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hiomi

Hiomi – Die geheimnisvolle Rinde des Knoblauchbaums

 

Die Natur hat ihre ganz eigene Art, uns zu überraschen. Manchmal sind es die kleinen, unscheinbaren Dinge, die sich als wahre Schätze entpuppen – wie ein Duft, der Erinnerungen weckt, oder ein Geschmack, der Geschichten erzählt. Hiomi, auch bekannt als Huyomi, Olum, Bobimbi oder Country Onion, ist genau so ein Schatz. Ein Gewürz, das nicht laut auf sich aufmerksam macht, sondern leise und tief in den kulinarischen und heilkundlichen Traditionen West- und Zentralafrikas verwurzelt ist.


Herkunft – Ein Baum mit Charakter

Hiomi stammt vom Knoblauchbaum, botanisch Afrostyrax lepidophyllus genannt – ein seltener Baum, der in den tropischen Regenwäldern von Kamerun, Gabun, Ghana und der Demokratischen Republik Kongo wächst. Schon beim ersten Kontakt mit seiner Rinde oder den Früchten wird klar: Dieser Baum hat Persönlichkeit. Ein intensiver Duft steigt auf – eine Mischung aus Knoblauch, Zwiebel und einer warmen, leicht süßlichen Würze, die neugierig macht.

Was viele nicht wissen: Es sind nicht nur die Rinde, sondern auch die Samen und Früchte, die dieses unverwechselbare Aroma tragen. In der lokalen Küche werden sie getrocknet, gemahlen oder einfach als Ganzes mitgekocht – ganz nach dem Prinzip: Weniger ist mehr, wenn die Natur so großzügig mit Geschmack ist.


Kulinarische Tradition – Mit Liebe gewürzt

In den Küchen Kameruns, Gabuns und Nigerias ist Hiomi ein vertrauter Begleiter. Seit Generationen wird es als natürlicher Geschmacksverstärker verwendet – ähnlich wie Knoblauch, aber mit einer eigenen, tiefen Note, die Gerichte erdet und ihnen Charakter verleiht.

Ein paar Beispiele, die das Herz wärmen:

  • Shuem: Eine Sauce aus Kürbisblättern und gemahlenen rohen Erdnüssen – nahrhaft, aromatisch und voller Seele. Hiomi wird hier mitgekocht, um Tiefe und Würze zu schenken.
  • Mbongo Tchobi: Eine dunkle, geheimnisvolle Sauce mit frischem Fisch ( kann aber auch mit Fleisch zubereitet werden) bei der Hiomi das Aroma wie ein roter Faden durchzieht.
  • Nkui & Sauce Jaune: Traditionelle Gerichte, bei denen Hiomi nicht nur würzt, sondern verbindet – Geschmack, Erinnerung und Gemeinschaft.

Und auch in der modernen Küche findet Hiomi langsam seinen Platz. Für Menschen, die Knoblauch lieben, aber ihn nicht gut vertragen, ist es eine wunderbare Alternative. Und für alle anderen: eine neue Dimension des Würzens.


Heilende Geschichten – Wissen, das weitergegeben wird

Hiomi ist nicht nur ein Gewürz – es ist auch ein Teil der traditionellen afrikanischen Medizin. Die Geschichten, die man sich erzählt, sind so alt wie die Wälder, aus denen der Baum stammt.

Man sagt, dass Hiomi:

  • antibakteriell und entzündungshemmend wirkt – erste Studien bestätigen, dass Extrakte aus der Rinde bestimmte Bakterien hemmen können.
  • die Verdauung unterstützt – in manchen Regionen wird ein Tee aus der Rinde gekocht, der bei Magenbeschwerden helfen soll.
  • Insekten und sogar Schlangen fernhält – Jäger trugen Hiomi in ihren Taschen, und der intensive Geruch soll Tiere abschrecken.

Ob wissenschaftlich belegt oder nicht – diese Anwendungen zeigen, wie tief Hiomi in der Kultur und im Alltag verwurzelt ist. Es ist ein Gewürz, das nicht nur den Körper, sondern auch die Seele berührt.


Hiomi auf Reisen – Ein Gewürz entdeckt die Welt

Noch ist Hiomi außerhalb Afrikas ein Geheimtipp. Aber die Welt wird neugieriger, offener – und die afrikanische Diaspora bringt ihre kulinarischen Schätze mit. Immer mehr Gewürzliebhaber entdecken Hiomi für sich, und das aus gutem Grund.

Ein paar Ideen für die moderne Küche:

  • Gemahlen als feiner Ersatz für Knoblauchpulver
  • Mitgekocht in Suppen, Currys oder Eintöpfen
  • In Marinaden für Fleisch, Fisch, Gemüse oder Tofu

Hiomi ist vielseitig, kraftvoll und dabei überraschend sanft – ein Gewürz, das sich nicht aufdrängt, sondern einlädt.


Fazit – Geschmack, der verbindet

Hiomi ist mehr als nur ein aromatischer Geheimtipp. Es ist ein Symbol für die Verbindung von Tradition, Geschmack und Naturheilkunde. Die Rinde und Früchte des Knoblauchbaums erzählen Geschichten – von Regenwäldern, von Familien, von Mahlzeiten, die mit Liebe gekocht wurden.

Für alle, die neugierig sind, die gerne Neues entdecken und ihre Küche um eine besondere Note erweitern möchten, ist Hiomi eine Einladung. Vielleicht wird es bald auch in europäischen Küchen heimisch – als würzige Brücke zwischen Kontinenten, Kulturen und Generationen.

 

vetiver

Khamaré (Vetiver/Gongoli) – Wirkung, Anwendung & meine persönliche Erfahrung

Es gibt diese Tage, an denen wir Frauen uns am liebsten mit einer Decke verkriechen würden – Bauchkrämpfe, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen. Lange habe ich nach natürlichen Wegen gesucht, um meinen Körper in dieser Zeit sanft zu unterstützen. Neben Wärmeflasche und Kräutertees ist mir dabei eine Pflanze besonders ans Herz gewachsen: Vetiver, in Westafrika auch Khamaré oder Gongoli genannt.

Wie ich Khamaré (Vetiver/Gongoli) entdeckt habe

Bis vor einigen Jahren hatte ich von Khamaré noch nie gehört. Erst über Social Media stieß ich darauf – in einer Phase, in der ich dringend nach natürlichen Mitteln für mein Frauenwohlbefinden gesucht habe. Da ich aus gesundheitlichen Gründen keine hormonellen Präparate gegen meine prämenopausalen Beschwerden nehmen darf, war ich neugierig, ob mir traditionelle Heilpflanzen helfen könnten.

Lange suchte ich vergeblich nach Vetiver-Wurzeln in Deutschland. Erst bei einem Besuch in Kamerun wurde ich fündig. Auf dem Markt sprach ich eine Verkäuferin darauf an, und sie erzählte mir voller Begeisterung von den vielen Vorteilen dieser Pflanze. In diesem Moment wusste ich: Das muss ich ausprobieren.

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Khamaré Wirkung – die vielseitigen Vorzüge von Vetiver

In vielen afrikanischen und indischen Traditionen gilt Khamaré nicht nur als aromatische Pflanze, sondern auch als wertvolle Heilwurzel für das Frauenwohlbefinden. Schon seit Jahrhunderten wird Vetiver bei Frauenbeschwerden, für die Hautpflege und zur Entspannung eingesetzt.

Die bekanntesten Vorteile von Khamaré (Vetiver/Gongoli):

💛 Unterstützung in Prämenopause & Menopause – traditionell zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden.
💛 Wirkung auf die Haut – kann Hautunreinheiten reduzieren und das Hautbild verfeinern.
💛 Natürliche Intimpflege – neutralisiert unangenehme Gerüche und fördert Frische.
💛 Beruhigend & entspannend – Vetiver-Wasser kann Körper und Seele gleichermaßen entspannen.
💛 Natürliches Aphrodisiakum – in vielen Kulturen gilt Gongoli als sanfte Stimulanz der Libido.

Diese Eigenschaften machen Vetiver-Wasser oder Khamaré-Tee zu einem echten Schatz für Frauen, die ihr Wohlbefinden auf natürliche Weise stärken möchten.

Khamaré Anwendung – verschiedene Möglichkeiten

Khamaré (Vetiver/Gongoli) ist vielseitig einsetzbar. Je nach Kultur wird die Wurzel in unterschiedlichen Formen verwendet:

  • Als GetränkKhamaré Wasser: Wurzeln in kaltem Wasser ziehen lassen – ergibt ein erfrischendes Getränk.
  • Als Tee-AufgussVetiver Tee: Mit heißem Wasser übergießen, 10–12 Minuten ziehen lassen, heiß oder lauwarm trinken.
  • Als Badezusatz: In manchen Regionen werden die Wurzeln ins Badewasser gelegt. Das sorgt für Entspannung, pflegt die Haut und schenkt ein angenehmes Wohlgefühl.
  • Als Räucherwerk: Getrocknete Khamaré-Wurzeln können auch verräuchert werden, um Räume zu reinigen oder eine beruhigende Atmosphäre zu schaffen.
  • In der AromatherapieVetiver-Öl: Aus den Wurzeln wird ein ätherisches Öl gewonnen, das wegen seines erdigen, beruhigenden Duftes beliebt ist – oft zur Entspannung oder als Unterstützung bei Stress.

✨ Für mich persönlich ist das Getränk die schönste Form, Khamaré in meinen Alltag zu integrieren. Es ist unkompliziert, wohltuend und begleitet mich überall – ob im Sommer eiskalt aus der Kühflasche oder im Winter als beruhigender, warmer Aufguss.

Mein persönliches Ritual mit Khamaré

Gerade im Sommer ist Khamaré Wasser mein ständiger Begleiter. Am Abend, bevor ich schlafen gehe, setze ich eine Karaffe mit frischem Wasser und einigen Wurzelbündeln und ein paar Limettenscheiben an. Über Nacht darf das Wasser im Kühlschrank ziehen. Am nächsten Morgen fülle ich es in meine Kühlflasche – so habe ich den ganzen Tag über ein gesundes, erfrischendes Getränk, dabei, das mich mit Energie und Leichtigkeit begleitet. Und das Beste: Ein Bündel Khamaré kann man bis zu fünfmal wiederverwenden, bevor es ausgetauscht werden muss. Das macht es nicht nur praktisch, sondern auch nachhaltig.

Im Winter liebe ich die Tee-Variante: Khamaré mit heißem Wasser übergießen, 10–12 Minuten ziehen lassen und dann heiß oder lauwarm genießen. Es wärmt, entspannt und schenkt mir kleine Momente der Geborgenheit.

Fazit: Warum ich Khamaré (Vetiver/Gongoli) liebe

Für mich ist Khamaré nicht nur eine Pflanze, sondern ein Stück natürliche Frauenheilkunde. Es ist ein Stück Tradition, verbunden mit modernen Bedürfnissen. Es schenkt Ruhe, Ausgeglichenheit und ein bisschen das Gefühl, dass Mutter Natur genau weiß, was wir Frauen manchmal brauchen.

Vielleicht hast auch Du Lust, Khamaré (Vetiver/Gongoli) auszuprobieren – sei es für Dein Frauenwohlbefinden, für Deine Haut oder einfach als natürliches, gesundes Getränk. Oder auch als kleine Unterstützung an den Tagen, an denen Du Dich selbst am meisten brauchst🌸


So mache ich es

 
 
 
 
 
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Rezept 1: Khamaré-Zitronenwasser (Sommer-Variante)

Zutaten (für 1 Liter):

  • 1 kleiner Bündel getrocknete Vetiverwurzel (gut gewaschen)
  • ½ Limette oder Zitrone, in Scheiben geschnitten
  • 1 Liter frisches Wasser
  • Optional: ein paar frische Minzblätter

Zubereitung:

  1. Vetiverwurzel gründlich reinigen (kurz abspülen reicht).
  2. In eine Karaffe mit Wasser legen, Limetten- oder Zitronenscheiben hinzufügen.
  3. Abdecken und für mindestens 4–6 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen (über Nacht ist perfekt).
  4. Schluckweise über den Tag verteilt trinken. Innerhalb von 24 Stunden aufbrauchen.
  5. Dasselbe Bündel Vetiver bis zu fünf Mal wiederverwenden.

Rezept 2: Khamaré-Tee (Winter-Variante)

Zutaten (für 1 Tasse):

  • 1 kleines Stück getrocknete Vetiverwurzel
  • 250 ml heißes Wasser
  • Optional: 1–2 Scheiben frische Zitrone oder Limette
  • Nach Geschmack: etwas Honig

Zubereitung:

  1. Vetiverwurzel gründlich waschen.
  2. In eine Tasse oder Kanne geben und mit heißem Wasser übergießen.
  3. 10–12 Minuten ziehen lassen.
  4. Heiß oder lauwarm genießen.
  5. Nach Wunsch mit Zitrone und Honig verfeinern.

Dieser Tee wärmt von innen, entspannt den Bauch und wirkt genauso ausgleichend wie die kalte Variante im Sommer.


 

Kolanuss

Noix de Cola | Kolanuss


Kolanuss: Die geheimnisvolle Frucht Westafrikas

Die Kolanuss oder aus der französischen Noix de Cola oder Pèh in Bamoun, ist weit mehr als nur ein exotisches Lebensmittel. Dieses natürliche Wunder stammt aus den tropischen Regionen Westafrikas und hat eine jahrhundertelange Tradition in Kultur, Ernährung und Medizin. Aber was macht die Kolanuss so besonders?


Herkunft und Bedeutung

Die Kolanuss wächst am Kolabaum (Cola nitida oder Cola acuminata), einem imposanten, immergrünen Baum, der bis zu 20 Meter hoch werden kann. Vor allem in Ländern wie Kamerun, Nigeria, Ghana und Côte d’Ivoire spielt die Nuss eine wichtige Rolle – sei es als Symbol in Zeremonien, als Handelsware oder als Bestandteil der lokalen Küche. Die Kolanuss wird oft bei traditionellen Feiern genutzt, um Respekt zu zeigen oder Frieden zwischen Gemeinschaften zu stiften. In westafrikanischen Kulturen ist sie ein Symbol für Gastfreundschaft und wird häufig als Erstes bei Besuchen angeboten.


Meine Kolanuss Liebe

Für mich aber ist die Kolanuss weit mehr als nur eine Frucht – sie verbindet mich mit meinen Wurzeln und weckt wertvolle Erinnerungen an meine Kindheit. Das erste Mal, als ich Kolanuss probierte, war ich noch ein Kind und erhielt sie von meiner Großmutter, die sie selbst sehr gerne aß. Ihr herb bitterer Geschmack war für ein Kind ungewöhnlich, doch ich entwickelte schnell eine besondere Vorliebe dafür. Diese Liebe zur Kolanuss begleitet mich bis heute, und bei jedem Heimatbesuch sorge ich dafür, meinen Vorrat wieder aufzufüllen. Anders war es nicht bei meinem letzten Besuch vor ein paar Wochen. Jeder Biss ist ein Stück Erinnerung an meine inzwischen verstorbene Großmutter und an die Traditionen meiner Familie. Für mich ist die Kolanuss nicht nur eine Frucht, sondern ein Symbol für Heimat, Liebe und kulturelle Verbundenheit.

Kolanuss

Eigenschaften und Inhaltsstoffe

Die Kolanuss ist bekannt für ihren intensiven, leicht bitteren Geschmack und ihren hohen Gehalt an Koffein. Sie enthält zudem Theobromin, Catechin / Epicatechin, Gerbstoffe und andere stimulierende Substanzen.
Einige ihrer positiven Wirkungen:

  • Energieboost: Das Koffein sorgt für eine schnelle Wachsamkeit und körperliche Vitalität.
  • Verdauungsförderung: Sie wird traditionell zur Unterstützung der Verdauung genutzt.
  • Appetitzügler: Einige verwenden sie als natürliches Mittel zur Gewichtskontrolle.

Die Kolanuss ist auch eine zentrale Zutat in der Rezeptur von Cola-Getränken, was ihren weltweiten Ruhm begründete.


Tradition und Moderne

Während die Kolanuss traditionell roh gekaut wird, findet sie heutzutage auch in anderen Formen Anwendung. Sie wird pulverisiert, zu Tee verarbeitet oder in Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt. In westlichen Ländern hat sie als Superfood Aufmerksamkeit erregt, vor allem wegen ihrer energetisierenden und antioxidativen Eigenschaften. Einige sehen in ihr eine natürliche Alternative zu synthetischen Energy-Drinks.


Fazit

Die Kolanuss ist mehr als nur eine Nuss – sie ist ein kulturelles Erbe, ein Naturheilmittel und ein Energiebooster. Ob in der traditionellen westafrikanischen Küche oder als moderne Zutat in Nahrungsergänzungsmitteln: Die Kolanuss bleibt ein Symbol für die Verbindung von Tradition und Innovation.

Wenn Du das nächste Mal über einen Markt in Westafrika schlenderst oder ein Cola-Getränk genießt, denke an die Kolanuss – die kleine Frucht mit großer Wirkung.


safou

Safou/Prune | Afrikanische Pflaume


Schon mal von Safou bzw. Prune oder von afrikanischer Pflaume gehört? Dann Lade ich Dich heute ein um diesen wunderbaren Frucht kennenzulernen.

Herkunft

Safou ist die Frucht vom Safoutier, den afrikanischen Pflaumenbaum, auch bekannt als Busc-Butterbaum oder wissenschaftlich Dacryodes edulis. Es gehört zur Familie der Balsamgewächse (Burseraceae), wäschst hauptsächlich in Zentral- und Westafrika und ist einer der wenige Baumarten, die ausschließlich in Zentralafrika angebaut wird. Die Frucht wird je nach Region anders benannt. In Kamerun ist es vor allem unter dem Namen Prune bekannt. Der Begriff Safou wird zwar auch verwendet, kommt aber aus der RDC. In Gabun dagegen wird eher der Begriff Atanga mit dieser Frucht assoziert. Ob in Kamerun, RDC oder Gabun, die Beliebheit Safou bleibt überall groß.

Farbe und Geschmack

Safou gibt es in viele Farben, Formen und Geschmack. Die Farbe kann von beige, hellrosa, lila bis dunkelblau Variieren. Wobei ich die Erfahrung gemacht habe, je dunkler der Safou, desto schmackhafter ist es.

Die Frucht kann sowohl roh oder gegart/gegrillt gegessen werden und besteht aus einen großen Kern umhüllt von der essbaren Fruchtfleisch, das meistens eine grüne Farbe hat – sieht aus wie kleine Avocados. Der Geschmack gegarter Safou kann von leicht säuerlich zu nussig butterig (daher der Name Butterbaum) gehen. manche sagen der Geschmack erinnere ein bisschen an gegarten Auberginen.



Zubereitung und Nährwerte

Safou wird oft als Snack zwischendurch, als Beilage zu verschieden Knollen wie Maniok oder Yam dazu serviert. In Kamerun findet man oft Safou an Straßenrand gegrillt mit Mais, Plantains oder Suya und ist ein sehr beliebter Streetfood. Safou schmeckt nicht nur gut, sondern ist für seine hohen Gehalt an verschiedenen wertvollen ungesättigte Fettsäuren, Mineralien und Vitamine usw. ein sehr gesundes Frucht. Probieren lohnt sich!


vhs

Chez Fadi’s Kochkurs – Meine ersten Eindrücke


Diese Woche war es wieder soweit. Ich durfte zum zweiten Mal innerhalb eines Monat als Kochkursleiterin bei der VHS Ludwigsburg meine Koch- und Pädagogische/Didaktische Fähigkeiten unter Beweis stellen. Dabei fiel mir gerade letzteres anfangs wirklich sehr schwer.

Anfang März hatte ich bereits die Ehre, meinen ersten Kochkurs zu leiten. Das Thema war dabei Kamerunische und Westafrikanische Küche zum Kennenlernen. Im Rahmen dieses vierstündigen Kochkurses durften die Teilnehmenden mit mir eine kleine kulinarische Reise durch Westafrika zum Mafé / Westafrikanische Erdnuss Sauce unternehmen. Dabei legten wir den ersten Zwischenstopp in Kamerun ein, um ein paar leckere Gewürze mitzunehmen…


Die Gewürze

So wie es der Zufall es wollte, bin ich tatsächlich gerade drei Tage vor dem Kurs aus Kamerun nach Hause zurückgekehrt und hatte selbstverständlich frische Gewürze und ein paar leckere Zutaten aus meiner Heimat mitgebracht. Diese kamen natürlich gleich direkt zum Einsatz . Zuerst wurden alle Gewürze den Teilnehmenden vorgestellt und jede(r) durfte daran riechen und dabei ein paar erste Eindrücke sammeln. Dann wurde unter meiner Anleitung aus dem leckeren Mitbringsel meine leckere Magic Sauce hergestellt. Mit einem Teil der Magic Sauce wurde anschließend das Fleisch mariniert und zum Bräunen in den Backofen gelegt. Wie erwartet waren die Teilnehmenden von der Magic Sauce gleich begeistert. Manche teilten mir mit, sie hätten vorher noch nie so etwas ähnliches gekostet. Umso größer war die Freude, als ich meine mitgebrachten Gläser herausrückte und ankündigte, dass nach dem Kurs jeder eine Portion von dem Rest mit nach Hause nehmen darf.

Während die Hähnchenkeulen im Backofen vor sich hin brutzelten, wurden Karotten, Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch geschnitten und die Töpfe für den Mafé auf dem Herd gesetzt. Immer wieder kamen Fragen von den Teilnehmenden und alle beteiligten sich auch fleißig. Hier wurde gerührt, dort aufgeräumt und woanders wieder die Spülmaschine im Betrieb genommen. Es wurde geplappert, gefragt, geflüstert, gelacht und zwischendurch auch von dem leckeren Foléré/Bissap getrunken sowie von den Plantainschips genascht, die wir als Snack während unsere Reise mitgenommen hatten. Wir fühlten uns dabei wie in einer große Familie. Ich fühlte mich für ein paar Sekunden sogar wie noch vor ein paar Tagen, als ich gemeinsam mit meinen Verwandten in der Heimat gekocht hatte. Als der Mafé anfing zu köcheln, machte wir uns an die Beilagen.


Die Beilagen

Vor dem Kurs hatte ich mir Gedanken gemacht was ich zum Mafé servieren soll. Reis oder Kartoffeln? Nein, das ist doch viel zu gewöhnlich! Plantains, Maniok oder Yamswurzeln? Ja, das ist doch viel besser! Am besten gleich alle drei zusammen! Somit gab so viel Auswahl, dass für jeden Geschmack etwas dabei war.

Die meisten Teilnehmenden hatten schon einmal von irgend eine der Beilage gehört, sie jedoch noch nie vorher einmal probieren können. Daher waren alle natürlich sehr neugierig darauf, dies endlich einmal tun zu dürfen. Da dachte ich mir gleich, dass die Wahl gerade dieser Beilagen eine sehr gute Entscheidung war.

Ich führte zuerst vor, wie die Beilagen zu schälen sind und die meisten Teilnehmenden versuchten sich daran dann gleich selbst. Nachdem alles soweit geschält war, wurden die Beilagen mit Hilfe eines Dampfgareraufsatzes gedämpft.


Die Vorspeise

Während die Saucen und Beilagen so vor sich hin köchelten, war es an der Zeit, die Vorspeise zu präsentieren. Diese bereitete ich vorher zu Hause alleine zu, da sonst die Zeit im Kochkurs nicht ausgereicht hätte. Mit der Vorspeise legten wir einen nächsten Halt während unserer kulinarischen Reise ein, diesmal in der Elfenbeinküste mit einem Attiéké Salat. Die Teilnehmenden war von der Vorspeise verblüfft und ich erklärte ihnen noch, wie Attiéké zubereitet wird, nämlich aus der Maniokwurzel, welche wir soeben geschält haben.

Als alle sich mit der Vorspeise schon einmal ein wenig den Magen gefüllt hatten, waren Mafé sowie die Beilagen soweit und jeder konnte sich bedienen. Wir saßen wieder alle gemeinsam am Tisch, erzählten, aßen, lachten und genossen einfach das leckere Essen sowie unsere gemeinsame Zeit, welche wir verbringen durften. Erneut gab es dabei viele Fragen von mir zu beantworten und ich fühlte dabei förmlich die große Neugierde der Anwesenden über die westafrikanischen Küche. Das bereitete mir wirklich sehr große Freude, weil es ja meine Mission ist, den Leuten hier in Mitteleuropa die größtenteils noch unbekannte westafrikanische Küche näher zu bringen.

attiéké Salat

Die Nachspeise

Zum Dessert ging unsere Reise durch Westafrika weiter und wir sammelte von fast überall, wo wir vorbeikamen, frische saisonale Früchte für unseren tropischen Obstsalat. In Ghana ein paar Mangos, in Nigeria, Benin und Togo ein paar leckere Papayas, in Senegal und Mali, Ananas…

Aus diesen leckeren Früchten wurde ebenfalls ein äußerst leckerer Obstsalat hergestellt, welcher zum Abschluss unserer Reise derselbigen noch die Krone aufsetzte. Am Ende waren alle satt, glücklich und vor allem um einige Erfahrungen reicher, zumindest was die westafrikanische Küche anbelangt.


Fazit

Es war ein sehr gelungener Abend mit einem kleinen Wermutstropfen, denn wir hatten vor lauter Freude am Kochen und Schwatzen komplett die Zeit vergessen und dadurch dauerte der Kurs rund eine halbe Stunde länger als ursprünglich vorgesehen. Der Hausmeister war davon natürlich nicht “amused”, aber er ließ sich glücklicherweise von unserer wirklich hervorragenden Stimmung anstecken und hat uns schnell verziehen.

Der zweite Kochkurs fand dann vor Kurzem (Ende März) statt, unter dem gleichen Thema sowie in denselben Räumlichkeiten. Dieses Mal jedoch mit anderen Teilnehmenden und auch der Ablauf wurde von mir ein wenig verändert bzw. optimiert. Schließlich lernte ich beim ersten Mal bereits einiges dazu. Die Stimmung war dabei genau so gut. Dieses Mal lief auch zeitlich alles wie geplant. Auch meine Pädagogische/Didaktische Fähigkeiten konnte seit dem letzten Kochkurs verbessern. Zuerst das, dann dies und danach dieses… , alles lief wie am Schnürchen.

Wir wurden sogar überpünktlich fertig. Am Ende waren wir genauso satt, glücklich und sogar ein bisschen schlauer als nach dem ersten Kochkurs. Es hat mir und ich glaube auch allen anderen Beteiligten unheimlich viel Spaß gemacht und es war mir eine große Ehre, mit so netten Leuten zusammenzuarbeiten zu dürfen. Ich freue mich jetzt schon auf die hoffentlich noch zahlreichen gut besuchten Kochkurse!