Category Archives: Appetizer

Kürbissuppe

Kürbiscremesuppe mit westafrikanischem Twist

Eine neue Kreation, inspiriert von zwei Welten – und einem kleinen Küchenabenteuer

Es gibt Zutaten, die begleiten uns ein Leben lang — aber nicht immer in derselben Form. Für mich gehört Kürbis dazu. In Kamerun haben wir ihn in Stücken gekocht, als Beilage serviert oder einfach zwischendurch genascht. Eine Kürbissuppe kannte ich damals nicht. Diese cremige, samtige Variante habe ich erst in Deutschland entdeckt — und sie hat mich sofort neugierig gemacht. Ein vertrauter Geschmack, der plötzlich eine neue Sprache spricht.

Und dann sind da die Plantains. kk
Reif, gelb, süß — ein Aroma, das für mich nach Kindheit und Geborgenheit schmeckt.
Sie geben jedem Gericht diese besondere, sonnige Note.

Kürbissuppe

Eigentlich wollte ich dieses Rezept mit Hokkaido-Kürbis kochen — wie ich es sonst immer mache. Aber an diesem Tag habe ich im Laden einfach keinen schönen gefunden. Also habe ich spontan den nächstbesten Kürbis mitgenommen, ohne groß hinzuschauen. Erst zuhause habe ich gemerkt, dass ich ausgerechnet einen Spaghetti-Kürbis erwischt hatte. Und wer ihn kennt, weiß: Seine Schale ist so hart, dass kaum ein Mixer ihn richtig zerkleinern kann.

Aber ich lasse mich in der Küche selten aufhalten. Also habe ich improvisiert: Den Kürbis grob in Stücke schneiden, mit allen anderen Zutaten vorkochen, damit er die Gewürze von Anfang an aufnimmt, dann die weichen Stücke herausnehmen, schälen und wieder zurück in den Topf geben. Und weißt du was? Es hat wunderbar funktioniert.

So entsteht manchmal ein neues Rezept — nicht geplant, sondern aus einem kleinen Missgeschick heraus. Und genau das liebe ich am Kochen.

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Kürbissuppe

Kürbiscremesuppe mit westafrikanischem Twist

Temps de préparation 15 minutes
Temps de cuisson 30 minutes
Temps total 45 minutes
Portions: 6
Type de plat: Appetizer, Suppe, Vorspeise
Cuisine: cuisine du monde

Ingrédients
  

  • 1 kg Spaghetti-Kürbis
  • Hokkaido eignet sich noch besser – ich hatte diesmal keinen zur Hand
  • 2 reife gelbe Plantains Kochbananen
  • 300 g Karotten
  • 1 große Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 Stück Ingwer ca. daumengroß
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Pfeffer
  • 1 EL Gewürzmischung Fish Mix, Meat Mix oder alternativ Gemüsebrühe
  • ca. 150 ml vegane Kochsahne oder normale Sahne
  • ca. 30 ml Sonnenblumen- oder Rapsöl
  • ca. 1 5 Liter Wasser
  • Kürbiskerne geröstet, als Topping
  • Garnelen optional, als Topping
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Curry

Method
 

  1. Kürbis, Plantains und Karotten grob in Stücke schneiden.Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und ebenfalls grob hacken.
  2. Öl in einem großen Topf erhitzen und Zwiebel, Knoblauch sowie Ingwer kurz anschwitzen.Dann Kürbis, Plantains und Karotten hinzufügen, mit Salz, Pfeffer und Gewürzmischung würzen und alles gut vermengen.
  3. Die Zutaten mit Wasser bedecken und zum Kochen bringen.Die Hitze reduzieren und alles sanft köcheln lassen.
    Optional: Alle Zutaten können auch direkt mit Wasser bedeckt und ohne Anbraten gekocht werden.So wird die Suppe milder und natürlicher im Geschmack — ideal für eine schnelle, unkomplizierte Variante.
  4. Sobald der Kürbis weich ist, die Stücke herausnehmen und schälen.Die geschälten Stücke wieder in den Topf geben und weiterköcheln lassen.(Bei Spaghetti-Kürbis ist die Schale sehr hart — bei Hokkaido entfällt dieser Schritt.)
  5. Weiterkochen, bis auch Plantains und Karotten weich sind.Die Suppe anschließend fein pürieren, bis sie schön cremig ist.
  6. Paprika und Currypulver hinzugeben, dann die vegane Kochsahne einrühren und die Suppe 3–5 Minuten auf minimaler Hitze ziehen lassen. Jetzt unbedingt abschmecken und nachwürzen, falls nötig — je nach Geschmack etwas mehr Salz, Pfeffer oder Gewürzmischung.
  7. Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Öl kurz anrösten und beiseitestellen.Die vorbereiteten Garnelen in etwas Salz, Pfeffer, Knoblauch und Öl marinieren und anschließend anbraten.
  8. Die Suppe in Schalen füllen und mit Garnelen sowie gerösteten Kürbiskernen toppen.Warm genießen und den vollen westafrikanischen Twist spüren.

Notes

Bon Appétit!
Fadi

 

Grüner Spargelsalat mit Mozzarella, Kirschtomaten und Penja-Pfeffer


Die Spargelsaison neigt sich dem Ende zu – jedes Jahr von Mitte April bis zum Johannistag am 24. Juni dauert dieses kurze, aber umso beliebtere Gemüse-Highlight in Deutschland. Für viele ist es eine kleine kulinarische Feierzeit, denn Spargel gilt hierzulande als echtes Frühlingsgold. Besonders der weiße Spargel ist in Deutschland eine Institution – mit Kartoffeln, Schinken und Sauce Hollandaise. Doch so traditionsreich er auch ist: Für mich persönlich schlägt das Herz ganz klar für seinen grünen Bruder.

Grüner Spargel ist kräftiger im Geschmack, braucht nicht geschält zu werden, ist schneller zubereitet und passt hervorragend zu modernen, leichten Gerichten. Und im Gegensatz zum weißen Spargel wächst er über der Erde – das erklärt auch seine kräftige Farbe und seinen etwas herzhafteren, leicht nussigen Geschmack. Er ist ideal für Pfanne, Grill oder Salat – und bringt eine frische Note in viele Rezepte. Außerdem, passt grüner Spargel besser zu meiner Kochphilosophie (schnell, aromatisch, farbenfroh) und erinnert mich an Okra – ähnlich bissfest und vielseitig.

Er ist unkompliziert, vielseitig und bietet die perfekte Bühne für spannende Aromen. Genau das liebe ich: Zutaten, die offen sind für neue Kombinationen. In diesem Fall mit dem wunderbar aromatischen Penja-Pfeffer aus Kamerun – eine echte Geschmacksreise zwischen den Kontinenten.

Spargel Salat

Ei einfacher, aber raffinierter grüner Spargelsalat. Frisch, sommerlich und mit einem kleinen aromatischen Twist.


Wissenswertes über Spargel

  • Saison in Deutschland: Mitte April bis 24. Juni (Johannistag)
  • Sorten: Weißer, grüner und violetter Spargel
  • Nährstoffe: Reich an Vitamin C, E, K, Folsäure, Kalium und Ballaststoffen
  • Gesundheitlich wertvoll: Entwässernd, verdauungsfördernd, kalorienarm
  • Zubereitung: Kochen, Braten, Grillen, Dämpfen oder roh im Salat
  • Unterschied weiß vs. grün: Weißer Spargel wächst unter der Erde, grüner über der Erde und enthält mehr Chlorophyll – daher auch die grüne Farbe – sowie mehr Aroma

Wissenswertes über Penja-Pfeffer – Kameruns aromatischer Schatz

  • Herkunft: Aus der Region Penja in Kamerun
  • Sorten: Weißer, schwarzer, grüner und roter Penja-Pfeffer
  • Besonderheit: Wächst auf vulkanischem Boden – dadurch besonders mineralstoffreich
  • Geschmack: Intensiv, komplex, leicht erdig mit Zitrusnoten
  • Verwendung: Ideal zu Fleisch, Fisch, Gemüse und auch in Dressings oder Marinaden
  • Anerkennung: Erster afrikanischer Pfeffer mit geschützter Herkunftsbezeichnung (g.g.A.)
  • Tipp: Am besten frisch gemörsert – so entfaltet er sein volles Aroma

Der Penja-Pfeffer ist nicht nur ein hochwertiges Gewürz, sondern auch ein Stück Heimat auf dem Teller – kraftvoll, aromatisch und einzigartig. Für mich ist er ein Muss in der Küche, besonders wenn ich afrikanische Würze in europäische Gerichte bringen möchte.


So wird’s gemacht…



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Spargel Salat

Grüner Spargelsalat mit Mozzarella, Kirschtomaten und Penja-Pfeffer

Temps de préparation 10 minutes
Temps de cuisson 10 minutes
Temps total 20 minutes
Portions: 4
Type de plat: Gemüse, Salat, Vorspeise
Cuisine: cuisine du monde

Ingrédients
  

  • 500 g frischer grüner Spargel
  • 150 g Mini-Mozzarella-Kugeln
  • 200 g Kirschtomaten
  • 1 TL Agavensirup alternativ: Honig
  • 3 EL Salatöl z. B. Rapsöl oder mildes Olivenöl
  • 1,5 EL Balsamico-Essig dunkel oder hell, je nach Vorliebe
  • 1 TL Senf mittelscharf
  • Salz nach Geschmack
  • ½ TL Penja-Pfeffer frisch gemörsert oder grob gemahlen

Method
 

Spargel vorbereiten
  1. Die holzigen Enden des grünen Spargels abschneiden. Die unteren zwei Drittel der Stangen ganz leicht schälen – das sorgt für zarteren Biss. Dann den Spargel in 3–4 cm lange Stücke schneiden.
  2. In einer großen Pfanne 1–2 EL Öl erhitzen. Die Spargelstücke darin bei mittlerer Hitze 3–4 Minuten anbraten. Dann die Kirschtomaten und eine gute Prise Penja-Pfeffer dazugeben und alles weitere 2 Minuten braten, bis die Tomaten leicht weich sind, aber nicht zerfallen. Mit etwas Salz abschmecken. Vom Herd nehmen und lauwarm abkühlen lassen.
  3. Die Mini-Mozzarella-Kugeln abtropfen lassen und bei Bedarf halbieren.
Dressing anrühren
  1. In einer kleinen Schüssel den Senf mit dem Balsamico-Essig verrühren, dann das restliche Öl (1 EL) und den Agavensirup unterrühren. Mit Salz und noch etwas Penja-Pfeffer abschmecken.
Salat vollenden und servieren
  1. Spargel-Tomaten-Mischung mit dem Mozzarella in eine Schüssel geben, das Dressing darüberträufeln und alles vorsichtig vermengen.
  2. Der Salat schmeckt lauwarm besonders gut, eignet sich aber auch hervorragend als vorbereiteter, kalt servierter Salat – ideal für Picknicks, Grillabende oder ein leichtes Mittagessen.

Notes

Wer mag, kann den Salat mit frischen Kräutern wie Basilikum oder Petersilie verfeinern. Und für ein bisschen Crunch passen geröstete Pinienkerne oder Mandeln wunderbar dazu.
Bon appétit!
Fadi

Plantains schälchen

Plantain-Schälchen mit Avocado-Creme – ein Genuss aus Westafrika


Ich liebe es, neue Rezepte auszuprobieren, vor allem, wenn sie nicht nur lecker sind, sondern auch optisch etwas hermachen. Diese kleinen Plantain-Cracker mit Avocado, Granatapfel und Garnelen haben mich wirklich begeistert – und ich bin sicher, sie werden auch bei euch auf jeder Feier oder beim nächsten Dinner-Abend zum Hingucker.

Was steckt dahinter?

Die Basis sind grüne, unreife Kochbananen (Plantains), die erst frittiert, dann zu kleinen Schälchen gepresst und anschließend nochmal knusprig ausgebacken werden. Diese knusprigen Teilchen fülle ich mit einem cremigen Avocado-Püree, das mit Limette, Zwiebel und Knoblauch verfeinert wird. On top kommen frische Granatapfelkerne und gebratene Garnelen – ein echter Knaller!

Warum ich dieses Rezept so liebe

Ich serviere diese Vorspeise super gerne, wenn ich Gäste empfange. Sie kommt einfach immer gut an, weil sie außergewöhnlich ist und so hübsch aussieht. Tatsächlich darf sie bei mir an Silvester auf dem Tisch schon fast nicht mehr fehlen – das ist so ein kleiner kulinarischer Brauch geworden, der den Abend besonders macht.

Ein bisschen Hintergrund

Das Rezept ist übrigens eine kleine Abwandlung des kamerunischen Gerichts Plantains Tapé Tapé. Traditionell werden die Plantain-Stücke dort einfach platt gedrückt – ohne Schälchenform. Ich finde aber, die Variante mit den kleinen Schälchen sieht einfach viel schöner aus und macht auf dem Teller richtig was her.

Tipp: auch vegan oder pescetarisch möglich

Wenn du es vegan halten willst, lass die Garnelen einfach weg. Und falls du gern Fisch magst, kannst du statt der Garnelen auch geräucherten Lachs verwenden – das passt überraschend gut!


Mein Fazit:
Diese kleinen Häppchen sind für mich der perfekte Mix aus Tradition, Kreativität und Genuss. Sie bringen westafrikanisches Flair auf den Tisch und sind dabei so vielseitig und festlich, dass sie wirklich zu jedem Anlass passen. Ich werde sie definitiv noch oft machen – nicht nur zu Silvester!

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren – ich hoffe, ihr habt genauso viel Freude daran wie ich!


So werden die Plantains Schälchen erstellt…



Plantains schälchen

Plantains Schälchen mit Avocado-Creme und Garnelen

Temps de préparation 30 minutes
Temps total 30 minutes
Portions: 6
Type de plat: Appetizer, Vorspeise
Cuisine: Afrikanisch, cuisine du monde

Ingrédients
  

  • 2 grüne unreife Plantains
  • ca. 500 ml Frittieröl
  • 1 reife Avocado
  • 1 kleine rote Zwiebel oder 1 Schalotte
  • 2-3 kleine Knoblauchzehe
  • 1 Limette
  • 1 Prise frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 Prise Salz
  • 1 Handvoll Granatapfelkerne
  • Garnelen zum Verzieren

Method
 

Plantains vorbereiten:
  1. Die Plantains schälen und in ca. 3 cm dicke Scheiben schneiden.
Erster Frittiervorgang:
  1. Die Plantain-Stücke ca. 3 Minuten im heißen Frittieröl frittieren, bis sie gelblich sind. Herausnehmen und etwa 2 Minuten abkühlen lassen.
Schälchen formen:
  1. Die leicht abgekühlten Plantain-Stücke mithilfe einer Zitronenpresse (oder einer Flasche/einem Glas) vorsichtig von oben nach unten zu kleinen Schälchen flachdrücken.
Zweiter Frittiervorgang:
  1. Die geformten Schälchen erneut ca. 3 Minuten frittieren, bis sie goldbraun und knusprig sind. Auf Küchenpapier abtropfen und vollständig auskühlen lassen.
Avocado-Püree zubereiten:
  1. Die Avocado schälen und zusammen mit der fein gehackten Zwiebel/Schalotte und dem Knoblauch in einen Mörser oder Handmixer geben. Limettensaft, Pfeffer und eine Prise Salz hinzufügen. Alles zerdrücken bzw. pürieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Abschmecken.
Garnelen anbraten:
  1. Die Garnelen mit etwas Salz und Knoblauch in einer Pfanne kurz anbraten.
Anrichten:
  1. Die gekühlten Plantain-Schälchen mit Avocado-Püree füllen und mit Granatapfelkernen und Garnelen garnieren. Auf einer schönen Platte anrichten und mit zusätzlichen Granatapfelkernen bestreuen.

Notes

Tipp: Für eine vegane Variante kannst du die Garnelen einfach weglassen oder alternativ mit geräuchertem Lachs (für eine pescetarische Version) verzieren. Diese kleinen Häppchen sind ein echter Hingucker auf jeder Feier – sie verbinden die knusprige, herzhafte Note der Plantains mit cremiger Avocado und der frischen Süße von Granatapfel.

4a5

“4à5” aka Abgeli Kaklo oder Cassava Balls: Erinnerung an Solidarität und Kindheit

Dieses Rezept bringt mich zurück in meine Kindheit in Kamerun. „4à5“, auch als Abgeli Kaklo oder als Cassava Balls bekannt, sind frittierte Maniok-Beignets, die besonders in Ghana und Togo sehr beliebt sind. „Abgeli“ bedeutet auf Ewe, einer Sprache aus Ghana und Togo, „Maniok“, während „Kaklo“ allgemein für frittierte Bällchen oder Beignets steht.

Für die Zubereitung von Abgeli Kaklo wird Maniok, auch Cassava genannt, geschält, gerieben und zu einer Teigmasse verarbeitet. Diese Masse wird dann mit verschiedenen Gewürzen und gelegentlich auch Zwiebeln vermischt. Aus der Mischung formt man kleine Bällchen oder flache Scheiben, die anschließend in heißem Öl frittiert werden, bis sie goldbraun und knusprig sind.

Abgeli Kaklo werden oft als Snack oder Beilage serviert. In Ghana und Togo werden sie zusätzlich gerne mit Kokosnussstücken gereicht. Ihre knusprige Außenschicht und ihr weiches Inneres machen sie zu einem besonders beliebten Genuss.


In Kamerun, sind diese unter anderem unter den Namen „4à5“ bekannt. „4à5“ unterscheidet sich leicht von Abgeli Kaklo, da er traditionell nur mit Salz gewürzt und in Palmöl frittiert wird. In meinem Rezept frittiere ich zwar in neutralem Öl, füge aber dem Teig ein paar Tropfen Palmöl hinzu, um den typischen Geschmack von damals zu bewahren.

Der Name „4à5“ (ausgesprochen „quat à cinq“) stammt aus dem Französischen und bedeutet „4 für 5“. Dieser Begriff geht auf eine Zeit zurück, als vier kleine Bällchen genau 5 CFA-Francs kosteten, was etwa 0,74 Cent in Euro entspricht. Es war der günstigste Snack, den man für diesen Preis bekommen konnte, und perfekt zum Teilen. Fast jeder Schüler konnte sich in der Schulpause diese Leckerei leisten. Diejenigen, die es sich nicht leisten konnten, wurden von ihren Mitschülern großzügig bedacht.

Ich erinnere mich oft mit einem Lächeln an diese wunderbare Zeit. „4à5“ war für mich ein Symbol der Solidarität unter hungrigen Kinderbäuchen. Solange ein Schüler sich ein paar „4à5“ leisten konnte, musste kein Mitschüler hungern, denn es wurde geteilt. Diese warme Erinnerung trage ich noch heute in meinem Herzen.


Das Rezept als Video


Das Rezept als Download…


4a5

“4à5” aka Abgeli Kaklo oder Cassava Balls: Erinnerung an Solidarität und Kindheit

Entdecken Sie die Geschichte hinter den "4à5", frittierte Maniok-Bällchen, die einst ein preisgünstiger und solidarischer Snack für Kinder in Kamerun waren.
Temps de préparation 20 minutes
Temps de cuisson 10 minutes
Temps total 30 minutes
Portions: 6
Type de plat: Appetizer, Snack
Cuisine: Afrikanisch, Ghana, Togo, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 1 kg Maniok Knolle
  • 1-2 EL rotes Palmöl
  • Ca. 500 ml Frittieröl

Method
 

  1. Maniok vorbereiten: Zuerst den Maniok schälen und gründlich waschen. Danach auf einer Reibe zu einer groben Masse verarbeiten.
  2. Überschüssiges Wasser entfernen: Drücken Sie das überschüssige Wasser aus dem Teig, entweder mit den Händen oder durch Einwickeln in ein feines Tuch. Dies hilft, die Konsistenz des Teigs zu verbessern.
  3. Teig würzen: Geben Sie den abgetropften Teig in eine Schüssel. Fügen Sie 1-2 Esslöffel Palmöl und Salz hinzu. Mischen Sie alles gründlich, bis die Zutaten gleichmäßig verteilt sind.
  4. Bällchen formen: Formen Sie kleine Portionen des Teigs zu Bällchen.
  5. Frittieren: Erhitzen Sie Öl in einer Pfanne oder Fritteuse. Frittieren Sie die Bällchen in heißem Öl, bis sie goldbraun und knusprig sind. Achten Sie darauf, die Bällchen regelmäßig zu wenden, um eine gleichmäßige Bräunung zu erreichen.

Notes

Die Maniok-Bällchen können als Snack, Vorspeise oder Beilage serviert werden. Sie zeichnen sich durch ihre knusprige Außenschicht und das weiche, geschmeidige Innere aus, was sie zu einem unwiderstehlichen Genuss macht.
Bon appétit!
Fadi

kossey

Kossey – Beignets de koki/niébé | Schwarzaugenbohnen Beignets


Kossey oder wie man sie in Kamerun nennt, beignets de Koki und in Senegal auch als beignets de Niébé sind köstliche frittierte Bällchen aus Niébé, auch bekannt als Kuhbohnen oder Schwarzaugenbohnen, die in vielen afrikanischen Ländern beliebt sind. Diese kleinen Leckerbissen werden oft mit Gewürzen und Kräutern verfeinert und sind eine köstliche und knusprige Delikatesse, die man einfach genießen muss. Egal ob als Snack zwischendurch oder als Beilage zu anderen Gerichten, Kossey sind ein wahrer Genuss für die Sinne.

Diese Beignets haben mich als Kind begleitet. Vor allem in den Monat Ramadan, die Fastenzeit der Muslimen, gab es abends zum Iftar viele Beignets Sorten, unter anderem Kossey mit Bouillie de maïs serviert.

Der Clou an diese Beignets ist sie sind einfach zu machen, und machen gut satt, daher sind sie auch zum Frühstück gut geeignet und machen den ganzen Tag lang satt. Außerdem schmecken sie auch kalt immer noch sehr lecker und eignen sich gut zum Mitnehmen und als Snack für unterwegs.

Kossey kann alleine oder mit einer scharfen Sauce wie Chez Fadi’s Hot&Spicy Red verzehrt werden. Probiert es selbst und ihr werdet es lieben.


Das Ganze als Video



Und zum Downlaoden…


kossey

Kosay – Beignets de Koki/Niébé | Schwarzaugenbohnen Beignets

Temps de préparation 10 minutes
Temps de cuisson 15 minutes
Portions: 6
Type de plat: Beilage, Frühstück, Kleinigkeit, Vorspeise
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • ca. 200 g küchenfertige (gereinigte) Schwarzaugenbohnen
  • 1/2 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • Gewürzsalz
  • ca. 30 ml Wasser
  • ca. 1/2 l Frittieröl
  • (optional) ein kleines Stück Chili

Method
 

  1. Die küchenfertige Bohnen (eingeweicht und gut gereinigte, sodass keine schwarzen Augen mehr da sind) in einem Mixer zusammen mit Zwiebel, Knoblauch, dann mit einem Handbesen oder elektrischem Rührgerät fluffig schlagen. Salz, optional Chili und etwas Wasser zum Mixen geben und zu einer homogenen Paste mixen. Dann mit einem Handbesen oder elektrischem Rührgerät fluffig schlagen.
  2. Dann in einem kleinen Topf das Frittieröl erhitzen und mithilfe eines Esslöffels kleine Teigmenge nehmen und vorsichtig in das heiße Öl gleiten lassen. Die Beignets in heißem Öl auf aller Seiten goldbraun frittieren und danach auf einem Küchenpapier abtropfen lassen.
  3. Die fertige Kossey allein oder mit einer scharfen Sauce oder Bouillie servieren und heiß oder kalt genießen!

Notes

Bon appétit!
Fadi