann die Zwiebeln fein schneiden.
  3. In einem Topf Speiseöl, dann Zwiebeln, Knoblauch Paste und Salz geben. Das Ganze für ca. 2 Minuten dünsten.
  4. Rindergeschnetzeltes und Fleischgewürze dazu geben, gut vermischen und für ca. 5 Minuten dünsten.
  5. In der Zeit die Plantains schälen, in jeweils vier Stücke schneiden und in einem Dampfgare für ca. 15 Minuten garen.
  6. Nun die gewürfelten Tomaten zum Fleisch hinzugeben, gut vermischen und für weitere 5 Minuten dünnsten.
  7. Dann den Spinat – bei Bedarf noch Öl nachgießen, den Manjanga (optional) und Magic Sauce dazugeben, gut verrühren und zugedeckt für weitere 5 Minuten dünsten.
  8. Die fertige Plantains aus dem Herd nehmen und mit den leckeren "Lègumes du village" servieren und genießen

Notes

Bon appétit!
Fadi

Folong/Biteku Teku sauté | Sautierten Blattamaranth


Die Westafrikanische Küche ist reich an Blattgemüsesorten wie Bitter Leaves, auch bekannt als Ndolè, Kpwem (Manioc Blätter), Eru, um nur diese aufzuzählen.

Folong/Biteku Teku oder auch bekannt unter den Namen Blattamaranth, gehört zu dieser Blattgemüsevielfalt. Folong ist eine Art Spinat (manche meinen dazu Wildspinat), welche sehr oft in der Westafrikanischen in allgemeinen und insbesondere in der Kamerunischen Küche vorkommt.

Dieses Gemüse lässt sich auf viele Arten zubereiteten und ist dabei sehr gesund, da es reich an vielen wertvollen Vitaminen und Mineralestoffen ist. Genau das Richtige in der kälteren Jahreszeit, wenn unser Körper besonders viele Nährstoffe braucht, um gesund durch den Winter zu kommen.


 Oft wird Folong hierzulande von Spinat ersetzt, da es dem Spinat sehr ähnelt. Am häufigsten wird es in Suppen oder Eintöpfe hinzugegeben. Folong kann alleine oder mit Fisch bzw. Fleisch zubereitet werden sowie zu verschieden Beilagen serviert werden. Sautiert serviere ich gerne dazu gedämpfte Kochbananen.


Das Ganze als Video



Folong

Folong | Biteku Teku | Blattamaranth

Temps de préparation 10 minutes
Temps de cuisson 15 minutes
Portions: 2
Type de plat: Gemüse
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 500 g Küchenfertige Folong
  • 1 Zwiebel
  • 1 Lauchzwiebel
  • 2 Kleine Tomaten
  • 1/2 Chili oder Scotch bonnet
  • 3 Knoblauchzehen
  • 100 ml Speiseöl
  • 1 TL Magic Sauce
  • Salz

Method
 

  1. Den küchenfertigen Folong noch einmal mit kalten Wasser waschen, das Wasser gut herauspressen und bereit stellen
  2. Tomaten und Lauchzwiebeln gut abwaschen und und in Stücke Schneiden
  3. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken
  4. Das Öl in einer Pfanne geben, gehackten Zwiebel, Knoblauch und Salz hinzugeben und ca. 2 Minuten andünsten
  5. Danach die geschnittenen Tomaten und Lauchzwiebeln hinzugeben, ca. 5 Minuten bei regelmäßigen Rühren rösten
  6. Danach das Folong hinzugeben, Magic Sauce und Den Chili noch dazu, gut vermischen und zugedeckt ca. 5 Minuten garen. Noch einmal abschmecken und genießen

Notes

Ich empfehle dazu gedämpften gelben Kochbananen, gedämpfte Süßkartoffeln oder Yam.
Bon appétit
Fadi♥