Kulinarische Urlaubszusammenfassung


Manche werden sich sicherlich denken: “Noch eine weitere Woche ohne Rezept?” Ich kann das sehr gut nachvollziehen und hoffe, Ihr könnt auch den Grund dazu verstehen.

Ich lasse Euch aber nicht allein, denn ich zeige Euch nachfolgend ein paar leckere Impressionen aus meinem Urlaub, welche ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Die Reise ging von Marbach am Neckar aus über Hamburg nach Dänemark und zurück führte der Weg noch über Bad Rothenfelde bei Osnabrück. Ich habe in den zehn Tagen, die wir in Dänemark verbracht haben, so viele Krusten- bzw. Meerestiere wie insgesamt in den vergangenen 12 Monaten davor gegessen. Irgendwann hatte ich Angst vor einem Eiweißschock oder vor zu vieler Harnsäure im Körper. Garnelen, Muscheln, Krabben, Fisch usw. hatte ich täglich auf dem Teller. Alles war so lecker…


Hamburg

Auf der Durchreise haben wir einen Halt in Hamburg gemacht. Nach einer obligatorischen Hafenrundfahrt auf der Elbe und einem schönen Spaziergang auf den Landungsbrücken, ging es zum Essen beim Restaurant Captains Dinner mit einem schönen Blick auf die Elbe. Dort genossen wir einen leckeren Fischteller. Es war einer der leckersten, welchen ist seit langem gegessen hatte. Danach gab es zum Abschluss einen vorzüglichen Apfelstrudel in Vanillesoße und ein kräftiger Espresso rundete zuletzt alles ab… So fing der Urlaub schon richtig lecker an!


Ribe

In Ribe angekommen…

Restaurant Hotel Dagmar

Der erste Abend in Ribe haben wir im Restaurant vom Hotel Dagmar (ältester Hotel Dänemarks) zu Abend gegessen. Leider gab es bei der Vorspeise nicht so viel Auswahl, daher bestellten wir direkt die Hauptgerichte. Für mich ein typisch dänisches Fischgericht (den Namen habe ich leider vergessen) und für meinen Mann ein typisch dänisches Gericht (übersetzt in deutsch “Sternschnuppe”) mit leckeren Schrimps, paniertem Fisch und Brot.


Restaurant Saelhunden

Hier beim Restaurant Saelhunden gab es super leckere Schrimpscocktails als Vorspeise. Und als Hauptspeise wählten wir erneut jeweils ein Fischgericht. Folgendes hat mich dabei beeindruckt: Es gab immer wieder Brot und Butter und noch leckere Sorten dazu. Obwohl ich eigentlich kein großer Fan von Brot bin, habe ich dennoch immer wieder zugegriffen. Als Dessert bestellten wir eine leckere Erdbeertorte und ein richtig leckeres Apfelmus mit Maronen. Einfach der Hammer!


Römö

Einen wunderschönen Tag verbrachten wir auf der Insel Römö. Zuerst spazierten wir etwas auf dem schönen Nordseestrand und trafen uns anschließend mit einer meiner Bekannten, welche in der Nähe von Sylt wohnt. Wir haben dabei nicht nur einen lieben Menschen persönlich kennengelernt, sondern wurden durch sie gleich auf einen wahren Geheimtipp aufmerksam gemacht, nämlich ein schönes, jedoch wirklich sehr abgelegenes Kaffee in freier Natur, in welchem die leckeren Kuchen und Torten sogar mit Blumen geschmückt werden. Das war wirklich ein wunderschöner Anblick und das Gebäck schmeckte einfach vorzüglich.


Fjordkroen

Nach vier Tagen verließen wir Ribe und fuhren über die Insel Fünen weiter zur Insel Seeland zum Hotel Fjordkrön, welches in etwa in der Mitte von Kopenhagen und Rødbyhavn liegt. Der Blick von unserem Balkon auf den Fjord war herrlich und auch kulinarisch hatte das Hotel wirklich nur Vorzügliches zu bieten, wie Ihr leicht den Bildern entnehmen könnt. Die Vorspeise mit Spargeln, Shrimps und Sauce Hollandaise war schon ein gelungener Start. Die Hauptspeise war jedoch der Höhepunkt. Das Lachssteak war einfach genial und fiel dabei auch riesig aus, sodass wir uns gut überlegen mussten, ob wir überhaupt noch Platz für eine Nachspeise haben. Mein Mann braucht aber zum Schluss immer etwas Süßes und nahm dies in Form eines Schokoladenkuchens mit Früchten und Vanilleeis garniert zu sich. Natürlich durfte ich auch probieren. Es war köstlich!

An einem weiteren Abend bestellte ich mir Langustensuppe mit Merresfrüchten un danach ein riesiges Schollenfilet. Mein Mann wollte gerne in Erfahrung bringen, ob die Dänen auch Fleisch zubereiten können und bestellte ein Gericht mir Rehfiletmedaillons garniert mit Gemüse. Alles war lecker und wir können die Küche des Hotels wärmstens empfehlen.


Bad Rothenfelde

Bei unserer Rückreise zurück nach Hause machten wir im Ort Bad Rothenfelde bei Osnabrück Halt und besuchten dort einen ehemaligen Arbeitskollegen von mir. Da wir eine Übernachtung ohne Frühstück gebucht hatten, folgten wir am folgenden Morgen seiner Empfehlung und frühstückten im Café Cœurchen. Das Buffet war einfach genial, insbesondere schmeckten uns die Vielfalt an Salaten. Es war ein Brunch, wie wir ihn bislang noch in keinem Hotel genießen durften. Anschließend machten wir uns auf nach Hause und kamen dort nach fünfstündiger Fahrt gesund, munter und immer noch gesättigt an.


Hochzeit

Out of Office

Diese Woche werde ich zum ersten Mal seit zwei Jahren keine Rezept oder irgendwelche kulinarischen Beitrag veröffentlichen. Denn diese Woche ist eine sehr besondere Woche für mich…

Daher gibt es heute nur ein paar schöne Bilder aus meinem privaten Leben… Solchen, die nicht mit kochen zu tun haben.

hochzeit

Ribe the city of beautiful doors


Als wir am unsren ersten Abend durch die kleine dänische Stadt Ribe ging, – übrigens die älteste Stadt Skandinaviens – sind mir gleich die schönen, bunten Türen aufgefallen. Ich war ja sowieso seit Tagen auf einem kleinem Glückswölkchen und diese schöne Ansicht hat das Gefühl nur noch verstärkt. Ich dachte mir gleich, ich muss das alles irgendwie festhalten, in meinem Herzen und auf Bilder.




folere

Foléré/Bissap au gingembre et fraises | Afrikanische Malve Eistee mit Ingwer und Erdbeeren


Diese Woche scheint der Sommer nun endlich bei uns angekommen zu sein. Wie jedes Jahr bedeuten die ersten heißen Tage für manche von uns schwitzen. Und was hilft uns am besten gegen das Schwitzen?

Für heiße Tage habe ich mir bereits vor längerer Zeit ein tolles leckeres Rezept von ausgedacht: Foléré. Foléré, auch Bissap oder wissenschaftlich auch Sabdariffa oder Roselle genannt. Bekannt ist diese Pflanze vor allem als Afrikanische Malve oder Karkade. Sie gehört der Familie der Malvengewächse an.
Sie wird in Kamerun, aber auch im übrigen tropischen Afrika allgemein zur Herstellung von Säften, Sirupen, Kuchen und Süßigkeiten verwendet.

Rezepte dazu gibt es zahlreiche. Ich selber mache es oft jedes Mal ein bisschen anders. Diesmal, habe ich zur Abwechslung einmal Ingwerstücke anstatt von Minzblätter verwendet. Zum Süßen habe ich mich für Waldhonig direkt aus meiner kamerunischer Heimat entschieden. Ein paar Scheiben frisch geschnittenen Zitrone dazu und dann noch ein paar frische Erdbeeren aus der Region setzen dem Ganzen die Krone auf. Nur noch in Kühlschrank damit et voilà! Ein leckeres und erfrischendes Getränk wie für den Sommer gemacht.


Das Ganze als Video



Und zum Download…


folere

Foléré/Bissap au gingembre et fraises | Afrikanische Malve Eistee mit Ingwer und Erdbeeren

Foléré/Bissap au gingembre et fraises | Afrikanische Malve Eistee mit Ingwer und Erdbeeren
Temps de préparation 10 minutes
Temps de cuisson 28 minutes
Temps total 38 minutes
Portions: 4
Type de plat: Getränke
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • ca. 15 g  Foléré /Afrikanische Malvenblüten Aus den afrikanischen Lebensmittelngeschäften
  • 3-4 Scheiben Ananas
  • 1 Stück Bio Ingwer
  • 4-5 EL Honig oder Zucker
  • ca. 1,5 l Wasser
  • 1 Bio Zitrone
  • Ein paar Erdbeeren

Method
 

  1. Die Malvenblüten in einem Topf geben. Ananas Stücke, Ingwer und Wasser hinzugeben und ca. einer halben Stunde kochen
  2. Danach sieben und den Saft abkühlen lassen, dann den Honig hinzugeben und gut verrühren.
  3. In einer sauberen Karaffe geben. Zitronen- und Erdbeerscheiben dazu geben und im Kühlschrank ca. 1 Stunde kühlen.
  4. Danach kalt servieren und genießen!

Notes

À ta santé!
Fadi
samosa

Samosas nach Chez Fadi`s Art


Es ist wieder mal Zeit für einen Exkurs nach außerhalb Westafrika. Heute führt uns unsere Reise an das andere Ende der Welt, nämlich nach Indien mit dem Gericht Samosa.

Samosa, Samusa oder alternative Sambusa (in Ostafrika) sind kleine Teigtaschen in Form eines Dreiecks, gefüllt mit allem Möglichen. Bei der Füllung kann man sich zwischen Gemüse, Fleisch, Linsen und vielem mehr entscheiden. Es gibt sogar Varianten mit einer süßen Füllung.


Obwohl ursprünglich aus Indien stammend, findet man diese leckeren Täschchen auch sehr oft in der afrikanischen , insbesondere in der Ostafrikanischen Küche wie zum Beispiel in Uganda, Kenia, Somalia, Äthiopien oder Eritrea sind sie sehr beliebt. Der Name und die Füllung können sich voneinander leicht unterscheiden, aber die Form und die Zubereitungsweise sind oft sehr ähnlich.

Meine Samosas Füllung besteht fast immer aus Hühner- oder Putenfleisch, leckerem Gemüse, am liebsten Asiatischer Art sowie Reisnudeln.


Samosas sind sehr beliebt als amuse-gueule. Meist mache ich eher Frühlingsrollen als Samosas, weil es schneller geht. Sowohl für Samosas als auch für Frühllingsrollen verwende ich immer die gleiche Füllung und die gleiche Teigblätter. Der einzige Unterschied zwischen den beiden ist nur die Falttechnik. Die Dreiecke zu falten können bei ungeübten Personen sich als etwas schwere Prozedur gestalten. Aber wie man so schön sagt: “Übung macht den Meister”.

Das erste Mal, als ich Samosas herstellen wollte, habe ich mir damals mindestens fünf verschiedene Videos angeschaut, um die für mich geeignete Falttechnik zu evaluieren. Es war dabei teilweise sogar lustig, die verschiedenen Techniken auszuprobieren.

Das Ergebnis konnte sich am Ende sehen und noch viel wichtiger natürlich schmecken lassen.


Das Ganze als Video



samosa

Samosas nach chez Fadi’s Art

Temps de préparation 43 minutes
Temps de cuisson 30 minutes
Temps total 1 heure
Portions: 6
Type de plat: Snack, Vorspeise
Cuisine: Indian, ostafrikanische küche

Ingrédients
  

  • 1 pck Frühlingsrollen Blätter (40 Stück)
  • 500 g Gemüsepfanne Asiatischer Art
  • 600 g Putenbrustfilet
  • ca. 50 g Reisnudeln
  • 50 ml Speiseöl
  • 500 ml Frittieröl
  • 1 El Sesamöl
  • 3 El Soja Sauce
  • 1 TL Curry
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Knoblauch-Ingwer Paste
  • 1 große Zwiebel
  • Salz
Zum Zukleben der Teigtaschen
  • 1 EL Mehl
  • ca. 2 EL Wasser

Method
 

  1. Die Putenbrust in kleine Würfeln schneiden und in einer Schüssel geben. Knoblauch-Ingwer Paste, Sesamöl, Soja Sauce dazu geben und gut miteinander vermischen
  2. Zwiebeln fein schneiden und in einem Wok oder Kochtopf mit Speiseöl und Salz geben und die Zwiebeln kurz andünsten. Dann die gewürfelten Putenbruststücke, Paprikapulver, Curry noch etwa Soja Sauce und das Gemüse hinzugeben
  3. Das Ganze gut vermischen und ca. 2 Minuten bei mittlerer Hitze andünsten.
  4. Dann die Reisnudeln im Topf geben, mit dem Gemüse zudecken und zugedeckt weitere 5 Minuten andünsten. Danach Mithilfe einer Küchenschere die Reisnudeln klein schneiden.
  5. Das ganze nochmal gut vermischen, vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
  6. Die Frühlingsrollenblätter voneinander trennen und schräg übereinander legen, sodass sie leicht entnehmbar sind
  7. Mehl mit etwas Wasser zu einer dicken Flüssigkeit vermischen
  8. Dann die Blätter wie im Video falten, mit der Füllung garnieren und mit der Mehl-Wasser Mischung zukleben. Das ganze wiederholen bis keine Blätter oder keine Füllung mehr da sind
  9. Frittieröl in einem kleinen Topf oder einer Fritteuse geben und heiß werden lassen. dann die Samosas darin auf allen Seiten goldbraun frittieren.
  10. Die fertige Samosas aus dem Topf herausnehmen und auf einem Küchenpapier abtropfen lassen. Mit Soja Sauce oder Chez Fadi`s Hot&Spicy Sauce servieren und genießen

Notes

Bon appétit!
Fadi

Dibi agneau| Gegrilltes Lammfleisch nach senegalesischer Art


Ramadan Mubarak! Barka dassala!

Der Monat Ramadan ging diese Jahr wieder so schnell rum. Zum Abschluss dieses heiligen Monats gibt es bei uns Zuhause viel zu essen und zu trinken. Während der Festtage, die drei Tage dauern, soll es genug zu essen und zu trinken geben, sodass jeder Gast, der zu Besuch kommt, mit vollem Magen und zufrieden wieder gehen kann.

Bei mir darf weder beim Ramadan- noch am Opferfest etwas auf dem Menü fehlen: Lammfleisch. Jedes Jahr versuche ich zu diesem Anlass eine aufwändigere Zubereitung und manchmal auch neue Rezepte aus. Dieses Jahr habe ich mich zum ersten mal an Dibi herangewagt. Mit dem Ergebnis war ich dabei sehr zufrieden gewesen.


Dibi gehört zu dem beliebtesten Street-Food Senegals und allgemein Westafrikas. Man findet es überall am Straßenrand oder in den Dibiteries (Restaurants oder Imbiss wo Dibi verkauft werden) zu kaufen. In Kamerun wird allgemein der Begriff Suya für diese Art Street-Food verwendet. Im Senegal dagegen wird zwischen Dibi und Dibi Haoussa unterschieden. Ersteres wird aus großen Fleischtücken mit Knochen hergestellt. Dibi Haoussa dagegen nennt man die am Spieß gegrillte knochenlose Fleischstücke.

Da das Rezept aber aus der muslimischen Bevölkerung stammt, wird traditionell Lamm- oder alternativ Rindfleisch für die Herstellung von Dibi verwendet.

Dazu werden die Fleischstücke mit verschiedenen Gewürzen, Salz und Senf gemischt und am offenen Holzfeuer stundenlang gegrillt, bis das Fleisch ganz zart wird. Danach wird es erneut mit Gewürze, Senf und Zwiebeln gemischt nun wird es im Backfolie eingewickelt und weiter gegrillt, bis die Zwiebeln weich sind. Serviert wird dann entweder mit Kankan/Suya Gewürze, Senf und rohen Zwiebeln. Unbeschreiblich lecker!


Das Ganze als Video



Und als Download…


dibi

Dibi agneau| Gegrilltes Lammfleisch nach senegalesischer Art

Temps de préparation 30 minutes
Temps de cuisson 1 heure 30 minutes
Temps total 2 heures
Type de plat: Gebackenes
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 2 kg Lammfleisch Stücke mit Knochen
  • 4 TL Magic Sauce
  • 2 EL Pfeffer (S/W)
  • 4 EL Senf
  • 3 EL Speiseöl
  • 1 TL Paprikapaste oder Pulver
  • Salz
  • 4 große Zwiebeln

Method
 

  1. Die Pfefferkörner in einer Möser grob mörsern
  2. Die Lammfleischstücke gut reinigen, trocken tupfen und in einer großen Schüssel geben. Einen Teil der gemahlenen Pfeffer, Salz, 2TL Magic Sauce, Speiseöl, Paprikapaste etwa 1 EL Senf dazugeben, das Ganze gut miteinander vermischen und ca. 30 Minuten stehen lassen
  3. Danach die Fleischstücke auf einer Grillplatte legen und in Grillfunktion jeweils ca. 15 Minuten auf aller Seiten goldbraun grillen.
  4. In der Zeit die Zwiebeln schälen und in feinen Streifen schneiden. Dann in einer kleinen Schüssel etwa 1 EL Senf, Salz Speiseöl, den Rest der gemahlenen Pfeffer und 1 TL Magic Sauce gut miteinander vermischen
  5. In einer großen Schüssel die Zwiebeln und die Senfmischung geben, das goldbraun gegrilltes Fleisch hinzugeben und alles gut miteinander vermischen
  6. Alufolie auflegen, dann Backpapier darüber legen, das Fleischgemisch darauflegen und gut einwickeln. Dann das Päckchen im Backofen auf Umluft für ca. einer Stunde bei 150Grad backen
  7. Danach das fertige Dibi aus dem Backofen holen mit grob geschnittenen Zwiebeln bestreuen und mit Kankan/Suya Spices servieren und heiß genießen!

Notes

Dazu empfehle ich gegrillte oder frittierten Plantains, Bobolo, Brot oder einfach Salat.
Bon appétit!
Fadi