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erdnusskrokant

Frohe Ostern mit Caramel d’arachides grillées | Erdnusskrokant


Westafrikas knusprige Verführung

Erdnüsse sind in Westafrika allgegenwärtig und bilden die Grundlage vieler traditioneller Gerichte. Ob in Ndolè, Mafé, Pondu oder Okok – sie sind aus der westafrikanischen Küche nicht wegzudenken. Doch nicht nur in herzhaften Speisen glänzen sie: Auch als Snack oder Süßigkeit sind Erdnüsse tief in der westafrikanischen Esskultur verwurzelt.

Auf den belebten Märkten duftet es oft nach frisch gerösteten Erdnüssen – verkauft in kleinen Tüten, pur oder mit geröstetem Mais gemischt. Gerade zu Festtage wie der Osterzeit, wenn Familien zusammenkommen und kleine Köstlichkeiten ausgetauscht werden, erfreuen sich süße Erdnussspezialitäten besonderer Beliebtheit. Allen voran das Caramel d’arachides grillées – ein Erdnusskrokant, das Kindheitserinnerungen weckt und als süßer Ostergruß wunderbar passt.

Kindheitserinnerungen im Osternest

Mit nur wenigen Zutaten entsteht diese perfekte Mischung aus Süße und Röstaromen – ideal zum Naschen an den Feiertagen, als selbstgemachtes Geschenk oder als besondere Nachspeise nach dem Osteressen. Als Kind gehörte dieser Snack zu meinen absoluten Lieblingsknabbereien. Auch wenn unsere Eltern wegen des Zuckergehalts die Augen verdrehten – für uns war jeder Bissen ein kleines Fest.

Knusprige Verführung für die Feiertage

Diese Leckerei ist ein fester Bestandteil westafrikanischer Kulinarik – zur Osterzeit aber auch ein origineller Beitrag für jedes Festtagsbuffet oder ein liebevolles Mitbringsel im Osterkörbchen. Die Kombination aus gerösteten Erdnüssen und einer süßen, karamellisierten Masse ist einfach unwiderstehlich: knusprig, aromatisch, mit echter Erdnuss-Power.

Probier’s aus – vielleicht als selbstgemachte Osterfreude für Eueren Liebsten? Aber Vorsicht: Dieses knusprige Vergnügen hat Suchtpotenzial! Für Risiken und Nebenwirkungen übernehme ich auch zu Ostern keine Verantwortung.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Eueren Liebsten schöne Ostern!


Das Rezept zum Nachschauen


Und zum Nachlesen


erdnusskrokant

Caramel d’arachides grillées | Erdnusskrokant

Temps de préparation 20 minutes
Temps total 20 minutes
Portions: 6
Type de plat: Kleinigkeit, Snack
Cuisine: Afrikanisch, Westafrikanisch, westafrikanische Küche

Ingrédients
  

  • 200 g geröstete und geschälte Erdnüsse
  • ca. 100 g Zucker
  • Salz optional

Method
 

  1. Bereits geröstete Erdnüsse aus dem Handel verwenden oder alternativ rohe Erdnüsse in einer Pfanne oder im Ofen bei 180 °C etwa 8–10 Minuten rösten, bis sie goldbraun sind. Anschließend die Haut entfernen und grob hacken.
  2. Den Zucker in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen, bis ein goldbrauner Karamell entsteht. Sobald die gewünschte Farbe erreicht ist, eine Prise Salz unterrühren.
  3. Die gerösteten Erdnüsse zügig in die heiße Karamellmasse geben und bei niedriger Hitze gut vermengen. Die Mischung auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben.
  4. Noch vor dem vollständigen Aushärten vorsichtig kleine Kugeln formen (Achtung, die Masse kann noch sehr heiß sein) oder mit einem leicht eingeölten Messer in Stücke schneiden.
  5. Die Krokantstücke vollständig auskühlen lassen, bevor sie serviert oder in einem luftdichten Behälter aufbewahrt werden. Perfekt als knusprige Leckerei zu Kaffee, Tee oder einfach pur genießen!

Notes

Dieser Snack ist ideal zum Naschen und zum Verschenken.
Bon appétit!
Fadi
 
4a5

“4à5” aka Abgeli Kaklo oder Cassava Balls: Erinnerung an Solidarität und Kindheit

Dieses Rezept bringt mich zurück in meine Kindheit in Kamerun. „4à5“, auch als Abgeli Kaklo oder als Cassava Balls bekannt, sind frittierte Maniok-Beignets, die besonders in Ghana und Togo sehr beliebt sind. „Abgeli“ bedeutet auf Ewe, einer Sprache aus Ghana und Togo, „Maniok“, während „Kaklo“ allgemein für frittierte Bällchen oder Beignets steht.

Für die Zubereitung von Abgeli Kaklo wird Maniok, auch Cassava genannt, geschält, gerieben und zu einer Teigmasse verarbeitet. Diese Masse wird dann mit verschiedenen Gewürzen und gelegentlich auch Zwiebeln vermischt. Aus der Mischung formt man kleine Bällchen oder flache Scheiben, die anschließend in heißem Öl frittiert werden, bis sie goldbraun und knusprig sind.

Abgeli Kaklo werden oft als Snack oder Beilage serviert. In Ghana und Togo werden sie zusätzlich gerne mit Kokosnussstücken gereicht. Ihre knusprige Außenschicht und ihr weiches Inneres machen sie zu einem besonders beliebten Genuss.


In Kamerun, sind diese unter anderem unter den Namen „4à5“ bekannt. „4à5“ unterscheidet sich leicht von Abgeli Kaklo, da er traditionell nur mit Salz gewürzt und in Palmöl frittiert wird. In meinem Rezept frittiere ich zwar in neutralem Öl, füge aber dem Teig ein paar Tropfen Palmöl hinzu, um den typischen Geschmack von damals zu bewahren.

Der Name „4à5“ (ausgesprochen „quat à cinq“) stammt aus dem Französischen und bedeutet „4 für 5“. Dieser Begriff geht auf eine Zeit zurück, als vier kleine Bällchen genau 5 CFA-Francs kosteten, was etwa 0,74 Cent in Euro entspricht. Es war der günstigste Snack, den man für diesen Preis bekommen konnte, und perfekt zum Teilen. Fast jeder Schüler konnte sich in der Schulpause diese Leckerei leisten. Diejenigen, die es sich nicht leisten konnten, wurden von ihren Mitschülern großzügig bedacht.

Ich erinnere mich oft mit einem Lächeln an diese wunderbare Zeit. „4à5“ war für mich ein Symbol der Solidarität unter hungrigen Kinderbäuchen. Solange ein Schüler sich ein paar „4à5“ leisten konnte, musste kein Mitschüler hungern, denn es wurde geteilt. Diese warme Erinnerung trage ich noch heute in meinem Herzen.


Das Rezept als Video


Das Rezept als Download…


4a5

“4à5” aka Abgeli Kaklo oder Cassava Balls: Erinnerung an Solidarität und Kindheit

Entdecken Sie die Geschichte hinter den "4à5", frittierte Maniok-Bällchen, die einst ein preisgünstiger und solidarischer Snack für Kinder in Kamerun waren.
Temps de préparation 20 minutes
Temps de cuisson 10 minutes
Temps total 30 minutes
Portions: 6
Type de plat: Appetizer, Snack
Cuisine: Afrikanisch, Ghana, Togo, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 1 kg Maniok Knolle
  • 1-2 EL rotes Palmöl
  • Ca. 500 ml Frittieröl

Method
 

  1. Maniok vorbereiten: Zuerst den Maniok schälen und gründlich waschen. Danach auf einer Reibe zu einer groben Masse verarbeiten.
  2. Überschüssiges Wasser entfernen: Drücken Sie das überschüssige Wasser aus dem Teig, entweder mit den Händen oder durch Einwickeln in ein feines Tuch. Dies hilft, die Konsistenz des Teigs zu verbessern.
  3. Teig würzen: Geben Sie den abgetropften Teig in eine Schüssel. Fügen Sie 1-2 Esslöffel Palmöl und Salz hinzu. Mischen Sie alles gründlich, bis die Zutaten gleichmäßig verteilt sind.
  4. Bällchen formen: Formen Sie kleine Portionen des Teigs zu Bällchen.
  5. Frittieren: Erhitzen Sie Öl in einer Pfanne oder Fritteuse. Frittieren Sie die Bällchen in heißem Öl, bis sie goldbraun und knusprig sind. Achten Sie darauf, die Bällchen regelmäßig zu wenden, um eine gleichmäßige Bräunung zu erreichen.

Notes

Die Maniok-Bällchen können als Snack, Vorspeise oder Beilage serviert werden. Sie zeichnen sich durch ihre knusprige Außenschicht und das weiche, geschmeidige Innere aus, was sie zu einem unwiderstehlichen Genuss macht.
Bon appétit!
Fadi

Gari le sauveur

Gari/le sauveur | Gesüßter Gari mit gerösteten Erdnüssen


Hast Du schon mal von Gari gehört oder von Tapioca, wie wir es in Kamerun nennen? Gari besteht aus Maniokgries und wird aus fermentierten Maniokknollen hergestellt. Die Herstellung wird sehr oft noch von Hand durchgeführt und nimmt daher viel Zeit in Anspruch. Ein Beitrag über Gari habe ich bereits einmal in einer anderer Form schon veröffentlicht.

Heute aber geht es um den Gari als “le sauveur”, was übersetzt soviel wie “der Retter” heißt. Wer in Kamerun aufgewachsen ist oder zumindest einen engeren Kontakt zu Kamerunern pflegt, wird höchstwahrscheinlich diesen Begriff schon einmal gehört haben. Die Bezeichnung Le Sauveur kommt daher, da Gari einem das Leben retten kann, sollte es im Hause nichts mehr zu essen geben oder wenn man beispielsweise pleite ist. Da es sehr kostengünstig ist, hält man immer nebst Zucker eine gewisse Menge an Gari zuhause vorrätig, denn es macht schnell satt und der Magen gibt danach für ein paar Stunden Ruhe. Der Retter ist daher gerade unter den Studenten äußerst beliebt. Jeder Studierende, welcher sich respektiert (lacht!), sollte immer eine Ration Gari sowie Zucker als Reserve bei sich Zuhause haben. Oder zumindest für den Notfall dafür ein bisschen Kleingeld zur Seite legen.

Gari le Sauveur

Für den klasssichen Sauveur benötigt man lediglich Gari, Zucker und Wasser. Bei der leicht luxuriöseren Variante werden noch geröstete Erdnüsse oder Kokosnüsse dazu gegeben. Wer es noch genüsslicher verspeisen möchte, mengt zum Schluss gesüßte Kondensmilch bei,

Sei es als Klassiker oder als Luxusvariante, es erstaunt mich immer wieder, wie gut dieses Gericht schmeckt, wenn man so richtig Hunger verspürt. Probiert es selbst aus!



Gari le sauveur

Gari | le sauveur

Temps de préparation 5 minutes
Portions: 1
Type de plat: Dessert, Frühstück, Kleinigkeit, Snack
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • ca. 50 g Gari
  • ca . 200 ml kaltem/gekühltem Wasser
  • 5-6 Würfelzucker
  • 1-2 EL Konzentrierte Milch (optional)

Method
 

  1. Den Gari in einer kleiner Schüssel geben, mit Wasser überdecken, das erste überflüssige Wasser wegschütteln und dann erneut leicht mit Wasser überdecken
  2. Zucker und Erdnüsse dazugeben, gut vermischen und für ca. 2-4 Minuten ziehen lassen
    Optional vor dem Verzehr, konzentrierte Milch hinzufügen, noch einmal rühren und kalt genießen

Notes

Wer es mag kann auch zusätzlich ein paar Eiswürfel vor dem Verzehr hineingeben
Bon appétit!
Fadi
Massa

Massa – Beignets de riz | Reis Beignets


Massa sind Beignets aus Reis. Diese Beignets haben mich meine ganzen Kindheit begleitet. Das Rezept ist von dem Volk der Hausa und wurden fast immer von den Frauen aus der Haussa Stamm zubereitet und als Street Food verkauft.

Es gab eine besondere Zeit, in der wir sie bei uns Zuhause selbst herstellen konnten. Und zwar in dem Ramadan Monat mit Mbusiri serviert. In dieser Zeit legt man sehr viel Wert auf gesunden Ernährung. Daher gab es in diesem Monat auch viele Sachen selbstgemacht.


Das besondere an diesen Beignets sind ihre Formen. Die bekommt man nur in einer besonderen Poffertjes-Pfanne hin. Lange habe ich danach gesucht bis ich fündig wurde. Darüber war ich so glücklich und konnte die Pfanne gleich am nächsten Tag nach der Lieferung ausprobieren.

Zuerst habe ich das Internet nach dem für mich am besten in Erinnerung gebliebenen Rezept durchsucht. Aber dann bin ich auf dieses eines Rezept gestoßen. Anders als ich es in Erinnerung habe, aber irgendwie für mich am einfachsten klingenden. Ich dachte mir warum denn nicht? Falls es nicht gelingen sollte, kann ich immer die Klassische Rezeptur ausprobieren.

Wie ich mir schon vorher gedacht hatte ist das Rezept tatsächlich gelungen und somit konnte ich die leckere Massa mit einer Art Kankan genießen, wie damals in der alten Heimat. Das Rezept ist ziemlich einfach und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Probiert es selbst aus!


Das Video dazu



Und das Rezept zum Download


Massa

Massa – Beignets de riz | Reis Beignets

Temps de préparation 6 heures
Temps de cuisson 20 minutes
Portions: 6
Type de plat: Frühstück, Nachspeise, Snack
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 2 kleine Tassen rohen Reis
  • 2-3 EL kaltem, durchgekochtem Reis
  • 2-3 EL Zucker
  • 1 TL Hefe
  • Speiseöl
  • Salz
  • ca. 1Tasse Wasser

Equipment

Method
 

  1. Rohen Reis in einer Schüssel geben ung kurz mit kalten Wasser spühlen. Dann mit kalten Wasser übergießen, zugedeckt mindestens 6 Stunden oder über Nacht einweichen lassen
  2. Gleichzeitig etwas Reis gut durch/matschig kochen und abkühlen lassen und für später aufbewahren.
  3. Später den Reis aus dem Wasser in einem Mixer mit dem vorher kaltem gekochtem Reis geben, etwas Wasser dazugießen und zu einem leicht körnigen Teig mixen
  4. In einer Schüssel geben, Zucker Salz und Hefe dazu geben und gut verrühren. Bei Bedarf etwas Wasser hinzufügen. Der Teig sollte ungefähr die Konsistenz eines Pfannkuchenteigs haben. Dann den Teig für ca. einer halben Stunde aufgehen lassen
  5. Danach die Poffertjes-Pfanne erhitzen und in jedes Förmchen etwa einen halben Teelöffel eingießen un den Teig Mithilfe einer Kelle in die Förmchen eingießen
  6. Nach ca. einer Minute, die Beignets Mithilfe einem Holzspieße vorsichtig umdrehen und eine weitere Minute goldbraun garen und fertig sind die Massa
  7. Die Massa mit Kankan servieren und am besten heiß genießen.

Notes

 
Bon appétit!
Fadi
safou

Safou/Prune | Afrikanische Pflaume


Schon mal von Safou bzw. Prune oder von afrikanischer Pflaume gehört? Dann Lade ich Dich heute ein um diesen wunderbaren Frucht kennenzulernen.

Herkunft

Safou ist die Frucht vom Safoutier, den afrikanischen Pflaumenbaum, auch bekannt als Busc-Butterbaum oder wissenschaftlich Dacryodes edulis. Es gehört zur Familie der Balsamgewächse (Burseraceae), wäschst hauptsächlich in Zentral- und Westafrika und ist einer der wenige Baumarten, die ausschließlich in Zentralafrika angebaut wird. Die Frucht wird je nach Region anders benannt. In Kamerun ist es vor allem unter dem Namen Prune bekannt. Der Begriff Safou wird zwar auch verwendet, kommt aber aus der RDC. In Gabun dagegen wird eher der Begriff Atanga mit dieser Frucht assoziert. Ob in Kamerun, RDC oder Gabun, die Beliebheit Safou bleibt überall groß.

Farbe und Geschmack

Safou gibt es in viele Farben, Formen und Geschmack. Die Farbe kann von beige, hellrosa, lila bis dunkelblau Variieren. Wobei ich die Erfahrung gemacht habe, je dunkler der Safou, desto schmackhafter ist es.

Die Frucht kann sowohl roh oder gegart/gegrillt gegessen werden und besteht aus einen großen Kern umhüllt von der essbaren Fruchtfleisch, das meistens eine grüne Farbe hat – sieht aus wie kleine Avocados. Der Geschmack gegarter Safou kann von leicht säuerlich zu nussig butterig (daher der Name Butterbaum) gehen. manche sagen der Geschmack erinnere ein bisschen an gegarten Auberginen.



Zubereitung und Nährwerte

Safou wird oft als Snack zwischendurch, als Beilage zu verschieden Knollen wie Maniok oder Yam dazu serviert. In Kamerun findet man oft Safou an Straßenrand gegrillt mit Mais, Plantains oder Suya und ist ein sehr beliebter Streetfood. Safou schmeckt nicht nur gut, sondern ist für seine hohen Gehalt an verschiedenen wertvollen ungesättigte Fettsäuren, Mineralien und Vitamine usw. ein sehr gesundes Frucht. Probieren lohnt sich!