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Poulet Yassa

Poulet Yassa: Ein Hühnergericht mit viel Charakter und noch mehr Zwiebeln

Wenn du noch nie von Poulet Yassa gehört hast, dann hast du definitiv etwas verpasst. Dieses westafrikanische Gericht aus dem Senegal ist eine regelrechte Geschmacksexplosion. Das ist bemerkenswert, obwohl die Zutatenliste so simpel klingt. Sie besteht aus Huhn, Zwiebeln, Zitronen, Pfeffer und optional Senf. Klingt einfach, oder? Aber lass Dich nicht täuschen, die wahre Magie steckt in der Zubereitung. Meine erste Begegnung mit Poulet Yassa war ein kleiner Unfall in der Küche. Ich dachte, ich könnte das Rezept „frei nach Gefühl“ machen – ein Löffel Senf hier, ein Spritzer Zitrone da. Am Ende hatte ich mehr Zitrone als Huhn. Mein Gesicht zog sich zusammen. Es war, als hätte ich in eine ganze Zitrone gebissen. Doch der Duft… dieser unverwechselbare, intensive Geruch von karamellisierten Zwiebeln und Zitronensaft, der in der Luft hing, ließ mich nicht aufgeben. Irgendwann stieß ich auf das Buch Pastel et Yassa von Aissatou Mbaye. Sie ist Aistou Cuisine, eine in Frankreich lebende und sehr bekannte Foodbloggerin. Sie hat senegalesische Wurzeln. Davor hatte ich schon einige Rezepte ausprobiert, Aber diesmal… Ihr Rezept gepaart mit meiner leckeren Magic Sauce waren einfach fantastisch. Der beste Yassa, den ich je vorher gegessen hatte. Aistou Cuisine Rezept, ist wie ursprünglich, ohne Verwendung von Senf.

Die Geschichte hinter Poulet Yassa

Poulet Yassa hat seine Wurzeln in der Küche des Volkes der Diola, das im Süden Senegals und Gambia lebt, insbesondere in der Region Casamance. Ursprünglich wurde das Gericht hauptsächlich mit Fisch zubereitet, da die Diola in einer Küstenregion leben, wo Fisch eine zentrale Rolle in der Ernährung spielt. Erst später wurde das Rezept für Huhn angepasst, was es zu einem der bekanntesten senegalesischen Gerichte machte.

Die Entwicklung von Poulet Yassa spiegelt den historischen Austausch in Westafrika wider. Die Region Casamance war ein wichtiger Handelspunkt und durch die Kolonialzeit wurden neue Zutaten und Kochtechniken eingeführt. Beispielsweise ist der Gebrauch von Senf vermutlich auf den Einfluss der französischen Kolonialmacht zurückzuführen. Auch der starke Einsatz von Zitrone oder Essig zeigt Einflüsse von außen, die mit lokalen Zutaten wie Zwiebeln und Gewürzen kombiniert wurden.

A propos Zwiebeln: Für dieses Gericht brauchst Du wirklich viele davon. So viele, dass Du dich fragst, ob Du gerade für eine Armee kochst. Wenn Du also jemanden in deiner Küche sitzen hast, rate ich: Besorg Dir eine Brille, denn die Zwiebeltränen fließen schneller als du “Yassa” sagen kannst. Am Ende ist Poulet Yassa mehr als nur ein Gericht. Es ist wie eine kleine Party auf deinem Teller. Der süß-saure Geschmack der Zwiebeln, die leichte Schärfe von Pfeffer und die Frische der Zitrone – alles spielt perfekt zusammen. Und wenn Du das noch nie probiert hast, dann mach Dich bereit für eine kulinarische Überraschung. Aber sei vorsichtig mit der Zitrone – ich spreche aus Erfahrung!


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Temps de préparation 30 minutes
Temps de cuisson 30 minutes
Temps total 1 heure
Portions: 4
Type de plat: Sauce
Cuisine: Senegal, westafrikanische Küche

Ingrédients
  

  • Ca. 800 g Hähnchenkeule
  • 3-4 große Zwiebeln
  • 2 Zitronen
  • 2 EL Magic Sauce
  • 1-2 Lorbeerblatt
  • 1-2 TL Penja Pfeffer
  • 1-2 frischer Piment/Chilischote
  • Ca. 100 ml Rapsöl
  • Ca. 100 ml Wasser
  • Salz

Method
 

  1. Das Hähnchen bzw. Die Hähnchenkeulen gründlich waschen. Für eine intensivere Reinigung und zum Entfernen des starken Geruchs das Hähnchen mit einer Mischung aus Zitronensaft, Salz und etwas Essig einreiben. Anschließend mit kaltem Wasser abspülen und trocken tupfen.
  2. Die Hähnchenkeulen leicht einschneiden, damit die Marinade besser einzieht. Die Hälfte der Magic Sauce mit dem Saft von 2 Zitronen, einer Prise Salz und 1 TL weiße, gemahlene Penja Penja vermischen. Das Hähnchen damit marinieren, abdecken und am besten mindestens 2 Stunden, idealerweise über Nacht, im Kühlschrank ziehen lassen. So wird das Fleisch besonders zart und geschmackvoll.
  3. Das marinierte Hähnchen danach bei mittlerer Hitze im Ofen (bei 200°C) oder noch besser auf dem Grill bis es außen knusprig und innen saftig ist.
  4. Während das Hähnchen grillt, die Zwiebeln in Scheiben schneiden. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze anbraten. Sobald sie glasig werden, ein Lorbeerblatt und 1-2 kleine Chilis hinzufügen. Danach die restliche Magic Sauce, Salz und Pfeffer hinzufügen. Den Saft einer Zitrone und etwa 100 ml Wasser oder der Saft aus dem gegrillten Hähnchen hinzufügen, damit eine schmackhafte Sauce entsteht. Bei schwacher Hitze etwa 15 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce gut eingedickt ist.
  5. Die gegrillten Hähnchenteile in die fertige Sauce eintauchen und ca. weitere 5 Minuten köcheln lassen, damit sie die Aromen der Sauce aufnehmen, oder die Sauce separat als Dip servieren und mit Beilage der Wahl heiß genießen.

Notes

Das poulet Yassa am besten mit weißem Reis servieren.
Bon appétit!
Fadi

Sûp Chuem | Tomatensaucenbeilage zum Chuem


Der Sommer war die letzten Tagen über ziemlich heiß und obwohl ich nicht weiß weshalb, so hat mich dieses schwüle Wetter ständig an sonnengereifte Tomaten erinnert. Das ist vermutlich eine der Gründe dafür, warum ich oft im Sommer Tomaten einkoche. Nachdem ich dieses Jahr wieder zahlreiche Gläser Tomatensauce hergestellt hatte und danach immer noch genug Tomaten übrig blieben, ist mir plötzlich dieses einfache Gericht von meinem Stamm (Bamun) wieder eingefallen.

Dieses Rezept einer Kürbisblättersauce (Chuem) hatte ich hier bereits einmal veröffentlicht. Es handelt sich dabei um eine der beliebtesten Sauce der Bamun, welche zu Couscous serviert wird. Traditionell ist Chuem an sich vegetarisch, ja sogar vegan, da es überhaupt keine tierische Produkte enthält. Sie wird jedoch sehr oft gemeinsam mit einer sehr würzigen Tomatensauce serviert, welche wiederum Fleisch oder Fisch enthalten kann.

Die Zubereitung dieser Tomatensauce ist sehr schnell ohne jeglichen Schnick-Schnack und darüber hinaus auch wirklich simpel. Die Sauce kann sowohl zum Chuem oder Njapche, jedoch auch allein zu Couscous oder anderen Beilagen serviert werden.

Sehr oft wird die Sauce entweder mit getrocknetem/geräuchertem Fisch bzw. mit Rindfleisch zubereitet, da es die gängigsten auf dem Markt erhältlichen Tierprodukte sind. Dieses Mal habe ich mich jedoch für frische Lammgulaschstücke entschieden. Diese Fleischstücke sind besonders gut geeignet für diejenigen Personen, die einen zu starken Lammgeschmack nicht mögen. Das Ergebnis ist eine leicht sämige und würzigen Sauce, die schlicht und ergreifend überall dazu passt.

Definitiv ein Rezept für Liebhaber von Tomatensaucen sowie für Einsteiger beim Lammfleisch. Probiert es doch einmal selbst aus!


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chuem

Sûp Chuem | Tomatensaucenbeilage zum Chuem

Temps de préparation 10 minutes
Temps de cuisson 25 minutes
Temps total 35 minutes
Portions: 4
Type de plat: Sauce
Cuisine: Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 600 g Küchenfertige Lammgulasch
  • 400 g Tomaten
  • 2 Zwiebeln
  • 1/2 TL Knoblauchpaste
  • 1 EL Magic Sauce (oder eigene Gewürzmischung)
  • ca. 50 ml Speiseöl
  • Salz

Method
 

  1. Das Fleisch waschen, gut abtropfen lassen und Beiseite stellen
  2. Einem Topf mit öl erhitzen und die fein gehackten Zwiebeln, die Knoblauchpaste und Salz hinzu und andünsten bis die Zwiebeln glasig sind
  3. Dann Fleisch und Magic Sauce dazu geben, gut vermischen und halbzugedeckt ca. 5 Minuten braten
  4. Die Tomaten hinzugeben und bei regelmäßigen Rühren ca. 10 Minuten andünsten, bis die Tomate anfängt leicht am Topfboden zu kleben
  5. Etwas Wasser hinzu und weitere 5 Minuten köcheln lassen, bis das Fleisch zart wird
  6. Aus dem Herd nehmen und mit Beilage der Wahl servieren und genießen

Notes

Diese “trockene” Tomatensauce Variante wird bei den Bamun oft zu Pèhn Chuem ( Fufu mit Kürbisblättersauce) als Beilagen Sauce. Kann aber auch genauso gut zu anderen Beilagen wie Fufu, Reis, Nudeln,… serviert werden.
Bon appétit!
Fadi

mafé poulet

Mafé Poulet | Westafrikanische Erdnusssauce mit Hähnchen


Mafé ist eine beliebte westafrikanische Erdnusssauce, die traditionell mit Fleisch, Gemüse und Reis serviert wird. Ursprünglich aus Mali stammend, hat sie sich in vielen Ländern Westafrikas wie Senegal, Gambia und Guinea verbreitet. Die reichhaltige Sauce basiert auf Erdnussbutter, Tomaten, Zwiebeln und aromatischen Gewürzen, die ihr einen herzhaften, leicht nussigen Geschmack verleihen. Je nach Region und Vorlieben wird sie mit Hähnchen, Rind oder Fisch kombiniert, kann aber auch in einer vegetarischen oder veganen Variante zubereitet werden.

Dieses Rezept habe ich speziell für meinen ersten kamerunischen/westafrikanischen Kochkurs entwickelt, den ich kürzlich in Zusammenarbeit mit der VHS Ludwigsburg veranstaltet habe. Mafé eignet sich besonders gut für Kochanfänger, da es einfach zuzubereiten ist und mit wenigen Zutaten ein intensives Aroma entfaltet. Das Besondere an meiner Variante ist, dass sie so angepasst wurde, dass sowohl Vegetarier und Veganer als auch Fleischliebhaber auf ihre Kosten kommen – so konnte wirklich jeder das Gericht in vollen Zügen genießen.

mafépoisson

ZZu Beginn wird die Sauce vollständig vegan zubereitet, während das Fleisch separat im Backofen goldbraun gegrillt wird. Gegen Ende der Zubereitung wird die Sauce aufgeteilt: Der vegetarische bzw. vegane Teil wird lediglich mit Magic Sauce verfeinert und einige Minuten weitergekocht, während in die klassische Variante die gegrillten Hähnchenteile kommen. Dieser einfache Trick sorgt dafür, dass jeder auf seine Kosten kommt! Besonders beim Kochen für Gäste mit unterschiedlichen Ernährungsweisen ist diese Methode ideal – der zusätzliche Aufwand ist minimal, und dennoch kann jeder das Gericht in vollen Zügen genießen.

Die Zubereitung von Mafé kam bei den Kursteilnehmern hervorragend an. Jeder konnte die einzelnen Schritte mühelos nachvollziehen, und am Ende haben wir gemeinsam ein köstliches Mafé genossen – serviert mit frisch gedämpften gelben Kochbananen, Maniok und Yamswurzeln.

VHS

Auf den nächsten Kurs freue ich mich schon jetzt!


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mafé poulet

Mafé Poulet | Westafrikanische Erdnusssauce mit Hähnchen

Temps de préparation 15 minutes
Temps de cuisson 45 minutes
Portions: 6
Type de plat: Sauce
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • ca. 1 kg ganzes Hähnchen oder Hähnchenteile
  • 3-4 EL Erdnussbutter (ungeslazen und ungesüsst)
  • 2-3 Karotten
  • 1 EL Tomatenmark
  • 200 g Tomaten (alternativ Konserve verwenden)
  • 1 Zwiebel
  • 4-5 Knoblauchzehen
  • 2 EL Magic Sauce
  • ca. 30 ml Speiseöl
  • 1-2 EL Zitronen- oder Limettensaft
  • ca. 800 ml Wasser
  • Salz
  • Optional: 1–2 frische Habanero-Chilis für Schärfe

Method
 

  1. Das Hähnchen gründlich waschen, trocken tupfen und in gewünschte Stücke schneiden. In eine Schüssel geben und mit Salz, Zitronen-/Limettensaft, Öl und Magic Sauce vermengen. Abgedeckt beiseitestellen und mindestens 15 Minuten marinieren.
  2. Erdnussbutter in 250 ml warmem Wasser auflösen und ziehen lassen.
  3. Zwiebeln, Karotten und Tomaten waschen. Karotten schälen und in beliebige Stücke schneiden. Zwiebeln und Tomaten würfeln.
  4. Den Backofen auf 180°C (Grillfunktion) vorheizen. Die Hähnchenteile auf ein Backblech legen und ca. 20 Minuten grillen, dabei gelegentlich wenden, bis sie goldbraun sind.
  5. In der Zeit in einem großen Topf das Speiseöl erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch und Salz hinzufügen und ca. 2 Minuten anschwitzen. Tomatenmark unterrühren und weitere 2 Minuten anrösten.
  6. Frische Tomaten und Karotten dazugeben, gut vermengen und nochmals 2 Minuten braten. Mit 500 ml Wasser auffüllen und zum Kochen bringen.
  7. Sobald es kocht, die aufgelöste Erdnussbutter einrühren, gut vermengen und bei mittlerer Hitze 15 Minuten köcheln lassen. Optional: Habanero-Chilis hinzufügen, wenn eine schärfere Sauce gewünscht ist.
  8. Die gegrillten Hähnchenteile samt Bratensaft aus dem Backofen in die Sauce geben. Vorsichtig umrühren, abdecken und weitere 15 Minuten köcheln lassen, bis sich eine dünne Ölschicht auf der Oberfläche bildet.
  9. Das Gericht vom Herd nehmen und mit einer Beilage nach Wahl servieren – ideal mit Plantains, Maniok, Yams oder Reis.

Notes

*Für Vegetarier und Veganer einfach die Schritte 1,3 und 7 weglassen. Die Magic Sauce nach Schritt 8 hinzugeben und die Sauce weitere 10 Minuten köcheln lassen. Fertig!
Bon appétit!
Fadi

mafépoisson

Mafé Poisson frit | Westafrikanische Erdnusssauce mit frittiertem Fisch


Mafé oder in Kamerun genannt Sauce Arachides bzw. Groundnutsoup ist die westafrikanische Art, Erdnusssauce zuzubereiten. Westafrikanisch deshalb, weil die asiatischen Küche ebenfalls eine Erdnusssauce kennt. Diese wird aber etwas anders zubereitet.


In Kamerun wird die Sauce arachides fast immer mit Fisch oder Fleisch serviert. In der heutigen Zeit mit vielfältige Ernährungsmöglichkeiten ist es auch möglich, die Sauce vegetarisch oder sogar vegan zu kochen. Zu dem Thema habe ich übrigens bereits einen Beitrag über Erdnussauce Veggie verfasst. Anstatt Fisch und Fleisch kamen damals frische Champignons zum Einsatz. Erdnusssauce gehört zu den Lebensmitteln, bei welchen der Unterschied der “normalen” zur Veggie-Variante geschmacklich kaum spürbar ist, bedingt durch ihren von Natur aus sehr nussigen und intensiven Geschmack. Daher braucht es wirklich keine tierische Zusatzprodukte, um gut zu schmecken.

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Eine andere Variante, welche ich sehr mag, ist die Zubereitung mit Rindfleisch und Karotten. Die Karottenstücke in der Erdnusssauce finde ich besonders ansehnlich. Schließlich soll das Essen nicht nur schmecken, sondern den Appetit bereits beim hinschauen anregen.

Eine weitere Variante, die ich heute vorstellen möchte, wird mit Fisch zubereitet und ist die Lieblingsvariante meiner Mutter. Als wir noch klein waren, gab es diese Variante oft und dazu servierte sie gerne Reis oder gedämpfte Plantains. Auch hier füge ich frische Karotten hinzu, um ein wenig Farbe ins Spiel zu bringen. Diese Variante wird besonders den Fischliebhabern sehr munden.


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Mafé Poisson frit | Westafrikanische Erdnusssauce mit frittiertem Fisch

Temps de préparation 15 minutes
Temps de cuisson 45 minutes
Portions: 4
Type de plat: Sauce
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 1-2 Tilapia Fisch
  • 3 EL Erdnussbutter
  • 2 Karotten
  • 1 EL Tomatenmark
  • 100 g frische mini Roma Tomaten oder andere Sorten
  • 1 Zwiebel
  • 1/2 TL Knoblauchpaste
  • 1 EL Magic Sauce
  • ca. 30 ml Speiseöl
  • ca. 300 ml Frittieröl
  • ca. 600 ml Wasser
  • Salz

Method
 

  1. Zuerst den Fisch putzen und in Steak schneiden, dann in einer Schüssel mit Salz, etwas Öl und Magic Sauce geben. Gut vermischen und zum Marinieren stehen lassen
  2. In der Zeit die Erdnussbutter in etwas warmes Wasser lösen und zum ziehen stehen lassen
  3. Jetzt eine Pfanne mit Frittieröl füllen und erhitzen. Dann die gut marinierte Fischsteak darin auf aller Seiten goldbraun frittieren und Beiseite stellen
  4. In der Zeit einen Topf mit Speiseöl erhitzen, Zwiebeln, Knoblauch, Salz und Pfeffer dazugeben und ca. 2 Minuten dünnsten
  5. Tomatenmark dazu, weitere 2 Minuten rösten und dann die frische geschnittenen Tomaten, und die in beliebiger Formen geschnittenen Karotten hinzugeben g
  6. Das Ganze gut verrühren und ca. 2 Minuten weitere rösten
  7. Jetzt Wasser hinzufügen, sobald es anfängt zu kochen, die in Wasser aufgelöste Erdnussbutter hinzugeben und zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen. Optional ein paar frische Habanero hinzufügen:
  8. Immer wieder rühren, damit nichts auf dem Topfboden klebt.
  9. Dann die frittierte Fischstaek hinzugeben, vorsichtig rühren, damit der Fisch nicht auseinander geht und zugedeckt weitere 15 Minuten köcheln, bis etwas Öl auf der Oberfläche erscheint. Fertig
  10. Mit Beilage der Wahl servieren und heiß genießen

Notes

Bon appétit!
Fadi

chuem

Pèhn Chuem | Fufu mit Kurbisblätter-Sauce


Die afrikanische Küche im allgemeinen, insbesondere jedoch die westafrikanische ist sehr reich an Blattgemüse, welche, sofern richtig zubereitet, nicht nur wertvolle Nährstoffe liefern, sondern zudem auch richtig lecker sind. Die Liste ist wahrscheinlich länger, als ich sie Euch vorstellen könnt, aber ich möchte lediglich aufzeigen, wie wichtig und wie oft Blattgemüse in der westafrikanischen Küche vorkommt.

Auswahl an Blattgemüsesorten aus der Westafrikanischen Küche

Fangen wir bei Ndolè an, das in Kamerun die Königin unter dem Blattgemüse ist. Als nächstes kommt Eru, welches in den kamerunischen Provizen Nordwest und Südwest große Beliebtheit genießt. Dann Folong, auch bekannt als BitekuTeku in anderen Ländern Afrikas, ist eine Art Spinat, das sehr bekömmlich ist. Hinzu kommen noch die Blätter der Alleskönnerpflanze Maniok: Kpwem, die einfach von allem geliebt wird, nicht zuletzt dank seines wertvollen Beitrags in der westafrikanischen Küche. Als nächstes der Njapche, auch bekannt als Njama Njama, eine Art wilder Spinat, der beim Bamun-Volk (von wo ich mütterlicherseits herstamme) sehr beliebt ist. Die Liste ist bereits lange und bei Weitem noch nicht vollständig.

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Sind Kürbisblätter essbar?

Heute kommt nämlich auf meiner Liste nämlich ein weiteres Blattgemüse hinzu, das neben dem Pèhn Njapche zu dem Nationalgericht der Bamun zählt, der Pèhn Chuem. Der Begriff Pèhn Chuem kommt aus der Bamun-Sprache und bedeutet Foufou aus Maismehl (Pèhn) mit Kürbisblätter Sauce (Chuem).

Ich vernehme bereits einige Stimmen, die sich gerade fragen, ob Kürbisblätter überhaupt essbar sind. Die Antwort lautet dabei eindeutig: “Selbstverständlich!” . Dabei muss jedoch unterschieden werden, von welchen Kürbissorten die Blätter genommen werden. Handelt es sich um essbare Kürbissorten, dann sind deren Blätter ebenfalls essbar. Vorsicht ist jedoch bei den Zierkürbissorten geboten, denn da sind die Blätter leider nicht essbar, sie könnten sogar giftig sein. Diese schmecken auch in allgemein auch ziemlich bitter und sind daher praktisch ungenießbar.

Dieses Gemüsesorte ist bei der Bamun-Bevölkerung sehr beliebt, da sie einige Vorteile mit sich bringt. Erstens wächst diese Pflanze sehr schnell, zweitens ist sie fast das ganze Jahr über verfügbar und drittens ist sie sehr kostengünstig zuzubereiten. Es braucht nur wenige weitere Zutaten, um daraus ein schmackhaftes Gericht zu zauber. Als letzer positiver Punkt ist noch zu erwähnen, dass die Pflanze viele wertvolle sowie gesunde Nahrungsstoffe enthält. Ihr seht schon, wie toll sie einfach ist.

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Lange habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht, ob ich die Pflanze hier finden würde, bis mich letzter Sommer eine Bekannte anrief und fragte, ob sie mir ein Paar Kilo Chuem schicken könne, da sie bei ihr im Garten welchen gepflanzt und nun über ihren eigenen Bedarf hinaus davon hatte. Ich war derart überrascht, wie sie es hinbekommen hatte, hier Chuem wachsen zu lassen. Im Nachhinein ist mir jedoch klar geworden, dass dies doch durchaus logisch ist, da Chuem doch nichts anderes ist als die Blätter essbarer Kürbisse und bestimmten Melonenpflanzen. In Kamerun werden sie auch als “Feuilles de melons” – aus dem französischen übersetzt Melonenblätter bezeichnet… So hätte ich hier eigentlich all die Jahre locker Chuem aus frischen Blätter zubereiten können, aber ich wusste es schlicht und ergreifend nicht. Aber wie heißt es so schön: “Besser spät als nie”. Ich freue mich, das Gericht nun endlich auch hier zu Hause zubereiten zu können und kann es nur jedem empfehlen, es mir gleichzutun.

Chuem ist von Natur aus vegan und wird traditionell zu Fufu aus Maismehl sowie mit einer Tomatensauce serviert, welche oft zusätzlich auch Fleisch oder Fisch enthält.


Die Zubereitung als Video



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Pèhn Chuem | Fufu mit Kurbisblätter Sauce

Temps de préparation 30 minutes
Temps de cuisson 30 minutes
Temps total 1 heure
Portions: 6

Ingrédients
  

  • ca. 3 kg frische Kürbisblätter
  • 250 g rohe Erdnüsse ohne Haut
  • 3 Zwiebeln
  • 1 TL Rondelle/Country Onion
  • 1 EL Palmöl
  • 1-2 Habanero ganz
  • ca. 2 g Steinsalz oder evtl. Kaisernatron
  • Salz

Method
 

  1. Die Kürbisblätter von Stiele entfernen und soweit wie möglich die Fasern aus den Blätter entfernen. Dabei achten, dass nur zarte Blätter ausgelesen werden.
  2. Die ausgelesene Blätter waschen, in einem Topf geben und mit Wasser überdecken. Salz und Steinsalz dazugeben, zum kochen bringen und ca. 3 Minuten kochen
  3. Danach die fertige/weich gewordenen Blätter mit kalten Wasser abschrecken und das ganze Wasser soweit wie möglich aus den Blätter pressen und beiseite legen. (Am Ende sind die Blätter auf ca. 300g Gewicht geschrumpft, das ist normal)
  4. Die Erdnüsse waschen, die Zwiebeln schälen und grob schneiden und alles in einem Mixer mit etwas Wasser zu einer schönen Paste mixen
  5. Die Erdnusspaste in einem Topf geben, salzen, bei bedarf etwas Wasser hinzufügen und bei mittlerer Hitze und gelegentlichem Rühren ca. 15 Minuten köcheln lassen.
  6. Dann Palmöl, Rondelles und Habanero hinzufügen gut verrühren und zugedeckt ca. 5 Minuten weiter köcheln lassen
  7. In der Zeit die Blätter in einem Zerkleinerer geben und gut zerkleinern um die Blätter feiner zu bekommen
  8. Nun den Habanero kurz herausholen, damit die Sauce nicht zu scharf wird und die zerkleinerten Kürbisblätter zu den Erdnüsse dazu geben. Das ganze gut vermischen und zugedeckt weitere 10 Minuten köcheln lassen.
  9. Kurz vor Ende die Habanero nochmal dazu geben. Mit heißer Fufu servieren und genießen!

Notes

Chuem ist von natur aus vegan, wird traditionell zu Fufu aus Maismehl und mit einer Tomatensauce, die oft Fleisch oder Fisch enthalten kann, serviert.
Bon appétit!
Fadi
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