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Pèhn Chuem | Fufu mit Kurbisblätter-Sauce


Die afrikanische Küche im allgemeinen, insbesondere jedoch die westafrikanische ist sehr reich an Blattgemüse, welche, sofern richtig zubereitet, nicht nur wertvolle Nährstoffe liefern, sondern zudem auch richtig lecker sind. Die Liste ist wahrscheinlich länger, als ich sie Euch vorstellen könnt, aber ich möchte lediglich aufzeigen, wie wichtig und wie oft Blattgemüse in der westafrikanischen Küche vorkommt.

Auswahl an Blattgemüsesorten aus der Westafrikanischen Küche

Fangen wir bei Ndolè an, das in Kamerun die Königin unter dem Blattgemüse ist. Als nächstes kommt Eru, welches in den kamerunischen Provizen Nordwest und Südwest große Beliebtheit genießt. Dann Folong, auch bekannt als BitekuTeku in anderen Ländern Afrikas, ist eine Art Spinat, das sehr bekömmlich ist. Hinzu kommen noch die Blätter der Alleskönnerpflanze Maniok: Kpwem, die einfach von allem geliebt wird, nicht zuletzt dank seines wertvollen Beitrags in der westafrikanischen Küche. Als nächstes der Njapche, auch bekannt als Njama Njama, eine Art wilder Spinat, der beim Bamun-Volk (von wo ich mütterlicherseits herstamme) sehr beliebt ist. Die Liste ist bereits lange und bei Weitem noch nicht vollständig.

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Sind Kürbisblätter essbar?

Heute kommt nämlich auf meiner Liste nämlich ein weiteres Blattgemüse hinzu, das neben dem Pèhn Njapche zu dem Nationalgericht der Bamun zählt, der Pèhn Chuem. Der Begriff Pèhn Chuem kommt aus der Bamun-Sprache und bedeutet Foufou aus Maismehl (Pèhn) mit Kürbisblätter Sauce (Chuem).

Ich vernehme bereits einige Stimmen, die sich gerade fragen, ob Kürbisblätter überhaupt essbar sind. Die Antwort lautet dabei eindeutig: “Selbstverständlich!” . Dabei muss jedoch unterschieden werden, von welchen Kürbissorten die Blätter genommen werden. Handelt es sich um essbare Kürbissorten, dann sind deren Blätter ebenfalls essbar. Vorsicht ist jedoch bei den Zierkürbissorten geboten, denn da sind die Blätter leider nicht essbar, sie könnten sogar giftig sein. Diese schmecken auch in allgemein auch ziemlich bitter und sind daher praktisch ungenießbar.

Dieses Gemüsesorte ist bei der Bamun-Bevölkerung sehr beliebt, da sie einige Vorteile mit sich bringt. Erstens wächst diese Pflanze sehr schnell, zweitens ist sie fast das ganze Jahr über verfügbar und drittens ist sie sehr kostengünstig zuzubereiten. Es braucht nur wenige weitere Zutaten, um daraus ein schmackhaftes Gericht zu zauber. Als letzer positiver Punkt ist noch zu erwähnen, dass die Pflanze viele wertvolle sowie gesunde Nahrungsstoffe enthält. Ihr seht schon, wie toll sie einfach ist.

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Lange habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht, ob ich die Pflanze hier finden würde, bis mich letzter Sommer eine Bekannte anrief und fragte, ob sie mir ein Paar Kilo Chuem schicken könne, da sie bei ihr im Garten welchen gepflanzt und nun über ihren eigenen Bedarf hinaus davon hatte. Ich war derart überrascht, wie sie es hinbekommen hatte, hier Chuem wachsen zu lassen. Im Nachhinein ist mir jedoch klar geworden, dass dies doch durchaus logisch ist, da Chuem doch nichts anderes ist als die Blätter essbarer Kürbisse und bestimmten Melonenpflanzen. In Kamerun werden sie auch als “Feuilles de melons” – aus dem französischen übersetzt Melonenblätter bezeichnet… So hätte ich hier eigentlich all die Jahre locker Chuem aus frischen Blätter zubereiten können, aber ich wusste es schlicht und ergreifend nicht. Aber wie heißt es so schön: “Besser spät als nie”. Ich freue mich, das Gericht nun endlich auch hier zu Hause zubereiten zu können und kann es nur jedem empfehlen, es mir gleichzutun.

Chuem ist von Natur aus vegan und wird traditionell zu Fufu aus Maismehl sowie mit einer Tomatensauce serviert, welche oft zusätzlich auch Fleisch oder Fisch enthält.


Die Zubereitung als Video



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Pèhn Chuem | Fufu mit Kurbisblätter Sauce

Temps de préparation 30 minutes
Temps de cuisson 30 minutes
Temps total 1 heure
Portions: 6

Ingrédients
  

  • ca. 3 kg frische Kürbisblätter
  • 250 g rohe Erdnüsse ohne Haut
  • 3 Zwiebeln
  • 1 TL Rondelle/Country Onion
  • 1 EL Palmöl
  • 1-2 Habanero ganz
  • ca. 2 g Steinsalz oder evtl. Kaisernatron
  • Salz

Method
 

  1. Die Kürbisblätter von Stiele entfernen und soweit wie möglich die Fasern aus den Blätter entfernen. Dabei achten, dass nur zarte Blätter ausgelesen werden.
  2. Die ausgelesene Blätter waschen, in einem Topf geben und mit Wasser überdecken. Salz und Steinsalz dazugeben, zum kochen bringen und ca. 3 Minuten kochen
  3. Danach die fertige/weich gewordenen Blätter mit kalten Wasser abschrecken und das ganze Wasser soweit wie möglich aus den Blätter pressen und beiseite legen. (Am Ende sind die Blätter auf ca. 300g Gewicht geschrumpft, das ist normal)
  4. Die Erdnüsse waschen, die Zwiebeln schälen und grob schneiden und alles in einem Mixer mit etwas Wasser zu einer schönen Paste mixen
  5. Die Erdnusspaste in einem Topf geben, salzen, bei bedarf etwas Wasser hinzufügen und bei mittlerer Hitze und gelegentlichem Rühren ca. 15 Minuten köcheln lassen.
  6. Dann Palmöl, Rondelles und Habanero hinzufügen gut verrühren und zugedeckt ca. 5 Minuten weiter köcheln lassen
  7. In der Zeit die Blätter in einem Zerkleinerer geben und gut zerkleinern um die Blätter feiner zu bekommen
  8. Nun den Habanero kurz herausholen, damit die Sauce nicht zu scharf wird und die zerkleinerten Kürbisblätter zu den Erdnüsse dazu geben. Das ganze gut vermischen und zugedeckt weitere 10 Minuten köcheln lassen.
  9. Kurz vor Ende die Habanero nochmal dazu geben. Mit heißer Fufu servieren und genießen!

Notes

Chuem ist von natur aus vegan, wird traditionell zu Fufu aus Maismehl und mit einer Tomatensauce, die oft Fleisch oder Fisch enthalten kann, serviert.
Bon appétit!
Fadi

Pili au Thon | Gefüllte Teigtaschen mit Thunfisch Füllung


Vor der Ausführung dieses Rezepts habe ich mich lange gedrückt. Wieso? Die Antwort ist simpel: Ich hasse es, Mehl zu verarbeiten. Außer bei der Herstellung von Beignets natürlich, denn dieser Teig gelingt mir immer… Na ja, fast immer. Das ist auch der Grund, weshalb ich so selten backe. Mir gelingt Kuchen leider nur in wenigen Fällen. Selbst wenn ich eine Backmischung verwende, kann es mir immer noch passieren, dass dabei etwas schief geht.

Daher habe ich dieses Rezept aus meiner Kindheit, welches ursprünglich ganz oben auf meiner Liste der “To Publish”-Rezepte rangierte, immer wieder vor mir hin geschoben.

Pili

Nun aber zum Gericht selbst. Was sind Pili eigentlich? Pili oder Meat pie (mit Fleischfüllung) in Kamerun, auch in Senegal unter dem Namen Fataya bekannt und im Französischen Pastels genannt, sind gefüllte Teigtaschen aus Mürbeteig – und genau das ist MEIN Problem, Teig- welcher im westafrikanischen Raum sehr weit verbreitet ist. Pili werden dabei oft als Vorspeise serviert und sind eigentlich bei allen sehr beliebt. Der Teig wird oft auf gleiche Weise zubereitet. Jedoch bei der Füllung ist bei der Phantasie keine Grenze gesetzt. Diese kann aus Gemüse (das habe ich aber ehrlich gesagt noch nie gesehen), Fleisch oder aller Fischsorten (ob frittierte oder gekochte, Sardinen oder Thunfisch) bestehen. Da ich Fisch sehr gerne mag und nicht zu viel Zeit bei der der Füllung Zubereitung investieren wollte, habe ich mich bei meiner Füllung für Thunfisch aus der Dose entschieden.

Es war eine mühsame Aufgabe, dafür zu sorgen, dass mir der Teig gelingt. Danach kam das Rollen, Ausstechen, Befüllen, Schließen und abschließend das Frittieren der entstandenen Taschen.

Zum Glück aber gab es jedoch ein Happy End! Ich war glücklich und stolz, dass ich es geschafft habe und meine Familie war ebenfalls richtig happy, weil ihnen die Pili wirklich sehr geschmeckt haben. Ende gut alles gut!


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pili

Pili au thon | Gefüllte Teigtaschen mit Thunfisch

Temps de préparation 1 heure 30 minutes
Für die Füllung 30 minutes
Portions: 10
Type de plat: Appetizer, Vorspeise
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

Für den Mürbeteig
  • 500 g Weizenmehl
  • 50 g geschmolzene Butter
  • 200 ml Milch
  • 2 Eier
  • 1 pck Backpuler
  • 1 EL Rapsöl
Für die Thunfisch Füllung
  • 1 Dose Thunfisch
  • 3 frische Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzeh
  • 1 TL Magi Sauce
  • 2 EL Speiseöl
  • Salz
Fürs Frittieren
  • ca. 500 ml Frittieröl

Method
 

Mürbeteig Vorbereiten
  1. In einer großen Schüssel, Mehl, Backpulver, Salz , Eier, geschmolzene Butter und lauwarme Milch geben und entweder mit den Hände oder eines Rührgerät zu einem ebenmäßigen Teig verrühren
  2. Den fertigen Teig zu einer Kugel zusammenrollen, mit Rapsöl einreiben und zugedeckt beiseite stellen
Füllung Vorbereiten
  1. In der Zeit Tomaten in Würfeln schneiden. Zwiebeln und Knoblauch schälen und in feine Würfeln hacken
  2. In einer Pfanne mit etwas Öl den feingehackte Zwiebel und Knoblauch mit einer Prise Salz gen und ca. 2 Minuten dünsten. Dann die gehackte Tomaten und eine TL Magic Sauce dazu geben und beim gelegentlichen Rühren ca. 5 Minuten reduzieren
  3. Jetzt den Thunfisch noch dazu und weitere 5 Minuten reduzieren, bis es eine etwas festere Masse entsteht, die für eine Füllung geeignet ist
  4. Die fertige Füllung in einer Schüssel oder Tellen geben und dzum Abkühlen in einem kühlen Ort stehen lassen
Teig Befühlen
  1. Den Teig holen und in 3 gleiche Stücken teilen. Jeweils ein Stück zu einer ca 3mm dicken Teig ausrollen.
    Dann mithilfe eines Glas kleine Kreise schneiden und wiederholen bis alle Kreise für zum Befüllen fertig sind
  2. Die einzelne Kreisen noch ein Boschen ausrollen und mit der inzwischen kalte Füllung befüllen.
  3. Die Tasche vorsichtig zuklappen/falten.
    pili
  4. Mithilfe einer Gabel die Öffnung der Taschen zerdrücken, sodass es beim Frittieren nicht aufgeht. Dabei nicht vergessen, den Teig mit einer Gabel etwas einzustechen, damit beim Frittieren die Luft daraus entweichen kann.
    pili
  5. Et voila? Das ganze wiederholen, bis entweder keinen Teig oder keine Füllung mehr da ist
    pili
Das Frittieren
  1. Frrittieröl In einem Topf oder einer Fritteuse erhitzen, dann das Herd oder Fritteuse auf mittlerer Hitze runter drehen und die Teigtaschen auf aller Seite goldbraun frittieren
  2. Die fertige Teigtaschen aus dem Öl herausnehmen und auf einem Küchenpapier vorsichtig legen.
    Mit dem Rest der Füllung (falls es welche gibt oder mit Magic Sauce und Hot&Spicy servieren und heiß oder kalt genießen

Notes

Bon appetit!
Fadi

bobolo

Bobolo fait maison | Hausgemachte Bobolo/Maniokbrot


Bobolo  und Miondo (dünnere Varianten von Bobolo) oder auch bekannt als Maniokbrot, gehören neben Fufu und Plantains zu den beliebtesten Beilagen in der westafrikanischen Küche. Beide Begriffe stehen für eine in Binsen- oder Bananenblätter eingewickelte Teigmasse aus fermentierten Maniok. Bobolo findet man überall in Westafrika, manchmal unter anderer Bezeichnungen, wie zum Beispiel Chikwangue. Sie sind eine beliebte Beilage zu allerlei Gerichten wie Fleisch, Ndolè, Koki, usw.

Bobolo selber herzustellen bedeutet sehr viel Arbeit. Früher, als ich noch Zuhause gewohnt habe, hatten wir es ein- oder zweimal selber hergestellt. Danach taten wir uns das hingegen nie wieder an. Den dahinter liegenden Aufwand hatten wir damals gravierend unterschätzt. Wenn man nicht mit diesem Handwerk vertraut ist, macht das auch wirklich keinen Spaß, denn die Herstellung von Bobolo ist eine lange Prozedur.


Zuerst werden die frische Maniok-Knollen geschält, gewaschen und dann in Stücke geschnitten. Anschließend werden sie mit reichlich Wasser übergossen und für ca. 4-6 Tage zum Fermentieren zugedeckt. Dabei wird das Wasser ca. alle 2 Tage gewechselt. Wenn die Maniok-Knolle anfangen weich zu werden (und gar bei gewünschtem stärkeren Reifengrad fast zerfallen), werden sie aus dem Wasser herausgeholt und in einem Sack gepackt. Danach wird so viel Wasser wie nur möglich herausgepresst. Die daraus resultierende fast feste und nur noch feuchte Masse wird dann zu einem glatten, homogenen Teig gemahlen und anschließend in vorher gewaschene Binsenblätter( Magaphyrinum macrostchym) verteilt und darin eingewickelt. Danach werden die traditionell mit Binsenschnur in länglicher Richtung zusammen geschnürt. Die fertig eingewickelten Bobolo werden dann in einem mit darin ausgelegten Blättern (Bananen- oder Binsen) platziert, mit Wasser übergossen und je nach Größe und Menge zwischen 30-45 Minuten gekocht. Beim Kochen entwickelt sich der vorher beizenden fermentierten Geruch zu einem wesentlich angenehmeren, welcher etwas an Käse erinnert. Wenn mein aus der Schweiz stammende Mann mich deswegen hänselt, kontere ich gekonnt mit: “Ihr habt den Käse und wir haben Bobolo! Beiden wird nachgesagt, dass sie besser schmecken als dass sie riechen”.

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Kleiner Bio Exkurs: Magaphyrinum macrostchym

Magaphyrinum Macrostchym oder in Kamerun genannt Feuilles de Jonc (übersetzt Binsenblätter), ist eine Pflanze aus der Familie der Marantaceae und Gattung der Megaphrynium. Sie wachsen am besten an feuchten Orten und regenerieren sich sehr schnell nach etwaigen Bodenstörungen wie zum Beispiel nach einem Feuer. Die langen Stängel werden bei der Herstellung von Kordeln, Körben und Matten verwendet. Die großen Blätter werden zum Einwickeln von Lebensmitteln unter anderem Bobolo, Fufu | Foufou, Ngond’a| Mets de Pistache usw. verwendet. Sie kommen zudem auch bei der Herstellung bestimmten Medizin aus Kräuterbasis zum Einsatz. Diese Blätter sind sehr nützlich und werden als ökologische, nachhaltige Verpackungsmaterialien schon seit Jahrhunderten in Westafrika benutzt.

Selbst gemacht schmeckt halt am Besten

So zurück zu meinen selbst fabrizierten Bobolo. Die Herstellung hört sich wie schon vorhin erwähnt nach viel Arbeit an und so war es auch. Deshalb kaufen die meisten ihre Bobolo lieber bereits kochfertig in Blätter eingewickelt, als diese mit viel Fleiß und Aufwand selbst herzustellen. Ich wollte es jedoch gerne einmal wieder diese Erfahrung machen, denn wie heißt es so schön: Selbst gemacht schmeckt halt am besten!

So machte ich mich also an die Arbeit. Zum Afroshop fahren, Maniok holen, wieder zu Hause ankommen, alles vorbereiten und zum Fermentieren in eine Schüssel mit reichlich Wasser geben. Nach 6 Tagen konnte ich meine Bobolo fertig herstellen. Da ich übrigens keine Binsenblätter zur Hand hatte, kamen an dessen Stelle Bananenblätter zum Einsatz, wie das bei der Herstellung von Miondo üblich ist. Das geht ebenfalls ohne Weiteres. Wer gerade keine Blätter zur Hand hat, kann den Teig sogar einfach in Mikrowellenfolie einwickeln.

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Bobolo ist übrigens wie viele fermentierte Lebensmittel sehr gut für die Darmflora. Wer einmal den etwas speziellen Geruch überwunden hat, wird den Geschmack von Bobolo lieben lernen. Gebt Euch also einen Ruck!

Na, dann wünsche ich viel Spaß beim Fermentieren!


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Bobolo fait maison | Hausgemachte Bobolo

Temps de préparation 30 minutes
Temps de cuisson 45 minutes
Fermentierung 6 days
Temps total 6 days 1 heure 15 minutes
Portions: 4
Type de plat: Beilage
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 1 Kg Maniok Knolle
  • 1-2 Liter Wasser

Equipment

  • 4-6 große Bananen Blätter alternative Frischhalte/ Mikrowellenfolie
  • 4-5 Meter Binsenschnur Oder eine andere Hitzefeste Lebensmittel Schnur

Method
 

  1. Den Maniok in Kreisen von ca 5 cm Dicke schneiden, schälen, jeweils in zwei zerteilen und die Wurzel in der Mitte herausschneiden.
  2. Gut Waschen, in einer großen Schüssel geben, mit Wasser bedecken und zugedeckt in einem Ort zum Fermentieren stellen. Jeden Tag oder alle 2 Tage das Wasser wechseln .
  3. Nach ca. 4-6 Tage die weich gewordenen Knollen aus dem Wasser herausholen und noch kurz mit kaltem Wasser spülen. Dann in einem Stoff/Sack geben und das Wasser aus den Knollen herauspressen
  4. Danach in einem Mixer geben und zu einem homogenen Teig mahlen. Jetzt Die Blätter zum Einwickeln waschen und trocken tupfen.
  5. Den Teig auf einem Blatt vorsichtig in etwas 2-3cm Dicke geben, dabei ca. 2 cm jeweils von Rand an beiden Ende lassen. Den Teig vorsichtig einwickeln und mit einer Schnur vorsichtig umwickeln
  6. Die fertige gewickelte Bobolos Mithilfe eines Dampfgarers oder in einem Dampfgareraufsatz in einem Topf 30-45 Minuten dampfgaren
  7. Danach aus dem Topf herausholen, die Schnüre abschneiden, die Blätter entfernen und die Bobolo als Beilage zu Fisch, Fleisch,… servieren und heiß genießen!

Notes

Dazu empfehle ich gegrillter Tilapia, Ngond’a oder gegrilltes Hähnchen.
Bon appétit!
Fadi

spagetti camerounese

Spagetti Camerounese| Spagetti mit Tomatensauce nach Kamerunischer Art


Spagetti ist bei speziell bei Kindern sehr beliebt. Das habe ich zumindest so beobachtet, sowohl hier in Deutschland als auch in anderen europäischen Ländern, in welchen ich bereits war. Auch in meiner Heimat Kamerun ist Spagetti immer der Hit.

Vor ein paar Tagen war ich zu Besuch bei einer meiner Freundinnen. Sie ist eine Deutsche mit ungarischen Wurzeln und sie kocht wie ich ebenfalls leidenschaftlich gerne. Sie holte ein paar Kochbücher aus ihrer Sammlung heraus und wir haben uns über die verschiedenen Gerichte ausgetauscht. Auch haben wir uns intensiv über unsere Heimatländer unterhalten. Während dieser Unterhaltung sind mir so viele Kindheitserinnerungen wieder eingefallen, über welche ich gar nicht mehr nachgedacht habe. Da sie mir schon vor langer zeigen wollte, wie leicht sie selbstgemachte Nudeln herstellt, haben wir dies ca. eine halbe Stunde später tatsächlich auch umgesetzt und gemeinsam frische Spaghetti gemacht. Es war ein schönes Erlebnis und ich fing an, mir zu überlegen, mit welcher Sauce ich die Spagetti wohl am nächsten Tag kochen soll. Ja klar! Es fiel mir sofort ein Spagetti Camerounese ein.

Hier in Mitteleuropa, wird Spagetti oft mit einer Tomatensauce serviert, ob als Napoli (mit Tomatensauce), Arrabiata (mit pikanter Tomatensauce) oder als Bolognese (mit Hackfleisch in Tomatensauce). Wobei letztere die beliebteste Variante in Deutschland zu sein scheint.

Als wir noch Kinder waren, gab es bei uns auch hin und wieder Spagetti. Und wenn es welche gab, dann ebenfalls mit Tomatensauce. Aber es war weder Napoli noch Arrabiata noch Bolognese. Zur Tomatensauce wurde entweder frisch frittierter Fisch, Rindfleisch oder als beliebteste Variante Hähnchen hinzugegeben.

Für uns war es immer ein besonderen Anlass, wenn es “Spagetti-Sauce-Tomates-Poulet” gab. Dieses Gericht habe ich nach dem Besuch bei meiner Freundin gleich liebevoll Spagetti Camerounese getauft. Eine Ode an meiner schöne Heimat Cameroun. Wer Spagetti Bolognese mag wird Spagetti Camerounese lieben.


Das Ganze als Video



spagetti camerounese

Spagetti Camerounese| Spagetti mit Tomatensauce nach Kamerunischer Art

Temps de préparation 15 minutes
Temps de cuisson 30 minutes
Temps total 40 minutes
Portions: 4
Type de plat: Hauptgericht
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 4 Hähnchenschenkel oder ganzes Hähnchen
  • 400 g frische oder gehackte Tomaten aus der Dose
  • 200 g Roma Tomaten
  • 1 El Tomatenmark
  • 1 Zwiebel
  • 100 ml Olivenöl
  • 2 EL Magic Sauce
  • 200 ml Wasser
  • 200 ml Frittieröl
  • 1 TL getrocknete Basilikum
  • Salz

Method
 

  1. Das Hähnchen gründlich waschen, in Stücke schneiden und dann in einem Topf mit Salz, Wasser und einem Esslöffel Magic Sauce in einem Topf geben und ca. 10 Minuten zum kochen bringen
  2. In der Zeit die Zwiebel schneiden und in einem topf mit Olivenöl, Salz, Knoblauch und Tomatenmark ca. 5 Minuten andünsten. dann die gehackte Tomaten hinzugeben und beim regelmäßigem Rühren ca. 5 Minuten andünsten. Danach die geschnittenen Roma Tomaten hinzugeben und weitere 5 Minuten dünsten
  3. In der Zeit Frittieröl in einer Pfanne geben und erhitzen, die fertig gekochte Hähnchen aus dem Kochjus herausnehmen und in der Pfann in aller Seiten goldbraun frittieren
  4. Zeitgleich die Spaghetti zum Kochen bringen
  5. Danach die goldbraun frittierte Hähnchenteile samt Kochjus zur Tomatensauce hinzugeben. Basilikum dazugeben, alles gut verrühren und zugedeckt ca. 5 Minuten köcheln lassen
  6. Zum Schluss die Sauce mit dem gerade fertig gekochte Spagetti servieren und genießen

Notes

Wer es etwas scharf mag, dem empfehle ich ein schönen Portion Chez Fadi’s Hot&Spicy Red Sauce dazu.
Bon appétit!
Fadi

Njapche

Pèhn-Njapche| Fufu mit Schwarzer Nachtschattenblätter Sauce


Zuerst gibt es einen kleinen Exkurs über eine vermeintlich giftige Pflanze. Der schwarzer Nachtschatten, wissenschaftlich Solanum nigrum genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Nachtschatten (Solanum).

Als ich mich zum ersten Mal mit den genaueren Details dieser Pflanzen auseinandersetzte, musste ich zu meinem Entsetzen feststellen, dass auf vieler Internetseiten die Pflanzen als giftig oder sogar sehr giftig eingestuft wurde. Darüber konnte ich nur meinen Kopf schütteln, denn seit ich denken kann, haben wir in Kamerun immer die Pflanzen konsumiert und zwar ohne groß darüber nachzudenken. Vergiftet hat sich dabei keiner!

PehnNjapche

In Kamerun ist diese Pflanze als Blattgemüse unter vielen Namen bekannt. Unter anderem wird sie mit Njama-Njama oder Légumes du village benannt und ist dabei bei fast allen sehr beliebt. Eine der bekanntesten Bezeichnung aus meinem Volk, die Bamun, ist Njapche. Diese Köstlichkeit wird bei uns fast immer mit Pèhn (Mais Fufu) serviert und so entsteht mit dieser Kombination das berühmt berüchtigte Pèhn-Njapche, das Volksgericht der Bamun. Wenn den meisten Kamerunern die Klassifikation der Ethnien nach ihrem typischen Gericht gefragt würde, dann würde bei den Bamun höchstwahrscheinlich am meisten dieses Gericht genannt werden.

Die Blätter der schwarzen Nachtschatten sind dem des Spinats sehr ähnlich. Geschmacklich besteht jedoch ein kleiner Unterschied. Während der Spinat etwas leichter und zarter schmeckt, hat der schwarzer Nachtschatten einen kräftigeren und etwas bittereren Geschmack. Er muss vor der Zubereitung sorgfältig gereinigt werden, um die Bitterstoffe zu entfernen und die Blätter zarter zu machen.

Als eine gute Bekannte mir diese köstlichen Blätter frisch aus ihrem Garten schenkte, habe ich vor Freude fast geweint. Es war eine Ewigkeit her, seit ich das letzte Mal dieses geliebte Gericht aus meiner Heimat gegessen habe. Genauer gesagt liegt das bereits ganze siebe Jahre zurück. Ich habe mich gleich an die Zubereitung gemacht als das Paket über den Postweg eintraf, wollte ich die wertvollen Blätter so schnell wie möglich kochen und mich davon satt essen.

Wie bei vielen Gerichten gibt es auch bei der Zubereitung von Njapche viele verschiedene Varianten. Ich habe mich bewusst für die traditionelle Weise nach dem Rezept meiner Großmutter entschieden. Diese wird ohne Zugabe von Fleisch oder Fisch mit Palmöl und Egusi zubereitet. Diese Variante schmeckt mir am Besten, erstens, weil die Zubereitung sehr einfach ist sowie auch sehr wenig Zutaten benötigt und zweitens, weil es so viele schöne Erinnerungen in mir weckt.

PehnNjapche

Das Ganze als Video



Pèhn Njapche| Mais Fufu mit Schwarzer Nachtschattenblätter

Temps de préparation 30 minutes
Temps de cuisson 45 minutes
Temps total 1 heure 15 minutes
Type de plat: Gemüse
Cuisine: Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 1 kg frische Schwarze Nachschattenblätter alternative Biteku Teku oder Spinat
  • 100 g Egussi
  • 200 g frische Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 3 El Palmöl
  • ca. 200 ml Wasser
  • Salz
  • 1 TL Hot&Spicy
Für den Fufu
  • 200 g Hartweizengries
  • ca. 400 ml Wasser
  • 1 EL Kartoffelmehl

Method
 

  1. Die Blätter des schwarzen Nachtschatten aus den Stangen vorsichtig auslesen, daraus hangerechten Bund machen und fein hacken
  2. In ein Schüssel geben mit Salz und mit der Hand aneinander reiben bis es anfängt zu schäumen. Wasser dazugeben, herausspülen und noch eins bis zwei mal wiederholen, bis es nicht mehr schäumt. Dann gut das Wasser daraus pressen und beiseite stehen lassen
  3. Zwiebeln und Tomaten grob schneiden. Das Palmöl in einem Topf geben und die gehackte Zwiebeln und Tomaten und gepresste Knoblauchzehen hinzugeben und gut vermischen und ca. 2 Minuten dünsten
  4. Das Gereinigte Blattgemüse dazu geben, alles gut vermischen und ca. 5 Minuten andünsten. Danach etwas Wasser dazu gießen, zugedeckt und ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln
  5. In der Zeit, die Egusi Kerne trocken mahlen, den so entstandenen Pulver mit Wasser vermischen, bis zu einer dicken Konsistenz. Mit etwas Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und Hot&Spicy abschmecken und gut vermischen. Dann kleine Teigmenge mit dem Löffel entnehmen und zum Gemüse darauf legen zugedeckt ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln. Dann gegen Ende das ganze miteinander gut vermischen
Fufu
  1. Das Wasser in einem Topf geben und zum Kochen bringen, dann Herd herunterdrehen und den Hartweizengries bei regelmäßigen Rühren nach und nach gießen und gut verrühren, bis eine gute Fufu Konsistenz entsteht.
  2. Den Kartoffelmehl mit 3 EL kaltem Wasser vermischen und zum Fufu dazu geben. Gut vermischen, etwas Wasser dazu geben und weiter verrühren.
  3. Den Fertigen Fufu mit dem Blattgemüse servieren und heiß genießen

Notes

Wer keine schwarzen Nachtschattenblätter parat hat, kann dies durch Spinat oder Grünkohl ersetzen.
Bon appétit!
Fadi