ramadan

Ein ungewöhnliches Ramadan Fest


Als Allererstes möchte ich allen Muslime meiner Community Ramadan Mubarak! wünschen. Oder wie man es bei uns in Kamerun auch wünscht, Barka Dassala!

Wie es bereits vor einem Jahr der Fall war, hatte ich erneut das Gefühl , dass mir das Fasten dieses Jahr leichter fiel als im Jahr zuvor und sogar noch um einiges leichter als während der vergangenen letzten zehn Jahren. Das ist ja eigentlich wenig verwunderlich, da der Monat Ramadan derzeit im Jahreskalender jedes Jahr zehn Tage zurück in Richtung Winter rückt. Dadurch werden glücklicherweise die Tage gegenüber der Nacht immer kürzer und damit einher gehen letztendlich auch weniger Stunden, während deren man fastet muss.

Obwohl das dreitägige Ramadan Fest/Zuckerfest dieses Jahr sehr günstig auf ein Wochenende fällt, konnte ich mir das erste Mal seit mehr als 10 Jahren am Ramadan Fest/ Zuckerfest nicht frei nehmen. Der Grund dafür war ein sehr wichtiger Termin bei der Arbeit, welchen ich nicht verschieben konnte und mich leider dazu zwang, am vergangenen Freitag zu arbeiten. Daher bin ich am Morgen des Zuckerfests, sehr früh aufgestanden, habe mir nach einem herrlichen Morgenkaffee seit langem eine schöne Dusche gegönnt, meine am Ramadan Fest üblichen Rituale vollzogen, mein Festtagskleidung angezogen, mich zum ersten Mal seit vier Wochen wieder richtig geschminkt sowie mein liebster Lippenstift aufgetragen, was ja während der Fastenzeit nicht erlaubt ist. Dann habe ich so hochgestylt mit der Arbeit begonnen. Es war für mich wirklich ungewohnt, an diesem Festtag arbeiten zu müssen. Glücklicherweise durfte ich das wenigstens von meinem Homeoffice aus tun.

Ramadan

Damit meine Familie trotz dieser Unpässlichkeit am Abend ein Festmahl serviert bekommt, habe ich zahlreiche Vorbereitungen bereits am Vortag vollzogen. Als ich zu Beginn des Nachmittags dann Feierabend machte und mit der Zubereitung des Essens loslegen wollte, kam meine Tochter zu mir und wollte mit mir zusammen ein paar Fotos für die Familie in Kamerun knipsen. Das war natürlich auch sehr wichtig, aber stahl mir erst einmal eine weitere wertvolle Stunde von meinem streng getakteten Zeitplan.


Dadurch konnte ich erst mit mehr als einer Stunde Verspätung mit meiner Zubereitung beginnen und hatte leider dabei noch mit ein paar Pannen zu kämpfen. Mein Teig für die Beignets ging diesmal nicht so gut auf wie bei den vergangen Malen. Und vor lauter Versenden von Glückwünschen sowie vor zahlreichen Telefonate hatte ich aus Versehen zu viel Tomaten in meine Haricots gekippt. Den Granatapfel, welchen ich eigentlich für den Salat vorgesehen hatte, vergaß ich vorher zu entkernen und musste ihn somit weglassen… Am Ende hatte ich auch nicht mehr genug Zeit, um mein Dessert vorzubereiten.

Zum Glück gab es jedoch nicht nur Pannen. Mein obligatorisches Lammfleisch ist mir beispielsweise dieses Jahr wieder so richtig gut gelungen. Ihr könnt Euch in jedem Fall auf meinen nächsten Beitrag freuen, in welchem ich das Rezept veröffentlichen werde.

Trotz aller Pannen wurde es dennoch ein sehr schönes Fest, denn wir alle konnten am Abend gemeinsam das Festmahl genießen. Die zahlreichen Pannen wurden dabei kaum bemerkt. Schließlich ist es doch das Allerwichtigste, an so einem wichtigen Festtag Zeit mit der Familie zu verbringen. Und das ist mir auf jeden Fall gelungen.

In diesem Sinnen, Eid Mubarak!


Plantains bällchen

Boulettes de plantains | Plantains Bällchen


Wie ich oft zu sagen pflege, sind Plantains doch einfach eine wirklich tolle Erfindung der Natur! Es kann in so vielen verschiedenen Variationen verarbeitet werden und jede einzelne davon schmeckt einfach köstlich.

Das heutige Rezept ist so entstanden: ich hatte im Kühlschrank noch ein paar gelbe Plantains von meinem letzten Einkauf her übrig, welche zwar noch nicht verdorben waren, aber bereits etwas fleckig wurden. Zum Dämpfen haben sie in jedem Fall nicht mehr gut genug ausgesehen und sie einfach zu frittieren fand ich persönlich zu eintönig. Mir ist dann ein Rezept in den Sinn gekommen, welches ich vor ein paar Tage in den Social Media gesehen hatte und ohnehin irgendwann einmal ausprobieren wollte. Die Bällchen aus diesem Rezept waren zwar aus Yamswurzeln gemacht aber ich dachte mir, was mit Yams geht, können doch Plantains schon lange.

Plantains bällchen

In dem Yamsbällchen Rezept wurde Thunfisch verwendet. Aber ich wollte zuerst mit einer vegetarischen Variante beginnen. Um das ganze Rezept noch ein wenig aufzupeppen, habe ich mich für zwei verschiedene Sorten Panade entschieden: die klassische Panade aus Semmelbrösel und eine zweite Panade aus Gari (Maniokgries). Die Bällchen mit der klassischen Panade sahen nach dem Frittieren zwar optisch besser aus, da sie eine schöne goldbraune Kruste bekommen hatten. Aber vom Geschmack her waren die mit der Gari Panade viel leckerer. Sie waren richtig kross und durch den leicht säuerlichen Geschmack von Gari richtig intensiv im Geschmack. Beide Varianten schmeckten aber wirklich köstlich. Die Kombination aus der herzhaften Beimischung und der Süße von gelben Plantains ist einfach fantastisch!

Das Rezept werde ich auf jeden Fall mit verschiedenen Zutaten wiederholen. Die Bällchen eignen sich sehr gut sowohl als Vorspeise als auch für einen einfachen Snack zwischendurch. Sie schmecken sowohl heiß als auch kalt. Bei der Sauce für die Beimischung sind in jedem Fall keine Grenzen gesetzt. Es kann alles verwendet werden, was der Kühlschrank so alles hergibt. Außerdem ist dieses Rezept ein guter Weg, für Plantains noch eine Verwendung zu finden, auch wenn sie nicht mehr ganz so hübsch aussehen. Ein richtiges No food waste Rezept, das man unbedingt einmal ausprobieren sollte. Dazu wünsche ich Euch bereits jetzt viel Erfolg!


Das Ganze als Video



Plantains Bällchen

Boulettes de Plantains Bällchen | Plantains Bällchen

Temps de préparation 15 minutes
Temps de cuisson 30 minutes
Temps total 45 minutes
Portions: 6
Type de plat: Vorspeise
Cuisine: Afrikanisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 2 gelbe Plantains
  • 50 g frische Roma Tomaten
  • 1/4 Paprika rot
  • 1/4 Paprika grün
  • 4 kleine Champignons
  • 1 kleine Karotte
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Lauchzwiebel
  • 1 TL Magic Sauce oder Lieblings Kräuter
  • 3 EL Speiseöl
  • Salz
  • 500 ml Frittieröl
Für die Panade
  • 1 Ei
  • 4 EL Semmelbrösel
  • 4 EL Gari (Maniokgries)

Method
 

  1. Karotten, Paprika, Champignons und Lauchzwiebel putzen und fein hacken.
    Tomaten waschen und in zwei Hälfte schneiden
  2. Speiseöl in einer Pfanne geben den fein gehackten Zwiebel, Knoblauch und Salz hinzu, kurz andünsten. Tomaten, Karotten, Tomatenmark und Magic Sauce hinzugeben , ca. 2 Minuten anrösten.
  3. Dann den gehackten Paprika und Champignons dazugeben, gut vermischen und weitere 5 Minuten anrösten. Anschließend den gehachten Lauchzwiebeln dazu und gut vermischen. Abschmecken und zum Abkühlen beiseite stellen
  4. In der Zeit das Ei in einer Schüssel geben, etwas Salz und ein bisschen Gewürze oder Magic Sauce hinzugeben und gut verrühren.
    In einem Teller Semmelbrösel, in einem andern Gari geben und bereit stellen für die Panade
  5. Plantains schälen und im Wasser mit etwas Salz ca. 15 Minuten kochen oder bis sie ganz weich sind. Dann mit einem Kartoffelstampfer zerstampfen bis einen Teig entsteht.
  6. Die fertige erkaltete Sauce, einen TL Magic Sauce und bei Bedarf salz hinzugeben. Alles gut vermischen und kurz abkühlen lassen
  7. Nun kleine Bällchen aus dem Teig formen und danach zuerst im Ei, dann in der Panade wälzen. Die eine hälfte in Semmelbrösel und die andere in Gari
  8. Jetzt ein Topf mit Frittieröl erhitzen und die bällchen darin ca. 3 Minuten frittieren lassen, bis sie leicht gold bzw. goldbraun sind. Auf einem Küchenpapier abtropfen lassen und heiß oder kalt genießen

Notes

Als Aperitif serviert ist es auf jeden Fall ein Gaumenschmaus 
Bon appétit!
Fadi
lachs

Karwoche Spezial | Saftiges Lachssteak


Diese Woche ist eine besonders wichtige sowohl in der christlichen als auch in der muslimischen Welt, denn wie bereits im letzten Jahr fällt die Karwoche in den Monat Ramadan. Daher ist es für meine ganze Familie immer eine ganz besondere Zeit. Wir sind nämlich eine multikulturelle sowie multireligiöse Patchwork-Familie und leben deshalb diese Vielfalt voll aus.

Während ich mich seit Anfang Ramadan voll im Fastenmodus befinde, beschäftigt sich mein Mann in der letzten Woche der Passionszeit wie jedes Jahr zu dieser Zeit speziell mit dem Leiden Christi. Jeder von uns lebt sein Glauben uneingeschränkt und wir unterstützen uns dabei gegenseitig, soweit wir dazu in der Lage sind. Da ich im Ramadan sparsam mit meinen Kräfte umgehen muss, unterstützt er mich gerne, indem er vermehrt auch meinen Part der familiären Pflichten vorübergehend übernimmt. Im Gegenzug widme ich ihm in diese Passionswoche ebenfalls meine Aufmerksamkeit.

Lachssteak

Die Passionszeit ist bei den Christen eine besondere Zeit, die an das Leiden Christi und seinen Tod am Kreuz erinnern soll. Viele Christen fasten ebenfalls in dieser von Aschermittwoch bis Ostern andauernden Zeitspanne. Manche widmen sich mehr der Gebeten und Meditation. In dieser Fastenzeit darf bekannterweise kein Fleisch auf den Speiseplan kommen, zumindest nicht am Aschermittwoch sowie am Karfreitag. Zur Würdigung dieser christlicher Tradition gab es diese Woche fast ausschließlich Fischgerichte.


Das Ganze als Viedo


Die Fastenzeit ist somit auch ein weiteres Bindeglied zwischen den drei Weltreligionen. Während bei dem Muslimen im Monat Ramadan und bei den Juden im Jom Kippur gefastet wird, geschieht dies bei den Christen während der Passionszeit. Dies zeigt doch sehr deutlich, wie viele Gemeinsamkeiten es bei den drei Religionen gibt.

Nun zu meinem Lieblingsfischgericht dieser Woche. Es fiel mir nicht einfach zu entscheiden, welches Fischgericht ich heute posten soll. Es gab Umber, Tilapia, Pangasius und Lachs. Für letzteres habe ich mich entschieden, da der Lachs allen in der Familie am meisten geschmeckt hat und auch am leichtesten zuzubereiten war. Das Ergebnis könnt Ihr selber sehen.

In diesem Sinne wünsche Ich Euch und Eure Familie schon mal ein frohes Osterfest!


Und zum Download…


lachs

Saftiges Lachssteak

Temps de préparation 30 minutes
Temps total 30 minutes
Portions: 4
Type de plat: Pfannengericht
Cuisine: cuisine du monde

Ingrédients
  

  • 600 g Frischer Lachs Steak amStück
  • 3 EL Speiseöl
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 1/2 TL Pfeffer
  • Salz

Method
 

  1. Den Lachs kurz unterm kalten Wasser spülen und mit Küchenpapier trocken abtupfen
  2. Dann etwas Öl in die Pfanne geben und gut verteilen. Den Lachs mit der Hautseite nach unten in die Pfanne legen
  3. Nun die Pfefferkörner in die Mörser geben kurz mahlen, dann die geschälten Knoblauchzehen hinzu nochmal zermahlen, bis eine Paste ensteht.
  4. Öl und Salz zur Paste geben, gut vermischen und damit den Lachs von überall bestreichen
  5. Nun den Fisch für ca. 15 Minuten stehen lassen, damit die Gewürze gut einwirken
  6. Dann die Pfanne auf dem Herd stellen zuerst auf höchster Stufe ca. 3 Minuten braten, dann wenden, sodass die krosse Haut jetzt nach oben schaut.
  7. Danach weitere 3 Minuten auf höchsten Stufe braten und dann auf mittleren Stufe ca. 4 Minuten
  8. Nochmal wenden und weitere 3 Minuten auf Mittlerer Stufe garen und fertig.
  9. Den fertige Lachssteak aus dem Pfanne nehmen und mit Beilage der Wahl servieren und genießen

Notes

Dazu servierte ich Tagliatelle mit Bechamelsauce und frisch gekochte Brokkoli und Rosenkohl
Bon appétit!
Fadi

vhs

Chez Fadi’s Kochkurs – Meine ersten Eindrücke


Diese Woche war es wieder soweit. Ich durfte zum zweiten Mal innerhalb eines Monat als Kochkursleiterin bei der VHS Ludwigsburg meine Koch- und Pädagogische/Didaktische Fähigkeiten unter Beweis stellen. Dabei fiel mir gerade letzteres anfangs wirklich sehr schwer.

Anfang März hatte ich bereits die Ehre, meinen ersten Kochkurs zu leiten. Das Thema war dabei Kamerunische und Westafrikanische Küche zum Kennenlernen. Im Rahmen dieses vierstündigen Kochkurses durften die Teilnehmenden mit mir eine kleine kulinarische Reise durch Westafrika zum Mafé / Westafrikanische Erdnuss Sauce unternehmen. Dabei legten wir den ersten Zwischenstopp in Kamerun ein, um ein paar leckere Gewürze mitzunehmen…


Die Gewürze

So wie es der Zufall es wollte, bin ich tatsächlich gerade drei Tage vor dem Kurs aus Kamerun nach Hause zurückgekehrt und hatte selbstverständlich frische Gewürze und ein paar leckere Zutaten aus meiner Heimat mitgebracht. Diese kamen natürlich gleich direkt zum Einsatz . Zuerst wurden alle Gewürze den Teilnehmenden vorgestellt und jede(r) durfte daran riechen und dabei ein paar erste Eindrücke sammeln. Dann wurde unter meiner Anleitung aus dem leckeren Mitbringsel meine leckere Magic Sauce hergestellt. Mit einem Teil der Magic Sauce wurde anschließend das Fleisch mariniert und zum Bräunen in den Backofen gelegt. Wie erwartet waren die Teilnehmenden von der Magic Sauce gleich begeistert. Manche teilten mir mit, sie hätten vorher noch nie so etwas ähnliches gekostet. Umso größer war die Freude, als ich meine mitgebrachten Gläser herausrückte und ankündigte, dass nach dem Kurs jeder eine Portion von dem Rest mit nach Hause nehmen darf.

Während die Hähnchenkeulen im Backofen vor sich hin brutzelten, wurden Karotten, Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch geschnitten und die Töpfe für den Mafé auf dem Herd gesetzt. Immer wieder kamen Fragen von den Teilnehmenden und alle beteiligten sich auch fleißig. Hier wurde gerührt, dort aufgeräumt und woanders wieder die Spülmaschine im Betrieb genommen. Es wurde geplappert, gefragt, geflüstert, gelacht und zwischendurch auch von dem leckeren Foléré/Bissap getrunken sowie von den Plantainschips genascht, die wir als Snack während unsere Reise mitgenommen hatten. Wir fühlten uns dabei wie in einer große Familie. Ich fühlte mich für ein paar Sekunden sogar wie noch vor ein paar Tagen, als ich gemeinsam mit meinen Verwandten in der Heimat gekocht hatte. Als der Mafé anfing zu köcheln, machte wir uns an die Beilagen.


Die Beilagen

Vor dem Kurs hatte ich mir Gedanken gemacht was ich zum Mafé servieren soll. Reis oder Kartoffeln? Nein, das ist doch viel zu gewöhnlich! Plantains, Maniok oder Yamswurzeln? Ja, das ist doch viel besser! Am besten gleich alle drei zusammen! Somit gab so viel Auswahl, dass für jeden Geschmack etwas dabei war.

Die meisten Teilnehmenden hatten schon einmal von irgend eine der Beilage gehört, sie jedoch noch nie vorher einmal probieren können. Daher waren alle natürlich sehr neugierig darauf, dies endlich einmal tun zu dürfen. Da dachte ich mir gleich, dass die Wahl gerade dieser Beilagen eine sehr gute Entscheidung war.

Ich führte zuerst vor, wie die Beilagen zu schälen sind und die meisten Teilnehmenden versuchten sich daran dann gleich selbst. Nachdem alles soweit geschält war, wurden die Beilagen mit Hilfe eines Dampfgareraufsatzes gedämpft.


Die Vorspeise

Während die Saucen und Beilagen so vor sich hin köchelten, war es an der Zeit, die Vorspeise zu präsentieren. Diese bereitete ich vorher zu Hause alleine zu, da sonst die Zeit im Kochkurs nicht ausgereicht hätte. Mit der Vorspeise legten wir einen nächsten Halt während unserer kulinarischen Reise ein, diesmal in der Elfenbeinküste mit einem Attiéké Salat. Die Teilnehmenden war von der Vorspeise verblüfft und ich erklärte ihnen noch, wie Attiéké zubereitet wird, nämlich aus der Maniokwurzel, welche wir soeben geschält haben.

Als alle sich mit der Vorspeise schon einmal ein wenig den Magen gefüllt hatten, waren Mafé sowie die Beilagen soweit und jeder konnte sich bedienen. Wir saßen wieder alle gemeinsam am Tisch, erzählten, aßen, lachten und genossen einfach das leckere Essen sowie unsere gemeinsame Zeit, welche wir verbringen durften. Erneut gab es dabei viele Fragen von mir zu beantworten und ich fühlte dabei förmlich die große Neugierde der Anwesenden über die westafrikanischen Küche. Das bereitete mir wirklich sehr große Freude, weil es ja meine Mission ist, den Leuten hier in Mitteleuropa die größtenteils noch unbekannte westafrikanische Küche näher zu bringen.

attiéké Salat

Die Nachspeise

Zum Dessert ging unsere Reise durch Westafrika weiter und wir sammelte von fast überall, wo wir vorbeikamen, frische saisonale Früchte für unseren tropischen Obstsalat. In Ghana ein paar Mangos, in Nigeria, Benin und Togo ein paar leckere Papayas, in Senegal und Mali, Ananas…

Aus diesen leckeren Früchten wurde ebenfalls ein äußerst leckerer Obstsalat hergestellt, welcher zum Abschluss unserer Reise derselbigen noch die Krone aufsetzte. Am Ende waren alle satt, glücklich und vor allem um einige Erfahrungen reicher, zumindest was die westafrikanische Küche anbelangt.


Fazit

Es war ein sehr gelungener Abend mit einem kleinen Wermutstropfen, denn wir hatten vor lauter Freude am Kochen und Schwatzen komplett die Zeit vergessen und dadurch dauerte der Kurs rund eine halbe Stunde länger als ursprünglich vorgesehen. Der Hausmeister war davon natürlich nicht “amused”, aber er ließ sich glücklicherweise von unserer wirklich hervorragenden Stimmung anstecken und hat uns schnell verziehen.

Der zweite Kochkurs fand dann vor Kurzem (Ende März) statt, unter dem gleichen Thema sowie in denselben Räumlichkeiten. Dieses Mal jedoch mit anderen Teilnehmenden und auch der Ablauf wurde von mir ein wenig verändert bzw. optimiert. Schließlich lernte ich beim ersten Mal bereits einiges dazu. Die Stimmung war dabei genau so gut. Dieses Mal lief auch zeitlich alles wie geplant. Auch meine Pädagogische/Didaktische Fähigkeiten konnte seit dem letzten Kochkurs verbessern. Zuerst das, dann dies und danach dieses… , alles lief wie am Schnürchen.

Wir wurden sogar überpünktlich fertig. Am Ende waren wir genauso satt, glücklich und sogar ein bisschen schlauer als nach dem ersten Kochkurs. Es hat mir und ich glaube auch allen anderen Beteiligten unheimlich viel Spaß gemacht und es war mir eine große Ehre, mit so netten Leuten zusammenzuarbeiten zu dürfen. Ich freue mich jetzt schon auf die hoffentlich noch zahlreichen gut besuchten Kochkurse!


asiasalat

Ramadan Rezeptidee | Asiatischer Nudelsalat


Salate lieben wir doch alle, oder etwa nicht? Zumindest ist das bei mir der Fall. So steht Salat bei mir mindestens fünfmal die Woche auf dem Speiseplan. Wenn ich irgendwo bei einer Party mit Büffet eingeladen bin, so fülle ich meinen Magen zuerst mit Salat und vergesse dabei oft die nachfolgenden Hauptgerichte.

Vor allem jetzt während dieses heiligen Fastenmonats Ramadan, neigt man oft dazu, wenig Salat/Rohkost zu essen, da so manche abends Rohkost nicht so richtig vertragen können. Dabei braucht man jedoch nicht gleich auf Salat verzichten, weil man nur morgens und abends essen darf.

Oft denkt man ausschließlich an Rohkost, wenn man über Salate spricht. Dabei kann Salat viel mehr sein als bloß rohes Gemüse und grüne Blätter. Es können praktisch aus alles mögliche Lebensmitteln Salat kreiert werden. Ein paar Beispiele sind Kartoffelsalat, Thunfischsalat, Tabouleh-Salat, Attiéké Salat und natürlich Nudelsalat.

Nach meinem Beitrag über Attiéké Salat , welcher übrigens viel Aufmerksamkeit geweckt hatte, dachte ich, mein Blog könnte ruhig ein paar Salat-Rezepte mehr vertragen.

asianudelsalat

Heute geht es um einen asiatischen Nudelsalat mit ausgewählten “typisch” asiatische Zutaten wie Reisnudeln, Sojasauce, Sesamöl, Brokkoli sowie einen Touch Thai-Currypaste. Allein die Liste der Zutaten weckt bei einem schon den Hunger.

Diesen Salat ist einfach zuzubereiten und dabei lecker sowie sehr gut bekömmlich, vor allem für diejenigen, welche Rohkostsalate nicht so gut vertragen. Gerade für den Fastenmonat Ramadan ist das eine gute Alternative, um nicht auf Salate verzichten zu müssen. Das kann ich also nur wärmsten empfehlen.


Das Ganze als Video



Und als Download…


asiasalat

Asiatischer Nudelsalat mit Brokkoli

Temps de préparation 20 minutes
Ziehen lassen 1 heure
Portions: 6
Type de plat: Salat
Cuisine: asiaatisch, cuisine du monde

Ingrédients
  

  • 250 g Reis Bandnudeln
  • 300 g frische Brokkoli
  • 1 roter Paprika/Spitzpaprika
  • 1 Lauchzwiebel
  • 1/2 Limette
  • 4 EL Sojasauce
  • 3 EL Sesamöl
  • Salz
  • 1/2 TL Green Curry Paste

Method
 

  1. Brokkoli in Röschen schneiden, kurz mit warmen Wasser waschen, in einem Topf geben, mit kochendem Wasser übergießen, salzen und ca. 2 Minuten kochen
  2. Schnell wieder vom Herd nehmen, über einen Sieb geben mit sehr kaltem Wasser abschrecken und in kaltem Wasser mit ein paar Eiswürfeln ca 3 Minuten stehen lassen, den Garprozess zu stoppen.
  3. Danach das Wasser abgießen und die Brokkoli Röschen in einem Sieb zum Abtropfen geben
  4. In der Zeit Nudeln in einer Schüssel geben und mit kochenden Wasser übergießen und 10 Minuten stehen lassen und danach ebenfalls mit kaltem Wasser abschrecken und in einem Sieb abtropfen lassen
  5. Nun den Paprika und die Frühlingszwiebeln in feinen Streifen schneiden und Beiseite lassen.
  6. In einer großen Schüssel die abgetropften und erkalten nudeln geben, einen Teil der Sojasauce, Sesamöl, Limettensaft dazugeben und gut miteinander vermischen
  7. Jetzt den Brokkoli, Paprika, Lauchzwiebeln und den Rest der Sojasauce dazugeben und wieder gut vermischen
  8. Ca. einer Stunden zum Ziehen stehen lassen und genießen

Notes

Bon appétit!
Fadi

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