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Recettes camerounaises et d’Afrique de l’Ouest

La version française de mon livre est enfin là… et je n’aurais jamais imaginé ce voyage

Mon livre de cuisine en français est enfin en prévente — et rien que d’écrire ces mots, j’ai des frissons. Depuis quelques jours, j’ai entre les mains mon exemplaire test, et je peaufine encore les derniers petits détails. Ces retouches, ces choix minutieux, ces ajustements… tout cela fait partie de cette aventure qui m’a portée pendant de longs mois.

En début d’année 2024, j’ai publié la version allemande de mon livre… et vous l’avez accueillie avec tellement d’amour.
Ce succès m’a portée, encouragée, inspirée.

Très vite, une évidence s’est imposée :
après la publication de mon livre en allemand, je devais offrir une version française… en l’honneur de mon Cameroun natal.

Mais ce qui devait être une simple traduction s’est transformé en un chantier passionnant — et parfois un peu fou!
Mon perfectionnisme, ou devrais-je dire ma quête d’excellence, m’a vite rattrapée:
• un détail de design à ajuster ici,
• une photo à refaire là,
• une envie soudaine de changer la mise en page,
• un nouveau visuel pour mieux faire honneur à nos plats,
• et finalement… un tout nouveau cover, inspiré du Ndop, ce tissu traditionnel qui raconte mes racines Bamiléké et Bamoun et l’histoire de mon Cameroun.

Des photos on été refaites, des recettes réécrites, chaque texture et chaque couleur repensées.
Ce livre a demandé des heures en cuisine, des essais, des ratés, des réussites, de la patience… et beaucoup d’émotions. Mais aujourd’hui, je peux le dire avec le cœur plein de gratitude:

  • Tout cela en valait la peine.
  • Un livre est né, façonné avec passion, fierté et profondeur.
  • Un livre qui célèbre nos saveurs, nos couleurs, nos traditions.

Recettes camerounaises et d’Afrique de l’Ouest: plus qu’un livre, une invitation dans ma cuisine

Dans ce nouvel ouvrage, j’ai voulu capturer l’essence même de ce qui fait la force de nos cuisines:
– des recettes authentiques et familiales,
– des astuces et secrets transmis de génération en génération,
– des anecdotes vibrantes qui donnent vie à chaque plat,
– et des informations précieuses sur nos ingrédients et nos épices — ces trésors qui donnent une âme à nos préparations.

J’ai mis mon cœur, mon histoire, mon identité… mon âme dans ce livre.
Et j’ai tellement hâte qu’il entre dans vos cuisines, qu’il réveille vos souvenirs, qu’il crée de nouvelles traditions dans vos foyers.

Le grand jour approche…

Aujourd’hui, je suis fière — profondément fière — de vous présenter
Recettes camerounaises et d’Afrique de l’Ouest
dans sa toute nouvelle version française.

👉🏾 Découvrez le livre dès maintenant dans ma boutique

Merci d’être là, merci de me soutenir, merci de faire vivre la cuisine de chez nous.
Ce livre, c’est un bout de moi… mais aussi un hommage à nous tous.

Die französische Version meines Buches ist endlich da… und ich hätte mir diese Reise nie vorstellen können

Mein französisches Kochbuch ist endlich im Vorverkauf — und allein beim Schreiben dieser Worte bekomme ich Gänsehaut. Seit ein paar Tagen halte ich mein Probeexemplar in den Händen, und ich feile noch an den letzten kleinen Details. Diese Retuschen, diese sorgfältigen Entscheidungen, diese Anpassungen… all das gehört zu dieser Reise, die mich über viele Monate getragen hat.

Anfang 2024 habe ich die deutsche Version Kamerunische & westafrikanische Rezepte meines Buches veröffentlicht… und ihr habt sie mit so viel Liebe aufgenommen.
Dieser Erfolg hat mich getragen, ermutigt und inspiriert.

Schon bald stand für mich fest:
Nach der Veröffentlichung meines Buches auf Deutsch musste es eine französische Version geben — zu Ehren meines Heimatlandes Kamerun.

Doch was eigentlich eine einfache Übersetzung werden sollte, verwandelte sich schnell in ein leidenschaftliches — und manchmal leicht verrücktes — Großprojekt!
Mein Perfektionismus, oder besser gesagt mein Drang nach Exzellenz, hat mich schnell eingeholt:
• hier ein Designdetail, das angepasst werden musste,
• dort ein Foto, das ich komplett neu gemacht habe,
• eine spontane Idee für ein neues Layout,
• ein visueller Ansatz, der unsere Gerichte noch besser würdigt,
• und schließlich… ein komplett neues Cover, inspiriert vom Ndop, diesem traditionellen Stoff, der von meinen Bamiléké– und Bamoun-Wurzeln erzählt und die Geschichte meines Kameruns trägt.

Fotos wurden neu gemacht, Rezepte neu geschrieben, jede Textur und jede Farbe neu durchdacht.
Dieses Buch hat Stunden in der Küche verlangt, viele Versuche, kleine Rückschläge, schöne Erfolge, Geduld… und unglaublich viele Emotionen.
Doch heute kann ich es mit tief empfundener Dankbarkeit sagen:

All das hat sich gelohnt.
Ein Buch ist entstanden, geprägt von Leidenschaft, Stolz und Tiefe.
Ein Buch, das unsere Aromen, unsere Farben, unsere Traditionen feiert.

„Recettes camerounaises et d’Afrique de l’Ouest“: mehr als ein Buch – eine Einladung in meine Küche

In diesem neuen Werk wollte ich die Essenz dessen einfangen, was unsere Küchen so stark und einzigartig macht:
authentische, familiäre Rezepte,
Tipps und Geheimnisse, die von Generation zu Generation weitergegeben werden,
lebendige Anekdoten, die jedem Gericht Leben einhauchen,
– und wertvolle Informationen über unsere Zutaten und Gewürze — diese Schätze, die unseren Speisen ihre Seele verleihen.

Ich habe mein Herz, meine Geschichte, meine Identität… meine Seele in dieses Buch gelegt.
Und ich kann es kaum erwarten, dass es in eure Küchen einzieht, Erinnerungen weckt und neue Traditionen in euren Familien entstehen lässt.

Der große Tag rückt näher…

Heute bin ich stolz — tief stolz — euch
Recettes camerounaises et d’Afrique de l’Ouest
in seiner ganz neuen französischen Ausgabe zu präsentieren.

👉🏾 Entdeckt das Buch jetzt in meinem Shop

Danke, dass ihr da seid. Danke für eure Unterstützung. Danke, dass ihr die Küche von „chez nous“ lebendig haltet.
Dieses Buch ist ein Teil von mir… aber auch eine Hommage an uns alle.


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ndomba

Ndomba mit Tilapia – Kameruns duftendes Geheimnis im Blatt

 

Ndomba mit Tilapia – Kameruns duftendes Geheimnis im Blatt

In der kamerunischen Küche gibt es Gerichte, die nicht nur den Gaumen, sondern auch die Seele berühren. Ndomba ist eines davon – ein traditionelles Gericht, das Fisch oder Fleisch in einer aromatischen Gewürzmischung in Blätter gehüllt und sanft gedämpft wird. Es stammt aus dem Süden Kameruns, insbesondere von den Bassa- und Béti-Völkern, und ist ein Paradebeispiel für die Kunst des „Kochen im Blatt“.

Ndomba

Was macht Ndomba so besonders?

Ndomba ist mehr als nur ein Rezept – es ist ein Ritual. Die Zutaten werden sorgfältig vorbereitet, die Gewürze liebevoll gemischt, und der Fisch wird in Marantacee- oder Bananenblätter, die in Kamerun überall erhältlich sind, eingewickelt. Durch das Dämpfen bleiben alle Aromen erhalten, und der Fisch wird zart und saftig. Das Ergebnis: ein Gericht, das duftet, schmeckt und Geschichten erzählt.

Typisch für Ndomba ist auch der Einsatz von Odjom-Blättern (Maniguette- oder Ingwerblätter) und Messep. Sie geben dem Gericht ein unverwechselbares Aroma, das sofort an die kamerunische Küche erinnert. In manchen Regionen wird auch Mbongo-Gewürz verwendet, das dem Gericht dann den Namen Mbongo Ndomba verleiht und für die charakteristische schwarze Farbe sorgt.

  • Odjom-Blätter (Maniguette-/Ingwerblätter), die für ihr frisches, leicht scharfes und aromatisches Aroma geschätzt werden.

  • Messep, auch bekannt als afrikanischer Basilikum (Ocimum gratissimum), ist ein traditionelles Gewürz der Bassa mit intensiv würzigem, aromatisch mit pfeffriger Frische. Es verleiht dem Gericht eine erdige Tiefe und gehört eigentlich zur klassischen Ndomba-Zubereitung – war in diesem Fall jedoch nicht verfügbar. Falls Messep nicht zur Hand ist, kann ersatzweise auch europäischer Basilikum verwendet werden – dieser bringt zwar ein milderes Aroma mit, bewahrt aber dennoch die frische, kräuterige Note des Gerichts.

Ndomba wird oft bei Festen oder Familienzusammenkünften serviert – ein Gericht, das Gemeinschaft, Tradition und Genuss verbindet. Es passt hervorragend zu Miondo, Bobolo oder Reis und bringt den reinen Geschmack Kameruns auf den Tisch.


Das Ganze als Video…

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Und Zum Download

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Ndomba mit Tilapia

Temps de préparation 15 minutes
Temps de cuisson 40 minutes
Temps total 55 minutes
Portions: 4
Type de plat: Eintöpfe, Gebackenes, Hauptgericht
Cuisine: Kamerunisch, Westafrikanisch, westafrikanische Küche

Ingrédients
  

  • 2-3 mittelgroße Tilapia küchenfertig (in 3–4 Stücke geschnitten)
  • 2-3 Große Tomaten fein gehackt
  • 1 Große Zwiebel fein gehackt
  • 4-6 Knoblauchzehen zerdrückt
  • 4-6 Marantacee-Blätter alternativ: Bananenblätter oder Backpapier
  • Optional: Alufolie als zusätzlicher Schutz damit die Blätter nicht auslaufen
  • Küchengarn zum Zubinden
  • 1-2 EL Fischgewürz z. B. Chez Fadi’s FishMix
  • 4-6 Odjom-Blätter Maniguette-/Ingwerblätter
  • Optional: Messep – traditionelles Gewürz, hier nicht verwendet
  • 4-6 EL neutrales Öl
  • 3-4 Scotch Bonnet nach Geschmack, sehr scharf
  • Salz nach Geschmack
  • Optional: ½ grüne ½ rote, ½ gelbe Paprika in Streifen – nur zur Deko beim Servieren

Method
 

Fisch marinieren
  1. Die Tilapia-Stücke waschen, trocken tupfen und in eine Schüssel geben. Mit Salz, Öl und Chez Fadi’s FishMix vermengen. 15–20 Minuten marinieren lassen.
Zutaten vorbereiten
  1. Tomaten und Zwiebel fein hacken. Knoblauch zerdrücken. Alles zusammen mit dem marinierten Fisch gut vermengen.
Blätter vorbereiten
  1. Marantacee- oder Bananenblätter kurz in heißem Wasser oder über einer Flamme ziehen, damit sie geschmeidig werden.
  2. Optional Alufolie darunterlegen, damit beim Garen keine Flüssigkeit austritt.
  3. Je ein oder zwei Odjom- und Messep (Falls zur Hand) Blätter auf das vorbereitete Blatt legen.
Fischpäckchen formen
  1. 2 bis 3 Stücke Fisch mit der Marinade auf die Blätter legen.
  2. Einen ganzen oder halbierten Scotch Bonnet obenauf setzen.
  3. Alles sorgfältig in die Blätter wickeln und mit Küchengarn festbinden.
Garen
  1. Im Dämpfeinsatz ca. 30–40 Minuten oder im Backofen bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) für ca. 35–40 Minuten.
Servieren
  1. Die Päckchen vorsichtig öffnen und den Fisch heiß servieren.
  2. Dazu passen Miondo, Bobolo oder Reis.
  3. Die Paprikastreifen können als bunte Garnitur auf dem Teller angerichtet werden.

Notes

Tipp:

  • Odjom- und Messep-Blätter sind entscheidend für das charakteristische Aroma.
  • Scotch Bonnet gibt dem Gericht die typische Schärfe – bei Bedarf weniger oder ohne verwenden.
  • Durch die Blätter bleibt der Fisch saftig und nimmt das würzige Aroma intensiv auf.

 

hiomi

Hiomi – Die geheimnisvolle Rinde des Knoblauchbaums

 

Die Natur hat ihre ganz eigene Art, uns zu überraschen. Manchmal sind es die kleinen, unscheinbaren Dinge, die sich als wahre Schätze entpuppen – wie ein Duft, der Erinnerungen weckt, oder ein Geschmack, der Geschichten erzählt. Hiomi, auch bekannt als Huyomi, Olum, Bobimbi oder Country Onion, ist genau so ein Schatz. Ein Gewürz, das nicht laut auf sich aufmerksam macht, sondern leise und tief in den kulinarischen und heilkundlichen Traditionen West- und Zentralafrikas verwurzelt ist.


Herkunft – Ein Baum mit Charakter

Hiomi stammt vom Knoblauchbaum, botanisch Afrostyrax lepidophyllus genannt – ein seltener Baum, der in den tropischen Regenwäldern von Kamerun, Gabun, Ghana und der Demokratischen Republik Kongo wächst. Schon beim ersten Kontakt mit seiner Rinde oder den Früchten wird klar: Dieser Baum hat Persönlichkeit. Ein intensiver Duft steigt auf – eine Mischung aus Knoblauch, Zwiebel und einer warmen, leicht süßlichen Würze, die neugierig macht.

Was viele nicht wissen: Es sind nicht nur die Rinde, sondern auch die Samen und Früchte, die dieses unverwechselbare Aroma tragen. In der lokalen Küche werden sie getrocknet, gemahlen oder einfach als Ganzes mitgekocht – ganz nach dem Prinzip: Weniger ist mehr, wenn die Natur so großzügig mit Geschmack ist.


Kulinarische Tradition – Mit Liebe gewürzt

In den Küchen Kameruns, Gabuns und Nigerias ist Hiomi ein vertrauter Begleiter. Seit Generationen wird es als natürlicher Geschmacksverstärker verwendet – ähnlich wie Knoblauch, aber mit einer eigenen, tiefen Note, die Gerichte erdet und ihnen Charakter verleiht.

Ein paar Beispiele, die das Herz wärmen:

  • Shuem: Eine Sauce aus Kürbisblättern und gemahlenen rohen Erdnüssen – nahrhaft, aromatisch und voller Seele. Hiomi wird hier mitgekocht, um Tiefe und Würze zu schenken.
  • Mbongo Tchobi: Eine dunkle, geheimnisvolle Sauce mit frischem Fisch ( kann aber auch mit Fleisch zubereitet werden) bei der Hiomi das Aroma wie ein roter Faden durchzieht.
  • Nkui & Sauce Jaune: Traditionelle Gerichte, bei denen Hiomi nicht nur würzt, sondern verbindet – Geschmack, Erinnerung und Gemeinschaft.

Und auch in der modernen Küche findet Hiomi langsam seinen Platz. Für Menschen, die Knoblauch lieben, aber ihn nicht gut vertragen, ist es eine wunderbare Alternative. Und für alle anderen: eine neue Dimension des Würzens.


Heilende Geschichten – Wissen, das weitergegeben wird

Hiomi ist nicht nur ein Gewürz – es ist auch ein Teil der traditionellen afrikanischen Medizin. Die Geschichten, die man sich erzählt, sind so alt wie die Wälder, aus denen der Baum stammt.

Man sagt, dass Hiomi:

  • antibakteriell und entzündungshemmend wirkt – erste Studien bestätigen, dass Extrakte aus der Rinde bestimmte Bakterien hemmen können.
  • die Verdauung unterstützt – in manchen Regionen wird ein Tee aus der Rinde gekocht, der bei Magenbeschwerden helfen soll.
  • Insekten und sogar Schlangen fernhält – Jäger trugen Hiomi in ihren Taschen, und der intensive Geruch soll Tiere abschrecken.

Ob wissenschaftlich belegt oder nicht – diese Anwendungen zeigen, wie tief Hiomi in der Kultur und im Alltag verwurzelt ist. Es ist ein Gewürz, das nicht nur den Körper, sondern auch die Seele berührt.


Hiomi auf Reisen – Ein Gewürz entdeckt die Welt

Noch ist Hiomi außerhalb Afrikas ein Geheimtipp. Aber die Welt wird neugieriger, offener – und die afrikanische Diaspora bringt ihre kulinarischen Schätze mit. Immer mehr Gewürzliebhaber entdecken Hiomi für sich, und das aus gutem Grund.

Ein paar Ideen für die moderne Küche:

  • Gemahlen als feiner Ersatz für Knoblauchpulver
  • Mitgekocht in Suppen, Currys oder Eintöpfen
  • In Marinaden für Fleisch, Fisch, Gemüse oder Tofu

Hiomi ist vielseitig, kraftvoll und dabei überraschend sanft – ein Gewürz, das sich nicht aufdrängt, sondern einlädt.


Fazit – Geschmack, der verbindet

Hiomi ist mehr als nur ein aromatischer Geheimtipp. Es ist ein Symbol für die Verbindung von Tradition, Geschmack und Naturheilkunde. Die Rinde und Früchte des Knoblauchbaums erzählen Geschichten – von Regenwäldern, von Familien, von Mahlzeiten, die mit Liebe gekocht wurden.

Für alle, die neugierig sind, die gerne Neues entdecken und ihre Küche um eine besondere Note erweitern möchten, ist Hiomi eine Einladung. Vielleicht wird es bald auch in europäischen Küchen heimisch – als würzige Brücke zwischen Kontinenten, Kulturen und Generationen.

 

vetiver

Khamaré (Vetiver/Gongoli) – Wirkung, Anwendung & meine persönliche Erfahrung

Es gibt diese Tage, an denen wir Frauen uns am liebsten mit einer Decke verkriechen würden – Bauchkrämpfe, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen. Lange habe ich nach natürlichen Wegen gesucht, um meinen Körper in dieser Zeit sanft zu unterstützen. Neben Wärmeflasche und Kräutertees ist mir dabei eine Pflanze besonders ans Herz gewachsen: Vetiver, in Westafrika auch Khamaré oder Gongoli genannt.

Wie ich Khamaré (Vetiver/Gongoli) entdeckt habe

Bis vor einigen Jahren hatte ich von Khamaré noch nie gehört. Erst über Social Media stieß ich darauf – in einer Phase, in der ich dringend nach natürlichen Mitteln für mein Frauenwohlbefinden gesucht habe. Da ich aus gesundheitlichen Gründen keine hormonellen Präparate gegen meine prämenopausalen Beschwerden nehmen darf, war ich neugierig, ob mir traditionelle Heilpflanzen helfen könnten.

Lange suchte ich vergeblich nach Vetiver-Wurzeln in Deutschland. Erst bei einem Besuch in Kamerun wurde ich fündig. Auf dem Markt sprach ich eine Verkäuferin darauf an, und sie erzählte mir voller Begeisterung von den vielen Vorteilen dieser Pflanze. In diesem Moment wusste ich: Das muss ich ausprobieren.

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Khamaré Wirkung – die vielseitigen Vorzüge von Vetiver

In vielen afrikanischen und indischen Traditionen gilt Khamaré nicht nur als aromatische Pflanze, sondern auch als wertvolle Heilwurzel für das Frauenwohlbefinden. Schon seit Jahrhunderten wird Vetiver bei Frauenbeschwerden, für die Hautpflege und zur Entspannung eingesetzt.

Die bekanntesten Vorteile von Khamaré (Vetiver/Gongoli):

💛 Unterstützung in Prämenopause & Menopause – traditionell zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden.
💛 Wirkung auf die Haut – kann Hautunreinheiten reduzieren und das Hautbild verfeinern.
💛 Natürliche Intimpflege – neutralisiert unangenehme Gerüche und fördert Frische.
💛 Beruhigend & entspannend – Vetiver-Wasser kann Körper und Seele gleichermaßen entspannen.
💛 Natürliches Aphrodisiakum – in vielen Kulturen gilt Gongoli als sanfte Stimulanz der Libido.

Diese Eigenschaften machen Vetiver-Wasser oder Khamaré-Tee zu einem echten Schatz für Frauen, die ihr Wohlbefinden auf natürliche Weise stärken möchten.

Khamaré Anwendung – verschiedene Möglichkeiten

Khamaré (Vetiver/Gongoli) ist vielseitig einsetzbar. Je nach Kultur wird die Wurzel in unterschiedlichen Formen verwendet:

  • Als GetränkKhamaré Wasser: Wurzeln in kaltem Wasser ziehen lassen – ergibt ein erfrischendes Getränk.
  • Als Tee-AufgussVetiver Tee: Mit heißem Wasser übergießen, 10–12 Minuten ziehen lassen, heiß oder lauwarm trinken.
  • Als Badezusatz: In manchen Regionen werden die Wurzeln ins Badewasser gelegt. Das sorgt für Entspannung, pflegt die Haut und schenkt ein angenehmes Wohlgefühl.
  • Als Räucherwerk: Getrocknete Khamaré-Wurzeln können auch verräuchert werden, um Räume zu reinigen oder eine beruhigende Atmosphäre zu schaffen.
  • In der AromatherapieVetiver-Öl: Aus den Wurzeln wird ein ätherisches Öl gewonnen, das wegen seines erdigen, beruhigenden Duftes beliebt ist – oft zur Entspannung oder als Unterstützung bei Stress.

✨ Für mich persönlich ist das Getränk die schönste Form, Khamaré in meinen Alltag zu integrieren. Es ist unkompliziert, wohltuend und begleitet mich überall – ob im Sommer eiskalt aus der Kühflasche oder im Winter als beruhigender, warmer Aufguss.

Mein persönliches Ritual mit Khamaré

Gerade im Sommer ist Khamaré Wasser mein ständiger Begleiter. Am Abend, bevor ich schlafen gehe, setze ich eine Karaffe mit frischem Wasser und einigen Wurzelbündeln und ein paar Limettenscheiben an. Über Nacht darf das Wasser im Kühlschrank ziehen. Am nächsten Morgen fülle ich es in meine Kühlflasche – so habe ich den ganzen Tag über ein gesundes, erfrischendes Getränk, dabei, das mich mit Energie und Leichtigkeit begleitet. Und das Beste: Ein Bündel Khamaré kann man bis zu fünfmal wiederverwenden, bevor es ausgetauscht werden muss. Das macht es nicht nur praktisch, sondern auch nachhaltig.

Im Winter liebe ich die Tee-Variante: Khamaré mit heißem Wasser übergießen, 10–12 Minuten ziehen lassen und dann heiß oder lauwarm genießen. Es wärmt, entspannt und schenkt mir kleine Momente der Geborgenheit.

Fazit: Warum ich Khamaré (Vetiver/Gongoli) liebe

Für mich ist Khamaré nicht nur eine Pflanze, sondern ein Stück natürliche Frauenheilkunde. Es ist ein Stück Tradition, verbunden mit modernen Bedürfnissen. Es schenkt Ruhe, Ausgeglichenheit und ein bisschen das Gefühl, dass Mutter Natur genau weiß, was wir Frauen manchmal brauchen.

Vielleicht hast auch Du Lust, Khamaré (Vetiver/Gongoli) auszuprobieren – sei es für Dein Frauenwohlbefinden, für Deine Haut oder einfach als natürliches, gesundes Getränk. Oder auch als kleine Unterstützung an den Tagen, an denen Du Dich selbst am meisten brauchst🌸


So mache ich es

 
 
 
 
 
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Rezept 1: Khamaré-Zitronenwasser (Sommer-Variante)

Zutaten (für 1 Liter):

  • 1 kleiner Bündel getrocknete Vetiverwurzel (gut gewaschen)
  • ½ Limette oder Zitrone, in Scheiben geschnitten
  • 1 Liter frisches Wasser
  • Optional: ein paar frische Minzblätter

Zubereitung:

  1. Vetiverwurzel gründlich reinigen (kurz abspülen reicht).
  2. In eine Karaffe mit Wasser legen, Limetten- oder Zitronenscheiben hinzufügen.
  3. Abdecken und für mindestens 4–6 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen (über Nacht ist perfekt).
  4. Schluckweise über den Tag verteilt trinken. Innerhalb von 24 Stunden aufbrauchen.
  5. Dasselbe Bündel Vetiver bis zu fünf Mal wiederverwenden.

Rezept 2: Khamaré-Tee (Winter-Variante)

Zutaten (für 1 Tasse):

  • 1 kleines Stück getrocknete Vetiverwurzel
  • 250 ml heißes Wasser
  • Optional: 1–2 Scheiben frische Zitrone oder Limette
  • Nach Geschmack: etwas Honig

Zubereitung:

  1. Vetiverwurzel gründlich waschen.
  2. In eine Tasse oder Kanne geben und mit heißem Wasser übergießen.
  3. 10–12 Minuten ziehen lassen.
  4. Heiß oder lauwarm genießen.
  5. Nach Wunsch mit Zitrone und Honig verfeinern.

Dieser Tee wärmt von innen, entspannt den Bauch und wirkt genauso ausgleichend wie die kalte Variante im Sommer.


 

gari mbourake

Gari Mbouraké Verrine mit Essèsè & Mango – Westafrikanisches Dessert mit Twist

Ein westafrikanisches Dessert mit modernen Wurzeln – inspiriert von Mbouraké aus dem Senegal, neu interpretiert à la Chez Fadi.

Wer sagt eigentlich, dass es keine Desserts in der westafrikanischen Küche gibt?
Unsere kulinarischen Traditionen sind voller süßer Genüsse – sie sind nur nicht immer in klassischer Dessert-Form bekannt. Mit dieser Rezeptkreation – meiner eigenen Interpretation des senegalesischen Klassikers Mbouraké – bringe ich Kindheitsaromen, kulturelles Erbe und eine Prise Kreativität in ein Glas.

Das Ergebnis: ein Dessert, das herrlich cremig, nussig, leicht süß schmeckt – mit der perfekten Balance zwischen Tradition und Moderne.

Gleich nach Thiacry ist dieses Dessert mein zweitliebstes aus der westafrikanischen Küche..


Was ist Mbouraké? Und warum ist meine Version anders?

Das traditionelle Mbouraké stammt aus dem Senegal und ist ein cleveres Resteverwertungs-Dessert: Aus pain rassis (altem Brot) werden trockene Brösel gemacht, die mit Erdnusspaste und Zucker vermischt werden. Die natürliche Öligkeit und Feuchtigkeit der Erdnusspaste sorgt dafür, dass sich die Brösel gut verbinden – ganz ohne Wasser.

Ich habe diese Idee als Grundlage genommen – und mit typischen westafrikanischen Zutaten neu interpretiert:

  • Anstelle von altem Brot kommt bei mir Gari zum Einsatz – ein fermentierter Maniokgrieß, der nicht nur typisch westafrikanisch, sondern auch von Natur aus glutenfrei ist.
  • Statt Erdnüssen kommen geröstete Cashewkerne zum Einsatz – milder im Geschmack, aber auch verträglicher für viele Allergiker
  • Für das besondere Aroma sorgt Essèsè, auch bekannt als quatre côtés, der Frucht des Baumes Tetrapleura tetraptera.
  • Und die fehlende Feuchtigkeit ersetze ich bewusst durch cremigen Joghurt und gesüßte Kondensmilch.
  • Die Mango bringt nicht nur natürliche Süße und eine fruchtige Frische ins Dessert, sondern ist auch reich an Vitaminen und verleiht dem Gericht eine exotisch-leuchtende Farbe, die sofort ins Auge fällt.

Das Besondere: Ich mixe Gari, Cashews, Zucker und Essèsè zuerst trocken zu einer aromatischen Bröselmasse, schichte es dann mit dem Joghurt und der Mango.
Durch das Schichten und kurze Ziehenlassen saugt der Gari die Feuchtigkeit aus Joghurt und Frucht langsam auf – und wird angenehm weich, fast wie im Original-Mbouraké. Kein Crunch also, sondern eine feine, strukturierte Textur mit cremigem Biss.

Gari Mbourake

Gari – Von „Arme-Leute-Essen“ zur Dessert-Delikatesse

In vielen Regionen Afrikas – auch in Kamerun – gilt Gari als Grundnahrungsmittel der einfachen Leute. Schnell gemacht, günstig, sättigend. Aber wie so oft in der Küche gilt: Es kommt darauf an, was man daraus macht.

Mit ein paar ausgewählten Zutaten, etwas Feingefühl und der richtigen Idee wird aus Gari ein High-Class-Dessert, das sich auf jedem modernen Tisch sehen lassen kann – sei es in einem eleganten Glas serviert oder auf einer stilvollen Tafel für Gäste.

Diese Rezeptidee ist deshalb für mich auch eine kleine Revolution der Wahrnehmung:
Ein Produkt aus meiner Kindheit, das oft unterschätzt wurde, bekommt durch Kreativität, Stolz und kulinarische Liebe einen ganz neuen Glanz.

Essèsè – das unterschätzte Aroma-Juwel Zentralafrikas

Eine der geheimen Zutaten dieses Desserts ist Essèsè, auch bekannt als quatre côtés – die getrocknete Frucht des Baumes Tetrapleura tetraptera. In der kamerunischen und zentralafrikanischen Küche ist sie ein fester Bestandteil von herzhaften Gerichten wie Mbongo Tchobi, Pepe Soup, Eintöpfen und Fleisch- und Fischmarinaden. Doch was viele nicht wissen:
Essèsè passt auch wunderbar zu süßen Gerichten. Sein charakteristischer Duft – süßlich, leicht lakritzartig, warm und balsamisch – erinnert fast an Gewürze wie Anis oder Vanille. Es verleiht diesem Dessert eine tiefe, komplexe Note, die perfekt mit Mango, Gari und Cashews harmoniert.

Ich liebe es, Essèsè in neuen Kontexten einzusetzen – es verleiht vertrauten Zutaten plötzlich eine ganz neue Eleganz. Gerade im Dessertbereich hat dieses Gewürz noch so viel unentdecktes Potenzial!

Eine Ode an die Zutaten meiner Kindheit

Diese „Verrine de Gari Mbouraké“ ist mehr als nur ein Nachtisch. Sie ist meine ganz persönliche Hommage an die westafrikanische Küche, an meine Kindheit in Kamerun, an all die Erinnerungen und Aromen, die mich geprägt haben.

Ich bin ständig auf der Suche nach modernen Rezepten, die unsere Zutaten neu interpretieren und ihnen Wertschätzung schenken. Dieses Dessert tut genau das – mit Produkten, die oft als schlicht oder einfach gelten, aber mit etwas Kreativität in neuem Glanz erstrahlen.

Gari, das vielerorts als „Essen der Armen“ betrachtet wird, wird hier zur edlen Dessertkomponente.
Essèsè, das sonst nur in deftigen Soßen auftaucht, wird zum Duftanker süßer Sehnsucht.
Cashews statt Erdnüsse – für neue Geschmäcker und mehr Verträglichkeit. Und nicht zuletzt: die Mango. Diese saftige, sonnengereifte Frucht ist ein weiterer Schatz Westafrikas. In diesem Rezept sorgt sie nicht nur für Frische, Farbe und eine tropische Leichtigkeit – sie steht auch symbolisch für all das, was unsere Küche ausmacht: Fülle, Vielfalt, Natürlichkeit.

Natürlich kannst Du das Rezept auch mit Erdnüssen zubereiten – ganz im Sinne des Originals. Aber egal, welche Variante Du wählst:
Dieses Dessert ist eine Liebeserklärung an westafrikanische Zutaten.


Und so wird’s zubereitet



Das ganze Rezept auch zum Download


Gari Mbourake

Verrine de Gari Mbouraké – Dessert aus Gari mit cremigem Joghurt, Essèsè, Cashews & Mango

Ein westafrikanisches Dessert mit modernen Wurzeln – inspiriert von Mbouraké aus dem Senegal, neu interpretiert à la Chez Fadi.
Temps de préparation 20 minutes
Ziehzeit 1 heure
Temps total 2 heures 20 minutes
Portions: 6
Type de plat: Dessert
Cuisine: Afrikanisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 150 g Gari fein gemahlen
  • 60 g geröstete Cashewkerne
  • 6 kleine Stücke Essèsè quatre côtés oder 2–3 größere getrocknete Schoten
  • 6 TL Zucker nach Geschmack, ca. 2 EL
  • 600 g cremiger Natur- oder Sahne-Joghurt
  • 6 EL gesüßte Kondensmilch alternativ 3–4 EL Zucker
  • Einige Tropfen Zitronenaroma optional
  • 1 -2 reife Mangos gewürfelt
  • Granatapfelkerne nach Belieben, zum Garnieren
  • Zusätzliche Cashewkerne grob gehackt (zum Dekorieren)

Method
 

Gari-Mischung vorbereiten:
  1. Die Cashewkerne grob hacken. Zusammen mit dem Gari, dem Zucker und dem fein zerstoßenen Essèssè in einen Mixer oder Zerkleinerer geben. Kurz mixen, bis eine streuselartige, lockere Bröselmischung entsteht.
  2. Sahnejoghurt mit der gesüßten Kondensmilch (oder Zucker) und dem Zitronenaroma cremig rühren.
Zutaten schichten:
  1. Zuerst eine Schicht der Joghurtcreme in Gläser füllen.
  2. Darauf den Gari-Crunch streuen – großzügig, aber nicht zu dick.
  3. Nach Wunsch die Schichten wiederholen
  4. Anschließend mit den Mango-Würfeln toppen.
Kühlen & durchziehen lassen:
  1. Mindestens 1Stunde im Kühlschrank stehen lassen – so kann der Gari die Feuchtigkeit aufnehmen und wird schön zart mit leichtem Biss.
Servieren & dekorieren
  1. Mit Granatapfelkernen und gehackten Cashews garnieren. Gekühlt genießen!

Notes

Wer jedoch den typischen Crunch von Gari liebt, kann das Dessert auch direkt nach dem Schichten genießen – ganz ohne Ziehzeit.
Bon appétit!
Fadi