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Pèhn Chuem | Fufu mit Kurbisblätter-Sauce


Die afrikanische Küche im allgemeinen, insbesondere jedoch die westafrikanische ist sehr reich an Blattgemüse, welche, sofern richtig zubereitet, nicht nur wertvolle Nährstoffe liefern, sondern zudem auch richtig lecker sind. Die Liste ist wahrscheinlich länger, als ich sie Euch vorstellen könnt, aber ich möchte lediglich aufzeigen, wie wichtig und wie oft Blattgemüse in der westafrikanischen Küche vorkommt.

Auswahl an Blattgemüsesorten aus der Westafrikanischen Küche

Fangen wir bei Ndolè an, das in Kamerun die Königin unter dem Blattgemüse ist. Als nächstes kommt Eru, welches in den kamerunischen Provizen Nordwest und Südwest große Beliebtheit genießt. Dann Folong, auch bekannt als BitekuTeku in anderen Ländern Afrikas, ist eine Art Spinat, das sehr bekömmlich ist. Hinzu kommen noch die Blätter der Alleskönnerpflanze Maniok: Kpwem, die einfach von allem geliebt wird, nicht zuletzt dank seines wertvollen Beitrags in der westafrikanischen Küche. Als nächstes der Njapche, auch bekannt als Njama Njama, eine Art wilder Spinat, der beim Bamun-Volk (von wo ich mütterlicherseits herstamme) sehr beliebt ist. Die Liste ist bereits lange und bei Weitem noch nicht vollständig.

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Sind Kürbisblätter essbar?

Heute kommt nämlich auf meiner Liste nämlich ein weiteres Blattgemüse hinzu, das neben dem Pèhn Njapche zu dem Nationalgericht der Bamun zählt, der Pèhn Chuem. Der Begriff Pèhn Chuem kommt aus der Bamun-Sprache und bedeutet Foufou aus Maismehl (Pèhn) mit Kürbisblätter Sauce (Chuem).

Ich vernehme bereits einige Stimmen, die sich gerade fragen, ob Kürbisblätter überhaupt essbar sind. Die Antwort lautet dabei eindeutig: “Selbstverständlich!” . Dabei muss jedoch unterschieden werden, von welchen Kürbissorten die Blätter genommen werden. Handelt es sich um essbare Kürbissorten, dann sind deren Blätter ebenfalls essbar. Vorsicht ist jedoch bei den Zierkürbissorten geboten, denn da sind die Blätter leider nicht essbar, sie könnten sogar giftig sein. Diese schmecken auch in allgemein auch ziemlich bitter und sind daher praktisch ungenießbar.

Dieses Gemüsesorte ist bei der Bamun-Bevölkerung sehr beliebt, da sie einige Vorteile mit sich bringt. Erstens wächst diese Pflanze sehr schnell, zweitens ist sie fast das ganze Jahr über verfügbar und drittens ist sie sehr kostengünstig zuzubereiten. Es braucht nur wenige weitere Zutaten, um daraus ein schmackhaftes Gericht zu zauber. Als letzer positiver Punkt ist noch zu erwähnen, dass die Pflanze viele wertvolle sowie gesunde Nahrungsstoffe enthält. Ihr seht schon, wie toll sie einfach ist.

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Lange habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht, ob ich die Pflanze hier finden würde, bis mich letzter Sommer eine Bekannte anrief und fragte, ob sie mir ein Paar Kilo Chuem schicken könne, da sie bei ihr im Garten welchen gepflanzt und nun über ihren eigenen Bedarf hinaus davon hatte. Ich war derart überrascht, wie sie es hinbekommen hatte, hier Chuem wachsen zu lassen. Im Nachhinein ist mir jedoch klar geworden, dass dies doch durchaus logisch ist, da Chuem doch nichts anderes ist als die Blätter essbarer Kürbisse und bestimmten Melonenpflanzen. In Kamerun werden sie auch als “Feuilles de melons” – aus dem französischen übersetzt Melonenblätter bezeichnet… So hätte ich hier eigentlich all die Jahre locker Chuem aus frischen Blätter zubereiten können, aber ich wusste es schlicht und ergreifend nicht. Aber wie heißt es so schön: “Besser spät als nie”. Ich freue mich, das Gericht nun endlich auch hier zu Hause zubereiten zu können und kann es nur jedem empfehlen, es mir gleichzutun.

Chuem ist von Natur aus vegan und wird traditionell zu Fufu aus Maismehl sowie mit einer Tomatensauce serviert, welche oft zusätzlich auch Fleisch oder Fisch enthält.


Die Zubereitung als Video



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Pèhn Chuem | Fufu mit Kurbisblätter Sauce

Temps de préparation 30 minutes
Temps de cuisson 30 minutes
Temps total 1 heure
Portions: 6

Ingrédients
  

  • ca. 3 kg frische Kürbisblätter
  • 250 g rohe Erdnüsse ohne Haut
  • 3 Zwiebeln
  • 1 TL Rondelle/Country Onion
  • 1 EL Palmöl
  • 1-2 Habanero ganz
  • ca. 2 g Steinsalz oder evtl. Kaisernatron
  • Salz

Method
 

  1. Die Kürbisblätter von Stiele entfernen und soweit wie möglich die Fasern aus den Blätter entfernen. Dabei achten, dass nur zarte Blätter ausgelesen werden.
  2. Die ausgelesene Blätter waschen, in einem Topf geben und mit Wasser überdecken. Salz und Steinsalz dazugeben, zum kochen bringen und ca. 3 Minuten kochen
  3. Danach die fertige/weich gewordenen Blätter mit kalten Wasser abschrecken und das ganze Wasser soweit wie möglich aus den Blätter pressen und beiseite legen. (Am Ende sind die Blätter auf ca. 300g Gewicht geschrumpft, das ist normal)
  4. Die Erdnüsse waschen, die Zwiebeln schälen und grob schneiden und alles in einem Mixer mit etwas Wasser zu einer schönen Paste mixen
  5. Die Erdnusspaste in einem Topf geben, salzen, bei bedarf etwas Wasser hinzufügen und bei mittlerer Hitze und gelegentlichem Rühren ca. 15 Minuten köcheln lassen.
  6. Dann Palmöl, Rondelles und Habanero hinzufügen gut verrühren und zugedeckt ca. 5 Minuten weiter köcheln lassen
  7. In der Zeit die Blätter in einem Zerkleinerer geben und gut zerkleinern um die Blätter feiner zu bekommen
  8. Nun den Habanero kurz herausholen, damit die Sauce nicht zu scharf wird und die zerkleinerten Kürbisblätter zu den Erdnüsse dazu geben. Das ganze gut vermischen und zugedeckt weitere 10 Minuten köcheln lassen.
  9. Kurz vor Ende die Habanero nochmal dazu geben. Mit heißer Fufu servieren und genießen!

Notes

Chuem ist von natur aus vegan, wird traditionell zu Fufu aus Maismehl und mit einer Tomatensauce, die oft Fleisch oder Fisch enthalten kann, serviert.
Bon appétit!
Fadi
avocadosalat

Salade d’avocats royale | Avocado Salat mit Garnelen


Es ist wieder an die Zeit für eines meiner Lieblingsrezepte, eine vorzügliche kamerunische Vorspeise, Avocado Salat, jedoch dieses Mal “royale”, was bekanntermaßen im französischen “königlich” heißt. Wieso royale, werdet Ihr Euch nun vermutlich fragen

Auch von Ndolè her kenne wir bereits die klassische sowie die “royal” Variante mit Shrimps oder Garnelen. So kam bei mir die Idee auf, es bei weiteren Gerichten genau gleichzutun, nämlich die klassische Variante für die gewöhnliche Tage und die edle für besondere Anlässe oder spezielle Gäste. Von Ndolè royal ging es weiter mit Pèpè soup royal gefolgt von Gombo royal, also Okra Sauce mit Garnelen veredelt.

Nun kommt heute Salade d’avocats royal zu dieser Liste hinzu. Es wird auch bestimmt nicht die letzte edle Variante in der Liste sein.

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Avocado allein ist schon eine leckere Frucht, vorausgesetzt natürlich, dass man das Glück hat, welche zu finden, die nicht wässerig oder gar bereits verdorben sind. In den Supermärkten welche zu finden, die gut sind, ist wirklich oft eine Glückssache. Entweder sind sie viel zu hart zum sofortigen Verarbeiten oder viel zu weich durch das häufige Anfassen und Drücken durch die zahlreichen Einkäufer im Supermarkt. Kauft man welche, um sie reifen zu lassen, muss man selbst den richtigen Zeitpunkt erwischen, bei welchem sie reif genug, jedoch noch nicht verdorben sind. Auch das gestaltet sich als ein eher schwieriges Unterfangen, wenn man darin nicht erfahren ist.

Diejenigen Avocados, welche ich für dieses Rezept verwendet habe, entdeckte ich zufällig bei meinem Einkauf in einem afrikanischen Lebensmittelgeschäft, als ich mich eigentlich nach Plantains umgesehen habe. Aufgrund ihrer Farbe und Aussehen sind sie mir direkt positiv aufgefallen. Als die Verkäuferin erwähnte, dass Sie gerade frisch aus Kamerun eingetroffen sind, wusste ich, dass sie vorzüglich sein werden. Da habe direkt zugeschlagen, trotz des höheren Preises. Diese Investition hat sich aber auch gelohnt, denn es war wirklich ein Traum von einer Avocado. Fleischig, grün und intensiv im Geschmack, wie gemacht für meinen Salade d’avocats royale.

Also die wichtigste Zutat ist nun gekauft, die weiteren habe ich auch schon besorgt, nun geht es los mit dem Rezept, welches super schnell und einfach geht. Man nehme…


Das Ganze als Video


Ein Traum von einer Vorspeise. Ich könnte jeden Tag davon essen. Probiert es selbst. Ich bin gespannt wie Ihr sie findet.


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Salade d’avocats royale | Avocado Salat mit Garnelen

Temps de préparation 15 minutes
Temps total 15 minutes
Portions: 6
Type de plat: Salad, Salat, Vorspeise
Cuisine: Kamerunisch, Mexikanisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 3 Avocado essreif
  • ca 100 g gekochte Garnelen oder Schrimps
  • ca. 100 g Mini Roma oder Cherry Tomaten
  • 1/2 -1 rote Zwiebel
  • 1 Limette
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2-3 EL Rapsöl

Method
 

  1. Zuerst die Avocado teilen, in Stücke schneiden und in einer Schüssel geben
  2. Zwiebeln in feinen Streifen schneiden, Tomaten vierteln und zu der Avocado in die Schüssel geben
  3. Knoblauch schälen und entweder mit einer Knoblauchpresse zerdrücken oder fein hacken und ebenfalls in die Schüssel dazu geben
  4. Dann nacheinander, der Saft einer halben Limetten, Salz, Pfeffer Öl und die Garnelen in die Schüssel geben und gut miteinander vermischen
  5. 3-5 Minuten ziehen lassen und genießen

Notes

Bon appétit!
Fadi

pouletsaucetomates

Poulet Sauce Tomates | Hähnchen in würziger Tomatensauce


Tomaten. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie ich komplett ohne Tomaten überhaupt dauerhaft kochen könnte. Zwar kommen ja nicht gerade bei jedem Gericht Tomaten zum Einsatz, jedoch bei vielen meiner Favoriten. Fangen wir einmal bei den Saucen an: Ist es zum Beispiel denkbar, Erdnusssauce oder Pépésoup ohne Tomaten zuzubereiten? Das ist zwar wahrscheinlich möglich, aber werden die Saucen dann tatsächlich auch schmecken? Machen wir mit den Eintöpfen wie beispielsweise Jollof Rice weiter. Gerade bei diesem Gericht dürfen Tomaten nicht fehlen. Das Gericht lebt praktisch von Tomaten so wie das auch bei vielen anderen Gerichten der Fall ist. Tomaten verleihen diesen eben den besonderen Umami Geschmack, welcher die Gaumen anregt.

Ich habe nun sicherlich mehr als nur deutlich gemacht, dass Tomatensauce auch bei mir einen sehr einen hohen Stellenwert auf meiner Liste der Lieblingsgerichte einnimmt. Außerdem war Tomatensauce, als wir klein waren, immer etwas ganz Besonderes. Vor allem, wenn es mit Fleisch zubereitet und anschließend zu Nudeln oder Reis serviert wurde, dann war es für uns immer ein besonderer Anlass.

pouletsaucetomates

Manche behaupten, dass Tomatensauce langweilig sei. Mein Antwort dazu ist simpel: “Das ist bei meiner Tomatensauce, wie ich sie zubereite, nicht der Fall!”.

Bei mir wird Tomatensauce immer zu einem Gaumenschmaus. Natürlich kommt es dabei wie bei jedem Gericht auf die Wahl der richtigen Zutaten an. Ob man dabei frische sonnengereifte Tomaten oder Tomaten aus der Dose nimmt, ist einem selbst überlassen. Die Qualität muss jedoch gut sein, um den vollen Geschmack zu erzeugen. Nach diesem Tomatensaucen-Rezept wird kaum mehr Tomatensauce als langweilig bezeichnen. Probiert es doch einfach einmal aus!


Das Ganze als Video



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pouletsaucetomates

Poulet Sauce Tomates | Hähnchen in würziger Tomatensauce

Sauce tomate Poulet
Temps de préparation 20 minutes
Temps de cuisson 45 minutes
Portions: 6
Type de plat: Sauce
Cuisine: cuisine du monde

Ingrédients
  

  • ca. 1,3 kg ganzes frisches Hähnchen
  • 500 frische Tomaten 
  • 1 Dose Tomatenkonserve
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 grüner Paprika
  • 1 roter Paprika
  • 1 gelber Paprika
  • 1 Zwiebel
  • 1/2 TL Knoblauchpaste oder 3-4 Zehen
  • 1/2 Zitrone
  • 2 Zweige Koriander
  • 2 Zweige Lauchzwiebeln
  • 1-2 EL Magic Sauce Carrots
  • ca. 100 ml Speiseöl
  • ca. 500 ml Frittieröl
  • Salz

Method
 

  1. Zuerst das Hähnchen in Stücke schneiden, mit reichlichen lauwarmen Wasser gut reinigen und gut abtropfen lassen
  2. Die Hähnchenstücke in einem Topf geben und mit der Saft einer halben Zitrone bestreuen. Magic Sauce Carrots und Salz dazugeben, gut miteinander vermischen und zugedeckt Beiseite stellen
  3. In Der Zeit, die Karotten waschen, schälen und in kleine Würfeln schneiden. Die frische Tomaten waschen und ebenfalls in größeren Würfeln schneiden
  4. Den Paprika waschen, entkernen, in großen Stücken schneiden und in einem Zerkleinerer zerkleinern lassen
  5. Lauchzwiebeln, Zwiebeln und Koriander ebenfalls klein schneiden
  6. Dann den Topf mit dem Hähnchen auf dem Herd für ca. 10 Minuten garen und danach die Stücke in Frittieröl auf allen Seiten goldbraun frittieren.
    Alternativ: Die Hähnchenstücke können im Backofen gebacken werden anstatt sie zu frittieren
  7. In der Zeit Speiseöl in einem Topf erhitzen Zwiebeln, Salz, Knoblauchpaste und Karottenhinzugeben und ca. 2 Minuten dünsten, dann den Tomatenmark hinzugeben, gut verrühren und weitere 2 Minuten dünsten.
  8. Während dessen sie Hähnchen Stücke im Frittieröl nicht vergessen und bei Bedarf wenden
  9. Die frisch gehackten Tomaten und die aus der Dose hinzugeben und ca. 10 Minuten bei gelegentlichem Rühren andünsten und dann die gehackte Paprika hingeben und zugedeckt ca. 5Minuten bei mittleren Hitze garen
  10. Die fertige Hähnchen aus dem Frittieröl herausnehmen, zusammen mit dem Hühnersaft aus dem Garprozess in die Sauce geben und vorsichtig miteinander vermischen und zugedeckt ca. 5 Minuten bei mittleren Hitze köcheln lassen
  11. Die feingehackten Korianderzweige und ein Teil der Lauchzwiebeln dazu geben, Vorsichtig vermischen und zugedeckt weitere 5 Minuten köcheln lassen.
  12. Mit Beilagen der Wahl servieren und mit den restlichen Lauchzwiebel bestreuen und heiß genießen

Notes

Dazu serviere ich gerne Reis und frittierte Plantains. Kann auch genauso gut zu Nudeln passen.
Bon appétit!
Fadi

Griesfufu

Couscous Mais-Semoule | Fufu aus einem Gemisch von Maismehl und Weizengries


Meine letzte Publikation über ein Rezept liegt zeitlich bereits eine Weile zurück, da ich mir die letzten Wochen vor dem Jahresende die Zeit genommen habe, über ein paar wichtige Gewürze der kamerunischen Küche zu schreiben. Dies hat mir sehr viel Spaß und Freude bereite. Ich habe mich auch riesig über die zahlreichen Feedbacks darüber gefreut, welche ich bislang von Euch lesen durfte.

Nun ist es doch endlich wieder einmal an der Zeit, ein neues Rezept zu veröffentlichen. Offen gestanden fiel es mir dieses Mal wirklich sehr schwer, ein Gericht bzw. ein Rezept zu finden, über welches ich zuerst schreiben soll. Dann fiel mir jedoch plötzlich ein, dass ich viele Fragen über Fufu erhalten habe, nachdem ich diese Woche folgendes Video auf meiner Insta veröffentlicht habe. Dadurch fiel die Entscheidung auf Fufu


Trendfood Fufu?

Fufu brauche ich eigentlich gar nicht mehr groß vorzustellen bei all diesen Posts und Videos, die überall in der Social Media kursieren. Fufu ist seit letztes Jahr als Trend Beilage schlechthin geworden. Wo man hinschaut: Insta, Tiktok, YouTube… überall findet man Beiträge über Fufu. Diesen Trend kann ich verstehen, denn wer einmal Fufu probiert hat, will es immer wieder einmal genießen. Das Gute an Fufu ist, dass man es aus verschiedenen Lebensmitteln zubereiten kann. Aus Plantains, aus Knollen wie Maniok oder Yams oder auch aus dem Mehl von Mais, Maniok oder Weizengries. Es gibt sogar die Möglichkeit, verschiedene Zutaten bzw. Mehle miteinander zu vermischen. Es ist hier wirklich vieles möglich.

Ich habe bisher mein Fufu aka Couscous entweder aus Maismehl oder aus Hartweizengries gemacht. Der Geschmack des ersten war mir dabei manchmal zu intensiv und des zweiten zu lasch. Dann kam mir die Idee, einer Mischung von beiden zu versuchen. Dabei mischte ich Maismehl und Hartweizengries jeweils zur Hälfte. Der Geschmack war perfekt und seitdem bereite ich mein Couscous aka Fufu aus Maismehl aus dieser Weise. Die Zubereitung bleibt jedoch die gleiche wie sonst.


Couscous de Mais

Couscous de Mais
Temps de cuisson 15 minutes
Temps total 15 minutes
Type de plat: Beilage
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 500 g Maismehl oder Hartweizengrieß
  • 50 g Maniokmehl oder 1 EL Kartoffelmehl
  • ca. 500 ml Wasser

Method
 

Zubereitung ohne Maniokmehl
  1. Das Wasser zum Kochen bringen
  2. Das Herd auf mittlerer Stufe runterdrehen
  3. Maismehl langsam ins Wasser geben und dabei mit einem Schaumschläger gleichmäßig rühren, damit sich kein Klumpen formt, bis ein glatten Teig entsteht
  4. Mit einem Holz Kochlöffel weiter rühren.
  5. Das Kartoffelmehl in etwa 20 ml Wasser auflösen und zum Brei dazu geben
  6. Noch weitere 3 Minuten rühren bis die gewünschte Konsistenz entsteht
  7. Mithilfe einer Kelle aus dem Topf nehmen und in einer Müsli schale Faust große Kugel formen
Zubereitung mit Maniokmehl
  1. Mais- und Maniokmehl trocken gut miteinander vermischen
  2. Das Wasser zum Kochen bringen
  3. Das Herd auf mittlerer Stufe runterdrehen
  4. Die Mehlmischung langsam ins Wasser geben und dabei mit einem Schläger gleichmäßig rühren, damit sich kein Klumpen formt, bis ein glatten Teig/Brei entsteht
  5. Mit einem Holz Kochlöffel weiter rühren bis die gewünschte Konsistenz entsteht
  6. ca. 100ml Wasser zugeben, zudecken und ca. 3-5 Minuten köcheln lassen
  7. Danach noch gut vermengen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist
  8. Mithilfe einer Kelle aus dem Topf nehmen und in einer Müsli schale Faust große Kugel formen

Notes

Das wird heiß serviert zu : Okra Sauce, Spinat,  Gari, und, und, und…
Bon appétit! 
Fadi♥
 

Beim Genießen von Fufu ist die richtige Sauce sehr wichtig. Bei mir gibt es Fufu (alle Sorten) oft mit Blattgemüsesorten wie Njapche oder sautierten Blattspinat oder manchmal Ndolé aber keine kommt an Okrasauce ran.

Griesfufu

Diese Kombi ist einfach Wahnsinn! Falls Ihr noch nicht im Genuss gekommen seid, kann ich es nur wärmsten empfehlen.


sylvester22

Mein Silvester Menü 2022 | Raclette mal anders


Zuallererst möchte ich Euch allen ein gutes neues Jahr wünschen. Ich hoffe, Sie und Ihre Familien hatten einen guten Start in ein hoffentlich erfolgreiches 2023!

Meine Familie und ich sind gut ins neue Jahr gestartet. An Silvester haben wir das alte ruhig ausklingen lassen. Zur Abwechslung haben wir jedoch das traditionelle Fondue Chinoise durch ein Raclette ersetzt.

Vorab als Video…

Obwohl mein Mann Schweizer ist und wir uns daher öfters einmal in der Schweiz aufhalten, musste ich feststellen, dass ich bisher nur einmal im Leben Raclette gegessen habe und zwar bereits vor einigen Jahren in einer Gaststätte am Rigi. In all den darauffolgenden Jahren bin ich nie auf die Idee gekommen, Raclette selbst zu machen, obwohl ich in der Küche eigentlich sehr experimentierfreudig bin. Das ist eigentlich fast eine Schande oder was meint Ihr dazu? Daher ergriff ich dieses Jahr die Initiative, an Silvester mal etwas anderes auszuprobieren und zwar Raclette, dass sowieso bei geselligen Abenden sehr beliebt ist.

Da ich mich vorher noch nie mit diesem Thema auseinander gesetzt hatte, habe ich zuerst meinen Mann gefragt, wie Raclette üblicherweise gegessen wird. Danach habe ich mich daran gemacht, online weitere Ideen zu sammeln. Bei Pinterest bin ich tatsächlich auf tolle Bilder und Artikel gestoßen, welche mir eine bei der Gestaltung meines Silvester-Raclettes viel geholfen haben. Somit konnte ich viel über dieses “Gericht” in Erfahrung bringen und mir dabei auch meine eigene Meinung dazu bilden.


Übrigens, dieses Jahr gab es auch meine beliebte Vorspeise aus Plantains Tapé und Avocado. Zwar etwas kleiner als die Jahre zuvor, aber sie waren im Angebot.

Klassiche Raclette Zutaten

Mein Mann besorgte vorab die Zutaten für das klassische Raclette. Dabei dürfen neben den verschieden obligatorischen Raclette Käsesorten folgende Beilagen nicht fehlen: Kartoffeln, Silberzwiebeln, Cornichons, Pfeffer … “War das alles?” dachte ich mir. “Das klingt für mich zu einfach und zu gewöhnlich!”

sylvester22

Meine Raclette Zutaten:

Bei den Vorbereitungen sind mir hier und da noch weitere Möglichkeiten eingefallen, wie dem ganzen einen kamerunischen bzw. westafrikanischen Touch verleihen könnte. Chez Fadi wäre doch nicht Chez Fadi wenn hier nicht neu interpretiert würde oder liege ich da falsch? Die Liste der Zutaten wurde nach und nach erweitert. Zu den klassischen Zutaten fügte ich etwas Bobolo, Plantains, Avocado, Granatapfel und Lauchzwiebeln hinzu.

Und damit der Grill oben auch was zu tun hatte, sorgten frische Champignons, Paprika und Broccoli für frische Farben auf den Tisch und ein bisschen Lachs und Garnelen verfeinerten das Ganze. Unser Racletteabend konnte nun von mir aus starten!

Es war ein voller Erfolg. Die Gäste (in dem Fall nur meine Familie) waren begeistert und ich war stolz, dass mir diese Premiere so gut gelungen war. Probiert es doch auch einmal selbst und lasst dabei ruhig Eure Fantasie walten.