ramadan

Ramadan – Ein Monat des Fastens, der Rückkehr zu sich selbst und der Schönheit des Miteinanders

Der Fastenmonat Ramadan ist für mich jedes Jahr wie eine Einladung, bewusst langsamer zu werden. Der Alltag tritt ein Stück zurück, das Außen wird leiser – und gleichzeitig wird das Innen klarer, präsenter, ehrlicher.

Für viele ist Ramadan in erster Linie ein religiöser Monat. Für mich ist er das auch – aber nicht nur. Er ist ein körperlicher Neustart, ein mentales Sortieren, ein emotionales Ankommen und ein spirituelles Aufblühen. Alles greift ineinander. Alles passiert gleichzeitig.

Und doch war dieser Ramadan anders. Tiefer. Intensiver. Und auch von einem Moment geprägt, der alles verändert hat.

Der Körper: Fasten als bewusster Reset

Fasten bedeutet für mich längst nicht mehr nur den Verzicht auf Essen und Trinken. Es ist ein bewusstes Entlasten. Ein Innehalten. Eine Rückkehr zu dem, was wirklich wesentlich ist.

In den langen Stunden ohne Nahrung passiert etwas Spannendes: Die Wahrnehmung verändert sich.
Ich spüre meinen Atem bewusster. Ich nehme Müdigkeit anders wahr. Und gleichzeitig entdecke ich eine Kraft, die trotzdem da ist – leise, aber konstant.

Und dann dieser Moment am Abend: der erste Schluck Wasser.
So simpel – und doch so kraftvoll. Er bringt eine Dankbarkeit mit sich, die im normalen Alltag oft keinen Platz findet.

Ramadan bringt meinen Körper jedes Jahr zurück in einen natürlicheren Rhythmus.
Ich esse bewusster. Ich höre genauer hin. Ich frage mich nicht nur was ich esse, sondern auch warum.

Es ist, als würde der Körper einmal tief durchatmen dürfen.

Der Geist: Klarheit entsteht im Verzicht

Ramadan ist für mich auch ein mentales Training – vielleicht sogar eines der ehrlichsten.

Es ist die Zeit, in der ich bewusst verzichte. Nicht nur auf Essen, sondern auch auf Impulse, Reaktionen, Gewohnheiten. Ich übe mich in Geduld. In Zurückhaltung. Im Beobachten meiner eigenen Gedanken.

Und genau dort entsteht etwas, das im Alltag oft fehlt: Raum.

Raum, um klarer zu sehen.
Raum, um bewusster zu entscheiden.
Raum, um ruhiger zu werden.

Ich merke jedes Jahr, wie sich mein Denken ordnet. Dinge, die vorher laut waren, verlieren an Bedeutung. Andere, die leise waren, rücken plötzlich in den Vordergrund.

Für mich fühlt sich das an wie ein inneres Aufräumen.
Ein Sortieren. Ein Neu-Ausrichten.

Die Seele: Rückverbindung und echte Tiefe

Ramadan ist und bleibt für mich vor allem ein spiritueller Monat.

Er erinnert mich daran, dass Spiritualität nicht in großen Gesten beginnt, sondern in den kleinen, stillen Momenten:
im Gebet, im Innehalten, im Vergeben, im Loslassen.

Es ist die Zeit, in der ich mir selbst und auch Gott wieder näherkomme.
In der ich reflektiere, dankbar bin, um Vergebung bitte und mich neu ausrichte.

Ich merke, wie gut mir diese Rückverbindung tut.
Wie viel Ruhe sie bringt.
Und wie sehr sie mich erdet.

Für mich ist Ramadan wie ein Zuhause für die Seele – ein Ort, an den ich jedes Jahr zurückkehre, um mich wiederzufinden.

Abschied im Ramadan: Zwischen Trauer und Verbundenheit

Dieser Ramadan hat mir aber auch eine andere, sehr tiefe Seite gezeigt.

Meine liebe Schwiegermutter, mit der ich mich sehr verbunden gefühlt habe, ist in dieser Zeit von uns gegangen.
Auch ihre Beerdigung fand im Ramadan statt. Möge ihre Seele in Frieden ruhen.

Es war ein schmerzlicher Moment. Einer, der innehalten lässt.
Und gleichzeitig hat genau dieser Moment mir noch einmal bewusst gemacht, worum es in diesem Monat wirklich geht: um Vergänglichkeit, um Demut, um das Wesentliche.

Inmitten der Trauer gab es aber auch etwas Verbindendes.
Die Beerdigung hat Menschen zusammengebracht – Familie, die man lange nicht gesehen hatte, vertraute Gesichter, gemeinsame Erinnerungen.

Es sind diese stillen Momente, in denen man spürt:
Selbst in schweren Zeiten liegt etwas Gutes verborgen.

Nicht laut. Nicht aufdringlich.
Aber da.

Das Fest: Wenn aus Verzicht echte Fülle wird

Nach einem Monat des bewussten Verzichts kommt das Fest – und mit ihm eine ganz besondere Form von Fülle.

Dieses Jahr haben wir zwei Tage hintereinander gefeiert. Zwei Tage, die sich fast wie ein kleines Fest des Lebens angefühlt haben.

Das Haus war erfüllt von Düften, von Stimmen, von Lachen.
Es wurde gekocht, serviert, geteilt.

Und ja – ich habe gekocht, als würde ich ein ganzes Dorf versorgen.
Aber genau das liebe ich.

Essen ist für mich nie nur Essen. Es ist Verbindung. Es ist Erinnerung. Es ist Liebe, die man weitergibt.

Ich habe jeden Moment bewusst wahrgenommen.
Weil ich weiß, wie schnell solche Tage vergehen.
Und wie kostbar sie sind.

Was bleibt: Die Kraft der kleinen Gesten

Wenn ich diesen Ramadan in einem Gefühl zusammenfassen müsste, dann wäre es: Dankbarkeit.

Ich wurde in diesen Tagen mit so viel Liebe beschenkt.
Mit Worten. Mit Gesten. Und auch ganz sichtbar – mit Blumen.

Fast jede Vase in unserem Zuhause war gefüllt.
Von meinen Kindern, von ihrem Umfeld und von meinem Mann, der es sich zur Gewohnheit gemacht hat, unser Zuhause das ganze Jahr über mit frischen Blumen zu beleben.

Und genau das hat mich besonders berührt:
Diese kleinen Gesten, die im Alltag vielleicht selbstverständlich wirken, bekommen in solchen Momenten eine ganz andere Tiefe.

Dieser Ramadan war für mich ein Fest des Herzens.
Mit allem, was dazugehört: Freude und Trauer, Nähe und Erinnerung, Stille und Fülle.

Und ich nehme all das mit – ganz leise, ganz bewusst – bis zum nächsten Ramadan, inshallah.


 

Ramadan

Wenn Kalender sich berühren: Warum diese Woche ein seltenes spirituelles Ereignis war

Manchmal gibt es Wochen, die sich anders anfühlen.
Nicht lauter, nicht spektakulärer — eher stiller.
Als würde die Welt für einen Moment etwas weicher werden, obwohl sich eigentlich alles weiterdreht wie immer.

Diese Woche war für mich genau so eine.
Denn etwas Seltenes ist passiert: Ramadan, das chinesische Neujahr und der Beginn der christlichen Fastenzeit fallen in denselben Zeitraum.

Für viele ist das einfach ein spannendes Zusammentreffen im Kalender.
Für mich als Muslimin fühlt es sich nach mehr an.
Nach einem leisen Moment der Verbundenheit zwischen Menschen, die auf ganz unterschiedlichen Wegen nach Sinn, Ruhe und innerer Klarheit suchen.

Ramadan: mein persönlicher Rückzugsort

Ramadan ist für mich nicht einfach nur ein Monat im Jahr.
Er ist ein Ankommen. Ein Innehalten. Ein innerer Raum, den ich jedes Jahr neu betrete.

In dieser Zeit schalte ich bewusst einen Gang runter.
Ich ziehe mich etwas zurück.
Ich reflektiere mehr.
Ich übe Dankbarkeit — auch für die kleinen Dinge.
Ich versuche, mitfühlender zu sein, mit mir selbst und mit anderen.
Und ich lasse Stück für Stück los, was sich zu schwer anfühlt.

Ramadan erinnert mich jedes Jahr daran, dass Spiritualität nicht laut sein muss.
Sie kann leise sein. Sanft. Geduldig.
Wie ein tiefer Atemzug, der Körper und Herz gleichzeitig beruhigt.

Und plötzlich hält die Welt auf ihre eigene Weise inne

Dass zur gleichen Zeit auch das chinesische Neujahr beginnt — ein Fest des Neuanfangs, der Reinigung und des Zusammenseins mit der Familie — hat mich berührt.

Und dass gleichzeitig die christliche Fastenzeit startet, eine Zeit der Besinnung, des Verzichts und der inneren Erneuerung, macht dieses Zusammentreffen für mich noch besonderer.

Drei Traditionen.
Drei Wege.
Drei Kalender.

Und doch ein ähnlicher Rhythmus: innehalten, reinigen, neu beginnen.

Es fühlt sich fast so an, als würde die Welt gemeinsam einmal tief durchatmen — nur jede auf ihre eigene Art.

Was diese Gleichzeitigkeit für mich bedeutet

Ich sehe darin weniger Zufall als Erinnerung.

Eine Erinnerung daran,
dass wir Menschen uns oft ähnlicher sind, als wir denken.
Dass unsere spirituellen Bedürfnisse universell sind.
Und dass jede Kultur ihre eigene Sprache für Hoffnung, Dankbarkeit und Erneuerung gefunden hat.

Während ich faste, weiß ich:
Irgendwo reinigen Menschen ihre Häuser, kommen mit ihren Familien zusammen und starten bewusst neu ins Jahr.
Und anderswo beginnen Menschen eine Zeit des Verzichts, der Reflexion und des Gebets.

Diese Woche hat mir wieder gezeigt, dass wir — trotz aller Unterschiede — oft zur gleichen Zeit nach dem Gleichen suchen:
Ruhe. Sinn. Verbindung. Licht.

💛 Ein persönlicher Wunsch

Ich wünsche mir, dass wir solche seltenen Momente nicht nur als Kalender-Kuriosität sehen, sondern als Einladung:

einander zuzuhören,
voneinander zu lernen,
die Schönheit der Vielfalt wahrzunehmen
und die Gemeinsamkeiten zu feiern, die uns verbinden.

Denn vielleicht fasten wir unterschiedlich, feiern unterschiedlich, beten unterschiedlich —
aber wir hoffen doch alle auf ein besseres Ich und eine ein kleines bisschen bessere Welt.

In diesem Sinne wünsche ich dir eine Zeit voller Ruhe, Klarheit und kleiner Momente des Innehaltens — auf deinem ganz eigenen Weg.
Und wenn du magst, begleite mich hier weiterhin durch Geschichten, Gedanken und Rezepte aus meiner Welt.


 

Djindja

Djindja-Saft mit karamellisiertem Zucker – Ein Stück Kindheit aus Kamerun

Ich bin in Loum aufgewachsen – einer kleinen Stadt im Littoral Kameruns, in der die Luft nach Sonne, Erde und frischem Obst duftet. Loum ist bekannt für seine Bananen‑ und Ananasplantagen, doch ein Getränk prägte meine Kindheit fast mehr als die süßen Früchte selbst: Djindja.

Djindja ist ein kühles, leicht scharfes Ingwergetränk, das in Kamerun – neben Foléré – fast jeder kennt. Für mich war es jedoch mehr als ein erfrischender Saft. Es war das Rezept meiner Mutter. In Loum kannte man sie für ihre sucettes, ihre hausgemachten yaourts – und für den besten Djindja der Stadt.

Sucettes, das waren gefrorene Wassereis‑Tütchen in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Yaourts, cremige Joghurtgetränke, ebenfalls in kleinen Tütchen verpackt, bunt, süß und bei Kindern in ganz Kamerun unglaublich beliebt.

Zu beiden habe ich eine noch engere Beziehung als zu Djindja – aber das ist eine andere Geschichte, die ich vielleicht irgendwann erzähle.

Djindja hingegen war das Getränk, das sich fast jeder leisten konnte. Manchmal nannte man es sogar „Coca Haoussa“, weil der karamellisierte Zucker ihm eine dunkle, colafarbene Tönung verlieh und es oft von Hausa‑Händlern verkauft wurde.

Der Geschmack meiner Kindheit

Für mich ist Djindja ein Stück Zuhause. Die leichte Schärfe des Ingwers, der Duft von Nelken und – später, für die Winterzeit – ein Hauch Sternanis, den ich selbst hinzugefügt habe, um dem Getränk einen warmen, fast weihnachtlichen Touch zu geben. Dazu etwas Zitronensaft für die Frische. All das erinnert mich an heiße Nachmittage, an das Klirren von Flaschen in unserer Küche und an die Geduld, mit der meine Mutter jedes Detail ihres Rezepts pflegte. Gekühlt war Djindja unsere Erfrischung an Sommertagen, warm getrunken ein kleiner Trost, wenn es regnete oder die Abende kühl wurden.

Und wie so oft in der traditionellen Küche steckt in diesem einfachen Getränk auch viel Gutes: Ingwer stärkt das Immunsystem und die Verdauung, Nelken wirken antioxidativ und antibakteriell, und der Sternanis bringt eine winterliche Wärme. Mit etwas Honig oder karamellisiertem Zucker entsteht eine sanfte Süße, die perfekt mit der Schärfe des Ingwers harmoniert.

Warum Djindja für mich mehr ist als ein Getränk

Djindja ist Erinnerung, Fürsorge und ein Stück meiner Geschichte. Es ist ein Tribut an meine Mutter, die mit Hingabe und Kreativität aus wenigen Zutaten etwas Besonderes schuf. Und es ist ein kleiner Gesundheitsbooster, der Körper und Seele gleichermaßen guttut.

Wenn ihr also ein Getränk sucht, das erfrischt, wärmt und gleichzeitig nährt, probiert das Originalrezept meiner Mutter. Ein Schluck – und vielleicht schmeckt ihr ein kleines Stück Kamerun, ein kleines Stück meiner Heimat.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Ein Beitrag geteilt von Fadi N. (@chez.fadi)


Djindja

Djindja-Saft mit karamellisiertem Zucker – Das Originalrezept meiner Mutter

Portions: 1 l

Ingrédients
  

  • 150 –200 g frischer Ingwer Djindja
  • 1 Liter Wasser
  • 1 –2 Zitronen oder Limetten
  • 4 –5 Gewürznelken
  • 1 Stück Sternanis
  • Optional: 3–4 EL Zucker zum Karamellisieren
  • 2 –3 EL zusätzlicher Zucker oder Honig

Method
 

  1. Optionales Karamell: Den Zucker in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen, bis er goldbraun ist. Vorsichtig mit etwa 700 ml Wasser ablöschen und vollständig auflösen.
  2. Gewürzwasser: Nelken und Sternanis ins Wasser geben und 5–10 Minuten leicht köcheln lassen. Danach beiseitestellen.
  3. Ingwer vorbereiten: Den Ingwer gründlich waschen, in Stücke schneiden und mit den restlichen 300 ml Wasser sehr fein pürieren.
  4. Saft gewinnen: Den Ingwerbrei durch ein feines Sieb oder ein Tuch pressen, um den konzentrierten Ingwersaft zu gewinnen.
  5. Mischen: Den Ingwersaft mit dem gewürzten Wasser vermengen. Wenn kein Karamell verwendet wird, 700 ml klares Wasser hinzufügen.
  6. Zitrusnote: Zitronen oder Limetten auspressen und den Saft unterrühren.
  7. Süßen: Nach Geschmack zusätzlichen Zucker oder Honig hinzufügen.
  8. Kühlen: Den Saft mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen und gut gekühlt servieren.

Notes

💡 Tipp: Wer mag, kann den Saft auch heiß genießen – er wirkt dann wärmend und beruhigend an kalten Tagen.

Kürbissuppe

Kürbiscremesuppe mit westafrikanischem Twist

Eine neue Kreation, inspiriert von zwei Welten – und einem kleinen Küchenabenteuer

Es gibt Zutaten, die begleiten uns ein Leben lang — aber nicht immer in derselben Form. Für mich gehört Kürbis dazu. In Kamerun haben wir ihn in Stücken gekocht, als Beilage serviert oder einfach zwischendurch genascht. Eine Kürbissuppe kannte ich damals nicht. Diese cremige, samtige Variante habe ich erst in Deutschland entdeckt — und sie hat mich sofort neugierig gemacht. Ein vertrauter Geschmack, der plötzlich eine neue Sprache spricht.

Und dann sind da die Plantains. kk
Reif, gelb, süß — ein Aroma, das für mich nach Kindheit und Geborgenheit schmeckt.
Sie geben jedem Gericht diese besondere, sonnige Note.

Kürbissuppe

Eigentlich wollte ich dieses Rezept mit Hokkaido-Kürbis kochen — wie ich es sonst immer mache. Aber an diesem Tag habe ich im Laden einfach keinen schönen gefunden. Also habe ich spontan den nächstbesten Kürbis mitgenommen, ohne groß hinzuschauen. Erst zuhause habe ich gemerkt, dass ich ausgerechnet einen Spaghetti-Kürbis erwischt hatte. Und wer ihn kennt, weiß: Seine Schale ist so hart, dass kaum ein Mixer ihn richtig zerkleinern kann.

Aber ich lasse mich in der Küche selten aufhalten. Also habe ich improvisiert: Den Kürbis grob in Stücke schneiden, mit allen anderen Zutaten vorkochen, damit er die Gewürze von Anfang an aufnimmt, dann die weichen Stücke herausnehmen, schälen und wieder zurück in den Topf geben. Und weißt du was? Es hat wunderbar funktioniert.

So entsteht manchmal ein neues Rezept — nicht geplant, sondern aus einem kleinen Missgeschick heraus. Und genau das liebe ich am Kochen.

Hier zum Video…

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Ein Beitrag geteilt von Fadi N. (@chez.fadi)


Rezept zum Download…

Kürbissuppe

Kürbiscremesuppe mit westafrikanischem Twist

Temps de préparation 15 minutes
Temps de cuisson 30 minutes
Temps total 45 minutes
Portions: 6
Type de plat: Appetizer, Suppe, Vorspeise
Cuisine: cuisine du monde

Ingrédients
  

  • 1 kg Spaghetti-Kürbis
  • Hokkaido eignet sich noch besser – ich hatte diesmal keinen zur Hand
  • 2 reife gelbe Plantains Kochbananen
  • 300 g Karotten
  • 1 große Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 Stück Ingwer ca. daumengroß
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Pfeffer
  • 1 EL Gewürzmischung Fish Mix, Meat Mix oder alternativ Gemüsebrühe
  • ca. 150 ml vegane Kochsahne oder normale Sahne
  • ca. 30 ml Sonnenblumen- oder Rapsöl
  • ca. 1 5 Liter Wasser
  • Kürbiskerne geröstet, als Topping
  • Garnelen optional, als Topping
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Curry

Method
 

  1. Kürbis, Plantains und Karotten grob in Stücke schneiden.Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und ebenfalls grob hacken.
  2. Öl in einem großen Topf erhitzen und Zwiebel, Knoblauch sowie Ingwer kurz anschwitzen.Dann Kürbis, Plantains und Karotten hinzufügen, mit Salz, Pfeffer und Gewürzmischung würzen und alles gut vermengen.
  3. Die Zutaten mit Wasser bedecken und zum Kochen bringen.Die Hitze reduzieren und alles sanft köcheln lassen.
    Optional: Alle Zutaten können auch direkt mit Wasser bedeckt und ohne Anbraten gekocht werden.So wird die Suppe milder und natürlicher im Geschmack — ideal für eine schnelle, unkomplizierte Variante.
  4. Sobald der Kürbis weich ist, die Stücke herausnehmen und schälen.Die geschälten Stücke wieder in den Topf geben und weiterköcheln lassen.(Bei Spaghetti-Kürbis ist die Schale sehr hart — bei Hokkaido entfällt dieser Schritt.)
  5. Weiterkochen, bis auch Plantains und Karotten weich sind.Die Suppe anschließend fein pürieren, bis sie schön cremig ist.
  6. Paprika und Currypulver hinzugeben, dann die vegane Kochsahne einrühren und die Suppe 3–5 Minuten auf minimaler Hitze ziehen lassen. Jetzt unbedingt abschmecken und nachwürzen, falls nötig — je nach Geschmack etwas mehr Salz, Pfeffer oder Gewürzmischung.
  7. Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Öl kurz anrösten und beiseitestellen.Die vorbereiteten Garnelen in etwas Salz, Pfeffer, Knoblauch und Öl marinieren und anschließend anbraten.
  8. Die Suppe in Schalen füllen und mit Garnelen sowie gerösteten Kürbiskernen toppen.Warm genießen und den vollen westafrikanischen Twist spüren.

Notes

Bon Appétit!
Fadi

 

Jahresabschluss 2025 – Ein persönlicher Rückblick voller Dankbarkeit, Genuss und Wachstum

Wenn ich dieses Jahr bewusst Revue passieren lasse, wird mir einmal mehr klar, wie intensiv, reich und vielschichtig es war. 2025 war kein leises Jahr – es war geprägt von Bewegung, Begegnungen, Verantwortung und ganz viel Herz. Ein Jahr, in dem sich Berufliches und Privates, Arbeit und Genuss, Disziplin und Dankbarkeit auf besondere Weise miteinander verbunden haben – manchmal leise, manchmal herausfordernd, aber immer getragen von Sinn, Leidenschaft und Liebe.

Zwischen Vollzeitjob, Familie und Herzensprojekten

Neben meinem Haupt- und Vollzeitberuf habe ich dieses Jahr erneut gelernt, wie viel möglich ist, wenn man dranbleibt, organisiert ist und seinem Herzen vertraut. Mein Alltag war geprägt von Terminen, Verantwortung und Projekten – und gleichzeitig von Familie, Verbindung und Nähe, oft auch über Länder- und Zeitzonen hinweg. Dieses Jonglieren war nicht immer leicht, aber es hat mich wachsen lassen.

2025 war für mich auch auf privater Ebene ein ganz besonderes Jahr. Unser jüngstes Familienmitglied hat einen großen Schritt gewagt und ist ausgezogen, um in den USA zu studieren. Ein Moment voller Stolz, Emotionen und innerer Bewegung. Loslassen und Vertrauen haben in diesem Jahr eine neue Bedeutung bekommen – als Mutter, als Familie, als Frau. Nähe fühlt sich heute anders an, aber nicht weniger tief.

Kochkurse, Events und Begegnungen – jedes einzelne ein Highlight

Kulinarisch war dieses Jahr für mich besonders lebendig und voller Herz. Ich durfte zahlreiche Kochkurse und Teamevents geben – und jedes einzelne davon war auf seine ganz eigene Weise ein kleines Fest. Nicht, weil alles perfekt gelaufen wäre, sondern weil echte, berührende Begegnungen entstanden sind.

Wenn Menschen gemeinsam kochen, lachen, probieren und Neues entdecken, passiert Magie. Genau dafür steht Chez Fadi: Menschen zusammenzubringen, Kulturen über Essen spürbar zu machen und Momente der Verbundenheit zu schaffen. Diese Augenblicke, das Lachen am Tisch, die neugierigen Blicke beim Probieren, die kleinen Aha-Momente – sie haben mich getragen, mir Energie geschenkt und mich immer wieder daran erinnert, warum ich diesen Weg voller Leidenschaft gehe.

Chez Fadi’s neues Sortiment – Authentisch, aromatisch, alltagstauglich

In diesem Jahr durfte mein Sortiment weiter wachsen. Neben meinen Saucen und Gewürzen habe ich zwei neue Gewürzmischungen entwickelt und herausgebracht: Chez Fadi’s Fish Mix und Chez Fadi’s Meat Mix.
Zwei Mischungen, die meine Küche widerspiegeln: authentisch, aromatisch, alltagstauglich – und mit viel Respekt für die westafrikanischen Wurzeln.

Der große Meilenstein: mein französisches Kochbuch

Der persönliche Höhepunkt dieses Jahres war ohne Zweifel die Fertigstellung und Veröffentlichung der französischen Version meines Kochbuchs – Rcettes camerounaises et d’Afrique de l’Ouest. Monate intensiver Arbeit liegen hinter mir – Stunden des Schreibens, Überarbeitens, Zweifelns und Verfeinerns. Dieses Buch ist mehr als eine Sammlung von Rezepten. Es ist ein Stück meiner Geschichte, meiner Wurzeln und meiner kulinarischen Identität.
Heute ist es fertig und bereits in meinem Shop erhältlich – ein Moment, der mich mit tiefer Dankbarkeit und stillem Stolz erfüllt.

Genussvolle Auszeiten und gemeinsame Momente

Auch wenn dieses Jahr sehr arbeitsreich war, habe ich mir bewusst kleine Auszeiten gegönnt – und diese besonders schön mit meinem liebevollen und unterstützenden Ehemann geteilt. Es waren genuss- und ereignisvolle Urlaube, wertvolle Besuche bei Familie und Verwandten sowie gemeinsame Momente fernab des Alltags, die mir neue Energie geschenkt haben.
Und natürlich waren all diese Augenblicke auch kulinarische Erlebnisse – denn wie sollte es bei einer Foodie wie mir anders sein? Genuss war immer Teil der Reise.

Ein krönender Abschluss: Mentorinnen-Mentees Kochkurs & Women for Knowledge

Ganz besonders in Erinnerung bleibt mir in diesem Jahr der Kochkurs für Mentorinnen und Mentees der Kontaktstelle Frauen und Beruf, den ich zum zweiten Mal leiten durfte. Ein inspirierender und berührender Abend voller Leidenschaft, gemeinsamer Kreativität und echter Begegnungen. Es war mehr als ein Kochkurs – es war ein Moment des Women Empowerment, ein Miteinander, das zeigt, wie wertvoll Unterstützung, Austausch und gegenseitige Inspiration sind.

Zum Jahresende durfte ich zudem bei Women for Knowledge auftreten – ein krönender Abschluss dieses intensiven Jahres. Dieser Moment stand sinnbildlich für vieles, was mich 2025 begleitet hat: Wissen teilen, Kultur sichtbar machen, Erfahrungen weitergeben und Frauen inspirieren.

Beide Erlebnisse haben mir noch einmal deutlich vor Augen geführt, wofür Chez Fadi steht: Menschen über Essen zu verbinden, Wissen weiterzugeben und Räume zu schaffen, in denen Frauen gestärkt und inspiriert werden. Ein schöner, runder Abschluss eines Jahres voller Arbeit, Wachstum und innerer Entwicklung.

Dankbarkeit

Ich bin dankbar.
Für meinen liebevollen und unterstützenden Ehemann, der diesen Weg mit mir geht und so vieles mitträgt.
Für meine Kinder, die mich jeden Tag daran erinnern, was wirklich zählt – durch ihre Stärke, ihren Mut, ihren eigenen Weg und das Vertrauen, das sie mir schenken. Ihr Wachstum, ihre Entscheidungen und ihre Nähe, auch über Entfernungen hinweg, erfüllen mich mit Stolz und tiefer Dankbarkeit.

Ich bin ebenso dankbar für meine Familie, nah und fern, und für jede Person, die an einem Kochkurs teilgenommen, ein Kochbuch bestellt, meine Saucen, Gewürze oder Gewürzmischungen entdeckt oder mir auf irgendeine Weise ihr Vertrauen geschenkt hat. Für jedes wertschätzende Feedback, jede Weiterempfehlung und jede Begegnung – sichtbar oder im Stillen.

Ausblick und Neujahrswünsche

Mit all dieser Dankbarkeit blicke ich nun nach vorn. Ich wünsche euch von Herzen ein neues Jahr voller Gesundheit, Frieden und Zuversicht. Möge 2026 Raum schaffen für bewussten Genuss, für Begegnungen, die nähren, und für Momente, die das Herz wärmen – am Tisch und im Leben.

Danke, dass ihr Teil von Chez Fadi seid. Ich freue mich darauf, euch auch im kommenden Jahr mit Rezepten, Aromen, Produkten, Geschichten und kulinarischen Erlebnissen begleiten zu dürfen.

In diesem Sinne: einen guten Rutsch und ein genussvolles, gesundes neues Jahr.
Eure Fadi