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Ramadan – Ein Monat des Fastens, der Rückkehr zu sich selbst und der Schönheit des Miteinanders

Der Fastenmonat Ramadan ist für mich jedes Jahr wie eine Einladung, bewusst langsamer zu werden. Der Alltag tritt ein Stück zurück, das Außen wird leiser – und gleichzeitig wird das Innen klarer, präsenter, ehrlicher.

Für viele ist Ramadan in erster Linie ein religiöser Monat. Für mich ist er das auch – aber nicht nur. Er ist ein körperlicher Neustart, ein mentales Sortieren, ein emotionales Ankommen und ein spirituelles Aufblühen. Alles greift ineinander. Alles passiert gleichzeitig.

Und doch war dieser Ramadan anders. Tiefer. Intensiver. Und auch von einem Moment geprägt, der alles verändert hat.

Der Körper: Fasten als bewusster Reset

Fasten bedeutet für mich längst nicht mehr nur den Verzicht auf Essen und Trinken. Es ist ein bewusstes Entlasten. Ein Innehalten. Eine Rückkehr zu dem, was wirklich wesentlich ist.

In den langen Stunden ohne Nahrung passiert etwas Spannendes: Die Wahrnehmung verändert sich.
Ich spüre meinen Atem bewusster. Ich nehme Müdigkeit anders wahr. Und gleichzeitig entdecke ich eine Kraft, die trotzdem da ist – leise, aber konstant.

Und dann dieser Moment am Abend: der erste Schluck Wasser.
So simpel – und doch so kraftvoll. Er bringt eine Dankbarkeit mit sich, die im normalen Alltag oft keinen Platz findet.

Ramadan bringt meinen Körper jedes Jahr zurück in einen natürlicheren Rhythmus.
Ich esse bewusster. Ich höre genauer hin. Ich frage mich nicht nur was ich esse, sondern auch warum.

Es ist, als würde der Körper einmal tief durchatmen dürfen.

Der Geist: Klarheit entsteht im Verzicht

Ramadan ist für mich auch ein mentales Training – vielleicht sogar eines der ehrlichsten.

Es ist die Zeit, in der ich bewusst verzichte. Nicht nur auf Essen, sondern auch auf Impulse, Reaktionen, Gewohnheiten. Ich übe mich in Geduld. In Zurückhaltung. Im Beobachten meiner eigenen Gedanken.

Und genau dort entsteht etwas, das im Alltag oft fehlt: Raum.

Raum, um klarer zu sehen.
Raum, um bewusster zu entscheiden.
Raum, um ruhiger zu werden.

Ich merke jedes Jahr, wie sich mein Denken ordnet. Dinge, die vorher laut waren, verlieren an Bedeutung. Andere, die leise waren, rücken plötzlich in den Vordergrund.

Für mich fühlt sich das an wie ein inneres Aufräumen.
Ein Sortieren. Ein Neu-Ausrichten.

Die Seele: Rückverbindung und echte Tiefe

Ramadan ist und bleibt für mich vor allem ein spiritueller Monat.

Er erinnert mich daran, dass Spiritualität nicht in großen Gesten beginnt, sondern in den kleinen, stillen Momenten:
im Gebet, im Innehalten, im Vergeben, im Loslassen.

Es ist die Zeit, in der ich mir selbst und auch Gott wieder näherkomme.
In der ich reflektiere, dankbar bin, um Vergebung bitte und mich neu ausrichte.

Ich merke, wie gut mir diese Rückverbindung tut.
Wie viel Ruhe sie bringt.
Und wie sehr sie mich erdet.

Für mich ist Ramadan wie ein Zuhause für die Seele – ein Ort, an den ich jedes Jahr zurückkehre, um mich wiederzufinden.

Abschied im Ramadan: Zwischen Trauer und Verbundenheit

Dieser Ramadan hat mir aber auch eine andere, sehr tiefe Seite gezeigt.

Meine liebe Schwiegermutter, mit der ich mich sehr verbunden gefühlt habe, ist in dieser Zeit von uns gegangen.
Auch ihre Beerdigung fand im Ramadan statt. Möge ihre Seele in Frieden ruhen.

Es war ein schmerzlicher Moment. Einer, der innehalten lässt.
Und gleichzeitig hat genau dieser Moment mir noch einmal bewusst gemacht, worum es in diesem Monat wirklich geht: um Vergänglichkeit, um Demut, um das Wesentliche.

Inmitten der Trauer gab es aber auch etwas Verbindendes.
Die Beerdigung hat Menschen zusammengebracht – Familie, die man lange nicht gesehen hatte, vertraute Gesichter, gemeinsame Erinnerungen.

Es sind diese stillen Momente, in denen man spürt:
Selbst in schweren Zeiten liegt etwas Gutes verborgen.

Nicht laut. Nicht aufdringlich.
Aber da.

Das Fest: Wenn aus Verzicht echte Fülle wird

Nach einem Monat des bewussten Verzichts kommt das Fest – und mit ihm eine ganz besondere Form von Fülle.

Dieses Jahr haben wir zwei Tage hintereinander gefeiert. Zwei Tage, die sich fast wie ein kleines Fest des Lebens angefühlt haben.

Das Haus war erfüllt von Düften, von Stimmen, von Lachen.
Es wurde gekocht, serviert, geteilt.

Und ja – ich habe gekocht, als würde ich ein ganzes Dorf versorgen.
Aber genau das liebe ich.

Essen ist für mich nie nur Essen. Es ist Verbindung. Es ist Erinnerung. Es ist Liebe, die man weitergibt.

Ich habe jeden Moment bewusst wahrgenommen.
Weil ich weiß, wie schnell solche Tage vergehen.
Und wie kostbar sie sind.

Was bleibt: Die Kraft der kleinen Gesten

Wenn ich diesen Ramadan in einem Gefühl zusammenfassen müsste, dann wäre es: Dankbarkeit.

Ich wurde in diesen Tagen mit so viel Liebe beschenkt.
Mit Worten. Mit Gesten. Und auch ganz sichtbar – mit Blumen.

Fast jede Vase in unserem Zuhause war gefüllt.
Von meinen Kindern, von ihrem Umfeld und von meinem Mann, der es sich zur Gewohnheit gemacht hat, unser Zuhause das ganze Jahr über mit frischen Blumen zu beleben.

Und genau das hat mich besonders berührt:
Diese kleinen Gesten, die im Alltag vielleicht selbstverständlich wirken, bekommen in solchen Momenten eine ganz andere Tiefe.

Dieser Ramadan war für mich ein Fest des Herzens.
Mit allem, was dazugehört: Freude und Trauer, Nähe und Erinnerung, Stille und Fülle.

Und ich nehme all das mit – ganz leise, ganz bewusst – bis zum nächsten Ramadan, inshallah.


 

Ramadan

Wenn Kalender sich berühren: Warum diese Woche ein seltenes spirituelles Ereignis war

Manchmal gibt es Wochen, die sich anders anfühlen.
Nicht lauter, nicht spektakulärer — eher stiller.
Als würde die Welt für einen Moment etwas weicher werden, obwohl sich eigentlich alles weiterdreht wie immer.

Diese Woche war für mich genau so eine.
Denn etwas Seltenes ist passiert: Ramadan, das chinesische Neujahr und der Beginn der christlichen Fastenzeit fallen in denselben Zeitraum.

Für viele ist das einfach ein spannendes Zusammentreffen im Kalender.
Für mich als Muslimin fühlt es sich nach mehr an.
Nach einem leisen Moment der Verbundenheit zwischen Menschen, die auf ganz unterschiedlichen Wegen nach Sinn, Ruhe und innerer Klarheit suchen.

Ramadan: mein persönlicher Rückzugsort

Ramadan ist für mich nicht einfach nur ein Monat im Jahr.
Er ist ein Ankommen. Ein Innehalten. Ein innerer Raum, den ich jedes Jahr neu betrete.

In dieser Zeit schalte ich bewusst einen Gang runter.
Ich ziehe mich etwas zurück.
Ich reflektiere mehr.
Ich übe Dankbarkeit — auch für die kleinen Dinge.
Ich versuche, mitfühlender zu sein, mit mir selbst und mit anderen.
Und ich lasse Stück für Stück los, was sich zu schwer anfühlt.

Ramadan erinnert mich jedes Jahr daran, dass Spiritualität nicht laut sein muss.
Sie kann leise sein. Sanft. Geduldig.
Wie ein tiefer Atemzug, der Körper und Herz gleichzeitig beruhigt.

Und plötzlich hält die Welt auf ihre eigene Weise inne

Dass zur gleichen Zeit auch das chinesische Neujahr beginnt — ein Fest des Neuanfangs, der Reinigung und des Zusammenseins mit der Familie — hat mich berührt.

Und dass gleichzeitig die christliche Fastenzeit startet, eine Zeit der Besinnung, des Verzichts und der inneren Erneuerung, macht dieses Zusammentreffen für mich noch besonderer.

Drei Traditionen.
Drei Wege.
Drei Kalender.

Und doch ein ähnlicher Rhythmus: innehalten, reinigen, neu beginnen.

Es fühlt sich fast so an, als würde die Welt gemeinsam einmal tief durchatmen — nur jede auf ihre eigene Art.

Was diese Gleichzeitigkeit für mich bedeutet

Ich sehe darin weniger Zufall als Erinnerung.

Eine Erinnerung daran,
dass wir Menschen uns oft ähnlicher sind, als wir denken.
Dass unsere spirituellen Bedürfnisse universell sind.
Und dass jede Kultur ihre eigene Sprache für Hoffnung, Dankbarkeit und Erneuerung gefunden hat.

Während ich faste, weiß ich:
Irgendwo reinigen Menschen ihre Häuser, kommen mit ihren Familien zusammen und starten bewusst neu ins Jahr.
Und anderswo beginnen Menschen eine Zeit des Verzichts, der Reflexion und des Gebets.

Diese Woche hat mir wieder gezeigt, dass wir — trotz aller Unterschiede — oft zur gleichen Zeit nach dem Gleichen suchen:
Ruhe. Sinn. Verbindung. Licht.

💛 Ein persönlicher Wunsch

Ich wünsche mir, dass wir solche seltenen Momente nicht nur als Kalender-Kuriosität sehen, sondern als Einladung:

einander zuzuhören,
voneinander zu lernen,
die Schönheit der Vielfalt wahrzunehmen
und die Gemeinsamkeiten zu feiern, die uns verbinden.

Denn vielleicht fasten wir unterschiedlich, feiern unterschiedlich, beten unterschiedlich —
aber wir hoffen doch alle auf ein besseres Ich und eine ein kleines bisschen bessere Welt.

In diesem Sinne wünsche ich dir eine Zeit voller Ruhe, Klarheit und kleiner Momente des Innehaltens — auf deinem ganz eigenen Weg.
Und wenn du magst, begleite mich hier weiterhin durch Geschichten, Gedanken und Rezepte aus meiner Welt.


 

Ramadan

Ramadan und Passionszeit | Spirituelle Gemeinsamkeiten, Traditionen und Festliche Angebote

Dieses Jahr fällt der islamische Fastenmonat Ramadan mit der christlichen Passionszeit zusammen – eine seltene und bedeutungsvolle Überschneidung zweier spiritueller Zeiten des Innehaltens, des Gebets und der Besinnung. Während Christen in der Passionszeit an das Leiden und die Auferstehung Jesu Christi denken, nutzen Muslime den Ramadan, um sich Gott zu nähern, durch Fasten, Gebet und Wohltätigkeit.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass das Fasten in vielen Kulturen und Religionen eine tiefe Tradition hat. Im Christentum ist es nicht nur eine Zeit des Verzichts, sondern auch eine Phase der inneren Einkehr und Buße. Eine alte Anekdote erzählt, wie Mönche im Mittelalter das Fasten manchmal kreativ umgingen: Sie sollen Bier als flüssige Nahrung betrachtet haben, um die Regeln zu lockern. So entstand das berühmte Starkbier.

Im Islam wird oft von der Gastfreundschaft während des Ramadans erzählt. Eine bekannte Geschichte berichtet von einem Mann, der trotz eigener Armut jeden Abend einen Gast an seinen Tisch einlud. Eines Tages stellte sich heraus, dass sein Gast ein Engel war, der ihn für seine Großzügigkeit segnete.

Dass in diesem Jahr Ramadan und Passionszeit parallel stattfinden, erinnert an die Gemeinsamkeiten beider Traditionen: die Bedeutung von Verzicht, Reflexion und Mitgefühl. Es ist eine Gelegenheit, über den interreligiösen Dialog nachzudenken und Brücken zwischen den Glaubensgemeinschaften zu bauen. Viele Menschen beider Religionen nehmen dies zum Anlass, sich gegenseitig in ihren spirituellen Reisen zu respektieren und einander zu unterstützen.

Vielleicht kann diese besondere Zeit ein Symbol für Gemeinsamkeit und gegenseitiges Verständnis sein – ein Moment, der zeigt, dass spirituelle Werte über Glaubensgrenzen hinweg verbinden.

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Festliche Rabatte: Sparen Sie jetzt zu Ramadan & Ostern!

Große Rabatte bei Chez Fadi – Feiern Sie Ramadan & Ostern mit uns!

Der heilige Monat Ramadan und die besinnliche Passionszeit vor Ostern sind besondere Zeiten des Fastens, der Besinnung und des Miteinanders. Bei Chez Fadi möchten wir diese spirituelle Zeit mit Ihnen feiern – mit tollen Rabatten auf viele unserer Produkte!

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Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Zeit, sei es für den Ramadan Monat oder die Osterfreude!

Herzliche Grüße
Ihr Chez Fadi Team


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Épaule d’agneau Grillée | Gegrillte Lammschulter


Wie schon im vorherigen Beitrag angekündigt, geht es heute um mein obligatorisches Lammfleischgericht anlässlich des Zuckerfestes.

Zum Zucker- und Opferfest gehört Lammfleisch schlicht und ergreifen dazu und das fast immer in gegrillter Form. Und manche Traditionen sollen doch einfach nicht aus der Mode kommen, habe ich da nicht recht? Dieses Jahr sollte dabei auch keine Ausnahme sein, aber zur Abwechslung habe ich dieses Mal wieder eine neue Kombination von Gewürzen ausprobiert.

Das Lammfleisch hole ich mir immer am besten am Vortag des Festes von einer türkischen Metzgerei in meiner Stadt. Nachdem ich es gründlich gereinigt und trocken abgetupft habe, bereite ich die Marinade vor. Damit die Marinade überall reinkommt, werden durch ein paar Messerstiche in das Fleisch kleine Öffnungen gemacht. Anschließend wird das Fleisch von überall mit der Marinade gut einmassiert und danach gut vierzehn bis sechzehn Stunden im Kühlschrank gelagert, damit sie gut einziehen kann. Nach der Lagerung im Kühlschrank lasse ich das Fleisch drei bis vier Stunden bei 180°C im Umluft garen, bis das Fleisch ganz zart ist. Zuletzt wird noch auf Oberhitze bei 200°C umgeschaltet, damit das Fleisch eine schöne Bräune sowie das Grillaroma erhält.

Damit das Ganze auch schön aussieht wird es noch mit ein paar Tomaten und Kräuter verzieht. Et Voilà! Das Fest kann beginnen.

Barka Dassala!


Das Ganze als Video



Und als Download…


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Épaule d’agneau Grillée | Gegrillte Lammschulter

Temps de préparation 15 minutes
Temps de cuisson 4 heures
Marinierzeit 14 heures
Temps total 18 heures 15 minutes
Portions: 6
Type de plat: Gebackenes, Hauptgericht

Ingrédients
  

  • 3 Kg Lammschulter
  • 3 EL Magic Sauce
  • 1 EL Paprikapulver
  • 1 TL Curry
  • 1/2 TL Thymian
  • 1/2 TL Herbes de Provence
  • 1/4 TL Rosmarin
  • 3 EL Speiseöl
  • Salz

Method
 

  1. Das Lammfleisch mit kaltem Wasser waschen und mit einem Küchenpapier trocken abtupfen, Mithilfe eines Messerspitze Löcher in das Fleisch stechen, dann gut salzen und beiseite stellen
  2. In einer kleinen Schüssel, die Magic Sauce, Paprikapulver, Curry, Rosmarin, Thymian, Herbes de Provence und Speiseöl verrühren
  3. Mit der so entstandenen Marinade das Fleisch von allen Seiten gut einreiben, dann zudecken für ca. 14 Stunden über Nacht marinieren lassen
  4. Vor dem Grillen das Fleisch mindestens einer Stunden beim Raumtemperatur stehen lassen und dann im vorgeheizten Backofen bei 180°C Umluft ca. 3-4 Stunden backen (je nach Größe und Beschaffenheit des Fleisches)
  5. Danach den Ofen auf 200°C Grillfunktion schalten und vor aller Seiten goldbraun backen. Mit ein paar frische Tomaten und Zwiebeln verzieheren und heiß genießen!

Notes

Bon appétit!
Fadi

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Ein ungewöhnliches Ramadan Fest


Als Allererstes möchte ich allen Muslime meiner Community Ramadan Mubarak! wünschen. Oder wie man es bei uns in Kamerun auch wünscht, Barka Dassala!

Wie es bereits vor einem Jahr der Fall war, hatte ich erneut das Gefühl , dass mir das Fasten dieses Jahr leichter fiel als im Jahr zuvor und sogar noch um einiges leichter als während der vergangenen letzten zehn Jahren. Das ist ja eigentlich wenig verwunderlich, da der Monat Ramadan derzeit im Jahreskalender jedes Jahr zehn Tage zurück in Richtung Winter rückt. Dadurch werden glücklicherweise die Tage gegenüber der Nacht immer kürzer und damit einher gehen letztendlich auch weniger Stunden, während deren man fastet muss.

Obwohl das dreitägige Ramadan Fest/Zuckerfest dieses Jahr sehr günstig auf ein Wochenende fällt, konnte ich mir das erste Mal seit mehr als 10 Jahren am Ramadan Fest/ Zuckerfest nicht frei nehmen. Der Grund dafür war ein sehr wichtiger Termin bei der Arbeit, welchen ich nicht verschieben konnte und mich leider dazu zwang, am vergangenen Freitag zu arbeiten. Daher bin ich am Morgen des Zuckerfests, sehr früh aufgestanden, habe mir nach einem herrlichen Morgenkaffee seit langem eine schöne Dusche gegönnt, meine am Ramadan Fest üblichen Rituale vollzogen, mein Festtagskleidung angezogen, mich zum ersten Mal seit vier Wochen wieder richtig geschminkt sowie mein liebster Lippenstift aufgetragen, was ja während der Fastenzeit nicht erlaubt ist. Dann habe ich so hochgestylt mit der Arbeit begonnen. Es war für mich wirklich ungewohnt, an diesem Festtag arbeiten zu müssen. Glücklicherweise durfte ich das wenigstens von meinem Homeoffice aus tun.

Ramadan

Damit meine Familie trotz dieser Unpässlichkeit am Abend ein Festmahl serviert bekommt, habe ich zahlreiche Vorbereitungen bereits am Vortag vollzogen. Als ich zu Beginn des Nachmittags dann Feierabend machte und mit der Zubereitung des Essens loslegen wollte, kam meine Tochter zu mir und wollte mit mir zusammen ein paar Fotos für die Familie in Kamerun knipsen. Das war natürlich auch sehr wichtig, aber stahl mir erst einmal eine weitere wertvolle Stunde von meinem streng getakteten Zeitplan.


Dadurch konnte ich erst mit mehr als einer Stunde Verspätung mit meiner Zubereitung beginnen und hatte leider dabei noch mit ein paar Pannen zu kämpfen. Mein Teig für die Beignets ging diesmal nicht so gut auf wie bei den vergangen Malen. Und vor lauter Versenden von Glückwünschen sowie vor zahlreichen Telefonate hatte ich aus Versehen zu viel Tomaten in meine Haricots gekippt. Den Granatapfel, welchen ich eigentlich für den Salat vorgesehen hatte, vergaß ich vorher zu entkernen und musste ihn somit weglassen… Am Ende hatte ich auch nicht mehr genug Zeit, um mein Dessert vorzubereiten.

Zum Glück gab es jedoch nicht nur Pannen. Mein obligatorisches Lammfleisch ist mir beispielsweise dieses Jahr wieder so richtig gut gelungen. Ihr könnt Euch in jedem Fall auf meinen nächsten Beitrag freuen, in welchem ich das Rezept veröffentlichen werde.

Trotz aller Pannen wurde es dennoch ein sehr schönes Fest, denn wir alle konnten am Abend gemeinsam das Festmahl genießen. Die zahlreichen Pannen wurden dabei kaum bemerkt. Schließlich ist es doch das Allerwichtigste, an so einem wichtigen Festtag Zeit mit der Familie zu verbringen. Und das ist mir auf jeden Fall gelungen.

In diesem Sinnen, Eid Mubarak!