Plantains – auch Kochbananen genannt- sind in Kamerun und allgemein in Westafrika ein sehr beliebtes Lebensmittel. Da man mit Plantains alles Mögliche machen kann, gehören sie für mich zu den Must-Have in der Küche. Bei mir gibt es immer Plantains. Ob frisch in Kühlschrank, frittiert und konserviert in Gefrierschrank oder als Chips für den täglichen Knabberspaß. Als Chips sind sie eine gute alternative zu den herkömmlichen Kartoffelchips. Zudem sind Plantains Chips ein Stück schöne Erinnerung aus meiner Kindheit. Damals gab es bei uns keine Kartoffelchips nur die Plantains Chips. Sie gehörten zu unsere Lieblings Naschereien. Sie wurden manchmal von uns selbst zuhause hergestellt. Oft kauften wir sie auf der Straße oder in Pausenhof von den Verkäuferinnen, die Ihre Sachen am Straßenrand in Körben oder kleine Schalter anboten. Man konnte wählen zwischen salzig und süß. Mein Favorit war und ist immer noch die salzige Variante. Jedes Mal, wenn ich heute Plantains Chips esse, erinnere ich mich gerne an dieser Zeit und das schmeckt mir dann noch besonders gut. Die Chips kann man mittlerweile heutzutage fast überall hier in Deutschland kaufen. Aber selbstgemacht schmeckt immer am Besten.
Zutaten
4 große, grüne Kochbananen (unreif) Etwas Salz Je nach Zubereitung: Fritteuse: ca. 1/2l frittier Öl Backofen: 4 Esslöffel Deiner Lieblings Öl
Zubereitung
Die Kochbananen schälen und mithilfe einer feinen Reibe in ganze feine scheiben hobeln
Für die Fritteuse/Pfanne:
Das frittier Öl in einer Fritteuse oder alternativ in einem kleinen Topf erhitzen
Darin die Chips goldgelb beim ständigen rühren frittieren
Die goldgelben Chips mit einer Schaumkelle rausholen, auf Küchenpapier legen und salzen
Für den Backofen
Backofen auf ca. 180°C vorheizen
Die Bananen scheiben auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen und mit Öl bepinseln
In Backofen für ca. 15 min. schieben bis die Chips goldgelb sind
Wenn man In Kamerun von Couscous redet, dann ist es was ganz Anderes als was man hier in Deutschland und manchen Teilen der Welt unter Couscous versteht. In Kamerun ist Couscous, dass was in viele anderen Westafrikanische Länder auch als Fufu genannt wird. Also eine Stärkenhaltige Klößen Art. Couscous wie Fufu gibt es deshalb in viele Varianten: Couscous de maïs aka Fufu aus Maismehlcouscous, Couscous de mil d.h Hirsencoucous, Coucous de riz-Reiscoucous… In Kamerun ist Fufu meistens die Bezeichnung von Couscous de Manioc, also Couscous aus Maniokmehl. Ein bisschen kompliziert nicht wahr? Aber für mich als Kamerunerin simpel wie “Guten Morgen”. Der Couscous als solcher wird in Kamerun und westafrikanischem Raum als “Couscous Algérien” genannt. Also Algerischer Couscous/orientalischer Couscous.
Der Couscous de maïs hat mich mein ganzes Leben lang begleitet. Ich bin in Loum aufgewachsen und bin aber aus der Stamm der Bamoun/Bamun, ein kleines Königreich in westen Kameruns. Das Volk der Bamun ist bekannt für seine Expertise und seine Vorliebe zu Couscous de mais genannt, Pêhn in Bamun Sprache. Daher wurde ich, seit ich denke kann immer mit Couscous de mais assoziiert, sobald mein Gegenüber meine Herkunft erfahren hat. Also Zeit diese angeborene Expertise mit Dir zu teilen.
Von Meiner Mutter habe ich gelernt wie man den besten Pêhn/Couscous de mais/Fufu aus Maismehl der Welt macht. Um das Hinzubekommen, ist die Qualität der Maiskörner entscheidend. Dann werden diese zuerst geschält, dann aus der fast nachten Maiskörner, Mehl gemacht. Es ist noch nicht alles. Dieses Maismehl muss zur richtigen Verhältnis mit Maniokmehl vermischt werden, um später die richtige Konsistenz zu bekommen. Ein richtig guter Pêhn soll leicht nach Mais duften, ist locker und leicht und darf nicht beim Essen an die Finger kleben. Unkompliziert geht auch. Du kannst mit den herkömmlichen Maismehl oder Hartweizengries und das richtige Verhältnis zu Maniokmehl oder alternativ Kartoffelmehl ähnliches Ergebnis bekommen. Das zeige ich Dir wie.
Zutaten
500 g Maismehl oder Hartweizengrieß 1 EL Kartoffelmehl ca. 500 ml Wasser
Maismehl langsam ins Wasser geben und dabei mit einem Schaumschläger gleichmäßig rühren, damit sich kein Klumpen formt, bis ein glatten Teig entsteht
Mit einem Holz Kochlöffel weiter rühren.
Das Kartoffelmehl in etwa 20 ml Wasser auflösen und zum Brei dazu geben
Noch weitere 3 Minuten rühren bis die gewünschte Konsistenz entsteht
Mithilfe einer Kelle aus dem Topf nehmen und in einer Müsli schale Faust große Kugel formen
Zubereitung mit Maniokmehl
Mais- und Maniokmehl trocken gut miteinander vermischen
Das Wasser zum Kochen bringen
Das Herd auf mittlerer Stufe runterdrehen
Die Mehlmischung langsam ins Wasser geben und dabei mit einem Schläger gleichmäßig rühren, damit sich kein Klumpen formt, bis ein glatten Teig/Brei entsteht
Mit einem Holz Kochlöffel weiter rühren bis die gewünschte Konsistenz entsteht
ca. 100ml Wasser zugeben, zudecken und ca. 3-5 Minuten köcheln lassen
Danach noch gut vermengen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist
Mithilfe einer Kelle aus dem Topf nehmen und in einer Müsli schale Faust große Kugel formen
Notes
Das wird heiß serviert zu : Okra Sauce, Spinat, Gari, und, und, und…
Bouillie de Maïs, auch als Corn Pap oder Koukourou bekannt, ist ein cremiger Maisbrei, der traditionell aus einem speziell hergestellten Maismehl zubereitet wird. Die Herstellung dieses Maismehls ist aufwendig und werde ich in einem anderen Beitrag näher erklären. Für mein heutiges Rezept genügt jedoch die fertige Variante, die in Afroshops erhältlich ist.
In meiner Kindheit war Maisbrei ein fester Bestandteil unseres Alltags, besonders in der Kombination BHB (Beignets, Haricots, Bouillie) – ein Klassiker, den jeder, der in Kamerun aufgewachsen ist, kennt. Besonders unvergesslich wurde der Maisbrei für mich während des Ramadans. Zum Iftar (Fastenbrechen) wurde er oft mit frittierten Kochbananen serviert, angereichert mit Erdnussmilch, Reis oder beidem. Es war jedes Mal ein Genuss, nach den langen Fastenstunden eine warme Schüssel Maisbrei zu essen.
Diese Tradition lebe ich bis heute. Wann immer möglich, bereite ich zum Iftar eine Schale Maisbrei zu und bringe so ein Stück Heimat in meinen Alltag zurück. Auch wenn mein Rezept vielleicht bei Dir nicht das Heimatgefühl weckt, lohnt es sich trotzdem auszuprobieren.
Viel Spaß beim Nachkochen und Genießen!
Zubereitung
Ca. 150 ml Wasser in einem Topf geben und erhitzen (nicht kochend heiß). In der Zwischen Zeit, das Maismehl mit etwa 100 ml Wasser zu einer milchigen Konsistenz verrühren
Jetzt die Maismehl -Mischung lm heißen, noch nicht kochendem Wasser geben, das Herd runter drehen und beim ständigen Rühren auf mittlerer Hitze ca. 3 Minuten köcheln lassen.
Zum Schluss den Zucker und ein paar Tropfen Zitronensaft hinzugeben, nochmal gut verrühren.
Et voilà! Bon appétit!
Paf aka Koukourou aka Bouillie de Mais | Maisbrei
Bouillie de mais (auch Paf oder Koukourou genannt), auf Deutsch Maisbrei (oder besser Maispudding?) ist wie der Name schon sagt eine Brei aus einem dafür speziell hergestellten Maismehl.
4EL Maismehl speziell für Brei (aus den Afroshops)
2-3ELZucker nach Geschmack
ein paar Tropfen Zitronensaft
500mlWasser
Method
Maismehl anrühren:
In einer kleinen Schüssel das Maismehl mit etwas kaltem Wasser glatt rühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind.
Brei kochen:
In einem Topf die ca. 500 ml Wasser zum Kochen bringen.
Die angerührte Maismehlmischung langsam ins kochende Wasser gießen, dabei ständig mit einem Schneebesen oder Holzlöffel rühren, um Klumpen zu vermeiden.
Brei eindicken lassen:
Die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren und den Brei unter ständigem Rühren etwa 5–7 Minuten köcheln lassen, bis er eine dickflüssige Konsistenz erreicht. Falls der Brei zu dick ist, etwas mehr heißes Wasser hinzufügen.
Zitronensaft und Zucker hinzufügen:
Den Topf vom Herd nehmen und den Zitronensaft sowie den Zucker einrühren. Abschmecken und nach Belieben die Süße anpassen.
Servieren:
Den Bouillie heiß genießen, traditionell zusammen mit Beignets oder als eigenständigen Snack.
Tipp: Für eine extra cremige Konsistenz kannst du vor dem Servieren einen Schuss Kokosmilch oder Kondensmilch hinzufügen. Bon appétit!
Notes
Tipp: Für eine extra cremige Konsistenz kannst du vor dem Servieren einen Schuss Kokosmilch oder Kondensmilch hinzufügen. Bon appétit!Bon appétit!Fadi♥
Die afrikanische Pistazie (auch bekannt als Pistache africaine oder egousi/egusi auf Englisch) ist der Samen bestimmter Arten von Kürbisgewächsen, die hauptsächlich in tropischen, westlichen Afrikas aufwachsen. Diese Kürbisart ist sehr beliebt, dank ihrer hohen Gehalt an Öl und Protein.
In Kamerun und westafrikanischer Raum ist ihrer Verwendung in der Küche sehr vielseitig.
Die belietesten Gerichte aus Pistache sind Mets de pistache oder auch als Ngôndo’o bekannt und Sauce Pistache.
Mets de Pistache ist eine Art Kuchen aus Pistache, das traditionnel in Bananen Blätter gedämpft werden.
Die beste Mets de pistache, die ich jemals gegessen habe, sind die von meiner Oma mütterlicher Seite. Damals, wenn wir zu Besuch da waren, gab es immer mets de pisatache (in Bamoun Sprache Mbouo Nji’i) mit Yamswurzel, Bobolo oder Brot. Was für schöne Erinnerungen!
Ich habe sie damals so oft bei der Zubereitung beobachtet und teile mit Dir das Rezept, wie ich es in Erinnerung habe und es würde sogar wie damals bei Oma schmecken, wenn ich sie in frische Bananen Blätter zubereiten würde.
Bei Meinem Rezept verwende ich Backpapier anstatt von Bananen Blätter, da ich keine hier gefunden habe.
Traditionell wird mets de Pistache mit viel Fleisch und/ oder Fisch zubereitet. Ohne Fleisch schmeckt sie auch fast genauso gut. Also für Vegetarier ebenso eine Köstlichkeit.
Zutaten
300g Kürbiskerne getrocknet Ca. 500g Fleisch oder Fisch 2 Eier 1TL Pfeffer S&W Getrockneten Crevetten (optional) Salz 2EL Magic Sauce Wasser
Zubereitung
Das Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden und in einem Topf mit Salz, Magic Sauce und Wasser geben und Kochen. Danach beiseite Stellen
Die Kürbiskerne waschen, in einem Mixer mit Pfeffer und nur so wenig Wasser wie nötig geben. Das ganze zu einer Brei mixen, in einer Schüssel geben und ca. 20 Minuten ziehen lassen Danach die Püree salzen und die Eier dazugeben. Gut rühren, sodass die Eier sich mit der Brei gut vermischen
Die getrockneten Crevetten, das gekochte Fleisch und etwas von Fleischjus dazugeben. Das ganze gut vermischen, abschmecken und bei Bedarf mehr von der Fleischjus zugeben.
In Der Zeit, ein Teller oder einen kleineren Topfdeckel im einem größeren Topf legen, mit Wasser bedecken und zum Kochen bringen
Eine Schüssel zuerst mit Alufolie, dann mit Backpapier bedecken, dann mit der Mischung füllen und zuschnüren.
Die Päckchen im Topf legen und zugedeckt ca. 45 Minuten kochen. Hin und wieder das Wasser zugießen
Dann der fertige Kuchen aus der Folie nehmen und heiß servieren.
Das Ganze als Video
Et Voilà! Bon appétit!
Mets de Pistache | Ngônd’a
Die afrikanische Pistazie (auch bekannt als Pistache africain oder egousi/egusi auf Englisch) ist der Samen bestimmter Arten von Kürbisgewächsen, die hauptsächlich in tropischen, westlichen Afrikas aufwachsen. Diese Kürbisart ist sehr beliebt, dank ihrer hohen Gehalt an Öl und Protein.
In einem Topf mit Salz, Magic Sauce und Wasser geben und Kochen
Die Kürbiskerne waschen, in einem Mixer mit Pfeffer und nur so wenig Wasser wie nötig geben.
Das ganze zu einer Brei mixen, in einer Schüssel geben und ca. 20 Minuten ziehen lassen
Danach die Püree salzen und die Eier dazugeben. Gut rühren, sodass die Eier sich mit der Brei gut vermischen
Die getrockneten Crevetten, das gekochte Fleisch und etwas von Fleischjus dazu und das ganze gut vermischen, abschmecken und bei Bedarf mehr von der Fleischjus zugeben
Ein Teller oder einen kleineren Topfdeckel im einem größeren Topf legen, mit Wasser bedecken und zum Kochen bringen
Eine Schüssel zuerst mit Alufolie, dann mit Backpapier bedecken, dann mit der Mischung füllen und zuschnüren.
Weiter bis alle Päckchen geschnürt sind.
Die Päckchen im Topf legen und zugedeckt ca. 45 Minuten kochen. Hin und wieder das Wasser zugießen.
Dann der fertige Kuchen aus der Folie nehmen und heiß servieren, fertig.
Notes
Mein Tipp für DichDer kleine Topfdeckel im Topfboden verhindert, dass das Essen verbrennt sollte man vergessen das Wasser rechtzeitig zuzugießen.Dazu kam Miondo, Bobolo, Yamswurzeln, Maniok… serviert werden Bon appétit!Fadi♥
Beignets-Haricots – der Star der kamerunischen Küche
Wer Kamerun kennt, kennt sie: Beignets-Haricots (BH), ausgesprochen “B-Asch”, oder in der erweiterten Variante BHB mit Bouillie. Diese köstliche Kombination ist ein fester Bestandteil der kamerunischen Gastronomie und passt zu jeder Mahlzeit – ob zum Frühstück, Mittagessen, Abendessen oder einfach zwischendurch.
Besonders beliebt sind die frisch frittierten Teigbällchen, direkt aus dem heißen Öl, serviert mit würzigem Bohneneintopf, gebratenem Fisch oder Hähnchen. Jede Familie hat ihre ganz eigene Mami Makala, die für ihren unvergleichlichen Teig bekannt ist.
Auch in der westafrikanischen Diaspora bleiben Beignets unter Namen wie Makala, Puff Puff oder Mikaté ein beliebter Snack. Jeder hat sein eigenes Rezept – oft mit einer geheimen Zutat, die den Teig besonders macht.
Lust bekommen? Dann probier es selbst aus – vielleicht hast du das perfekte Händchen dafür! Viel Spaß beim Nachkochen!
Beignets – Kamerunische Krapfen
Wer in Kamerun aufgewachsen oder schon mal da war kennt sie: die Beignets Haricots oder noch liebevoll BH (wird B-Asch ausgesprochen).
In einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Trockenhefe und Salz vermischen. Nach und nach das lauwarme Wasser hinzufügen und alles mit den Händen oder einem Kochlöffel zu einem glatten, klebrigen Teig verrühren. Der Teig sollte weich, aber nicht flüssig sein – etwa die Konsistenz von Spätzleteig haben.
Teig gehen lassen:
Die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch oder Frischhaltefolie abdecken und den Teig an einem warmen Ort 1 bis 2 Stunden ruhen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.
Frittieröl vorbereiten:
In einem tiefen Topf oder einer Fritteuse das Frittieröl auf etwa 170–180 °C erhitzen. Die Temperatur lässt sich mit einem Holzlöffel testen: Steigen kleine Bläschen an dessen Rand auf, ist das Öl heiß genug.
Beignets formen:
Mit den Händen oder einem Esslöffel kleine Portionen des Teigs abnehmen, in die Handfläche legen und mit Daumen und Zeigefinger zu kleinen Kugeln formen – sie müssen nicht perfekt rund sein.
Frittieren:
Die Teigkugeln vorsichtig in das heiße Öl gleiten lassen. Darauf achten, den Topf nicht zu überfüllen, damit die Beignets genügend Platz zum Aufgehen haben. Die Beignets goldbraun frittieren und dabei gelegentlich wenden.
Mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Servieren:
Heiß servieren – am besten mit Haricots (rote Bohneneintopf)!Die Beignets können auch pur genossen werden oder mit Puderzucker, Honig oder Marmelade serviert werden.
Notes
Mein Tipp für Dich:Die Beignets können pur genossen werden oder mit Puderzucker, Honig, Marmelade oder mit einer Scharfe Chilisauce serviert werden. Traditionell werden die Bällchen in Kamerun mit Haricots ( Bohneneintopf) und Bouillie (gesüßte Maisbrei) serviert.Bon appétit!Fadi♥