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béwolè

Béwolè sauté| Blattamaranth Pfanne


Béwolé, auch bekannt als Biteku teku oder Blattamarant, ist eine grüne Blattpflanze, die in der Küche vieler afrikanischer Länder eine wichtige Rolle spielt. Die Pflanze gehört zur Amarant-Familie und ist besonders in Kamerun, in der Demokratischen Republik Kongo und anderen Regionen Zentralafrikas beliebt. Ihre Beliebtheit hat nicht nur mit ihrem köstlichen Geschmack zu tun, sondern auch mit ihrem enormen Nährstoffgehalt und ihrer Vielseitigkeit in der Küche. In diesem Beitrag schauen wir uns an, was Béwolé so besonders macht, warum es gesund ist, und wie es traditionell zubereitet wird.

Was ist Béwolé?

Béwolé ist eine grüne Blattpflanze, die leicht an Spinat erinnert, jedoch einen kräftigeren Geschmack hat. Die Pflanze gedeiht in tropischem Klima und wird häufig auf kleinen Farmen und in Gärten angebaut, da sie relativ anspruchslos ist und schnell wächst. In Kamerun und den umliegenden Regionen ist Béwolé neben Ndolè als „Königin des Grüns“ bekannt und zählt zu den alltäglichen Nahrungsmitteln, die oft in Form von Eintöpfen oder Saucen zubereitet werden.

Ernährung und gesundheitliche Vorteile von Béwolé

Béwolé ist ein wahres Kraftpaket an Nährstoffen. Die Blätter sind reich an Vitaminen und Mineralien wie Vitamin A, Vitamin C, Kalzium und Eisen. Vor allem Vitamin A und Eisen sind in afrikanischen Ländern von großer Bedeutung, da Mangelerscheinungen an diesen Nährstoffen häufig vorkommen.

  • Vitamin A: Essenziell für ein gesundes Immunsystem, Haut und Augen.
  • Vitamin C: Fördert die Eisenaufnahme und stärkt das Immunsystem.
  • Eisen: Bekämpft Müdigkeit und fördert die Bildung roter Blutkörperchen.

Béwolé ist zudem eine ausgezeichnete Quelle für Antioxidantien, die helfen, zelluläre Schäden zu bekämpfen und entzündungshemmend wirken. Diese gesundheitlichen Vorteile machen die Pflanze nicht nur für Menschen in Afrika, sondern weltweit interessant.

Traditionelle Zubereitung von Béwolé

Die traditionelle Zubereitung von Béwolé variiert je nach Region und Kultur. Die gängigste und beliebteste Methode, die ich oft anwende, ist das Sautieren mit nur wenigen zusätzlichen Zutaten. Zunächst werden die Blätter sorgfältig von den Stängeln getrennt, grob gehackt, gründlich gewaschen und anschließend in leicht gesalzenem, kochendem Wasser weichgekocht. Danach werden sie häufig mit Zwiebeln, Tomaten und Knoblauch in etwas Öl angedünstet. Eine beliebte Variante ergänzt diese Zutaten mit Erdnüssen, um den Geschmack zu intensivieren. Oft wird rotes Palmöl verwendet, um dem Gericht eine besondere Geschmacksnote und Farbe zu verleihen.

Moderne Interpretationen und globale Trends

In jüngerer Zeit findet Béwolé auch außerhalb Afrikas Anklang, insbesondere in der veganen und vegetarischen Küche, wo Blattamarant als Superfood geschätzt wird. Der Anstieg der Beliebtheit von Pflanzen wie Grünkohl und Spinat in Europa und Nordamerika hat auch das Interesse an weniger bekannten, nährstoffreichen Pflanzen wie Béwolé geweckt. In Smoothies, Salaten und sogar als Ofen- oder Pfannengemüse kann Béwolé auch in westlichen Küchen als Alternative oder Ergänzung zu anderen Blattgemüsesorten dienen.

Fazit

Béwolé, Biteku teku oder Blattamarant ist mehr als nur ein Nahrungsmittel – es ist ein Teil der afrikanischen Kultur und eine nährstoffreiche Pflanze mit einer langen Tradition und Geschichte. Mit einem Geschmack, der vielseitig einsetzbar ist, und einer beeindruckenden Liste gesundheitlicher Vorteile sollte Béwolé in keiner Küche fehlen. Besonders für Menschen, die sich bewusst und nährstoffreich ernähren möchten, bietet Béwolé eine spannende und gesunde Abwechslung zu klassischem Blattgemüse.


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béwolè

Béwolè sauté | Sautierte Blattamaranth

Temps de préparation 40 minutes
Temps de cuisson 20 minutes
Portions: 4
Type de plat: Gemüse, Sauce
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • Ca. 3 kg frische Amaranth Blätter (alternative ca. 700g tiefgefrorenen)
  • 10-12 Roma Tomaten
  • ca. 2 EL vorgekochten Tomaten (oder 2 mittelgroße frische Tomaten)
  • 1 Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • ca. 50 ml Speiseöl zb. Rapsöl
  • 2 El Manjanga/Crayfisch (Optional)
  • 1 El Magic Sauce 
  • 1 TL Kaiser Natron
  • 1-2 frische Chilischoten (Optional)
  • Salz

Method
 

  1. Die Béwolé-Blätter zunächst von den Stängeln zupfen, grob hacken und gründlich waschen In einem Topf Wasser mit etwas Salz zum Kochen bringen, die gehackten Béwolé-Blätter und etwa 1 TL Natron hinzugeben, um die grüne Farbe der Blätter zu erhalten. Die Blätter ca. 10 Minuten kochen, bis sie weich sind, dann in ein Sieb abgießen und sofort mit kaltem Wasser abschrecken. Anschließend das Wasser aus den Blättern ausdrücken und beiseitestellen.
  2. Wer küchenfertige Béwolé (erhältlich in vielen Afroshops) verwendet, muss das Gemüse nach dem Auftauen lediglich mit frischem kalten Wasser abspülen und anschließend ebenfalls gründlich ausdrücken.
  3. Das Öl in einer Pfanne oder einem großen Topf erhitzen, dann die gehackten Zwiebeln und gepressten Knoblauchzehen darin anbraten, bis sie glasig sind. Optional kann jetzt die Manjanga hinzugegeben und etwa 1 Minute mitgebraten werden.
  4. Die halbierten Roma-Tomaten hinzufügen und weitere 5 Minuten braten, bis die Tomaten zu zerfallen beginnen. Nach Wunsch 1 TL Magic Sauce, 1 bis 2 frische Chilischoten und 2 EL vorgekochte, gehackte Tomaten hinzugeben und alles gut verrühren. Nun die vorbereiteten Béwolé-Blätter dazugeben, alles gründlich vermischen und weitere 5 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Zum Schluss abschmecken und mit einer Beilage nach Wahl servieren und genießen.

Notes

Dieses einfache, aber köstliche Gericht wird oft mit Yams, Fufu oder Maniok gegessen.
Bon appétit!
Fadi

Pakchoi_heilbutt

Einfaches Familienrezept mit Pak Choi und köstlichem Heilbutt


Was ist eigentlich Pak Choi?

Heute unternehme ich erneut einen kleinen Exkurs in die asiatische Küche.

Pak Choi, auch Chinesischer Senfkohl oder Blätterkohl genannt, ist ein asiatisches Gemüse mit zarten grünen Blättern und knackigen weißen Stielen. Ursprünglich aus Asien stammend, hat es seinen Weg in die deutsche Küche gefunden. Der leicht nussige Geschmack erinnert an Mangold. Pak Choi lässt sich braten, grillen, dünsten, blanchieren oder roh verzehren. Er gibt gebratenem Gemüse eine asiatische Note und harmoniert gut mit Kokosmilch in Currys. Mit nur etwa 12 Kalorien pro 100 Gramm ist Pak Choi kalorienarm sowie reich an Kalzium und Vitaminen. Auf jeden fall eine Bereicherung in viele Gemüsepfannen.

Pakchoi_heilbutt

Wer ein schnelles, einfaches und dennoch köstliches Rezept sucht, wird hier fündig. Es erfordert relativ wenige Zutaten und Arbeitsschritte, doch kann sich das Ergebnis sehen und schmecken lassen. Zudem eignet sich das Rezept aufgrund seiner Leichtigkeit hervorragend für heiße Tage.

Ein weiterer Vorteil dieses Rezepts ist seine Flexibilität für verschiedene Ernährungsweisen, da die Sauce vollständig vegan und glutenfrei ist. Für diejenigen, die eine tierische Komponente wünschen, bietet der köstliche Heilbutt eine hervorragende Ergänzung.

Ein Rezept, das die ganze Familie begeistern wird. Versucht es selbst und ihr werdet es lieben!

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Pakchoi_heilbutt

Pak Choi-Gemüsepfanne mit Heilbutt

Temps de préparation 10 minutes
Temps de cuisson 20 minutes
Temps total 30 minutes
Portions: 4
Type de plat: Sauce
Cuisine: asiaatisch, cuisine du monde

Ingrédients
  

  • Ca. 500 g Pak Choi
  • ca. 200 g braune Champignons
  • Je 1 gelben und roten Paprika
  • Ca. 500 g Frische Brokkoli
  • 1 große Zwiebel
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 1 kleines Stück Ingwer gerieben
  • 1-2 TL Kartoffelmehl
  • Ca. 2 EL Sesamöl
  • Ca. 4 EL Rapsöl
  • 2-3 EL Sojasauce
  • Salz
Fisch
  • 1/2 Heilbutt Filet
  • 1/2 TL Pfeffer (s&w)
  • 1/2 TL Fischgewürze
  • 1/2 TL Magic Sauce 
  • 1 EL Rapsöl

Method
 

  1.  Zuerst den Pak Choi in Streifen schneiden und dann waschen und abtropfen lassen.
    Dann alle andere Gemüse wie Paprika, Zucchini, Karotten in feine Streifen schneiden, Brokkoli in Röschen und die Pilze halbieren.
  2. In einem Wok Sesamöl und Rapsöl geben hinterher die fein geschnittenen Zwiebeln, den Knoblauch, Salz, Champignons Sojasauce und den geriebenen Ingwer hineingeben, gut vermischen und für ca. 2 Minuten anbraten
  3. Jetzt in Streifen geschnittenen Paprika, die Brokkoli Röschen und das Pakchoi hinzugeben und gut miteinander verrühren. Zudeckt ca. 5 Minuten köcheln lassen.
  4. In der Zeit 1-2TL Kartoffelmehl mit etwas einer halben Tasse kaltem Wasser verrühren und der Sauce hinzufügen um diese zu verdicken. Gut verrühren und ca. eine Minute köcheln lassen.
Heilbutt anbraten
  1. In Heilbutt mit kalten Zitronen-Wasser waschen und gut mit Küchenpapier abtupfen. Dann Pfeffer (s&w) in einem Mörser frisch mahlen und in einer Schüssel zusammen mit Salz, Rapsöl, etwas Magic Sauce und Fischgewürze zu einer leckeren Marinade verrühren und damit den Fisch überall einreiben.
  2. Dann in eine Pfanne mit etwas Rapsöl auf beiden Seiten anbraten bis es gar ist.
    Dann zusammen mit der Pak Choi-Gemüsepfanne und mit Reis als Beilage servieren und heiß genießen!

Notes

Bon appétit!
Fadi

dorade

Im Ofen gegrillte Dorade zu Ofen Gemüse und Kartoffeln


Habe ich eigentlich schon einmal erwähnt, wie sehr ich Fisch liebe? Dann wiederhole ich nur zu gerne: Ja, ich esse liebend gerne Fisch. Am liebsten esse ich mein Fisch in ganzer Form mit Kopf, Schwanz, Flossen und Gräten. Leider bin in letzter Zeit nicht mehr oft dazu gekommen, selbst Fisch zuzubereiten. Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich während meines letzten Urlaubs so viel Fisch und Meerestiere gegessen habe und sich bei mir in dieser Hinsicht für paar Wochen ein Sättigungsgefühl eingestellt hat.

Vor ein paar Tagen kam mein Mann von seinem wöchentlichen Einkauf nach Hause und brachte dabei diese Prachtstücke von ganzen Doraden mit. Und sieh da, die Lust nach Fisch war wieder zurückgekehrt. Ich wusste sofort genau, was ich daraus zaubern möchte. Was mir noch vorerst noch nicht klar war, welche Beilage ich dazu servieren soll.

dorade

An einem heißen sommerlichen Tag möchte man schließlich nicht unbedingt lange in der Küche stehen. Außerdem hat man oft an solchen Tag eher Lust auf leichte Kost. Also standen eigentlich nur noch Salat und Gemüse zur Auswahl. Ich habe mich für letzteres entschieden, weil dann die Beilage auch eine vollständige Mahlzeit für die Vegetarier/Veganer in unserer Familie eine Mahlzeit bietet. Da Gemüse allein vielleicht für sie doch etwas zu leicht wäre, habe ich ein paar Kartoffeln dazu dazu gegeben, um das Ganze ein bisschen nahrhafter zu machen.

Schnell war das Gemüse geschält und in Stücke geschnitten, während meine vorher geputzten Doraden schön in meiner leckeren Marinade aus Magic Sauce ruhten. Die schönen bunten Farben des Gemüses machten schon bei der Zubereitung richtig Spaß und das Anschauen weckten in mir bereits einen großen Appetit. Wenn es jetzt schon so lecker aussieht, wusste ich gleich: Es wird wunderbar schmecken.

dorade

Meine Bemühungen fruchteten erneut in einem Erfolg. Für jeden war etwas dabei und allen Familienmitgliedern hat es super geschmeckt. Für mich war es zudem eine Erleichterung, denn ich musste nicht so lange in der Küche stehen, um die ganze Familie mit ihren unterschiedlichen Neigungen und Vorlieben mit mehreren Gerichten zu bekochen, wie dies sonst oft der Fall ist. Dann hätte mir das Kochen so an einem heißen Tag nicht so viel Freude bereitet.


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dorade

Im Ofen gegrillte Dorade zu Ofen Gemüse und Kartoffeln

Temps de préparation 25 minutes
Temps de cuisson 45 minutes
Temps total 1 heure 10 minutes
Portions: 4
Type de plat: Beilage, Gebackenes, Hauptgericht
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 3-4 Mittelgroße gefrorene Dorade
  • 3-4 kleine Zucchini
  • 1 rote Paprika
  • 1 gelbe Paprika
  • 4-5 kleine Karotten
  • 1 Zwiebel
  • ca. 300 g Kartoffeln
  • 1 Zitrone
  • 4 El Magic Sauce
  • ca. 50 ml Speiseöl
  • ca. 100 ml Wasser
  • Salz
  • Kräutersalz

Method
 

  1. Die Doraden nach Anleitung auftauen, dann mit lauwarmem Wasser reinigen und ca. 15 Minuten in kaltem Wasser legen und mit der Saft einer Zitrone begießen
  2. Danach den Fisch aus dem Wasser herausnehmen, mit einem Küchenpapier trocken abtupfen und tiefe Quereinschnitten in das Fleisch machen, damit die Marinade später besser einwirkt
  3. Die Doraden mit Salz, Speiseöl und 3 EL Magic Sauce gut und überall einreiben und zugedeckt marinieren lassen
  4. Dann die Kartoffeln und die Karotte schälen, in ähnlich große Stücke schneiden, in einem Topf mit Salz, Wasser, 1 EL Magic Sauce und etwas Öl geben. Gut vermischen und ca. 10 Minuten kochen lassen und danach aussieben
  5. In der Zeit Paprika, Zucchini und Zwiebeln putzen und in gleich großen Stücken schneiden, in einer Schüssel geben, mit Kräutersalz, Speiseöl vermischen, auf einer Backofenplatte legen und im vorgeheiztem Backofen schieben
  6. Den gut marinierten Fisch auf einer anderen Backofenplatte legen, unter der Gemüseplatte ebenfalls im Backofen schieben und alles für ca. 45 Minuten zuerst auf Umluft garen.
  7. Die vorgekochten Kartoffeln vor Ende der Garzeit mit dem Gemüse vermischen und weitere 10 Minuten auf Grillfunktion grillen
  8. Im Backofen die Dorade Platte mit der Gemüseplatte den Platz vertauschen und die Dorade ebenfalls ca. 10 Minuten auf aller Seiten auf Grillfunktion grillen.
  9. Das Gemüse und die Dorade auf getrennter Platte bzw. Schüssel servieren, mit Chez Fadi's Magic Sauce und/oder Hot&Spicy servieren und genießen.

Notes

Bon appétit!
Fadi

Njapche

Pèhn-Njapche| Fufu mit Schwarzer Nachtschattenblätter Sauce


Zuerst gibt es einen kleinen Exkurs über eine vermeintlich giftige Pflanze. Der schwarzer Nachtschatten, wissenschaftlich Solanum nigrum genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Nachtschatten (Solanum).

Als ich mich zum ersten Mal mit den genaueren Details dieser Pflanzen auseinandersetzte, musste ich zu meinem Entsetzen feststellen, dass auf vieler Internetseiten die Pflanzen als giftig oder sogar sehr giftig eingestuft wurde. Darüber konnte ich nur meinen Kopf schütteln, denn seit ich denken kann, haben wir in Kamerun immer die Pflanzen konsumiert und zwar ohne groß darüber nachzudenken. Vergiftet hat sich dabei keiner!

PehnNjapche

In Kamerun ist diese Pflanze als Blattgemüse unter vielen Namen bekannt. Unter anderem wird sie mit Njama-Njama oder Légumes du village benannt und ist dabei bei fast allen sehr beliebt. Eine der bekanntesten Bezeichnung aus meinem Volk, die Bamun, ist Njapche. Diese Köstlichkeit wird bei uns fast immer mit Pèhn (Mais Fufu) serviert und so entsteht mit dieser Kombination das berühmt berüchtigte Pèhn-Njapche, das Volksgericht der Bamun. Wenn den meisten Kamerunern die Klassifikation der Ethnien nach ihrem typischen Gericht gefragt würde, dann würde bei den Bamun höchstwahrscheinlich am meisten dieses Gericht genannt werden.

Die Blätter der schwarzen Nachtschatten sind dem des Spinats sehr ähnlich. Geschmacklich besteht jedoch ein kleiner Unterschied. Während der Spinat etwas leichter und zarter schmeckt, hat der schwarzer Nachtschatten einen kräftigeren und etwas bittereren Geschmack. Er muss vor der Zubereitung sorgfältig gereinigt werden, um die Bitterstoffe zu entfernen und die Blätter zarter zu machen.

Als eine gute Bekannte mir diese köstlichen Blätter frisch aus ihrem Garten schenkte, habe ich vor Freude fast geweint. Es war eine Ewigkeit her, seit ich das letzte Mal dieses geliebte Gericht aus meiner Heimat gegessen habe. Genauer gesagt liegt das bereits ganze siebe Jahre zurück. Ich habe mich gleich an die Zubereitung gemacht als das Paket über den Postweg eintraf, wollte ich die wertvollen Blätter so schnell wie möglich kochen und mich davon satt essen.

Wie bei vielen Gerichten gibt es auch bei der Zubereitung von Njapche viele verschiedene Varianten. Ich habe mich bewusst für die traditionelle Weise nach dem Rezept meiner Großmutter entschieden. Diese wird ohne Zugabe von Fleisch oder Fisch mit Palmöl und Egusi zubereitet. Diese Variante schmeckt mir am Besten, erstens, weil die Zubereitung sehr einfach ist sowie auch sehr wenig Zutaten benötigt und zweitens, weil es so viele schöne Erinnerungen in mir weckt.

PehnNjapche

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Pèhn Njapche| Mais Fufu mit Schwarzer Nachtschattenblätter

Temps de préparation 30 minutes
Temps de cuisson 45 minutes
Temps total 1 heure 15 minutes
Type de plat: Gemüse
Cuisine: Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 1 kg frische Schwarze Nachschattenblätter alternative Biteku Teku oder Spinat
  • 100 g Egussi
  • 200 g frische Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 3 El Palmöl
  • ca. 200 ml Wasser
  • Salz
  • 1 TL Hot&Spicy
Für den Fufu
  • 200 g Hartweizengries
  • ca. 400 ml Wasser
  • 1 EL Kartoffelmehl

Method
 

  1. Die Blätter des schwarzen Nachtschatten aus den Stangen vorsichtig auslesen, daraus hangerechten Bund machen und fein hacken
  2. In ein Schüssel geben mit Salz und mit der Hand aneinander reiben bis es anfängt zu schäumen. Wasser dazugeben, herausspülen und noch eins bis zwei mal wiederholen, bis es nicht mehr schäumt. Dann gut das Wasser daraus pressen und beiseite stehen lassen
  3. Zwiebeln und Tomaten grob schneiden. Das Palmöl in einem Topf geben und die gehackte Zwiebeln und Tomaten und gepresste Knoblauchzehen hinzugeben und gut vermischen und ca. 2 Minuten dünsten
  4. Das Gereinigte Blattgemüse dazu geben, alles gut vermischen und ca. 5 Minuten andünsten. Danach etwas Wasser dazu gießen, zugedeckt und ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln
  5. In der Zeit, die Egusi Kerne trocken mahlen, den so entstandenen Pulver mit Wasser vermischen, bis zu einer dicken Konsistenz. Mit etwas Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und Hot&Spicy abschmecken und gut vermischen. Dann kleine Teigmenge mit dem Löffel entnehmen und zum Gemüse darauf legen zugedeckt ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln. Dann gegen Ende das ganze miteinander gut vermischen
Fufu
  1. Das Wasser in einem Topf geben und zum Kochen bringen, dann Herd herunterdrehen und den Hartweizengries bei regelmäßigen Rühren nach und nach gießen und gut verrühren, bis eine gute Fufu Konsistenz entsteht.
  2. Den Kartoffelmehl mit 3 EL kaltem Wasser vermischen und zum Fufu dazu geben. Gut vermischen, etwas Wasser dazu geben und weiter verrühren.
  3. Den Fertigen Fufu mit dem Blattgemüse servieren und heiß genießen

Notes

Wer keine schwarzen Nachtschattenblätter parat hat, kann dies durch Spinat oder Grünkohl ersetzen.
Bon appétit!
Fadi

Folong/Biteku Teku sauté | Sautierten Blattamaranth


Die Westafrikanische Küche ist reich an Blattgemüsesorten wie Bitter Leaves, auch bekannt als Ndolè, Kpwem (Manioc Blätter), Eru, um nur diese aufzuzählen.

Folong/Biteku Teku oder auch bekannt unter den Namen Blattamaranth, gehört zu dieser Blattgemüsevielfalt. Folong ist eine Art Spinat (manche meinen dazu Wildspinat), welche sehr oft in der Westafrikanischen in allgemeinen und insbesondere in der Kamerunischen Küche vorkommt.

Dieses Gemüse lässt sich auf viele Arten zubereiteten und ist dabei sehr gesund, da es reich an vielen wertvollen Vitaminen und Mineralestoffen ist. Genau das Richtige in der kälteren Jahreszeit, wenn unser Körper besonders viele Nährstoffe braucht, um gesund durch den Winter zu kommen.


 Oft wird Folong hierzulande von Spinat ersetzt, da es dem Spinat sehr ähnelt. Am häufigsten wird es in Suppen oder Eintöpfe hinzugegeben. Folong kann alleine oder mit Fisch bzw. Fleisch zubereitet werden sowie zu verschieden Beilagen serviert werden. Sautiert serviere ich gerne dazu gedämpfte Kochbananen.


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Folong

Folong | Biteku Teku | Blattamaranth

Temps de préparation 10 minutes
Temps de cuisson 15 minutes
Portions: 2
Type de plat: Gemüse
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 500 g Küchenfertige Folong
  • 1 Zwiebel
  • 1 Lauchzwiebel
  • 2 Kleine Tomaten
  • 1/2 Chili oder Scotch bonnet
  • 3 Knoblauchzehen
  • 100 ml Speiseöl
  • 1 TL Magic Sauce
  • Salz

Method
 

  1. Den küchenfertigen Folong noch einmal mit kalten Wasser waschen, das Wasser gut herauspressen und bereit stellen
  2. Tomaten und Lauchzwiebeln gut abwaschen und und in Stücke Schneiden
  3. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken
  4. Das Öl in einer Pfanne geben, gehackten Zwiebel, Knoblauch und Salz hinzugeben und ca. 2 Minuten andünsten
  5. Danach die geschnittenen Tomaten und Lauchzwiebeln hinzugeben, ca. 5 Minuten bei regelmäßigen Rühren rösten
  6. Danach das Folong hinzugeben, Magic Sauce und Den Chili noch dazu, gut vermischen und zugedeckt ca. 5 Minuten garen. Noch einmal abschmecken und genießen

Notes

Ich empfehle dazu gedämpften gelben Kochbananen, gedämpfte Süßkartoffeln oder Yam.
Bon appétit
Fadi♥