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Ndomba mit Tilapia – Kameruns duftendes Geheimnis im Blatt

 

Ndomba mit Tilapia – Kameruns duftendes Geheimnis im Blatt

In der kamerunischen Küche gibt es Gerichte, die nicht nur den Gaumen, sondern auch die Seele berühren. Ndomba ist eines davon – ein traditionelles Gericht, das Fisch oder Fleisch in einer aromatischen Gewürzmischung in Blätter gehüllt und sanft gedämpft wird. Es stammt aus dem Süden Kameruns, insbesondere von den Bassa- und Béti-Völkern, und ist ein Paradebeispiel für die Kunst des „Kochen im Blatt“.

Ndomba

Was macht Ndomba so besonders?

Ndomba ist mehr als nur ein Rezept – es ist ein Ritual. Die Zutaten werden sorgfältig vorbereitet, die Gewürze liebevoll gemischt, und der Fisch wird in Marantacee- oder Bananenblätter, die in Kamerun überall erhältlich sind, eingewickelt. Durch das Dämpfen bleiben alle Aromen erhalten, und der Fisch wird zart und saftig. Das Ergebnis: ein Gericht, das duftet, schmeckt und Geschichten erzählt.

Typisch für Ndomba ist auch der Einsatz von Odjom-Blättern (Maniguette- oder Ingwerblätter) und Messep. Sie geben dem Gericht ein unverwechselbares Aroma, das sofort an die kamerunische Küche erinnert. In manchen Regionen wird auch Mbongo-Gewürz verwendet, das dem Gericht dann den Namen Mbongo Ndomba verleiht und für die charakteristische schwarze Farbe sorgt.

  • Odjom-Blätter (Maniguette-/Ingwerblätter), die für ihr frisches, leicht scharfes und aromatisches Aroma geschätzt werden.

  • Messep, auch bekannt als afrikanischer Basilikum (Ocimum gratissimum), ist ein traditionelles Gewürz der Bassa mit intensiv würzigem, aromatisch mit pfeffriger Frische. Es verleiht dem Gericht eine erdige Tiefe und gehört eigentlich zur klassischen Ndomba-Zubereitung – war in diesem Fall jedoch nicht verfügbar. Falls Messep nicht zur Hand ist, kann ersatzweise auch europäischer Basilikum verwendet werden – dieser bringt zwar ein milderes Aroma mit, bewahrt aber dennoch die frische, kräuterige Note des Gerichts.

Ndomba wird oft bei Festen oder Familienzusammenkünften serviert – ein Gericht, das Gemeinschaft, Tradition und Genuss verbindet. Es passt hervorragend zu Miondo, Bobolo oder Reis und bringt den reinen Geschmack Kameruns auf den Tisch.


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Ndomba mit Tilapia

Temps de préparation 15 minutes
Temps de cuisson 40 minutes
Temps total 55 minutes
Portions: 4
Type de plat: Eintöpfe, Gebackenes, Hauptgericht
Cuisine: Kamerunisch, Westafrikanisch, westafrikanische Küche

Ingrédients
  

  • 2-3 mittelgroße Tilapia küchenfertig (in 3–4 Stücke geschnitten)
  • 2-3 Große Tomaten fein gehackt
  • 1 Große Zwiebel fein gehackt
  • 4-6 Knoblauchzehen zerdrückt
  • 4-6 Marantacee-Blätter alternativ: Bananenblätter oder Backpapier
  • Optional: Alufolie als zusätzlicher Schutz damit die Blätter nicht auslaufen
  • Küchengarn zum Zubinden
  • 1-2 EL Fischgewürz z. B. Chez Fadi’s FishMix
  • 4-6 Odjom-Blätter Maniguette-/Ingwerblätter
  • Optional: Messep – traditionelles Gewürz, hier nicht verwendet
  • 4-6 EL neutrales Öl
  • 3-4 Scotch Bonnet nach Geschmack, sehr scharf
  • Salz nach Geschmack
  • Optional: ½ grüne ½ rote, ½ gelbe Paprika in Streifen – nur zur Deko beim Servieren

Method
 

Fisch marinieren
  1. Die Tilapia-Stücke waschen, trocken tupfen und in eine Schüssel geben. Mit Salz, Öl und Chez Fadi’s FishMix vermengen. 15–20 Minuten marinieren lassen.
Zutaten vorbereiten
  1. Tomaten und Zwiebel fein hacken. Knoblauch zerdrücken. Alles zusammen mit dem marinierten Fisch gut vermengen.
Blätter vorbereiten
  1. Marantacee- oder Bananenblätter kurz in heißem Wasser oder über einer Flamme ziehen, damit sie geschmeidig werden.
  2. Optional Alufolie darunterlegen, damit beim Garen keine Flüssigkeit austritt.
  3. Je ein oder zwei Odjom- und Messep (Falls zur Hand) Blätter auf das vorbereitete Blatt legen.
Fischpäckchen formen
  1. 2 bis 3 Stücke Fisch mit der Marinade auf die Blätter legen.
  2. Einen ganzen oder halbierten Scotch Bonnet obenauf setzen.
  3. Alles sorgfältig in die Blätter wickeln und mit Küchengarn festbinden.
Garen
  1. Im Dämpfeinsatz ca. 30–40 Minuten oder im Backofen bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) für ca. 35–40 Minuten.
Servieren
  1. Die Päckchen vorsichtig öffnen und den Fisch heiß servieren.
  2. Dazu passen Miondo, Bobolo oder Reis.
  3. Die Paprikastreifen können als bunte Garnitur auf dem Teller angerichtet werden.

Notes

Tipp:

  • Odjom- und Messep-Blätter sind entscheidend für das charakteristische Aroma.
  • Scotch Bonnet gibt dem Gericht die typische Schärfe – bei Bedarf weniger oder ohne verwenden.
  • Durch die Blätter bleibt der Fisch saftig und nimmt das würzige Aroma intensiv auf.

 

Dorade

Dorade à la Camerounaise | Dorade nach Kamerunischer Art


Die letzte Tage waren sehr sommerlich und lassen ein bisschen ahnen, wie die kommenden Tage hoffentlich sein werden, nämlich heiß.

Der Sommer hier erinnert mich oft an meine Heimat Kamerun. Da werde ich immer ein bisschen melancholisch, insbesondere während der ersten heißen Tage des Jahres. Dies wird noch dadurch verstärkt, wenn von überall her der Geruch von Gegrilltes zu vernehmen ist. Die Sommerzeit ist ja bekanntlich unter anderem auch die Zeit des Grillens in Deutschland.

In Kamerun dagegen, wird täglich gegrillt, sei es an den vielen Suya-Ständen oder Poisson Braisé bei der Frau um die Ecke? Man bekommt das ganze Jahr über immer etwas Gegrilltes angeboten.

Was hilft denn wohl am besten gegen diese Melancholie? Natürlich kochen, wie könnte es anders sein! Zumindest ist das bei mir der Fall. Andere werden nun wahrscheinlich denken: “Kochen tust Du doch eh immer!”. Ja, das ist wahr. Aber es gibt stets auch ein Grund, etwas Bestimmtes zu kochen, und die meisten meiner Rezepte haben eben ihre eigene Geschichte. Die heutige Hintergrund meiner unten erläuterten Speise ist die bereits beschriebene Melancholie zu Beginn des Sommers, daher stelle ich Euch heute auch das Rezept “Dorade à la Camerounaise” vor. Außerdem macht es während der heißen Tage nur bedingt Spaß, viel Zeit in der Küche verbringen zu müssen . Grillen (ob draußen oder im Backofen) ist da wesentlich besser geeignet.

Das heutige Rezept ist wieder eine kleine Reise zurück nach Kamerun begleitet von einem Hauch Melancholie. Kommt einfach mit und lasst Euch ein wenig davon anstecken, es lohnt sich!


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Dorade

Dorade à la Camerounaise | Dorade nach Kamerunischer Art

Temps de préparation 10 minutes
Temps de cuisson 30 minutes
Temps total 40 minutes
Portions: 2
Type de plat: gegrilltes, Gemüse
Cuisine: Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 2-3 frische Dorade küchenfertig
  • 3 EL Magic Sauce
  • 1 El Fisch Gewürzmischung aus Kamerun
  • 1-2 EL Speiseöl
  • Salz
Zum Verzieren
  • rote Zwiebeln
  • Tomaten
  • Salat

Method
 

  1. In einer kleinen Schüssel Magi Sauce, Fisch Gewürzmischung, Salz und Speiseöl geben und gut vermischen
  2. Jetzt den küchenfertigen und mit kaltem Wasser gespülte Dorade nehmen und mit einem Küchen Papier trocken tupfen
  3. Tiefe gleichmäßige Einschnitte auf beider Seite in die Dorade machen, damit die Marinade gut hineinkommt. Dann den Fisch überall mit der Marinade einreiben und mindestens 30 Minuten oder Übernacht im Kühlschrank ziehen lassen
  4. Danach den Grill oder den Backofen auf Grillfunktion (vorgeheizt auf 200°C) einschalten. Die Dorade auf einer Bachblech legen beider Seite ca. 30 Minute grillen. (Optional) Jeweils ca. 5 Minuten von dem Wenden mit den Rest der Marinade bestreichen
  5. Danach den fertigen Fisch auf einer Platte legen mit feine geschnittenen Zwiebeln und/ oder Tomaten verzieren und heiß genießen

Notes

Dazu servieren ich frittierte Plantains und/oder Bobolo und dazu Magic Sauce und Hot&Spicy Red Sauce
Bon appétit
Fadi

lachs

Karwoche Spezial | Saftiges Lachssteak


Diese Woche ist eine besonders wichtige sowohl in der christlichen als auch in der muslimischen Welt, denn wie bereits im letzten Jahr fällt die Karwoche in den Monat Ramadan. Daher ist es für meine ganze Familie immer eine ganz besondere Zeit. Wir sind nämlich eine multikulturelle sowie multireligiöse Patchwork-Familie und leben deshalb diese Vielfalt voll aus.

Während ich mich seit Anfang Ramadan voll im Fastenmodus befinde, beschäftigt sich mein Mann in der letzten Woche der Passionszeit wie jedes Jahr zu dieser Zeit speziell mit dem Leiden Christi. Jeder von uns lebt sein Glauben uneingeschränkt und wir unterstützen uns dabei gegenseitig, soweit wir dazu in der Lage sind. Da ich im Ramadan sparsam mit meinen Kräfte umgehen muss, unterstützt er mich gerne, indem er vermehrt auch meinen Part der familiären Pflichten vorübergehend übernimmt. Im Gegenzug widme ich ihm in diese Passionswoche ebenfalls meine Aufmerksamkeit.

Lachssteak

Die Passionszeit ist bei den Christen eine besondere Zeit, die an das Leiden Christi und seinen Tod am Kreuz erinnern soll. Viele Christen fasten ebenfalls in dieser von Aschermittwoch bis Ostern andauernden Zeitspanne. Manche widmen sich mehr der Gebeten und Meditation. In dieser Fastenzeit darf bekannterweise kein Fleisch auf den Speiseplan kommen, zumindest nicht am Aschermittwoch sowie am Karfreitag. Zur Würdigung dieser christlicher Tradition gab es diese Woche fast ausschließlich Fischgerichte.


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Die Fastenzeit ist somit auch ein weiteres Bindeglied zwischen den drei Weltreligionen. Während bei dem Muslimen im Monat Ramadan und bei den Juden im Jom Kippur gefastet wird, geschieht dies bei den Christen während der Passionszeit. Dies zeigt doch sehr deutlich, wie viele Gemeinsamkeiten es bei den drei Religionen gibt.

Nun zu meinem Lieblingsfischgericht dieser Woche. Es fiel mir nicht einfach zu entscheiden, welches Fischgericht ich heute posten soll. Es gab Umber, Tilapia, Pangasius und Lachs. Für letzteres habe ich mich entschieden, da der Lachs allen in der Familie am meisten geschmeckt hat und auch am leichtesten zuzubereiten war. Das Ergebnis könnt Ihr selber sehen.

In diesem Sinne wünsche Ich Euch und Eure Familie schon mal ein frohes Osterfest!


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Saftiges Lachssteak

Temps de préparation 30 minutes
Temps total 30 minutes
Portions: 4
Type de plat: Pfannengericht
Cuisine: cuisine du monde

Ingrédients
  

  • 600 g Frischer Lachs Steak amStück
  • 3 EL Speiseöl
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 1/2 TL Pfeffer
  • Salz

Method
 

  1. Den Lachs kurz unterm kalten Wasser spülen und mit Küchenpapier trocken abtupfen
  2. Dann etwas Öl in die Pfanne geben und gut verteilen. Den Lachs mit der Hautseite nach unten in die Pfanne legen
  3. Nun die Pfefferkörner in die Mörser geben kurz mahlen, dann die geschälten Knoblauchzehen hinzu nochmal zermahlen, bis eine Paste ensteht.
  4. Öl und Salz zur Paste geben, gut vermischen und damit den Lachs von überall bestreichen
  5. Nun den Fisch für ca. 15 Minuten stehen lassen, damit die Gewürze gut einwirken
  6. Dann die Pfanne auf dem Herd stellen zuerst auf höchster Stufe ca. 3 Minuten braten, dann wenden, sodass die krosse Haut jetzt nach oben schaut.
  7. Danach weitere 3 Minuten auf höchsten Stufe braten und dann auf mittleren Stufe ca. 4 Minuten
  8. Nochmal wenden und weitere 3 Minuten auf Mittlerer Stufe garen und fertig.
  9. Den fertige Lachssteak aus dem Pfanne nehmen und mit Beilage der Wahl servieren und genießen

Notes

Dazu servierte ich Tagliatelle mit Bechamelsauce und frisch gekochte Brokkoli und Rosenkohl
Bon appétit!
Fadi

mafépoisson

Mafé Poisson frit | Westafrikanische Erdnusssauce mit frittiertem Fisch


Mafé oder in Kamerun genannt Sauce Arachides bzw. Groundnutsoup ist die westafrikanische Art, Erdnusssauce zuzubereiten. Westafrikanisch deshalb, weil die asiatischen Küche ebenfalls eine Erdnusssauce kennt. Diese wird aber etwas anders zubereitet.


In Kamerun wird die Sauce arachides fast immer mit Fisch oder Fleisch serviert. In der heutigen Zeit mit vielfältige Ernährungsmöglichkeiten ist es auch möglich, die Sauce vegetarisch oder sogar vegan zu kochen. Zu dem Thema habe ich übrigens bereits einen Beitrag über Erdnussauce Veggie verfasst. Anstatt Fisch und Fleisch kamen damals frische Champignons zum Einsatz. Erdnusssauce gehört zu den Lebensmitteln, bei welchen der Unterschied der “normalen” zur Veggie-Variante geschmacklich kaum spürbar ist, bedingt durch ihren von Natur aus sehr nussigen und intensiven Geschmack. Daher braucht es wirklich keine tierische Zusatzprodukte, um gut zu schmecken.

mafépoisson

Eine andere Variante, welche ich sehr mag, ist die Zubereitung mit Rindfleisch und Karotten. Die Karottenstücke in der Erdnusssauce finde ich besonders ansehnlich. Schließlich soll das Essen nicht nur schmecken, sondern den Appetit bereits beim hinschauen anregen.

Eine weitere Variante, die ich heute vorstellen möchte, wird mit Fisch zubereitet und ist die Lieblingsvariante meiner Mutter. Als wir noch klein waren, gab es diese Variante oft und dazu servierte sie gerne Reis oder gedämpfte Plantains. Auch hier füge ich frische Karotten hinzu, um ein wenig Farbe ins Spiel zu bringen. Diese Variante wird besonders den Fischliebhabern sehr munden.


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mafépoisson

Mafé Poisson frit | Westafrikanische Erdnusssauce mit frittiertem Fisch

Temps de préparation 15 minutes
Temps de cuisson 45 minutes
Portions: 4
Type de plat: Sauce
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 1-2 Tilapia Fisch
  • 3 EL Erdnussbutter
  • 2 Karotten
  • 1 EL Tomatenmark
  • 100 g frische mini Roma Tomaten oder andere Sorten
  • 1 Zwiebel
  • 1/2 TL Knoblauchpaste
  • 1 EL Magic Sauce
  • ca. 30 ml Speiseöl
  • ca. 300 ml Frittieröl
  • ca. 600 ml Wasser
  • Salz

Method
 

  1. Zuerst den Fisch putzen und in Steak schneiden, dann in einer Schüssel mit Salz, etwas Öl und Magic Sauce geben. Gut vermischen und zum Marinieren stehen lassen
  2. In der Zeit die Erdnussbutter in etwas warmes Wasser lösen und zum ziehen stehen lassen
  3. Jetzt eine Pfanne mit Frittieröl füllen und erhitzen. Dann die gut marinierte Fischsteak darin auf aller Seiten goldbraun frittieren und Beiseite stellen
  4. In der Zeit einen Topf mit Speiseöl erhitzen, Zwiebeln, Knoblauch, Salz und Pfeffer dazugeben und ca. 2 Minuten dünnsten
  5. Tomatenmark dazu, weitere 2 Minuten rösten und dann die frische geschnittenen Tomaten, und die in beliebiger Formen geschnittenen Karotten hinzugeben g
  6. Das Ganze gut verrühren und ca. 2 Minuten weitere rösten
  7. Jetzt Wasser hinzufügen, sobald es anfängt zu kochen, die in Wasser aufgelöste Erdnussbutter hinzugeben und zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen. Optional ein paar frische Habanero hinzufügen:
  8. Immer wieder rühren, damit nichts auf dem Topfboden klebt.
  9. Dann die frittierte Fischstaek hinzugeben, vorsichtig rühren, damit der Fisch nicht auseinander geht und zugedeckt weitere 15 Minuten köcheln, bis etwas Öl auf der Oberfläche erscheint. Fertig
  10. Mit Beilage der Wahl servieren und heiß genießen

Notes

Bon appétit!
Fadi

pepesoup

Pèpè Soup royal | Pangasius und king prawns Pepper Soup


Diese Woche hat uns leider wieder einmal deutlich gezeigt, dass wir uns so langsam aber sicher vom Sommer verabschieden müssen. Das zeigt sich nicht nur durch die kürzeren Tage, sondern auch die Temperaturen sind nicht mehr so hoch wie noch vor ein paar Wochen. Insbesondere morgens und abends merkt man sofort, dass der Herbst im Anmarsch ist. Mir war während dieser Woche oft teilweise so kalt , dass ich mir extra Socken anziehen musste.

Zur Einstimmung auf die unweigerlich eintreffende kalte Jahreszeit habe ich dieses leckeres Rezept für Euch wieder ausgegraben, welches ich in der Vergangenheit bereits oft zubereitet hatte.

pepesoup

Pèpè Soup ist eine sehr würzige und leicht scharfe Suppe/Sauce aus der westafrikanischen Küche. Und eine pikante Suppe passt doch hervorragend zu der nun beginnenden Herbstzeit.

In Kamerun wird Pèpè Soup oft mit Fisch gekocht, genauer gesagt mit Pangasius/catfish. Ich habe hier schon ein paar verschiedene Rezepte gepostet, jedes Mal eine andere Variante davon. Wer mich etwas näher kennt, der weiß bereits, wie sehr ich es liebe, zu versuchen, alte Rezepte irgendwie aufzupeppen. Ich kann daher die gleiche Gerichte mehrmals kochen und dabei jedes Mal etwas variieren. Mal fällt hier eine Zutat weg, mal kommt eine neue dazu, usw. Ich bin in der Küche sehr experimentierfreudig und das bereitet mir auch unheimlich viel Spaß, genauso viel wie beim Erfinden neuer Rezepte. Diesen neuen Rezepte gebe ich dann auch gerne einen Namen, sowie das auch bei dem heutigen Rezept der Fall war.

Wie ich auf diesem Name gekommen bin? In Kamerun ist Ndolè das Nationalgericht schlechthin und Ndolè Royal ist die mit Crevetten oder King Prawns veredelte Variante von Ndolè. Daher spielte ich mit dem Gedanken, bei einigen meiner Rezepte eine Standard- sowie eine Royal-Variante einzuführen. Dadurch würde sich die Serie der verschiedenen Royal-Varianten fortführen wie zum Beispiel bei Ndolè Royal und Gombo royal. Was bei Ndolè und Gombo funktioniert sollte doch eigentlich auch bei Pèpè Soup funktionieren. Und das tat es auch. Das Ergebnis ist richtig lecker!


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Pèpè Soup royal | Pangasius und king prawns Pepper Soup

Temps de préparation 15 minutes
Temps de cuisson 30 minutes
Temps total 45 minutes
Portions: 4
Type de plat: Eintöpfe, Hauptgericht, Soup
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 600 g Pangasius Steak
  • 6-8 stück King Prawns
  • 2 rote Paprika
  • 1-2 grüne Peperoni
  • 1-2 Zucchini
  • 1-2 Karotten
  • 1 Stange Lauchzwiebel
  • 100 g frische Tomaten
  • 1 Schalotte
  • 5 Knoblauchzehen
  • 2 Habanero
  • 1 EL Magic Sauce
  • 1 EL Mix Bouillon Suppen Gewürzmischung von Saveurs d`afrik
  • 50 ml Rapsöl
  • ca. 500 ml Wasser
  • Salz

Method
 

  1. Das Gemüse putzen und mit reichlich Wasser abwaschen
  2. Nachfolgende Zutaten grob schneiden und in einem Mixer/Zerkleinerer grob hacken und beiseite stellen
    2 rote Paprika, 1-2 grüne Peperoni, 1 Stange Lauchzwiebel, 1 Schalotte, 5 Knoblauchzehen, 100 g frische Tomaten
  3. Die Pangasius Steak gut waschen und in einem Topf geben. Die in kleine feinen Stücken geschnittenen Zucchini und Karotten über den Fisch geben. Dann Salz, Rapsöl, Magic Sauce, Mix Bouillon und zum Schluss die vorher gemixten Zutaten dazugeben, gut miteinander vermischen und ein paar Minuten ziehen lassen (optional)
  4. Nun mit Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Nach ca. 15Minuten Habanero und King prawns dazugeben und zugedeckt weitere 15 Minuten köcheln lassen. Danach heiß servieren und genießen!

Notes

Die Suppe kann allein oder mit Beilage der Wahl serviert werden.
Bon appétit!
Fadi