Category Archives: Knabberei

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Boulettes de boeuf | Rinderhackbällchen


Obwohl Rinderhackbällchen früher zu meinem Lieblingssnacks gehörten, fällt mir gerade ein, dass ich hier auf meinem Blog noch gar kein Rezept darüber publiziert habe… Da es so viele leckeren Sachen gibt, welche man jeden Tag versuchen darf, ist man dadurch leider etwas dazu geneigt, die guten alten Rezepte zu vergessen. Eigentlich bräuchte man mindestens tausend Leben, um in den Genuss wenigstens eines Bruchteils aller Köstlichkeiten dieser Welt zu kommen. Tja es heißt ja letztendlich nicht umsonst YOLO (you only live once)!

Ich kann mich genau an das erste Mal erinnern, als ich meine erste Hackbällchen gegessen habe. Ich war damals ungefähr sieben, allerhöchstens acht Jahre alt… Vielleicht waren es damals gar nicht meine ersten, aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass es die Besten waren . Damals verbrachte ich meine Schulferien bei meiner Oma in Foumbot, dem Geburtsort meiner Mutter. Eine meiner Tanten verdiente sich ihren Lebensunterhalt, indem sie Hackbällchen herstellte und als Snack zusammen mit Baguette verkaufte. Sie bot mir damals als Willkommensgruß ein halbes Baguette mit “Saucisse” an – wie sie damals ihre Hackbällchen nannte. Ich war vom Duft, geschweige dem Geschmack einfach überwältigt. Mir stiegen vor Rührung und Glück sogar die Tränen in den Augen…

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Seitdem sind einige Jahrzehnte vergangen und dennoch habe ich diesen leckeren Geschmack weder vergessen noch habe ich jemals wieder gleichwertige versuchen dürfen, denn leider hat meine Tante ihr Rezept mit ins Grab genommen. Möge ihre Seele in Frieden ruhe. Das Rezept, welches ich heute mit euch teilen möchte, kommt demjenigen von meiner lieben Tante sehr nahe, allerdings mit dem winzigen Unterschied, dass ich mir die Technologie von heute zunutze gemacht habe, indem ich eine Heißluftfritteuse anstelle einer Pfanne oder eines Topfes verwendet habe.

Es ist mir sehr wichtig, dass ich dieses Rezept teile, damit es nie in Vergessenheit gerät. Alles zur Ehre von meiner lieben Tante Njouheretou! Probiert es selbst, Euch wird es ebenfalls bestimmt gut schmecken!


Und so wird es gemacht



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Boulettes de boeuf | Rinderhackbällchen

Temps de préparation 20 minutes
Temps de cuisson 20 minutes
Temps total 40 minutes
Portions: 6

Ingrédients
  

Equipment

  • Luftfritteuse

Method
 

  1. Zwiebeln schälen und fein hacken, Pfeffer mit einem Mörser oder Pfeffermühle frisch mahlen
  2. Das Hackfleisch in einer großen Schüssel geben, dann hintereinander, Salz, gemahlene Pfeffer, gehackte Zwiebeln, Knoblauchpaste bzw. gepresste Knoblauchzehen, Liebstöckel bzw. Petersilie, Magic Sauce (bzw. eigene Kräutermischung) und zum Schluss Ei
  3. Das ganze gut vermischen, am besten mit den Hände, damit alles gut gemischt ist. Dann nach Belieben, Bällchen aus der Masse formen und nebeneinander in einer Luftfritteuseneinsatz legen ( Wer keine Luftfritteuse hat kann den Backofen oder eine leicht gefettete Pfanne benutzen)
  4. Den Luftfritteuseneinsatz mit den Hackbällchen für ca. 20 Minuten in die Luftfritteuse goldbraun von allen Seite garen. Die Bällchen herausnehmen und heiß oder kalt genießen

Notes

Ich empfehle, ein frisches Baguette damit zu belegen, mit einen Klecks Mayo und Scharfe Sauce z.b. HotandSpicy.
Bon appétit!
Fadi

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Magic Sauce Carotts Rezeptidee: Hühnchen Hackbällchen


Heute habe ich das Vergnügen, Euch nicht nur ein neues Rezept, sondern auch ein neues Produkt anzubieten, nämlich die Magic Sauce Carotts.

Die Magic Sauce Carotts ist die neue unter der Familie der Chez Fadi`s Sauces. Genauer gesagt ist sie die kleine Schwester meiner Magic Sauce, welche mit Karotten und Tomaten angereichert wurde, also ideal für Gemüsegerichte, jedoch nicht nur. Wem meine Magic Sauce geschmeckt hat, wird diese neue Saucenvariante ebenfalls lieben.

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Passend dazu möchte ich Euch heute ein einfaches Rezept von Hackbällchen vorstellen. Gewöhnlich werden Hackbällchen aus einem Gemisch von Rind-, Schweine- oder Rind/Schweinefleisch zubereitet. Heute zeige ich Euch jedoch eine Variante mit Hühnerfleisch und Gemüse, welche richtig gut schmeckt. Das gute dabei ist, dass dazu außer frischen Hähnchenbrustfilets nur noch eine handvoll weiterer Zutaten benötigt werden. Das Resultat sind dabei saftige, leckere sowie auch gesunde Hackbällchen.

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Die Chez Fadi`s Magic Sauce Carotts wird nicht nur zum Würzen den Hackbällchen verwendet, sondern kann auch als Dip dazu dienen. Probiert es doch einfach selbst!


Das Ganze als Video



Und als Download…


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Magic Sauce Carotts Rezeptidee: Hühnchen Hackbällchen

Temps de préparation 20 minutes
Temps de cuisson 25 minutes
Temps total 40 minutes
Portions: 6
Type de plat: Appetizer, Kleinigkeit, Vorspeise
Cuisine: cuisine du monde

Ingrédients
  

  • 400 g Hühnerbrustfilet
  • 150 g frische Champignons
  • 1 roter Parprika
  • 1/2 gelber Paprika
  • 1 Zwiebel
  • 1 Stange Lauchzwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 EL Magic Sauce Carotts
  • ca. 100 ml Speiseöl
  • Salz

Method
 

  1. Hühnerfleisch gut abspülen und trocken tupfen und beiseite legen
  2. Champignon, Paprika, Zwiebel, Lauchzwiebel abputzen, in Stücke Schneiden und in einem Mixer grob hacken und in einer Schüssel geben
  3. Die Hühnerfilets grob schneiden und ebenfalls in dem Mixer hacken, dann zu den gehackten Gemüsen dazugeben
  4. Salz, etwas Öl, gepresste Knoblauchzehen und den Magic Sauce Carotts dazugeben. Das ganze gut miteinander vermischen und ca. 5 Minuten stehen lassen.
  5. Eine Pfanne mit Öl einreiben, kleine Bällchen aus der Fleischmasse formen, nacheinander in die Pfanne legen und auf mittlerer Hitze ca. 10 Minuten braten danach wenden und weitere 10 Minuten braten bis sie goldbraun sind.
  6. Als Vorspeise, heiß oder kalt servieren und genießen!

Notes

Mein Tipp dazu: ein Teil der Chez Fadi’s Magic Sauce Carotts als Dip zu den Bällchen servieren. Einfach lecker!
Bon appétit!
Fadi
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Alloco | Frittierte gelbe Plantains aus der Elfenbeinküste

Dieses Rezept wollte ich bereits seit einer Ewigkeit einmal posten und irgendwann ist es wohl in meiner großen To Do -Liste einfach untergegangen. Erst nach unserem Urlaub in Genf ist es mir wieder in den Sinn gekommen.

Und so kam es dazu. Jetzt während unseres Sommerurlaubes in Genf haben mein Mann und ich festgestellt, dass es dort zahlreiche Restaurants aus den unterschiedlichsten Ländern der ganzen Welt gibt. Kein Wunder, Genf ist eine sehr internationale Stadt, da sich dort unter anderem der Hauptsitz der UNO befindet. Dadurch ist es leicht erklärbar, dass dort viele verschiedenen Sprachen, Kulturen und auch Küchen vorzufinden sind.

alloco

Jedes Mal, als ich ein Restaurant unterwegs sah, dachte ich mir, es wäre schön, wenn wir in Genf ein kamerunisches Restaurant ausmachen könnten. Mein Mann zog irgendwann sein iPhone raus und begann zu googeln. Und siehe da, es fanden sich gleich zwei westafrikanische Restaurants, beide nicht allzu weit von unserem Hotel entfernt. Das eine hatte leider sonntags zu, das andere mit dem Namen La Couronne D`or war geöffnet und war in ungefähr 20 Minuten mit dem Bus von unserem Hotel aus erreichbar. Es liegt direkt an der Bushaltestelle Seujet. Natürlich habe ich sogleich direkt dort angerufen und einen Tisch für uns beide reserviert. Dann bin ich online die umfangreiche Speisekarte des Restaurants durchgegangen. Was werde ich wohl bestellen? Poisson braisé, Choukouya oder lieber Thiepboudienne? Als Beilage gab es zu jedem Gericht unter anderem Attiéké, Chikwangue, Alloco zur Auswahl. Und was für ein Getränk soll ich bestellen? Bissap oder lieber Ginger? Die Vorfreude war groß, als wir uns dann auf dem Weg machten.

Dort angekommen haben wir uns lange überlegt, was wir nehmen. Mein Mann entschied sich für Choukouya mit Alloco als Beilage und ich mich für Thiepboudienne Royal, also mit Rind, Hähnchen und Schrimps.

alloco

Das Braucht man dazu:

Sehr gelbe /überreife Plantains

Frittieröl

Salz

So wird es zubereitet:

Die Plantains schälen und in Würfel n schneiden mit etwas Salz bestreuen (optional).

Als ich Alloco auf der Speisekarte las, fragte meinen Mann, was das denn sei. Beim Erklären fiel mir endlich ein, dass ich bisher noch keinen Beitrag über Alloco gepostet habe. Da entschloss ich mich, dies schnellstmöglich zu ändern.

Alloco ist ein sehr beliebte Beilage aus der Côte d’ Ivoire. Es ist eigentlich gelbe Plantains in Würfel geschnitten und frittiert. Bevor ich mich mit Foodbloging beschäftigt habe, kannte ich dieses Gericht kaum. Ich habe meine Plantains Fries immer in der gleichen Form zubereitet, bis ich Alloco entdeckte. Seitdem variiere ich oft.


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In heißem Öl ca. 15 Minuten bei ständigem Rühren goldbraun frittieren. Danach aus dem Öl herausnehmen und auf einem Küchenpapier abtropfen lassen.

Heiß servieren entweder mit gegrilltem Fisch, Fleisch oder einfach so genießen.

Bon appétit!



Et voilà! Bon appétit!

alloco
fermentierte tomaten

Fermentierte Tomaten | Im Salzlaken eingelegten Tomaten


Der Sommer kommt immer mehr auf uns zu. Das merkt man nicht nur an den länger werdenden, sonnigen und heißen Tagen,
sondern auch an der Vielfalt der sommerliche Produkte und Lebensmitteln,
welche man derzeit sowohl in den Super- als auch in den Wochenmärkten finden kann.

Ich konnte mich bereits an leckeren Erdbeeren direkt aus der Region erfreuen. Jedoch ganz besonders freue ich mich jährlich auf die Tomaten.
Denn jedes Jahr, sobald es endlich sonnengereiften Tomaten aus der Region zu kaufen gibt, besorge ich mir ganz viele davon und koche ich sie ein.
So kann ich über lange Zeit den Geschmack von frischen Tomaten genießen, auch wenn die Saison bereits längst vorbei ist.

Auf der Suche nach neuen Rezepten, bei welchen ich mit Tomaten etwas anfangen kann, bin ich auf zahlreiche davon gestoßen.
Alles klang dabei so einfach und lecker. So habe ich mich entschieden, selbst neue zu kreieren, denn ich liebe Tomaten in vielen Formen.
Mit dem folgenden Rezept ist eine weitere Variante hinzu gekommen und ich freue mich, sie mit Euch nun teilen zu dürfen. Probieren lohnt sich dabei in jedem Fall!


Das Ganze als Video



Und als Download…


fermentierte Tomaten

Fermentierte Tomaten | Im Salz eingelegten Tomaten

Temps de préparation 10 minutes
Einlegzeit 4 days
Portions: 4
Type de plat: Gemüse, Kleinigkeit, Salat
Cuisine: cuisine du monde

Ingrédients
  

  • ca. 150g Mini Roma Tomaten
  • ca. 1 EL Salz
  • 200 ml vorher gekochte und nur noch lauwarmes Wasser
  • 1 paar Basilikumblätter
  • 1 stück Karotte

Equipment

  • 1 Einlegglas oder großes Glas mit Verschluss

Method
 

  1. Wasser kochen, mit dem Salz gut verrühren und zum kühlen stehen lassen
  2. Die Tomaten, die Basilikumblätter und die Karotte gründlich waschen und beiseite stellen
  3. Ein Glas (leere Marmeladen- oder Einmachglas) gründlich mit kochendem Wasser sterilisieren. Die Vorher gut gewaschenen Tomaten und die Basilikumblätter vorsichtig hineinlegen, sodass es gut befüllt aber ca. 1 Finger noch frei blebt.
    Die asilikum Blätter am Besten zwischen den Tomaten klemmen, sodass sie später nicht nach oben schwimmen können
  4. Die erkaltete Salzlösung im Glas gießen bis die Tomaten alle mit der Lösung bedeckt sind.
  5. Das Karottenstück oben darauf legen und leich nach unten drücken, sodass die Karotten nach dem Vershcließen komplett im Wasser ist.
    Vorsicht: Das ganze Gemüse musst komplett im Wasser sein.
  6. Das Glas gut verschließen und 4-5 Tage an einem Ort mit Raumtemperatur aufbewahren
  7. Danach aufmachen, Zu Salate, als oder zu anderen Vorspeisen servieren und genießen!

Notes

Bon appétit!
Fadi

Chips

Plantains Chips – eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Kartoffeln Chips


Plantains – auch Kochbananen genannt- sind in Kamerun und allgemein in Westafrika ein sehr beliebtes Lebensmittel. Da man mit Plantains alles Mögliche machen kann, gehören sie für mich zu den Must-Have in der Küche. Bei mir gibt es immer Plantains. Ob frisch in Kühlschrank, frittiert und konserviert in Gefrierschrank oder als Chips für den täglichen Knabberspaß.
Als Chips sind sie eine gute alternative zu den herkömmlichen Kartoffelchips. Zudem sind Plantains Chips ein Stück schöne Erinnerung aus meiner Kindheit. Damals gab es bei uns keine Kartoffelchips nur die Plantains Chips. Sie gehörten zu unsere Lieblings Naschereien. Sie wurden manchmal von uns selbst zuhause hergestellt. Oft kauften wir sie auf der Straße oder in Pausenhof von den Verkäuferinnen, die Ihre Sachen am Straßenrand in Körben oder kleine Schalter anboten. Man konnte wählen zwischen salzig und süß. Mein Favorit war und ist immer noch die salzige Variante. Jedes Mal, wenn ich heute Plantains Chips esse, erinnere ich mich gerne an dieser Zeit und das schmeckt mir dann noch besonders gut. Die Chips kann man mittlerweile heutzutage fast überall hier in Deutschland kaufen. Aber selbstgemacht schmeckt immer am Besten.


Chips

Zutaten


4 große, grüne Kochbananen (unreif)
Etwas Salz
Je nach Zubereitung:
Fritteuse: ca. 1/2l frittier Öl
Backofen: 4 Esslöffel Deiner Lieblings Öl


Zubereitung


 Die Kochbananen schälen und mithilfe einer feinen Reibe in ganze feine scheiben hobeln

Für die Fritteuse/Pfanne:

  1. Das frittier Öl in einer Fritteuse oder alternativ in einem kleinen Topf erhitzen
  2. Darin die Chips goldgelb beim ständigen rühren frittieren
  3. Die goldgelben Chips mit einer Schaumkelle rausholen, auf Küchenpapier legen und salzen
Chips

Für den Backofen

  1. Backofen auf ca. 180°C vorheizen
  2. Die Bananen scheiben auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen und mit Öl bepinseln 
  3. In Backofen für ca. 15 min.  schieben bis die Chips goldgelb sind
  4. In einer Schüssel geben und salzen

Et voilà! Bon appétit!