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ndomba

Ndomba mit Tilapia – Kameruns duftendes Geheimnis im Blatt

 

Ndomba mit Tilapia – Kameruns duftendes Geheimnis im Blatt

In der kamerunischen Küche gibt es Gerichte, die nicht nur den Gaumen, sondern auch die Seele berühren. Ndomba ist eines davon – ein traditionelles Gericht, das Fisch oder Fleisch in einer aromatischen Gewürzmischung in Blätter gehüllt und sanft gedämpft wird. Es stammt aus dem Süden Kameruns, insbesondere von den Bassa- und Béti-Völkern, und ist ein Paradebeispiel für die Kunst des „Kochen im Blatt“.

Ndomba

Was macht Ndomba so besonders?

Ndomba ist mehr als nur ein Rezept – es ist ein Ritual. Die Zutaten werden sorgfältig vorbereitet, die Gewürze liebevoll gemischt, und der Fisch wird in Marantacee- oder Bananenblätter, die in Kamerun überall erhältlich sind, eingewickelt. Durch das Dämpfen bleiben alle Aromen erhalten, und der Fisch wird zart und saftig. Das Ergebnis: ein Gericht, das duftet, schmeckt und Geschichten erzählt.

Typisch für Ndomba ist auch der Einsatz von Odjom-Blättern (Maniguette- oder Ingwerblätter) und Messep. Sie geben dem Gericht ein unverwechselbares Aroma, das sofort an die kamerunische Küche erinnert. In manchen Regionen wird auch Mbongo-Gewürz verwendet, das dem Gericht dann den Namen Mbongo Ndomba verleiht und für die charakteristische schwarze Farbe sorgt.

  • Odjom-Blätter (Maniguette-/Ingwerblätter), die für ihr frisches, leicht scharfes und aromatisches Aroma geschätzt werden.

  • Messep, auch bekannt als afrikanischer Basilikum (Ocimum gratissimum), ist ein traditionelles Gewürz der Bassa mit intensiv würzigem, aromatisch mit pfeffriger Frische. Es verleiht dem Gericht eine erdige Tiefe und gehört eigentlich zur klassischen Ndomba-Zubereitung – war in diesem Fall jedoch nicht verfügbar. Falls Messep nicht zur Hand ist, kann ersatzweise auch europäischer Basilikum verwendet werden – dieser bringt zwar ein milderes Aroma mit, bewahrt aber dennoch die frische, kräuterige Note des Gerichts.

Ndomba wird oft bei Festen oder Familienzusammenkünften serviert – ein Gericht, das Gemeinschaft, Tradition und Genuss verbindet. Es passt hervorragend zu Miondo, Bobolo oder Reis und bringt den reinen Geschmack Kameruns auf den Tisch.


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ndomba

Ndomba mit Tilapia

Temps de préparation 15 minutes
Temps de cuisson 40 minutes
Temps total 55 minutes
Portions: 4
Type de plat: Eintöpfe, Gebackenes, Hauptgericht
Cuisine: Kamerunisch, Westafrikanisch, westafrikanische Küche

Ingrédients
  

  • 2-3 mittelgroße Tilapia küchenfertig (in 3–4 Stücke geschnitten)
  • 2-3 Große Tomaten fein gehackt
  • 1 Große Zwiebel fein gehackt
  • 4-6 Knoblauchzehen zerdrückt
  • 4-6 Marantacee-Blätter alternativ: Bananenblätter oder Backpapier
  • Optional: Alufolie als zusätzlicher Schutz damit die Blätter nicht auslaufen
  • Küchengarn zum Zubinden
  • 1-2 EL Fischgewürz z. B. Chez Fadi’s FishMix
  • 4-6 Odjom-Blätter Maniguette-/Ingwerblätter
  • Optional: Messep – traditionelles Gewürz, hier nicht verwendet
  • 4-6 EL neutrales Öl
  • 3-4 Scotch Bonnet nach Geschmack, sehr scharf
  • Salz nach Geschmack
  • Optional: ½ grüne ½ rote, ½ gelbe Paprika in Streifen – nur zur Deko beim Servieren

Method
 

Fisch marinieren
  1. Die Tilapia-Stücke waschen, trocken tupfen und in eine Schüssel geben. Mit Salz, Öl und Chez Fadi’s FishMix vermengen. 15–20 Minuten marinieren lassen.
Zutaten vorbereiten
  1. Tomaten und Zwiebel fein hacken. Knoblauch zerdrücken. Alles zusammen mit dem marinierten Fisch gut vermengen.
Blätter vorbereiten
  1. Marantacee- oder Bananenblätter kurz in heißem Wasser oder über einer Flamme ziehen, damit sie geschmeidig werden.
  2. Optional Alufolie darunterlegen, damit beim Garen keine Flüssigkeit austritt.
  3. Je ein oder zwei Odjom- und Messep (Falls zur Hand) Blätter auf das vorbereitete Blatt legen.
Fischpäckchen formen
  1. 2 bis 3 Stücke Fisch mit der Marinade auf die Blätter legen.
  2. Einen ganzen oder halbierten Scotch Bonnet obenauf setzen.
  3. Alles sorgfältig in die Blätter wickeln und mit Küchengarn festbinden.
Garen
  1. Im Dämpfeinsatz ca. 30–40 Minuten oder im Backofen bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) für ca. 35–40 Minuten.
Servieren
  1. Die Päckchen vorsichtig öffnen und den Fisch heiß servieren.
  2. Dazu passen Miondo, Bobolo oder Reis.
  3. Die Paprikastreifen können als bunte Garnitur auf dem Teller angerichtet werden.

Notes

Tipp:

  • Odjom- und Messep-Blätter sind entscheidend für das charakteristische Aroma.
  • Scotch Bonnet gibt dem Gericht die typische Schärfe – bei Bedarf weniger oder ohne verwenden.
  • Durch die Blätter bleibt der Fisch saftig und nimmt das würzige Aroma intensiv auf.

 

hiomi

Hiomi – Die geheimnisvolle Rinde des Knoblauchbaums

 

Die Natur hat ihre ganz eigene Art, uns zu überraschen. Manchmal sind es die kleinen, unscheinbaren Dinge, die sich als wahre Schätze entpuppen – wie ein Duft, der Erinnerungen weckt, oder ein Geschmack, der Geschichten erzählt. Hiomi, auch bekannt als Huyomi, Olum, Bobimbi oder Country Onion, ist genau so ein Schatz. Ein Gewürz, das nicht laut auf sich aufmerksam macht, sondern leise und tief in den kulinarischen und heilkundlichen Traditionen West- und Zentralafrikas verwurzelt ist.


Herkunft – Ein Baum mit Charakter

Hiomi stammt vom Knoblauchbaum, botanisch Afrostyrax lepidophyllus genannt – ein seltener Baum, der in den tropischen Regenwäldern von Kamerun, Gabun, Ghana und der Demokratischen Republik Kongo wächst. Schon beim ersten Kontakt mit seiner Rinde oder den Früchten wird klar: Dieser Baum hat Persönlichkeit. Ein intensiver Duft steigt auf – eine Mischung aus Knoblauch, Zwiebel und einer warmen, leicht süßlichen Würze, die neugierig macht.

Was viele nicht wissen: Es sind nicht nur die Rinde, sondern auch die Samen und Früchte, die dieses unverwechselbare Aroma tragen. In der lokalen Küche werden sie getrocknet, gemahlen oder einfach als Ganzes mitgekocht – ganz nach dem Prinzip: Weniger ist mehr, wenn die Natur so großzügig mit Geschmack ist.


Kulinarische Tradition – Mit Liebe gewürzt

In den Küchen Kameruns, Gabuns und Nigerias ist Hiomi ein vertrauter Begleiter. Seit Generationen wird es als natürlicher Geschmacksverstärker verwendet – ähnlich wie Knoblauch, aber mit einer eigenen, tiefen Note, die Gerichte erdet und ihnen Charakter verleiht.

Ein paar Beispiele, die das Herz wärmen:

  • Shuem: Eine Sauce aus Kürbisblättern und gemahlenen rohen Erdnüssen – nahrhaft, aromatisch und voller Seele. Hiomi wird hier mitgekocht, um Tiefe und Würze zu schenken.
  • Mbongo Tchobi: Eine dunkle, geheimnisvolle Sauce mit frischem Fisch ( kann aber auch mit Fleisch zubereitet werden) bei der Hiomi das Aroma wie ein roter Faden durchzieht.
  • Nkui & Sauce Jaune: Traditionelle Gerichte, bei denen Hiomi nicht nur würzt, sondern verbindet – Geschmack, Erinnerung und Gemeinschaft.

Und auch in der modernen Küche findet Hiomi langsam seinen Platz. Für Menschen, die Knoblauch lieben, aber ihn nicht gut vertragen, ist es eine wunderbare Alternative. Und für alle anderen: eine neue Dimension des Würzens.


Heilende Geschichten – Wissen, das weitergegeben wird

Hiomi ist nicht nur ein Gewürz – es ist auch ein Teil der traditionellen afrikanischen Medizin. Die Geschichten, die man sich erzählt, sind so alt wie die Wälder, aus denen der Baum stammt.

Man sagt, dass Hiomi:

  • antibakteriell und entzündungshemmend wirkt – erste Studien bestätigen, dass Extrakte aus der Rinde bestimmte Bakterien hemmen können.
  • die Verdauung unterstützt – in manchen Regionen wird ein Tee aus der Rinde gekocht, der bei Magenbeschwerden helfen soll.
  • Insekten und sogar Schlangen fernhält – Jäger trugen Hiomi in ihren Taschen, und der intensive Geruch soll Tiere abschrecken.

Ob wissenschaftlich belegt oder nicht – diese Anwendungen zeigen, wie tief Hiomi in der Kultur und im Alltag verwurzelt ist. Es ist ein Gewürz, das nicht nur den Körper, sondern auch die Seele berührt.


Hiomi auf Reisen – Ein Gewürz entdeckt die Welt

Noch ist Hiomi außerhalb Afrikas ein Geheimtipp. Aber die Welt wird neugieriger, offener – und die afrikanische Diaspora bringt ihre kulinarischen Schätze mit. Immer mehr Gewürzliebhaber entdecken Hiomi für sich, und das aus gutem Grund.

Ein paar Ideen für die moderne Küche:

  • Gemahlen als feiner Ersatz für Knoblauchpulver
  • Mitgekocht in Suppen, Currys oder Eintöpfen
  • In Marinaden für Fleisch, Fisch, Gemüse oder Tofu

Hiomi ist vielseitig, kraftvoll und dabei überraschend sanft – ein Gewürz, das sich nicht aufdrängt, sondern einlädt.


Fazit – Geschmack, der verbindet

Hiomi ist mehr als nur ein aromatischer Geheimtipp. Es ist ein Symbol für die Verbindung von Tradition, Geschmack und Naturheilkunde. Die Rinde und Früchte des Knoblauchbaums erzählen Geschichten – von Regenwäldern, von Familien, von Mahlzeiten, die mit Liebe gekocht wurden.

Für alle, die neugierig sind, die gerne Neues entdecken und ihre Küche um eine besondere Note erweitern möchten, ist Hiomi eine Einladung. Vielleicht wird es bald auch in europäischen Küchen heimisch – als würzige Brücke zwischen Kontinenten, Kulturen und Generationen.

 

béwolè

Béwolè sauté| Blattamaranth Pfanne


Béwolé, auch bekannt als Biteku teku oder Blattamarant, ist eine grüne Blattpflanze, die in der Küche vieler afrikanischer Länder eine wichtige Rolle spielt. Die Pflanze gehört zur Amarant-Familie und ist besonders in Kamerun, in der Demokratischen Republik Kongo und anderen Regionen Zentralafrikas beliebt. Ihre Beliebtheit hat nicht nur mit ihrem köstlichen Geschmack zu tun, sondern auch mit ihrem enormen Nährstoffgehalt und ihrer Vielseitigkeit in der Küche. In diesem Beitrag schauen wir uns an, was Béwolé so besonders macht, warum es gesund ist, und wie es traditionell zubereitet wird.

Was ist Béwolé?

Béwolé ist eine grüne Blattpflanze, die leicht an Spinat erinnert, jedoch einen kräftigeren Geschmack hat. Die Pflanze gedeiht in tropischem Klima und wird häufig auf kleinen Farmen und in Gärten angebaut, da sie relativ anspruchslos ist und schnell wächst. In Kamerun und den umliegenden Regionen ist Béwolé neben Ndolè als „Königin des Grüns“ bekannt und zählt zu den alltäglichen Nahrungsmitteln, die oft in Form von Eintöpfen oder Saucen zubereitet werden.

Ernährung und gesundheitliche Vorteile von Béwolé

Béwolé ist ein wahres Kraftpaket an Nährstoffen. Die Blätter sind reich an Vitaminen und Mineralien wie Vitamin A, Vitamin C, Kalzium und Eisen. Vor allem Vitamin A und Eisen sind in afrikanischen Ländern von großer Bedeutung, da Mangelerscheinungen an diesen Nährstoffen häufig vorkommen.

  • Vitamin A: Essenziell für ein gesundes Immunsystem, Haut und Augen.
  • Vitamin C: Fördert die Eisenaufnahme und stärkt das Immunsystem.
  • Eisen: Bekämpft Müdigkeit und fördert die Bildung roter Blutkörperchen.

Béwolé ist zudem eine ausgezeichnete Quelle für Antioxidantien, die helfen, zelluläre Schäden zu bekämpfen und entzündungshemmend wirken. Diese gesundheitlichen Vorteile machen die Pflanze nicht nur für Menschen in Afrika, sondern weltweit interessant.

Traditionelle Zubereitung von Béwolé

Die traditionelle Zubereitung von Béwolé variiert je nach Region und Kultur. Die gängigste und beliebteste Methode, die ich oft anwende, ist das Sautieren mit nur wenigen zusätzlichen Zutaten. Zunächst werden die Blätter sorgfältig von den Stängeln getrennt, grob gehackt, gründlich gewaschen und anschließend in leicht gesalzenem, kochendem Wasser weichgekocht. Danach werden sie häufig mit Zwiebeln, Tomaten und Knoblauch in etwas Öl angedünstet. Eine beliebte Variante ergänzt diese Zutaten mit Erdnüssen, um den Geschmack zu intensivieren. Oft wird rotes Palmöl verwendet, um dem Gericht eine besondere Geschmacksnote und Farbe zu verleihen.

Moderne Interpretationen und globale Trends

In jüngerer Zeit findet Béwolé auch außerhalb Afrikas Anklang, insbesondere in der veganen und vegetarischen Küche, wo Blattamarant als Superfood geschätzt wird. Der Anstieg der Beliebtheit von Pflanzen wie Grünkohl und Spinat in Europa und Nordamerika hat auch das Interesse an weniger bekannten, nährstoffreichen Pflanzen wie Béwolé geweckt. In Smoothies, Salaten und sogar als Ofen- oder Pfannengemüse kann Béwolé auch in westlichen Küchen als Alternative oder Ergänzung zu anderen Blattgemüsesorten dienen.

Fazit

Béwolé, Biteku teku oder Blattamarant ist mehr als nur ein Nahrungsmittel – es ist ein Teil der afrikanischen Kultur und eine nährstoffreiche Pflanze mit einer langen Tradition und Geschichte. Mit einem Geschmack, der vielseitig einsetzbar ist, und einer beeindruckenden Liste gesundheitlicher Vorteile sollte Béwolé in keiner Küche fehlen. Besonders für Menschen, die sich bewusst und nährstoffreich ernähren möchten, bietet Béwolé eine spannende und gesunde Abwechslung zu klassischem Blattgemüse.


Das Ganze zum Nachschauen



Um zum Nachlesen


béwolè

Béwolè sauté | Sautierte Blattamaranth

Temps de préparation 40 minutes
Temps de cuisson 20 minutes
Portions: 4
Type de plat: Gemüse, Sauce
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • Ca. 3 kg frische Amaranth Blätter (alternative ca. 700g tiefgefrorenen)
  • 10-12 Roma Tomaten
  • ca. 2 EL vorgekochten Tomaten (oder 2 mittelgroße frische Tomaten)
  • 1 Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • ca. 50 ml Speiseöl zb. Rapsöl
  • 2 El Manjanga/Crayfisch (Optional)
  • 1 El Magic Sauce 
  • 1 TL Kaiser Natron
  • 1-2 frische Chilischoten (Optional)
  • Salz

Method
 

  1. Die Béwolé-Blätter zunächst von den Stängeln zupfen, grob hacken und gründlich waschen In einem Topf Wasser mit etwas Salz zum Kochen bringen, die gehackten Béwolé-Blätter und etwa 1 TL Natron hinzugeben, um die grüne Farbe der Blätter zu erhalten. Die Blätter ca. 10 Minuten kochen, bis sie weich sind, dann in ein Sieb abgießen und sofort mit kaltem Wasser abschrecken. Anschließend das Wasser aus den Blättern ausdrücken und beiseitestellen.
  2. Wer küchenfertige Béwolé (erhältlich in vielen Afroshops) verwendet, muss das Gemüse nach dem Auftauen lediglich mit frischem kalten Wasser abspülen und anschließend ebenfalls gründlich ausdrücken.
  3. Das Öl in einer Pfanne oder einem großen Topf erhitzen, dann die gehackten Zwiebeln und gepressten Knoblauchzehen darin anbraten, bis sie glasig sind. Optional kann jetzt die Manjanga hinzugegeben und etwa 1 Minute mitgebraten werden.
  4. Die halbierten Roma-Tomaten hinzufügen und weitere 5 Minuten braten, bis die Tomaten zu zerfallen beginnen. Nach Wunsch 1 TL Magic Sauce, 1 bis 2 frische Chilischoten und 2 EL vorgekochte, gehackte Tomaten hinzugeben und alles gut verrühren. Nun die vorbereiteten Béwolé-Blätter dazugeben, alles gründlich vermischen und weitere 5 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Zum Schluss abschmecken und mit einer Beilage nach Wahl servieren und genießen.

Notes

Dieses einfache, aber köstliche Gericht wird oft mit Yams, Fufu oder Maniok gegessen.
Bon appétit!
Fadi

safou

Safou/Prune | Afrikanische Pflaume


Schon mal von Safou bzw. Prune oder von afrikanischer Pflaume gehört? Dann Lade ich Dich heute ein um diesen wunderbaren Frucht kennenzulernen.

Herkunft

Safou ist die Frucht vom Safoutier, den afrikanischen Pflaumenbaum, auch bekannt als Busc-Butterbaum oder wissenschaftlich Dacryodes edulis. Es gehört zur Familie der Balsamgewächse (Burseraceae), wäschst hauptsächlich in Zentral- und Westafrika und ist einer der wenige Baumarten, die ausschließlich in Zentralafrika angebaut wird. Die Frucht wird je nach Region anders benannt. In Kamerun ist es vor allem unter dem Namen Prune bekannt. Der Begriff Safou wird zwar auch verwendet, kommt aber aus der RDC. In Gabun dagegen wird eher der Begriff Atanga mit dieser Frucht assoziert. Ob in Kamerun, RDC oder Gabun, die Beliebheit Safou bleibt überall groß.

Farbe und Geschmack

Safou gibt es in viele Farben, Formen und Geschmack. Die Farbe kann von beige, hellrosa, lila bis dunkelblau Variieren. Wobei ich die Erfahrung gemacht habe, je dunkler der Safou, desto schmackhafter ist es.

Die Frucht kann sowohl roh oder gegart/gegrillt gegessen werden und besteht aus einen großen Kern umhüllt von der essbaren Fruchtfleisch, das meistens eine grüne Farbe hat – sieht aus wie kleine Avocados. Der Geschmack gegarter Safou kann von leicht säuerlich zu nussig butterig (daher der Name Butterbaum) gehen. manche sagen der Geschmack erinnere ein bisschen an gegarten Auberginen.



Zubereitung und Nährwerte

Safou wird oft als Snack zwischendurch, als Beilage zu verschieden Knollen wie Maniok oder Yam dazu serviert. In Kamerun findet man oft Safou an Straßenrand gegrillt mit Mais, Plantains oder Suya und ist ein sehr beliebter Streetfood. Safou schmeckt nicht nur gut, sondern ist für seine hohen Gehalt an verschiedenen wertvollen ungesättigte Fettsäuren, Mineralien und Vitamine usw. ein sehr gesundes Frucht. Probieren lohnt sich!


pepesoup

Pèpè Soup royal | Pangasius und king prawns Pepper Soup


Diese Woche hat uns leider wieder einmal deutlich gezeigt, dass wir uns so langsam aber sicher vom Sommer verabschieden müssen. Das zeigt sich nicht nur durch die kürzeren Tage, sondern auch die Temperaturen sind nicht mehr so hoch wie noch vor ein paar Wochen. Insbesondere morgens und abends merkt man sofort, dass der Herbst im Anmarsch ist. Mir war während dieser Woche oft teilweise so kalt , dass ich mir extra Socken anziehen musste.

Zur Einstimmung auf die unweigerlich eintreffende kalte Jahreszeit habe ich dieses leckeres Rezept für Euch wieder ausgegraben, welches ich in der Vergangenheit bereits oft zubereitet hatte.

pepesoup

Pèpè Soup ist eine sehr würzige und leicht scharfe Suppe/Sauce aus der westafrikanischen Küche. Und eine pikante Suppe passt doch hervorragend zu der nun beginnenden Herbstzeit.

In Kamerun wird Pèpè Soup oft mit Fisch gekocht, genauer gesagt mit Pangasius/catfish. Ich habe hier schon ein paar verschiedene Rezepte gepostet, jedes Mal eine andere Variante davon. Wer mich etwas näher kennt, der weiß bereits, wie sehr ich es liebe, zu versuchen, alte Rezepte irgendwie aufzupeppen. Ich kann daher die gleiche Gerichte mehrmals kochen und dabei jedes Mal etwas variieren. Mal fällt hier eine Zutat weg, mal kommt eine neue dazu, usw. Ich bin in der Küche sehr experimentierfreudig und das bereitet mir auch unheimlich viel Spaß, genauso viel wie beim Erfinden neuer Rezepte. Diesen neuen Rezepte gebe ich dann auch gerne einen Namen, sowie das auch bei dem heutigen Rezept der Fall war.

Wie ich auf diesem Name gekommen bin? In Kamerun ist Ndolè das Nationalgericht schlechthin und Ndolè Royal ist die mit Crevetten oder King Prawns veredelte Variante von Ndolè. Daher spielte ich mit dem Gedanken, bei einigen meiner Rezepte eine Standard- sowie eine Royal-Variante einzuführen. Dadurch würde sich die Serie der verschiedenen Royal-Varianten fortführen wie zum Beispiel bei Ndolè Royal und Gombo royal. Was bei Ndolè und Gombo funktioniert sollte doch eigentlich auch bei Pèpè Soup funktionieren. Und das tat es auch. Das Ergebnis ist richtig lecker!


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Pèpè Soup royal | Pangasius und king prawns Pepper Soup

Temps de préparation 15 minutes
Temps de cuisson 30 minutes
Temps total 45 minutes
Portions: 4
Type de plat: Eintöpfe, Hauptgericht, Soup
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 600 g Pangasius Steak
  • 6-8 stück King Prawns
  • 2 rote Paprika
  • 1-2 grüne Peperoni
  • 1-2 Zucchini
  • 1-2 Karotten
  • 1 Stange Lauchzwiebel
  • 100 g frische Tomaten
  • 1 Schalotte
  • 5 Knoblauchzehen
  • 2 Habanero
  • 1 EL Magic Sauce
  • 1 EL Mix Bouillon Suppen Gewürzmischung von Saveurs d`afrik
  • 50 ml Rapsöl
  • ca. 500 ml Wasser
  • Salz

Method
 

  1. Das Gemüse putzen und mit reichlich Wasser abwaschen
  2. Nachfolgende Zutaten grob schneiden und in einem Mixer/Zerkleinerer grob hacken und beiseite stellen
    2 rote Paprika, 1-2 grüne Peperoni, 1 Stange Lauchzwiebel, 1 Schalotte, 5 Knoblauchzehen, 100 g frische Tomaten
  3. Die Pangasius Steak gut waschen und in einem Topf geben. Die in kleine feinen Stücken geschnittenen Zucchini und Karotten über den Fisch geben. Dann Salz, Rapsöl, Magic Sauce, Mix Bouillon und zum Schluss die vorher gemixten Zutaten dazugeben, gut miteinander vermischen und ein paar Minuten ziehen lassen (optional)
  4. Nun mit Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Nach ca. 15Minuten Habanero und King prawns dazugeben und zugedeckt weitere 15 Minuten köcheln lassen. Danach heiß servieren und genießen!

Notes

Die Suppe kann allein oder mit Beilage der Wahl serviert werden.
Bon appétit!
Fadi

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