Diese Woche scheint der Sommer nun endlich bei uns angekommen zu sein. Wie jedes Jahr bedeuten die ersten heißen Tage für manche von uns schwitzen. Und was hilft uns am besten gegen das Schwitzen?
Für heiße Tage habe ich mir bereits vor längerer Zeit ein tolles leckeres Rezept von ausgedacht: Foléré. Foléré, auch Bissap oder wissenschaftlich auch Sabdariffa oder Roselle genannt. Bekannt ist diese Pflanze vor allem als Afrikanische Malve oder Karkade. Sie gehört der Familie der Malvengewächse an. Sie wird in Kamerun, aber auch im übrigen tropischen Afrika allgemein zur Herstellung von Säften, Sirupen, Kuchen und Süßigkeiten verwendet.
Rezepte dazu gibt es zahlreiche. Ich selber mache es oft jedes Mal ein bisschen anders. Diesmal, habe ich zur Abwechslung einmal Ingwerstücke anstatt von Minzblätter verwendet. Zum Süßen habe ich mich für Waldhonig direkt aus meiner kamerunischer Heimat entschieden. Ein paar Scheiben frisch geschnittenen Zitrone dazu und dann noch ein paar frische Erdbeeren aus der Region setzen dem Ganzen die Krone auf. Nur noch in Kühlschrank damit et voilà! Ein leckeres und erfrischendes Getränk wie für den Sommer gemacht.
Der Monat Ramadan ging diese Jahr wieder so schnell rum. Zum Abschluss dieses heiligen Monats gibt es bei uns Zuhause viel zu essen und zu trinken. Während der Festtage, die drei Tage dauern, soll es genug zu essen und zu trinken geben, sodass jeder Gast, der zu Besuch kommt, mit vollem Magen und zufrieden wieder gehen kann.
Bei mir darf weder beim Ramadan- noch am Opferfest etwas auf dem Menü fehlen: Lammfleisch. Jedes Jahr versuche ich zu diesem Anlass eine aufwändigere Zubereitung und manchmal auch neue Rezepte aus. Dieses Jahr habe ich mich zum ersten mal an Dibi herangewagt. Mit dem Ergebnis war ich dabei sehr zufrieden gewesen.
Dibi gehört zu dem beliebtesten Street-Food Senegals und allgemein Westafrikas. Man findet es überall am Straßenrand oder in den Dibiteries (Restaurants oder Imbiss wo Dibi verkauft werden) zu kaufen. In Kamerun wird allgemein der Begriff Suya für diese Art Street-Food verwendet. Im Senegal dagegen wird zwischen Dibi und Dibi Haoussa unterschieden. Ersteres wird aus großen Fleischtücken mit Knochen hergestellt. Dibi Haoussa dagegen nennt man die am Spieß gegrillte knochenlose Fleischstücke.
Da das Rezept aber aus der muslimischen Bevölkerung stammt, wird traditionell Lamm- oder alternativ Rindfleisch für die Herstellung von Dibi verwendet.
Dazu werden die Fleischstücke mit verschiedenen Gewürzen, Salz und Senf gemischt und am offenen Holzfeuer stundenlang gegrillt, bis das Fleisch ganz zart wird. Danach wird es erneut mit Gewürze, Senf und Zwiebeln gemischt nun wird es im Backfolie eingewickelt und weiter gegrillt, bis die Zwiebeln weich sind. Serviert wird dann entweder mit Kankan/Suya Gewürze, Senf und rohen Zwiebeln. Unbeschreiblich lecker!
Die Lammfleischstücke gut reinigen, trocken tupfen und in einer großen Schüssel geben. Einen Teil der gemahlenen Pfeffer, Salz, 2TL Magic Sauce, Speiseöl, Paprikapaste etwa 1 EL Senf dazugeben, das Ganze gut miteinander vermischen und ca. 30 Minuten stehen lassen
Danach die Fleischstücke auf einer Grillplatte legen und in Grillfunktion jeweils ca. 15 Minuten auf aller Seiten goldbraun grillen.
In der Zeit die Zwiebeln schälen und in feinen Streifen schneiden. Dann in einer kleinen Schüssel etwa 1 EL Senf, Salz Speiseöl, den Rest der gemahlenen Pfeffer und 1 TL Magic Sauce gut miteinander vermischen
In einer großen Schüssel die Zwiebeln und die Senfmischung geben, das goldbraun gegrilltes Fleisch hinzugeben und alles gut miteinander vermischen
Alufolie auflegen, dann Backpapier darüber legen, das Fleischgemisch darauflegen und gut einwickeln. Dann das Päckchen im Backofen auf Umluft für ca. einer Stunde bei 150Grad backen
Danach das fertige Dibi aus dem Backofen holen mit grob geschnittenen Zwiebeln bestreuen und mit Kankan/Suya Spices servieren und heiß genießen!
Notes
Dazu empfehle ich gegrillte oder frittierten Plantains, Bobolo, Brot oder einfach Salat.Bon appétit!Fadi
Wir sind ziemlich am Ende des Ramadan Monats angekommen. Nur noch einen Tag fasten und danach ist es für dieses Jahr geschafft. Zum Abschluss meiner Ramadan Spezial Serie, gibt es ein weiteres Rezept von Maisbrei.
Wie schon in einem vorherigen Beitrag erklärt, ist Maisbrei in aller Variationen das Must Have beim Fastenbrechen bei uns in Kamerun. Es gibt so viele Variante davon, dass man den ganzen Monat damit füllen kann.
Kein Ramadan ohne Maisbrei
Diesmal habe ich den Klassiker mit Milch anstatt mit Wasser gekocht. Auf dem ersten Blick ist keinen großen Unterschied zu erkennen. Geschmacklich ist die Variante mit Milch etwas leckerer. Um das Ganze etwas aufzupeppen habe ich eine handvolle gebrannten Erdnüsse darüber verteilt und mit einer scheibe Zitrone verziert. Das sieht nicht nur lecker aus, sondern schmeckt auch genauso. Der Clou dabei, durch die Anreicherung mit Milch und Erdnüsse ist diese Maisbrei reich an wertvollen Vitaminen und Mineralstoffe. Es wärmt den Körper nach einer langen Fastentag auf und gibt der Seele Zufriedenheit und Geborgenheit.
Die Maisbreipaste in einer Schüssel mit 4El Wasser verrühren und durch einen Sieb in einem kleinen Schüßel durchsieben
In enem kleinen Topf die Milch und den Honig geben und zum Kochen bringen und den Herd herunterdrehen
Die Maisbrei Zubereitung beim Ständigem Rühren nach und nach zu der heißen Milch dazugeben und ca. 3 Minuten beim ständigem Rühren köcheln lassen
Kurz vom Ende ein paar Limetten-/oder Zitronentropfen darüber beträuffeln, in einer Schüßel geben, die gebrannten Erdnüssen darüberverteilen und heiß genießen!
Notes
Dazu kann man wenn erwünscht ein paar Plantains Chips servieren.Bon appétit!Fadi
Der Monat Ramadan dauert noch etwas mehr als eine Woche an. In diesem Zusammenhang möchte ich euch ein weiteres Rezept vorstellen – diesmal ein Dessert. Es gehört zu einer Kategorie, die ich bis vor wenigen Monaten noch gar nicht kannte, die mich aber sofort begeistert hat. Seitdem ich meinen Foodblog gestartet habe, entdecke ich täglich wunderbare, neue Gerichte, insbesondere aus dem westafrikanischen Raum. Immer wieder wird mir bewusst, welch kulinarische Schätze die afrikanische Küche zu bieten hat.
Heute möchte ich einen dieser Schätze vorstellen: Thiacry. Dieses Dessert besteht hauptsächlich aus Hirsegranulat oder Hirse-Couscous, das aus einer Mischung von Hirsemehl und Wasser hergestellt wird. Die küchenfertige Variante findet man in vielen afrikanischen Lebensmittelgeschäften.
Die Zubereitung von Hirse-Couscous ähnelt der von Weizen-Couscous: Er wird zunächst gedämpft, anschließend abgekühlt und dann mit Milch, gezuckerter Kondensmilch oder Joghurt vermischt. Je nach Geschmack lassen sich Trockenfrüchte wie Rosinen, Kokosraspeln oder Gewürze hinzufügen. Alternativ zum herkömmlichen Joghurt kann man Kossam – westafrikanischen Joghurt – oder griechischen Joghurt verwenden.
Thiacry mit Kirschgrütze – eine kreative Variante
Wie so oft wollte ich Thiacry zunächst nach dem traditionellen Rezept zubereiten. Doch während der Zubereitung kamen mir einige neue Ideen – zum Beispiel, dem Dessert ein fruchtiges Topping hinzuzufügen. Mango wäre ideal gewesen, und auch eine andere tropische Frucht hätte gut gepasst. Doch als ich in meinen Gefrierschrank schaute, fand ich nur noch gefrorene Kirschen von der letzten Ernte. Also dachte ich mir: Warum nicht?
Die nächste Frage war, wie ich die gefrorenen Kirschen am besten verwerten könnte. Nach kurzer Überlegung entschied ich mich für eine Kirschgrütze. So wurde aus dem ursprünglichen Thiacry-Rezept eine kreative Variation: Thiacry mit Kirschgrütze als Topping.
Ein Dessert mit Tradition und Vielfalt
Thiacry (im Senegal) oder Dèguè (in Côte d’Ivoire) ist ein traditionelles westafrikanisches Dessert aus süßem Hirse-Couscous. Es ist in vielen westafrikanischen Ländern verbreitet, insbesondere in Senegal und Côte d’Ivoire. Jede Region hat ihre eigenen kleinen Variationen, was das Dessert besonders spannend macht.
Ich hoffe, euch mit diesem Rezept eine neue Inspiration geben zu können – sei es für den Ramadan oder einfach für ein besonderes Dessert mit exotischem Touch.
Und zum Download…
Thiacry/Dèguè-Westafrikanisches Dessert mit Kirschgrütze
Den Saft der aufgetauten Kirschen heraunehmen, in einem Topf geben, mit Kartofelhmehl und den Zucker verrühren und beim ständigem Rühren zum kochen bringen
Danach die Kirschen hinzugeben, gut vermischen und bei mittlerer Hitze ca. 2 Minuten kochen und abkühlen lassen
Zubereitung Thiacry
Den Thiacry in eine Schüssel geben, leicht mit Wasser bedecken und für ca. 5 Minuten in die Mikrowelle stellen.
Alternativ: Den Thiacry mit heißem Wasser leicht bedecken, abdecken und ca. 10 Minuten quellen lassen.
Den fertigen Couscous aus der Mikrowelle nehmen, ein Stück Butter hinzufügen, gut vermengen und zum Abkühlen beiseitestellen.
In einer größeren Schüssel Joghurt, Vanillinzucker, Kondensmilch sowie Zitronen- oder Vanillearoma geben und gründlich verrühren. Den abgekühlten Hirse-Couscous hinzufügen und gut unterheben.
Den fertigen Thiacry in kleinen Gläser oder Schälchen servieren, das Kischgrütze Topping darüben geben und genießen!
Alternative, mit frischen Beeren oder sonstige Früchten garnieren und kalt genießen!
Wie schon Anfang dieses heiligen Monats Ramadan schon versprochen, werde ich jede Woche ein Ramadan Spezial Rezept hier auf dem Blog veröffentlichen. Manche davon (mit kleinen Abwandlungen) sind schon auf dem Blog zu finden und andere sind komplett neu. Alle Rezepte haben etwas gemeinsam. Erstens, sie alle brauchen nur wenige Zutaten, daher sind sie auch schnell gemacht. Zweitens, sie versorgen dem Körper mit wichtigen Nährstoffen und drittens, sie sind alle sehr lecker. Das sind drei Faktoren, die in dem Fastenmonat besonders wichtig sind.
Heute geht es weiter mit Beignets Bananes oder auch von manchen Beignets Mais genannt. Kein unbekannter, denn ich habe am Anfang dieser kulinarischen Reise schon mal ein Rezept von Beignets Bananes veröffentlicht.
Das Rezept von Beignets Bananes ist etwas besonders für mich. Denn es ist das allererste, das ich jemals niedergeschriebene habe. Irgendwann erzähle ich in einem ein Blog Beitrag wie es dazu kam. Eine Art Ode aux Beignets Bananes.
Wie der Name schon verrät braucht man für Beignets Bananes natürlich Bananen. Die Zubereitung ist so einfach. Außer Bananen (am besten über gereiften) und Maisgries, braucht man nur noch etwas Mehl (Weizen oder Maismehl) eine Prise Salz, Öl zum Frittieren et Voilà!
Früher Zuhause gab es in der Fastenzeit jeden Tag gesüßter Brei ( aus Mais oder Reis) und dazu gab es entweder Plantains oder verschiedene Sorten von Beignets, aber oft war es Beignets Bananes. Natürlich alles frittiert.
Frittieren mag in der aktuellen Weltlage, was luxuriöses geworden sein. Ich bin jedoch der Meinung, dass in der Fastenmonat Ramadan frittierten Gerichte einfach dazu gehören. Daher habe ich mir trotz allem weiterhin erlaubt mir Beignets zu gönnen. Bis ich aber auf Frittieröl kam, hat es gedauert, da alles in den Läden ausverkauft schien. Als ich sich die Gelegenheit ergab, habe ich nicht gezögert mir eine extra große Vorrat Flasche von 5 Liter Öl anzuschaffen. Leider musste ich dafür tiefer in die Tasche greifen als sonst. Das war mir aber letztendlich Wert. Wie hätte ich sonst meine leckere Bouillie/Maisbrei genießen können.
Der Vorteil von Frittierten Gerichten ist, dass sie schneller satt machen und, dass dieses Sättigungsgefühl über Stunden hinaus hält. Außerdem nach dem Fastenbrechen-Iftar- hat man oft Lust auf etwas Süßes. Die natürliche Süße der Banane ist da genau das Richtige. Dazu kommt die Tatsache, dass Bananen unserem Körper mit wichtige Nährstoffen versorgen und vermeiden dadurch evtl. Mangelernährung in der Fastenzeit.
Natürlich schmecken die Beignets allein schon richtig lecker. Jedoch kombiniert mit gesüßten Maisbrei schmeckt es noch viel besser. Man kann auch anstelle von Bouillie oder zusätzlich dazu – das geht auch- die beignets mit einer scharfen Sauce genießen. Dazu empfehle ich selbstverständlich die Chez Fadi’s Hot&Spicy Sauces. Ein Genuss!
Die Bananen schälen, in einem Mixer zu einem Brei mixen
Den Teig in einer Schüssel geben, Maisgries, Weizen- oder Maismehl und Salz dazu geben und zu einem glatten Teig mischen
Frittieröl in einem Topf oder Fritteuse geben und heiß werden lassen
Die Finger in einer Schüssel mit Wasser anfeuchten und mit den Finger kleine Bällchen vom Teig nehmen und ins heiße Öl geben und dabei aufpassen, dass die Bällchen nicht an einander kleben. Wiederholen bis genug Bällchen im Topf sind
Die Bällchen vorsichtig mit einem Kochlöffel oder einer Gabel drehen und auf aller Seiten goldbraun frittieren. Dann mit einer Schöpfkelle herausnehmen und auf einem Küchenpapier abtropfen lassen
Mit Maisbrei oder Chez Fadi's Sauces oder auch allein servieren und genießen