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Pèpè Soup royal | Pangasius und king prawns Pepper Soup


Diese Woche hat uns leider wieder einmal deutlich gezeigt, dass wir uns so langsam aber sicher vom Sommer verabschieden müssen. Das zeigt sich nicht nur durch die kürzeren Tage, sondern auch die Temperaturen sind nicht mehr so hoch wie noch vor ein paar Wochen. Insbesondere morgens und abends merkt man sofort, dass der Herbst im Anmarsch ist. Mir war während dieser Woche oft teilweise so kalt , dass ich mir extra Socken anziehen musste.

Zur Einstimmung auf die unweigerlich eintreffende kalte Jahreszeit habe ich dieses leckeres Rezept für Euch wieder ausgegraben, welches ich in der Vergangenheit bereits oft zubereitet hatte.

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Pèpè Soup ist eine sehr würzige und leicht scharfe Suppe/Sauce aus der westafrikanischen Küche. Und eine pikante Suppe passt doch hervorragend zu der nun beginnenden Herbstzeit.

In Kamerun wird Pèpè Soup oft mit Fisch gekocht, genauer gesagt mit Pangasius/catfish. Ich habe hier schon ein paar verschiedene Rezepte gepostet, jedes Mal eine andere Variante davon. Wer mich etwas näher kennt, der weiß bereits, wie sehr ich es liebe, zu versuchen, alte Rezepte irgendwie aufzupeppen. Ich kann daher die gleiche Gerichte mehrmals kochen und dabei jedes Mal etwas variieren. Mal fällt hier eine Zutat weg, mal kommt eine neue dazu, usw. Ich bin in der Küche sehr experimentierfreudig und das bereitet mir auch unheimlich viel Spaß, genauso viel wie beim Erfinden neuer Rezepte. Diesen neuen Rezepte gebe ich dann auch gerne einen Namen, sowie das auch bei dem heutigen Rezept der Fall war.

Wie ich auf diesem Name gekommen bin? In Kamerun ist Ndolè das Nationalgericht schlechthin und Ndolè Royal ist die mit Crevetten oder King Prawns veredelte Variante von Ndolè. Daher spielte ich mit dem Gedanken, bei einigen meiner Rezepte eine Standard- sowie eine Royal-Variante einzuführen. Dadurch würde sich die Serie der verschiedenen Royal-Varianten fortführen wie zum Beispiel bei Ndolè Royal und Gombo royal. Was bei Ndolè und Gombo funktioniert sollte doch eigentlich auch bei Pèpè Soup funktionieren. Und das tat es auch. Das Ergebnis ist richtig lecker!


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Pèpè Soup royal | Pangasius und king prawns Pepper Soup

Temps de préparation 15 minutes
Temps de cuisson 30 minutes
Temps total 45 minutes
Portions: 4
Type de plat: Eintöpfe, Hauptgericht, Soup
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 600 g Pangasius Steak
  • 6-8 stück King Prawns
  • 2 rote Paprika
  • 1-2 grüne Peperoni
  • 1-2 Zucchini
  • 1-2 Karotten
  • 1 Stange Lauchzwiebel
  • 100 g frische Tomaten
  • 1 Schalotte
  • 5 Knoblauchzehen
  • 2 Habanero
  • 1 EL Magic Sauce
  • 1 EL Mix Bouillon Suppen Gewürzmischung von Saveurs d`afrik
  • 50 ml Rapsöl
  • ca. 500 ml Wasser
  • Salz

Method
 

  1. Das Gemüse putzen und mit reichlich Wasser abwaschen
  2. Nachfolgende Zutaten grob schneiden und in einem Mixer/Zerkleinerer grob hacken und beiseite stellen
    2 rote Paprika, 1-2 grüne Peperoni, 1 Stange Lauchzwiebel, 1 Schalotte, 5 Knoblauchzehen, 100 g frische Tomaten
  3. Die Pangasius Steak gut waschen und in einem Topf geben. Die in kleine feinen Stücken geschnittenen Zucchini und Karotten über den Fisch geben. Dann Salz, Rapsöl, Magic Sauce, Mix Bouillon und zum Schluss die vorher gemixten Zutaten dazugeben, gut miteinander vermischen und ein paar Minuten ziehen lassen (optional)
  4. Nun mit Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Nach ca. 15Minuten Habanero und King prawns dazugeben und zugedeckt weitere 15 Minuten köcheln lassen. Danach heiß servieren und genießen!

Notes

Die Suppe kann allein oder mit Beilage der Wahl serviert werden.
Bon appétit!
Fadi

bobolo

Bobolo fait maison | Hausgemachte Bobolo/Maniokbrot


Bobolo  und Miondo (dünnere Varianten von Bobolo) oder auch bekannt als Maniokbrot, gehören neben Fufu und Plantains zu den beliebtesten Beilagen in der westafrikanischen Küche. Beide Begriffe stehen für eine in Binsen- oder Bananenblätter eingewickelte Teigmasse aus fermentierten Maniok. Bobolo findet man überall in Westafrika, manchmal unter anderer Bezeichnungen, wie zum Beispiel Chikwangue. Sie sind eine beliebte Beilage zu allerlei Gerichten wie Fleisch, Ndolè, Koki, usw.

Bobolo selber herzustellen bedeutet sehr viel Arbeit. Früher, als ich noch Zuhause gewohnt habe, hatten wir es ein- oder zweimal selber hergestellt. Danach taten wir uns das hingegen nie wieder an. Den dahinter liegenden Aufwand hatten wir damals gravierend unterschätzt. Wenn man nicht mit diesem Handwerk vertraut ist, macht das auch wirklich keinen Spaß, denn die Herstellung von Bobolo ist eine lange Prozedur.


Zuerst werden die frische Maniok-Knollen geschält, gewaschen und dann in Stücke geschnitten. Anschließend werden sie mit reichlich Wasser übergossen und für ca. 4-6 Tage zum Fermentieren zugedeckt. Dabei wird das Wasser ca. alle 2 Tage gewechselt. Wenn die Maniok-Knolle anfangen weich zu werden (und gar bei gewünschtem stärkeren Reifengrad fast zerfallen), werden sie aus dem Wasser herausgeholt und in einem Sack gepackt. Danach wird so viel Wasser wie nur möglich herausgepresst. Die daraus resultierende fast feste und nur noch feuchte Masse wird dann zu einem glatten, homogenen Teig gemahlen und anschließend in vorher gewaschene Binsenblätter( Magaphyrinum macrostchym) verteilt und darin eingewickelt. Danach werden die traditionell mit Binsenschnur in länglicher Richtung zusammen geschnürt. Die fertig eingewickelten Bobolo werden dann in einem mit darin ausgelegten Blättern (Bananen- oder Binsen) platziert, mit Wasser übergossen und je nach Größe und Menge zwischen 30-45 Minuten gekocht. Beim Kochen entwickelt sich der vorher beizenden fermentierten Geruch zu einem wesentlich angenehmeren, welcher etwas an Käse erinnert. Wenn mein aus der Schweiz stammende Mann mich deswegen hänselt, kontere ich gekonnt mit: “Ihr habt den Käse und wir haben Bobolo! Beiden wird nachgesagt, dass sie besser schmecken als dass sie riechen”.

bobolo

Kleiner Bio Exkurs: Magaphyrinum macrostchym

Magaphyrinum Macrostchym oder in Kamerun genannt Feuilles de Jonc (übersetzt Binsenblätter), ist eine Pflanze aus der Familie der Marantaceae und Gattung der Megaphrynium. Sie wachsen am besten an feuchten Orten und regenerieren sich sehr schnell nach etwaigen Bodenstörungen wie zum Beispiel nach einem Feuer. Die langen Stängel werden bei der Herstellung von Kordeln, Körben und Matten verwendet. Die großen Blätter werden zum Einwickeln von Lebensmitteln unter anderem Bobolo, Fufu | Foufou, Ngond’a| Mets de Pistache usw. verwendet. Sie kommen zudem auch bei der Herstellung bestimmten Medizin aus Kräuterbasis zum Einsatz. Diese Blätter sind sehr nützlich und werden als ökologische, nachhaltige Verpackungsmaterialien schon seit Jahrhunderten in Westafrika benutzt.

Selbst gemacht schmeckt halt am Besten

So zurück zu meinen selbst fabrizierten Bobolo. Die Herstellung hört sich wie schon vorhin erwähnt nach viel Arbeit an und so war es auch. Deshalb kaufen die meisten ihre Bobolo lieber bereits kochfertig in Blätter eingewickelt, als diese mit viel Fleiß und Aufwand selbst herzustellen. Ich wollte es jedoch gerne einmal wieder diese Erfahrung machen, denn wie heißt es so schön: Selbst gemacht schmeckt halt am besten!

So machte ich mich also an die Arbeit. Zum Afroshop fahren, Maniok holen, wieder zu Hause ankommen, alles vorbereiten und zum Fermentieren in eine Schüssel mit reichlich Wasser geben. Nach 6 Tagen konnte ich meine Bobolo fertig herstellen. Da ich übrigens keine Binsenblätter zur Hand hatte, kamen an dessen Stelle Bananenblätter zum Einsatz, wie das bei der Herstellung von Miondo üblich ist. Das geht ebenfalls ohne Weiteres. Wer gerade keine Blätter zur Hand hat, kann den Teig sogar einfach in Mikrowellenfolie einwickeln.

bobolo

Bobolo ist übrigens wie viele fermentierte Lebensmittel sehr gut für die Darmflora. Wer einmal den etwas speziellen Geruch überwunden hat, wird den Geschmack von Bobolo lieben lernen. Gebt Euch also einen Ruck!

Na, dann wünsche ich viel Spaß beim Fermentieren!


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Bobolo fait maison | Hausgemachte Bobolo

Temps de préparation 30 minutes
Temps de cuisson 45 minutes
Fermentierung 6 days
Temps total 6 days 1 heure 15 minutes
Portions: 4
Type de plat: Beilage
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 1 Kg Maniok Knolle
  • 1-2 Liter Wasser

Equipment

  • 4-6 große Bananen Blätter alternative Frischhalte/ Mikrowellenfolie
  • 4-5 Meter Binsenschnur Oder eine andere Hitzefeste Lebensmittel Schnur

Method
 

  1. Den Maniok in Kreisen von ca 5 cm Dicke schneiden, schälen, jeweils in zwei zerteilen und die Wurzel in der Mitte herausschneiden.
  2. Gut Waschen, in einer großen Schüssel geben, mit Wasser bedecken und zugedeckt in einem Ort zum Fermentieren stellen. Jeden Tag oder alle 2 Tage das Wasser wechseln .
  3. Nach ca. 4-6 Tage die weich gewordenen Knollen aus dem Wasser herausholen und noch kurz mit kaltem Wasser spülen. Dann in einem Stoff/Sack geben und das Wasser aus den Knollen herauspressen
  4. Danach in einem Mixer geben und zu einem homogenen Teig mahlen. Jetzt Die Blätter zum Einwickeln waschen und trocken tupfen.
  5. Den Teig auf einem Blatt vorsichtig in etwas 2-3cm Dicke geben, dabei ca. 2 cm jeweils von Rand an beiden Ende lassen. Den Teig vorsichtig einwickeln und mit einer Schnur vorsichtig umwickeln
  6. Die fertige gewickelte Bobolos Mithilfe eines Dampfgarers oder in einem Dampfgareraufsatz in einem Topf 30-45 Minuten dampfgaren
  7. Danach aus dem Topf herausholen, die Schnüre abschneiden, die Blätter entfernen und die Bobolo als Beilage zu Fisch, Fleisch,… servieren und heiß genießen!

Notes

Dazu empfehle ich gegrillter Tilapia, Ngond’a oder gegrilltes Hähnchen.
Bon appétit!
Fadi

spagetti camerounese

Spagetti Camerounese| Spagetti mit Tomatensauce nach Kamerunischer Art


Spagetti ist bei speziell bei Kindern sehr beliebt. Das habe ich zumindest so beobachtet, sowohl hier in Deutschland als auch in anderen europäischen Ländern, in welchen ich bereits war. Auch in meiner Heimat Kamerun ist Spagetti immer der Hit.

Vor ein paar Tagen war ich zu Besuch bei einer meiner Freundinnen. Sie ist eine Deutsche mit ungarischen Wurzeln und sie kocht wie ich ebenfalls leidenschaftlich gerne. Sie holte ein paar Kochbücher aus ihrer Sammlung heraus und wir haben uns über die verschiedenen Gerichte ausgetauscht. Auch haben wir uns intensiv über unsere Heimatländer unterhalten. Während dieser Unterhaltung sind mir so viele Kindheitserinnerungen wieder eingefallen, über welche ich gar nicht mehr nachgedacht habe. Da sie mir schon vor langer zeigen wollte, wie leicht sie selbstgemachte Nudeln herstellt, haben wir dies ca. eine halbe Stunde später tatsächlich auch umgesetzt und gemeinsam frische Spaghetti gemacht. Es war ein schönes Erlebnis und ich fing an, mir zu überlegen, mit welcher Sauce ich die Spagetti wohl am nächsten Tag kochen soll. Ja klar! Es fiel mir sofort ein Spagetti Camerounese ein.

Hier in Mitteleuropa, wird Spagetti oft mit einer Tomatensauce serviert, ob als Napoli (mit Tomatensauce), Arrabiata (mit pikanter Tomatensauce) oder als Bolognese (mit Hackfleisch in Tomatensauce). Wobei letztere die beliebteste Variante in Deutschland zu sein scheint.

Als wir noch Kinder waren, gab es bei uns auch hin und wieder Spagetti. Und wenn es welche gab, dann ebenfalls mit Tomatensauce. Aber es war weder Napoli noch Arrabiata noch Bolognese. Zur Tomatensauce wurde entweder frisch frittierter Fisch, Rindfleisch oder als beliebteste Variante Hähnchen hinzugegeben.

Für uns war es immer ein besonderen Anlass, wenn es “Spagetti-Sauce-Tomates-Poulet” gab. Dieses Gericht habe ich nach dem Besuch bei meiner Freundin gleich liebevoll Spagetti Camerounese getauft. Eine Ode an meiner schöne Heimat Cameroun. Wer Spagetti Bolognese mag wird Spagetti Camerounese lieben.


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spagetti camerounese

Spagetti Camerounese| Spagetti mit Tomatensauce nach Kamerunischer Art

Temps de préparation 15 minutes
Temps de cuisson 30 minutes
Temps total 40 minutes
Portions: 4
Type de plat: Hauptgericht
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 4 Hähnchenschenkel oder ganzes Hähnchen
  • 400 g frische oder gehackte Tomaten aus der Dose
  • 200 g Roma Tomaten
  • 1 El Tomatenmark
  • 1 Zwiebel
  • 100 ml Olivenöl
  • 2 EL Magic Sauce
  • 200 ml Wasser
  • 200 ml Frittieröl
  • 1 TL getrocknete Basilikum
  • Salz

Method
 

  1. Das Hähnchen gründlich waschen, in Stücke schneiden und dann in einem Topf mit Salz, Wasser und einem Esslöffel Magic Sauce in einem Topf geben und ca. 10 Minuten zum kochen bringen
  2. In der Zeit die Zwiebel schneiden und in einem topf mit Olivenöl, Salz, Knoblauch und Tomatenmark ca. 5 Minuten andünsten. dann die gehackte Tomaten hinzugeben und beim regelmäßigem Rühren ca. 5 Minuten andünsten. Danach die geschnittenen Roma Tomaten hinzugeben und weitere 5 Minuten dünsten
  3. In der Zeit Frittieröl in einer Pfanne geben und erhitzen, die fertig gekochte Hähnchen aus dem Kochjus herausnehmen und in der Pfann in aller Seiten goldbraun frittieren
  4. Zeitgleich die Spaghetti zum Kochen bringen
  5. Danach die goldbraun frittierte Hähnchenteile samt Kochjus zur Tomatensauce hinzugeben. Basilikum dazugeben, alles gut verrühren und zugedeckt ca. 5 Minuten köcheln lassen
  6. Zum Schluss die Sauce mit dem gerade fertig gekochte Spagetti servieren und genießen

Notes

Wer es etwas scharf mag, dem empfehle ich ein schönen Portion Chez Fadi’s Hot&Spicy Red Sauce dazu.
Bon appétit!
Fadi

dorade

Im Ofen gegrillte Dorade zu Ofen Gemüse und Kartoffeln


Habe ich eigentlich schon einmal erwähnt, wie sehr ich Fisch liebe? Dann wiederhole ich nur zu gerne: Ja, ich esse liebend gerne Fisch. Am liebsten esse ich mein Fisch in ganzer Form mit Kopf, Schwanz, Flossen und Gräten. Leider bin in letzter Zeit nicht mehr oft dazu gekommen, selbst Fisch zuzubereiten. Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich während meines letzten Urlaubs so viel Fisch und Meerestiere gegessen habe und sich bei mir in dieser Hinsicht für paar Wochen ein Sättigungsgefühl eingestellt hat.

Vor ein paar Tagen kam mein Mann von seinem wöchentlichen Einkauf nach Hause und brachte dabei diese Prachtstücke von ganzen Doraden mit. Und sieh da, die Lust nach Fisch war wieder zurückgekehrt. Ich wusste sofort genau, was ich daraus zaubern möchte. Was mir noch vorerst noch nicht klar war, welche Beilage ich dazu servieren soll.

dorade

An einem heißen sommerlichen Tag möchte man schließlich nicht unbedingt lange in der Küche stehen. Außerdem hat man oft an solchen Tag eher Lust auf leichte Kost. Also standen eigentlich nur noch Salat und Gemüse zur Auswahl. Ich habe mich für letzteres entschieden, weil dann die Beilage auch eine vollständige Mahlzeit für die Vegetarier/Veganer in unserer Familie eine Mahlzeit bietet. Da Gemüse allein vielleicht für sie doch etwas zu leicht wäre, habe ich ein paar Kartoffeln dazu dazu gegeben, um das Ganze ein bisschen nahrhafter zu machen.

Schnell war das Gemüse geschält und in Stücke geschnitten, während meine vorher geputzten Doraden schön in meiner leckeren Marinade aus Magic Sauce ruhten. Die schönen bunten Farben des Gemüses machten schon bei der Zubereitung richtig Spaß und das Anschauen weckten in mir bereits einen großen Appetit. Wenn es jetzt schon so lecker aussieht, wusste ich gleich: Es wird wunderbar schmecken.

dorade

Meine Bemühungen fruchteten erneut in einem Erfolg. Für jeden war etwas dabei und allen Familienmitgliedern hat es super geschmeckt. Für mich war es zudem eine Erleichterung, denn ich musste nicht so lange in der Küche stehen, um die ganze Familie mit ihren unterschiedlichen Neigungen und Vorlieben mit mehreren Gerichten zu bekochen, wie dies sonst oft der Fall ist. Dann hätte mir das Kochen so an einem heißen Tag nicht so viel Freude bereitet.


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Im Ofen gegrillte Dorade zu Ofen Gemüse und Kartoffeln

Temps de préparation 25 minutes
Temps de cuisson 45 minutes
Temps total 1 heure 10 minutes
Portions: 4
Type de plat: Beilage, Gebackenes, Hauptgericht
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 3-4 Mittelgroße gefrorene Dorade
  • 3-4 kleine Zucchini
  • 1 rote Paprika
  • 1 gelbe Paprika
  • 4-5 kleine Karotten
  • 1 Zwiebel
  • ca. 300 g Kartoffeln
  • 1 Zitrone
  • 4 El Magic Sauce
  • ca. 50 ml Speiseöl
  • ca. 100 ml Wasser
  • Salz
  • Kräutersalz

Method
 

  1. Die Doraden nach Anleitung auftauen, dann mit lauwarmem Wasser reinigen und ca. 15 Minuten in kaltem Wasser legen und mit der Saft einer Zitrone begießen
  2. Danach den Fisch aus dem Wasser herausnehmen, mit einem Küchenpapier trocken abtupfen und tiefe Quereinschnitten in das Fleisch machen, damit die Marinade später besser einwirkt
  3. Die Doraden mit Salz, Speiseöl und 3 EL Magic Sauce gut und überall einreiben und zugedeckt marinieren lassen
  4. Dann die Kartoffeln und die Karotte schälen, in ähnlich große Stücke schneiden, in einem Topf mit Salz, Wasser, 1 EL Magic Sauce und etwas Öl geben. Gut vermischen und ca. 10 Minuten kochen lassen und danach aussieben
  5. In der Zeit Paprika, Zucchini und Zwiebeln putzen und in gleich großen Stücken schneiden, in einer Schüssel geben, mit Kräutersalz, Speiseöl vermischen, auf einer Backofenplatte legen und im vorgeheiztem Backofen schieben
  6. Den gut marinierten Fisch auf einer anderen Backofenplatte legen, unter der Gemüseplatte ebenfalls im Backofen schieben und alles für ca. 45 Minuten zuerst auf Umluft garen.
  7. Die vorgekochten Kartoffeln vor Ende der Garzeit mit dem Gemüse vermischen und weitere 10 Minuten auf Grillfunktion grillen
  8. Im Backofen die Dorade Platte mit der Gemüseplatte den Platz vertauschen und die Dorade ebenfalls ca. 10 Minuten auf aller Seiten auf Grillfunktion grillen.
  9. Das Gemüse und die Dorade auf getrennter Platte bzw. Schüssel servieren, mit Chez Fadi's Magic Sauce und/oder Hot&Spicy servieren und genießen.

Notes

Bon appétit!
Fadi

Njapche

Pèhn-Njapche| Fufu mit Schwarzer Nachtschattenblätter Sauce


Zuerst gibt es einen kleinen Exkurs über eine vermeintlich giftige Pflanze. Der schwarzer Nachtschatten, wissenschaftlich Solanum nigrum genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Nachtschatten (Solanum).

Als ich mich zum ersten Mal mit den genaueren Details dieser Pflanzen auseinandersetzte, musste ich zu meinem Entsetzen feststellen, dass auf vieler Internetseiten die Pflanzen als giftig oder sogar sehr giftig eingestuft wurde. Darüber konnte ich nur meinen Kopf schütteln, denn seit ich denken kann, haben wir in Kamerun immer die Pflanzen konsumiert und zwar ohne groß darüber nachzudenken. Vergiftet hat sich dabei keiner!

PehnNjapche

In Kamerun ist diese Pflanze als Blattgemüse unter vielen Namen bekannt. Unter anderem wird sie mit Njama-Njama oder Légumes du village benannt und ist dabei bei fast allen sehr beliebt. Eine der bekanntesten Bezeichnung aus meinem Volk, die Bamun, ist Njapche. Diese Köstlichkeit wird bei uns fast immer mit Pèhn (Mais Fufu) serviert und so entsteht mit dieser Kombination das berühmt berüchtigte Pèhn-Njapche, das Volksgericht der Bamun. Wenn den meisten Kamerunern die Klassifikation der Ethnien nach ihrem typischen Gericht gefragt würde, dann würde bei den Bamun höchstwahrscheinlich am meisten dieses Gericht genannt werden.

Die Blätter der schwarzen Nachtschatten sind dem des Spinats sehr ähnlich. Geschmacklich besteht jedoch ein kleiner Unterschied. Während der Spinat etwas leichter und zarter schmeckt, hat der schwarzer Nachtschatten einen kräftigeren und etwas bittereren Geschmack. Er muss vor der Zubereitung sorgfältig gereinigt werden, um die Bitterstoffe zu entfernen und die Blätter zarter zu machen.

Als eine gute Bekannte mir diese köstlichen Blätter frisch aus ihrem Garten schenkte, habe ich vor Freude fast geweint. Es war eine Ewigkeit her, seit ich das letzte Mal dieses geliebte Gericht aus meiner Heimat gegessen habe. Genauer gesagt liegt das bereits ganze siebe Jahre zurück. Ich habe mich gleich an die Zubereitung gemacht als das Paket über den Postweg eintraf, wollte ich die wertvollen Blätter so schnell wie möglich kochen und mich davon satt essen.

Wie bei vielen Gerichten gibt es auch bei der Zubereitung von Njapche viele verschiedene Varianten. Ich habe mich bewusst für die traditionelle Weise nach dem Rezept meiner Großmutter entschieden. Diese wird ohne Zugabe von Fleisch oder Fisch mit Palmöl und Egusi zubereitet. Diese Variante schmeckt mir am Besten, erstens, weil die Zubereitung sehr einfach ist sowie auch sehr wenig Zutaten benötigt und zweitens, weil es so viele schöne Erinnerungen in mir weckt.

PehnNjapche

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Pèhn Njapche| Mais Fufu mit Schwarzer Nachtschattenblätter

Temps de préparation 30 minutes
Temps de cuisson 45 minutes
Temps total 1 heure 15 minutes
Type de plat: Gemüse
Cuisine: Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 1 kg frische Schwarze Nachschattenblätter alternative Biteku Teku oder Spinat
  • 100 g Egussi
  • 200 g frische Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 3 El Palmöl
  • ca. 200 ml Wasser
  • Salz
  • 1 TL Hot&Spicy
Für den Fufu
  • 200 g Hartweizengries
  • ca. 400 ml Wasser
  • 1 EL Kartoffelmehl

Method
 

  1. Die Blätter des schwarzen Nachtschatten aus den Stangen vorsichtig auslesen, daraus hangerechten Bund machen und fein hacken
  2. In ein Schüssel geben mit Salz und mit der Hand aneinander reiben bis es anfängt zu schäumen. Wasser dazugeben, herausspülen und noch eins bis zwei mal wiederholen, bis es nicht mehr schäumt. Dann gut das Wasser daraus pressen und beiseite stehen lassen
  3. Zwiebeln und Tomaten grob schneiden. Das Palmöl in einem Topf geben und die gehackte Zwiebeln und Tomaten und gepresste Knoblauchzehen hinzugeben und gut vermischen und ca. 2 Minuten dünsten
  4. Das Gereinigte Blattgemüse dazu geben, alles gut vermischen und ca. 5 Minuten andünsten. Danach etwas Wasser dazu gießen, zugedeckt und ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln
  5. In der Zeit, die Egusi Kerne trocken mahlen, den so entstandenen Pulver mit Wasser vermischen, bis zu einer dicken Konsistenz. Mit etwas Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und Hot&Spicy abschmecken und gut vermischen. Dann kleine Teigmenge mit dem Löffel entnehmen und zum Gemüse darauf legen zugedeckt ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln. Dann gegen Ende das ganze miteinander gut vermischen
Fufu
  1. Das Wasser in einem Topf geben und zum Kochen bringen, dann Herd herunterdrehen und den Hartweizengries bei regelmäßigen Rühren nach und nach gießen und gut verrühren, bis eine gute Fufu Konsistenz entsteht.
  2. Den Kartoffelmehl mit 3 EL kaltem Wasser vermischen und zum Fufu dazu geben. Gut vermischen, etwas Wasser dazu geben und weiter verrühren.
  3. Den Fertigen Fufu mit dem Blattgemüse servieren und heiß genießen

Notes

Wer keine schwarzen Nachtschattenblätter parat hat, kann dies durch Spinat oder Grünkohl ersetzen.
Bon appétit!
Fadi