Category Archives: Typisch Kamerunisch

Njapche

Pèhn-Njapche| Fufu mit Schwarzer Nachtschattenblätter Sauce


Zuerst gibt es einen kleinen Exkurs über eine vermeintlich giftige Pflanze. Der schwarzer Nachtschatten, wissenschaftlich Solanum nigrum genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Nachtschatten (Solanum).

Als ich mich zum ersten Mal mit den genaueren Details dieser Pflanzen auseinandersetzte, musste ich zu meinem Entsetzen feststellen, dass auf vieler Internetseiten die Pflanzen als giftig oder sogar sehr giftig eingestuft wurde. Darüber konnte ich nur meinen Kopf schütteln, denn seit ich denken kann, haben wir in Kamerun immer die Pflanzen konsumiert und zwar ohne groß darüber nachzudenken. Vergiftet hat sich dabei keiner!

PehnNjapche

In Kamerun ist diese Pflanze als Blattgemüse unter vielen Namen bekannt. Unter anderem wird sie mit Njama-Njama oder Légumes du village benannt und ist dabei bei fast allen sehr beliebt. Eine der bekanntesten Bezeichnung aus meinem Volk, die Bamun, ist Njapche. Diese Köstlichkeit wird bei uns fast immer mit Pèhn (Mais Fufu) serviert und so entsteht mit dieser Kombination das berühmt berüchtigte Pèhn-Njapche, das Volksgericht der Bamun. Wenn den meisten Kamerunern die Klassifikation der Ethnien nach ihrem typischen Gericht gefragt würde, dann würde bei den Bamun höchstwahrscheinlich am meisten dieses Gericht genannt werden.

Die Blätter der schwarzen Nachtschatten sind dem des Spinats sehr ähnlich. Geschmacklich besteht jedoch ein kleiner Unterschied. Während der Spinat etwas leichter und zarter schmeckt, hat der schwarzer Nachtschatten einen kräftigeren und etwas bittereren Geschmack. Er muss vor der Zubereitung sorgfältig gereinigt werden, um die Bitterstoffe zu entfernen und die Blätter zarter zu machen.

Als eine gute Bekannte mir diese köstlichen Blätter frisch aus ihrem Garten schenkte, habe ich vor Freude fast geweint. Es war eine Ewigkeit her, seit ich das letzte Mal dieses geliebte Gericht aus meiner Heimat gegessen habe. Genauer gesagt liegt das bereits ganze siebe Jahre zurück. Ich habe mich gleich an die Zubereitung gemacht als das Paket über den Postweg eintraf, wollte ich die wertvollen Blätter so schnell wie möglich kochen und mich davon satt essen.

Wie bei vielen Gerichten gibt es auch bei der Zubereitung von Njapche viele verschiedene Varianten. Ich habe mich bewusst für die traditionelle Weise nach dem Rezept meiner Großmutter entschieden. Diese wird ohne Zugabe von Fleisch oder Fisch mit Palmöl und Egusi zubereitet. Diese Variante schmeckt mir am Besten, erstens, weil die Zubereitung sehr einfach ist sowie auch sehr wenig Zutaten benötigt und zweitens, weil es so viele schöne Erinnerungen in mir weckt.

PehnNjapche

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Pèhn Njapche| Mais Fufu mit Schwarzer Nachtschattenblätter

Temps de préparation 30 minutes
Temps de cuisson 45 minutes
Temps total 1 heure 15 minutes
Type de plat: Gemüse
Cuisine: Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 1 kg frische Schwarze Nachschattenblätter alternative Biteku Teku oder Spinat
  • 100 g Egussi
  • 200 g frische Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 3 El Palmöl
  • ca. 200 ml Wasser
  • Salz
  • 1 TL Hot&Spicy
Für den Fufu
  • 200 g Hartweizengries
  • ca. 400 ml Wasser
  • 1 EL Kartoffelmehl

Method
 

  1. Die Blätter des schwarzen Nachtschatten aus den Stangen vorsichtig auslesen, daraus hangerechten Bund machen und fein hacken
  2. In ein Schüssel geben mit Salz und mit der Hand aneinander reiben bis es anfängt zu schäumen. Wasser dazugeben, herausspülen und noch eins bis zwei mal wiederholen, bis es nicht mehr schäumt. Dann gut das Wasser daraus pressen und beiseite stehen lassen
  3. Zwiebeln und Tomaten grob schneiden. Das Palmöl in einem Topf geben und die gehackte Zwiebeln und Tomaten und gepresste Knoblauchzehen hinzugeben und gut vermischen und ca. 2 Minuten dünsten
  4. Das Gereinigte Blattgemüse dazu geben, alles gut vermischen und ca. 5 Minuten andünsten. Danach etwas Wasser dazu gießen, zugedeckt und ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln
  5. In der Zeit, die Egusi Kerne trocken mahlen, den so entstandenen Pulver mit Wasser vermischen, bis zu einer dicken Konsistenz. Mit etwas Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und Hot&Spicy abschmecken und gut vermischen. Dann kleine Teigmenge mit dem Löffel entnehmen und zum Gemüse darauf legen zugedeckt ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln. Dann gegen Ende das ganze miteinander gut vermischen
Fufu
  1. Das Wasser in einem Topf geben und zum Kochen bringen, dann Herd herunterdrehen und den Hartweizengries bei regelmäßigen Rühren nach und nach gießen und gut verrühren, bis eine gute Fufu Konsistenz entsteht.
  2. Den Kartoffelmehl mit 3 EL kaltem Wasser vermischen und zum Fufu dazu geben. Gut vermischen, etwas Wasser dazu geben und weiter verrühren.
  3. Den Fertigen Fufu mit dem Blattgemüse servieren und heiß genießen

Notes

Wer keine schwarzen Nachtschattenblätter parat hat, kann dies durch Spinat oder Grünkohl ersetzen.
Bon appétit!
Fadi
maisbrei

Mbusiri de mais |Gesüßter Maisbrei mit einem Hauch Erdnussbutter


In Laufe dieses heiligen Monats Ramadan möchte ich in den nächsten Wochen einige Rezepte mit euch teilen, die mich an Ramadan in der Heimat erinnern.

Diese Woche starte ich mit Maisbrei.

Wenn ich hierzulande von Maisbrei rede, dann denken viele, die sich nur wenig mit der westafrikanischen Küche auskennen, an Fufu. Deshalb habe ich extra gesüßter dazu geschrieben. Nein, Fufu ist für mich kein Brei! Fufu ist einfach Fufu, eher ein Kloß als ein Brei.

In der Westafrikanischen Küche im Allgemeinen und insbesondere in der Kamerunischen Küche gehört Brei/Bouillie zu den Grundnahrungsmitteln. Brei wird dort sowohl zum Frühstück als auch zu jeder anderen Tageszeit als Zwischenmahlzeit oder als Dessert gegessen.

Brei gibt es in viele Variationen, unter anderem:

  • Gibt es den klassischen Maisbrei oder auch Corn pap oder Koukoulou genannt, die Bouillie de maïs ein sehr beliebter “Street Food” in Kamerun. Man findet sie überall am Straßenrand, aber auch in den kleinen Restaurants und Imbissen zu kaufen. Meistens wird die Bouillie de maïs mit Beignets-Haricots serviert und zusammen ergibt diese Kombination die berühmt-berüchtigte Beignets-Haricots-Bouillie kurz BHB (wird “B (H)asch B” ausgesprochen – das “H” wird im Französischen übrigens nicht ausgesprochen).
  • Reisbrei dagegen ist etwas aufwendiger in der Zubereitung. Während Maisbrei überall zu finden ist, findet man Reisbrei eher in den nördlichen Regionen Kameruns.
  • Dort gibt es auch noch den Mbusiri oder auch Mbouchiri, das ist ein mit Erdnussbutter angereichertem Brei. Eine Breivariante, welche man oft bei den Ethnien der Haoussa vorfindet. Daher wird diese Variante oft auch als Bouillie Haoussa bezeichnet. Mbusiri wird oft aus Reisbasis hergestellt, kann aber auch mit Mais oder andere Getreidesorten gekocht werden. Wichtig dabei ist, dass die Erdnüsse nicht fehlen dürfen.
maisbrei

Der Mbusiri gab und gibt es bei uns Zuhause oft während des Ramadanmonats. Denn durch die Zugabe von Erdnussbutter, ist er nicht nur viel leckerer und nahrhafter, sondern macht schneller und vor allem für länger satt. Daher ist Mbusiri als erste Mahlzeit nach dem Fastenbrechen ganz einfach ideal. Er gibt dem Körper den rasch ersten Energieschub nach stundenlangem Hungern. Daher gehört er zu meinen Top 5 der Ramadan Gerichte.

maisbrei

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Mbusiri de mais |Gesüßter Maisbrei mit einem Hauch Erdnussbutter

Temps de préparation 5 minutes
Temps de cuisson 10 minutes
Temps total 15 minutes
Portions: 2
Type de plat: Frühstück, Vorspeise

Ingrédients
  

  • 3 EL Maisbrei Paste
  • 1/2 EL Erdnussbutter
  • 1-2 EL Zucker
  • 1 Limette oder Zitrone
  • ca. 500 ml Wasser

Method
 

  1. Die Maisbreipaste in einer Schüssel mit Wasser verrühren und durch einen Sieb in einem kleinen Topf durchsieben
  2. Die Erdnussbutter ebenfalls mit etwa 1/2 Tasse Wasser verrühren und ebenfalls durch den Sieb in den Topf geben
  3. Der Topf auf einem Herd unter ständigem Rühren zum kochen bringen, dann den Herd auf mittlerer Hitze runterdrehen und ca. 3 Minuten unter ständigem Rühren köcheln lassen, bei Bedarf etwas Wasser dazu geben und weiter rühren
  4. Jetzt den Zucker und optional ein paar Tropfen Limetten oder Zitronensaft dazugeben, gut verrühren und vom Herd nehmen
  5. Zum Schluss alles in eine Schüssel geben, mit einer Scheibe Limetten oder Zitrone verzieren und genießen

Notes

Dazu empfehle ich entweder Beignets oder Plantains Fries
Bon appétit!
Fadi

yamragout

Ignames malaxées au poulet fumé|Yamsragout mit geräuchertem Hähnchen


Yamsragout ist ein sehr einfaches aber sehr leckeres Gericht. Man kann es in so viel Variationen zubereiten. Dieses Gericht weckt in mir so viele Erinnerungen. Als ich kleiner war, gab es eine Familie aus unserer Nachbarschaft, die aus Nigeria kam, genauer gesagt aus der Ethnie der Igbo. Die älteste Tochter war genau in meinem Alter und wir waren befreundet. Wir besuchten uns gegenseitig und oft gab es immer bei den Besuchen etwas zu Essen. So lernte sie unser Essen kennen und ich ihres. Yam kannte ich damals schon, aber es gab bei uns Yam nur gedämpft als Beilage zu diversen Gerichten oder als Eintopf, meistens das gleiche Rezept. Das bestand aus Yam mit Palmöl, getrocknetem Fisch, Salz, ein paar Gewürzen, Wasser dazu und kochen bis es weich wurde, fertig.

yamragout

Damals bei Adaku – so hieß damals meine Ibggo Freundin – entdeckte ich, was man alles mit Yams machen kann. Es gab bei denen Yam als Pounded Yam mit diversen köstlichen Saucen. Es gab Yam ebenfalls als Beilage aber so viele verschiedene Arten von Yamsragout, jedes Mal anders aber jedes Mal unglaublich lecker. Meistens mit viel Fleisch oder Fisch, oft sogar mit beiden gleichzeitig. Ich liebte es, bei Adakus Familie zu essen. Nicht nur weil, sie damals die ersten in ganzen Umkreis von mindestens drei Kilometern, als einzige einen Fernsehapparat besaßen, sondern wegen der leckeren Yamsgerichte.

Die Mutter von Adaku, die auch Yamsverkäuferin war, war bekannt in der ganzen Stadt für die Vielfalt ihrer Produkte. Bei ihr gab es so viele Yamssorten und natürlich waren diese die besten. Bis dahin fand ich das Rezept lecker. Als ich dasjenige von Adakus Mutter probierte, kam mir das von meiner Mutter eine ganze Weile lang etwas langweilig vor.

yamragout

Nach vielen Jahren in Deutschland, war ich damals wieder in Kamerun zu Besuch. Da entdeckte ich Yamswurzeln in der Speisekammer meiner Mutter und wünschte sie mir zum Mittagessen. Meine Mutter zauberte mir den Eintopf von damals und ich verliebte mich erneut in dieses leckere Gericht, das ich irgendwann früher langweilig fand. Seitdem koche ich hin und wieder Yamsragout nach dem Rezept von meiner Mutter. Aber oft koche ich auch Abwandlungen davon. Dieses Rezept ist so eine solche neue Interpretation. Es schmeckt anders, aber sehr lecker und ist fast genauso schnell gemacht wie das von meiner Mutter.


yamragout

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Ignames malaxées au poulet fumé|Yamragout mit geräuchertem Hähnchen

Temps de préparation 10 minutes
Temps de cuisson 30 minutes
Temps total 40 minutes
Portions: 4
Type de plat: Eintöpfe
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 500 g Yam
  • 500 g geräuchertes Hühnchen
  • 200 g gehackte Tomaten
  • 50 ml Speiseöl
  • 20 g Manjanga
  • 1 Zwiebeln
  • 2 TL Magic Sauce
  • 1 TL Pfeffer
  • 1 TL Liebstöckel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Finger Ingwer
  • 2-3 Habanero
  • ca. 1 L Wasser

Method
 

  1. Die Yamswurzeln schälen, in Stücke schneiden und gut waschen bis sie die Stärke auf der Oberfläche nicht mehr vorhanden ist
  2. Die Hähnchenkeule ebenfalls waschen in Stücke schneiden
  3. In einem Topf mit heißem Öl die fein geschnittenen Zwiebeln geben, Salz und die Hähnchenstücke hinzugeben und ca. 2 Minuten anrösten
  4. Gehackten Tomaten und die Habanero hinzugeben gut vermischen und ca. 3 Minuten dünsten
  5. Die Yam Stücke, die Manjanga die Mischung aus Zerstoßene Pfeffer, Ingwer und Knoblauch, den Liebstöckel, Wasser hinzugeben
  6. Das Ganze gut vermischen und zugedeckt ca. 15 Minuten köcheln lassen. Bei Bedarf mehr Wasser hinzugeben
  7. Danach die Magic Sauce hinzugeben und weitere 5 Minuten köcheln lassen. Abschmecken, heiß servieren und genießen

Notes

Bon appétit!
Fadi
kwacoco

Kwacoco | In Bananenblätter gedämpften Macoboteig


Kwacoco ist ein kamerunisches Gericht aus geriebener Macaboknolle. Zuerst werden die Macoboknollen geschält, mit einer Reibe gerieben und in Bananenblätter eingewickelt und gedämpft. Dieses Gericht hat mich in meiner Kindheit in Loum begleitet und bedeutet für mich wieder Emotion Pur.

kwacoco

Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal das Gericht gegessen habe. Selbst zubereitet habe ich es auch noch nie. Ich Kann mich aber an jeden Detail der Zubereitung errinnern. Bei uns zuhause selbst, gab es das Gericht nicht so oft. Ich bin in einem Viertel aufgewachsen, mit Nachbarn aus verschiedenen Regionen Kamerun. Wir waren damals eine sehr tolle Gemeinschaft und haben Vieles miteinander geteilt. Vor allem Küchenspezialitäten aus den Herkunft Regionen der anderen. So kam es dazu, dass unsere Nachbarin aus Bafang (in West Kamerun) uns immer eine Extra Portion Kwacoco mitbrachte, wenn Sie wieder mal welche gekocht hatte. Bei Ihr gab es Kwacoco gefüllt jede Woche. Somit hatten wir die Gelegenheit fast jede Woche auf dem Genuß von Kwacoco zu kommen.


Kwacoco wird oft mit Sauce blanche oder Sauce arachide grillée und einem Hauch Okra begleitet. Bei beiden Saucen handelt es sich um Saucen aus Erdnüsse. Bei der Sauce blanche, werden rohen geschälten Erdnüsse gemahlen und daraus entsteht eine weiße Sauce, daher der name Sauce blanche. Bei der Sauce arachide grillée werden geröstete Erdnüsse verwendet. Bei beiden Varianten kommt noch Okra als Verdickungsmittel hinein. Die Saucen werden oft mit Fleisch oder Fisch zubereitet. Die können aber vegetarisch gekocht werden.

Traditionnell werden die Kwaoco in frischen Bananenblätter zubereitet. Zuvor werden die Blätter über offenes Feuer kurz erhitzt um die Elastizität der Blätter zu aktivieren. Somit brechen die sie während des Einwickelns nicht ab. Da ich kein offenes Feuer habe, habe ich die Blätter mit sehr heißen Wasser übergossen und bin zur ähnliche Ergebnisse gekommen. Wer aber keine Bananenblätter zur Hand hat kann Backpapier verwenden, wie ich bei Koki und Mets de pistache schon mal gezeigt habe. Damit kommt man auf ähnliche Ergebnisse.


kwacoco

kwacoco

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Kwacoco & Sauce blanche

Temps de préparation 30 minutes
Temps de cuisson 45 minutes
Temps total 1 heure 15 minutes
Portions: 4
Type de plat: Hauptgericht
Cuisine: Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

Für den Kwacoco
  • 3 mittelgroße Macabo
  • 4-6 frische Bananenblätter oder Backpapier
  • etwas Wasser
Dür die Sauce blanche
  • 150 g rohe und geschälten Erdnüsse
  • 500 g geräuchertem Hähnchenschenkel oder anderes vorgekochtes Fleisch
  • 4 Okraschoten
  • 1 Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • ca. 20g Manjanga Optional
  • 50 ml Speiseöl
  • 1 TL Magic Sauce 
  • 1-3 Chilischote/ Scotch bonnet Optional
  • Salz
  • Wasser

Method
 

Für den Kwacoco
  1. Zuerst die Bananenblätter wachen und ca. 5 Minuten in Heißen(nichht kochendes) Wasser hineinlegen und danach gut abtrocknen und beiseite stellen
  2. Die Macaboknollen mit einem Sparschäler schälen, gut abwaschen und mithilfe einer feinkörnigen Küchenreibe zu einem Teig reiben
  3. Den Teig gut vermischen und nach Bedarf (je nach Konsistenz der Knollen )etwas Wasser hinzufügen und gut vermischen
  4. Die vorbereiteten Bananen nehmen, mit etwas Öl einreiben, damit der Teig später nicht kleben bleibt, dann ein Teil von Teig auf die Bananenblätter geben, in Richtung der Blätterlinien vorsichtig rollen und beide Ende Knicken oder zuschnüren.
  5. Die eingewickelten Teig in einem Topf mit Wasser und Dampfaufsatz hineinlegen und ca. 45 Minuten dämpfen. Immer wieder Wasser zugeben
Für die Sauce blanche
  1. In einem Topf Speiseöl erhitzen, feingehackten Zwiebel und Knoblauch hineingeben, Salzen und ca. 2 Minuten dünsten
  2. Die gemahlenen Erdnüsse und etwas Wasser dazugeben. Das Ganze gut vermischen und zugedeckt ca. 15 Minuten köcheln lassen
  3. In der Zeit, den Okra, Ingwer, Zwiebel, Knoblauch, Manjanga und etwas Wasser in einem Mixer geben und zusammen mixen
  4. Nun die Hähnchenkeule und die Chilischotten hinzugeben und weitere 10 Minuten köcheln lassen. Dann zum Schluss die pürierte Okra-Mischung dazugeben gut rühren und weitere 10 Minuten köcheln lassen. Danach die Magic Sauce hinzugeben, abschmecken
  5. Den fertigen Kwacoco aus den Blätter nehmen, auf einem Teller mit der fertigen Sauce einrichten und Genießen

Notes

Bon appétit!
Fadi♥
achu

Achu Soup & Taro | Kamerunische gelbe Sauce mit gestampftem Taro


Achu Soup mit Taro ist ein traditionelles Kamerunisches Gericht aus der Westens und Nordwestens Kameruns.

Wobei Achu Soup, die gelbe Sauce ist, und Taro die gekochte und gestampfte Taro-Knolle. Achu Soup oder auch bekannt als Sauce Taro oder Sauce Jaune bekommt seine gelbe Farbe durch eine Mischung aus gelbem Palmöl, Achu Spices und Steinsalz. So entsteht am Ende eine gelbe, würzige und leckere Emulsion: den Achu Soup.

Achu spices oder auch épices Taro, wie in der Francophone-Region genannt wird, ist eine spezielle Gewürzmischung für Achu Soup.  Diese Mischung findet man auf ziemlich allen Märkten in Kamerun. Hierzulande kann man sie in den Online-Shops für Afrikanische Lebensmittel oder auch in viele Afroläden kaufen.

achu

Achu Soup/Sauce Jaune wird immer mit gestampftem Taro/Achu serviert. Daher wird mit dem Begriff Taro oft das komplettes Gericht, aus  gestampftem Taro und ihre gelbe Sauce gemeint.

Taro ist in der Kamerunischen Tradition ein ganz besonderes Gericht. Daher wird es oft für bestimmten Anlässe oder bei besonderen Zeremonien gekocht. Solche wie Geburten, Hochzeiten, Trauerfeier und andere besonderen Anlässen.

achu

Das Gericht an sich wird vegan zubereitet aber wird oft dann mit Fleisch serviert. Manchmal werden Kutteln und gekochte Kuhhaut dem Gericht beigegeben. Oder es wird sautierten Njama Njama dazu serviert. Das ist eine Westafrikanisch Blattgemüsesorte ähnlich dem Spinat, auch bekannt als Garten-Huckleberry.

Achu Soup und Taro schmecken nicht nur sehr lecker, sondern bringen viele gesundheitliche Vorteile mit sich mit. So werden oft frisch gebackenen Müttern gleich nach der Geburt dieses Gericht gegeben. Das soll Ihnen schnell zur Kräften kommen lassen und zusätzlich die Milchproduktion für das Neugeborene Baby stimulieren.


Die Zubereitung dieses schönes Gericht kann je nach Vorgehensweise von leicht bis kompliziert gehen. Ich habe mich für leicht entschieden. Anstatt, wie traditionell, das Taro Mithilfe einer Holz Mörser und Stößel zu stampfen, habe ich mich eher für einen haushaltüblichen Kartoffelstampfer und einen Handmixer entschieden. Ein Stabmixer kann man ebenfalls dafür benutzen. Für die Sauce gibt es nichts besseres als einen Standmixer um eine schnelle Emulsion herzuzaubern. Die Sauce wird traditionell mit der Hand gemacht. Dabei werden die Zutaten nach und nach zugegeben und immer wieder verrührt werden. Die Sauce wird hin und her von einer Schüssel zu einer anderen gegossen, bis die perfekte Emulsion entstanden ist. Diese Prozedur kann, abhängig von der Qualität des verwendeten Palmöls, eine Weile dauern, bis man das gewünschte Ergebnis erzielt. Mit einem Standmixer ist es in nu fertig!

Viele, die beide Varianten schon gegessen haben, sind der Meinung, dass die Traditionelle Weise besser schmeckt. Kein wunder! Bei der ganzen Mühe. – Bei der Menge der Arbeit, die darin steckt, muss es besser schmecken. – Nichts desto trotz, schmeckt die “Moderne” Variante ebenso richtig lecker und das bei viel weniger Geschäft.

Probieren lohnt sich auf jeden Fall.


achu

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Achu Soup & Taro

Temps de préparation 15 minutes
Temps de cuisson 1 heure
Temps total 1 heure 15 minutes
Portions: 2
Type de plat: Hauptgericht
Cuisine: Kamerunisch

Ingrédients
  

  • 4 mittelgroße Taro
  • 100 ml Palmöl
  • 1 EL Achu Spices/épices Taro
  • 10g Steinsalz
  • 400 ml Wasser
  • Salz
  • Vorgekochtes und Gewürztes Fleisch Kutteln , Kuhhaut

Method
 

Zubereitung Taro
  1. Taro waschen, in einem Kochtopf geben, mit Wasser überdecken und für ca. 45 Minuten kochen, bis sie ganz weich sind bzw. bis die Taroschale sich fast von allein löst
  2. Danach die noch ganz heißen Taro schnell schälen, in einer Schüssel geben und mit Kartoffelstampfer stampfen. Einschließlich mich Teigmixer und etwas Wasser zu einer glatten Teig mixen und warmstellen
Zubereitung Achu Soup
  1. Das Steinsalz in ca 50ml lauwarmes Wasser auflösen und danach durch einem Sieb filtern
  2. Palmöl kurz wärmen aber nicht erhitzen
  3. Ca. 400ml lauwarmes Wasser, das lauwarme Palmöl und die Steinsalzmischung in einem Mixer geben und ca.  10 Sekunden mixen bis zur Entstehung einer flüssigen, gelben Emulsion
  4. Salz und Achu Spices/épices Taro zur Emulsion hinzufügen und weitere 10 Sekunden mixen, abschmecken und bei Bedarf etwa Wasser hinzu
Serviervoschlag
  1. Das vorhin warmgestellte Taro in einem Teller geben und eine Mulde in die Mitte formen, die fertige Sauce mit einem Teil der vorgekochten Fleischstücke in die Mulde Geben
  2. Einen Ganzen Scotch bonnet darauf legen und die restliche Fleischstücke am Tellerrand einrichten. Fertig.

Notes

Wer es eher Vegetarisch mag, kann das Fleisch weglassen und statt dessen, sautierten Njama Njama oder Spinat dazu nehmen.
Bon appétit!
Fadi♥