Massa

Massa – Beignets de riz | Reis Beignets


Massa sind Beignets aus Reis. Diese Beignets haben mich meine ganzen Kindheit begleitet. Das Rezept ist von dem Volk der Hausa und wurden fast immer von den Frauen aus der Haussa Stamm zubereitet und als Street Food verkauft.

Es gab eine besondere Zeit, in der wir sie bei uns Zuhause selbst herstellen konnten. Und zwar in dem Ramadan Monat mit Mbusiri serviert. In dieser Zeit legt man sehr viel Wert auf gesunden Ernährung. Daher gab es in diesem Monat auch viele Sachen selbstgemacht.


Das besondere an diesen Beignets sind ihre Formen. Die bekommt man nur in einer besonderen Poffertjes-Pfanne hin. Lange habe ich danach gesucht bis ich fündig wurde. Darüber war ich so glücklich und konnte die Pfanne gleich am nächsten Tag nach der Lieferung ausprobieren.

Zuerst habe ich das Internet nach dem für mich am besten in Erinnerung gebliebenen Rezept durchsucht. Aber dann bin ich auf dieses eines Rezept gestoßen. Anders als ich es in Erinnerung habe, aber irgendwie für mich am einfachsten klingenden. Ich dachte mir warum denn nicht? Falls es nicht gelingen sollte, kann ich immer die Klassische Rezeptur ausprobieren.

Wie ich mir schon vorher gedacht hatte ist das Rezept tatsächlich gelungen und somit konnte ich die leckere Massa mit einer Art Kankan genießen, wie damals in der alten Heimat. Das Rezept ist ziemlich einfach und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Probiert es selbst aus!


Das Video dazu



Und das Rezept zum Download


Massa

Massa – Beignets de riz | Reis Beignets

Temps de préparation 6 heures
Temps de cuisson 20 minutes
Portions: 6
Type de plat: Frühstück, Nachspeise, Snack
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 2 kleine Tassen rohen Reis
  • 2-3 EL kaltem, durchgekochtem Reis
  • 2-3 EL Zucker
  • 1 TL Hefe
  • Speiseöl
  • Salz
  • ca. 1Tasse Wasser

Equipment

Method
 

  1. Rohen Reis in einer Schüssel geben ung kurz mit kalten Wasser spühlen. Dann mit kalten Wasser übergießen, zugedeckt mindestens 6 Stunden oder über Nacht einweichen lassen
  2. Gleichzeitig etwas Reis gut durch/matschig kochen und abkühlen lassen und für später aufbewahren.
  3. Später den Reis aus dem Wasser in einem Mixer mit dem vorher kaltem gekochtem Reis geben, etwas Wasser dazugießen und zu einem leicht körnigen Teig mixen
  4. In einer Schüssel geben, Zucker Salz und Hefe dazu geben und gut verrühren. Bei Bedarf etwas Wasser hinzufügen. Der Teig sollte ungefähr die Konsistenz eines Pfannkuchenteigs haben. Dann den Teig für ca. einer halben Stunde aufgehen lassen
  5. Danach die Poffertjes-Pfanne erhitzen und in jedes Förmchen etwa einen halben Teelöffel eingießen un den Teig Mithilfe einer Kelle in die Förmchen eingießen
  6. Nach ca. einer Minute, die Beignets Mithilfe einem Holzspieße vorsichtig umdrehen und eine weitere Minute goldbraun garen und fertig sind die Massa
  7. Die Massa mit Kankan servieren und am besten heiß genießen.

Notes

 
Bon appétit!
Fadi
pilé

Pilé de Pommes | Kartoffelstampf mit Bohnen und Palmöl


Pilé de pommes oder auch abgekürzt Pilé ist ein einfaches, jedoch sehr leckeres Gericht aus Kartoffelstampf, rote oder schwarze Bohnen sowie Palmöl. Dieses Mal habe ich mich bewusst für schwarze Bohnen entschieden. Da ich diese Bohnensorte sonst nur selten koche und weil das Originalrezept angeblich diese Sorte auch vorsieht. Die Zutaten für dieses Gericht sind wirklich für fast jedermann erschwinglich. Daher würde ich es unter der Rubrik “Essen der armen Leute” einordnen.

Bohnen gehören sowohl in Kamerun als auch in ganz Westafrika zu den beliebtesten und wichtigsten Lebensmitteln, da sie vergleichsweise fast überall wachsen und daher günstig erhältlich sind. Außerdem, sind Bohnengerichte nicht nur sehr gesund und reich an Proteinen, sondern sie machen einen darüber hinaus so richtig satt. Da Pilé in seiner ursprünglichen Form komplett ohne tierische Produkte zubereitet wird, ist das Gericht insbesondere für eine vegane, aber dennoch proteinreiche Ernährung einfach ideal.

Natürlich gibt es dabei noch die leicht abgewandelte Variante mit Majanga (getrocknete Flusskrebse). Wer den Geschmack von Majanga mag, der darf die Flusskrebse ruhig seinem Pilé hinzufügen. Einen Beitrag dazu habe ich schon einmal unter dem Titel Pilé-Kartoffelstampf mit roten Bohnen veröffentlicht.

pilé

In zahlreichen Regionen Kameruns wird Pilé auch mit Plantains anstelle mit Kartoffeln zubereitet, sei es je nach Geschmack mit grünen oder leicht gelben. Die Variante mit Plantains schmeckt ebenfalls sehr lecker. Vor allem die leicht gelben Plantains verleihen dem Gericht eine leichte Süße, welche dem Pilé eine ganz besondere Geschmacksnote verleiht.

Sei es mit Kartoffeln oder Plantains, mit roten oder schwarzen Bohnen, mit oder ohne Manjanga, dieses Gericht ist blitzschnell zubereitet und mundet fast jedem sehr. Es kann dabei sowohl als  Vorspeise als auch Hauptgericht serviert werden. Der Legende nach, soll es erst über Nacht seinen vollsten Geschmack entfalten. Dies bezeichnet man dann als “un vieux goût”, was übersetzt soviel bedeutet wie ein “gereifter/intensiverer Geschmack“. Diese Theorie kann ich leider so nicht bestätigen, da bei mir bislang kein Pilé solange überlebt hat.

Das Rezept für Pilé de Plantain werde ich bestimmt hier noch veröffentlichen, das verspreche ich Euch heute schon. Bis dahin probiert einmal dieses aus, was Ihr bestimmt nicht bereuen werdet. Guten Appetit!


Als Video..


pilé

Pilé de Pommes | Kartoffelstampf mit Palmöl

Temps de préparation 40 minutes
Temps de cuisson 15 minutes
Temps total 55 minutes
Portions: 6
Type de plat: Hauptgericht, Vorspeise
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch

Ingrédients
  

  • 1 kg Kartoffeln (vorwiegend festkochend)
  • 400  g  schwarze Bohnen oder aus der Konserve
  • 1   kleine Zwiebel
  • ca. 100 ml Palmöl
  • 1-2 frische Chilischote oder Habanero 
  • Salz und Pfeffer

Method
 

  1. Bei Frische Bohnen, die Bohnen vorher waschen, mit reichlich Wasser und Salz kochen danach mit kalten Wasser gut abschrecken und beiseite stehen lassen
  2. Die Kartoffeln schälen, in kleine Stücke schneiden und in Wasser mit einer Prise Salz zum Kochen bringen.
  3. In der Zeit Zwiebeln schälen und fein schneiden, dann das Palmöl in einem Kochtopf geben mit Zwiebel, Salz und Chilischote kurz andünsten
  4. Jetzt die fertige Kartoffeln aus dem Herd nehmen, das evtl. Restwasser entleeren, die Kartoffeln mithilfe eines Kartoffelstampfer zerstampfen, die fertige Bohnen hinzugeben und gut vermischen
  5. Zuerst den Habanero aus dem Öl entfernen, nach und nach das Palmöl dazugeben und immer wieder gut vermischen
  6. Abschmecken und bei Bedarf nachsalzen. Auf einem Teller einrichten mit oder dem Habanero und lauwarm genießen

Notes

Dieses Gericht kann als  Vorspeise oder Hauptgericht serviert werden.  Über Nacht soll es seine Geschmack intensivieren,  aber hat leider bei mir nie solange überlebt ????
Bon appétit!
Fadi

Sûp Chuem | Tomatensaucenbeilage zum Chuem


Der Sommer war die letzten Tagen über ziemlich heiß und obwohl ich nicht weiß weshalb, so hat mich dieses schwüle Wetter ständig an sonnengereifte Tomaten erinnert. Das ist vermutlich eine der Gründe dafür, warum ich oft im Sommer Tomaten einkoche. Nachdem ich dieses Jahr wieder zahlreiche Gläser Tomatensauce hergestellt hatte und danach immer noch genug Tomaten übrig blieben, ist mir plötzlich dieses einfache Gericht von meinem Stamm (Bamun) wieder eingefallen.

Dieses Rezept einer Kürbisblättersauce (Chuem) hatte ich hier bereits einmal veröffentlicht. Es handelt sich dabei um eine der beliebtesten Sauce der Bamun, welche zu Couscous serviert wird. Traditionell ist Chuem an sich vegetarisch, ja sogar vegan, da es überhaupt keine tierische Produkte enthält. Sie wird jedoch sehr oft gemeinsam mit einer sehr würzigen Tomatensauce serviert, welche wiederum Fleisch oder Fisch enthalten kann.

Die Zubereitung dieser Tomatensauce ist sehr schnell ohne jeglichen Schnick-Schnack und darüber hinaus auch wirklich simpel. Die Sauce kann sowohl zum Chuem oder Njapche, jedoch auch allein zu Couscous oder anderen Beilagen serviert werden.

Sehr oft wird die Sauce entweder mit getrocknetem/geräuchertem Fisch bzw. mit Rindfleisch zubereitet, da es die gängigsten auf dem Markt erhältlichen Tierprodukte sind. Dieses Mal habe ich mich jedoch für frische Lammgulaschstücke entschieden. Diese Fleischstücke sind besonders gut geeignet für diejenigen Personen, die einen zu starken Lammgeschmack nicht mögen. Das Ergebnis ist eine leicht sämige und würzigen Sauce, die schlicht und ergreifend überall dazu passt.

Definitiv ein Rezept für Liebhaber von Tomatensaucen sowie für Einsteiger beim Lammfleisch. Probiert es doch einmal selbst aus!


Das Ganze als Video



Und als Download…


chuem

Sûp Chuem | Tomatensaucenbeilage zum Chuem

Temps de préparation 10 minutes
Temps de cuisson 25 minutes
Temps total 35 minutes
Portions: 4
Type de plat: Sauce
Cuisine: Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 600 g Küchenfertige Lammgulasch
  • 400 g Tomaten
  • 2 Zwiebeln
  • 1/2 TL Knoblauchpaste
  • 1 EL Magic Sauce (oder eigene Gewürzmischung)
  • ca. 50 ml Speiseöl
  • Salz

Method
 

  1. Das Fleisch waschen, gut abtropfen lassen und Beiseite stellen
  2. Einem Topf mit öl erhitzen und die fein gehackten Zwiebeln, die Knoblauchpaste und Salz hinzu und andünsten bis die Zwiebeln glasig sind
  3. Dann Fleisch und Magic Sauce dazu geben, gut vermischen und halbzugedeckt ca. 5 Minuten braten
  4. Die Tomaten hinzugeben und bei regelmäßigen Rühren ca. 10 Minuten andünsten, bis die Tomate anfängt leicht am Topfboden zu kleben
  5. Etwas Wasser hinzu und weitere 5 Minuten köcheln lassen, bis das Fleisch zart wird
  6. Aus dem Herd nehmen und mit Beilage der Wahl servieren und genießen

Notes

Diese “trockene” Tomatensauce Variante wird bei den Bamun oft zu Pèhn Chuem ( Fufu mit Kürbisblättersauce) als Beilagen Sauce. Kann aber auch genauso gut zu anderen Beilagen wie Fufu, Reis, Nudeln,… serviert werden.
Bon appétit!
Fadi

safou

Safou/Prune | Afrikanische Pflaume


Schon mal von Safou bzw. Prune oder von afrikanischer Pflaume gehört? Dann Lade ich Dich heute ein um diesen wunderbaren Frucht kennenzulernen.

Herkunft

Safou ist die Frucht vom Safoutier, den afrikanischen Pflaumenbaum, auch bekannt als Busc-Butterbaum oder wissenschaftlich Dacryodes edulis. Es gehört zur Familie der Balsamgewächse (Burseraceae), wäschst hauptsächlich in Zentral- und Westafrika und ist einer der wenige Baumarten, die ausschließlich in Zentralafrika angebaut wird. Die Frucht wird je nach Region anders benannt. In Kamerun ist es vor allem unter dem Namen Prune bekannt. Der Begriff Safou wird zwar auch verwendet, kommt aber aus der RDC. In Gabun dagegen wird eher der Begriff Atanga mit dieser Frucht assoziert. Ob in Kamerun, RDC oder Gabun, die Beliebheit Safou bleibt überall groß.

Farbe und Geschmack

Safou gibt es in viele Farben, Formen und Geschmack. Die Farbe kann von beige, hellrosa, lila bis dunkelblau Variieren. Wobei ich die Erfahrung gemacht habe, je dunkler der Safou, desto schmackhafter ist es.

Die Frucht kann sowohl roh oder gegart/gegrillt gegessen werden und besteht aus einen großen Kern umhüllt von der essbaren Fruchtfleisch, das meistens eine grüne Farbe hat – sieht aus wie kleine Avocados. Der Geschmack gegarter Safou kann von leicht säuerlich zu nussig butterig (daher der Name Butterbaum) gehen. manche sagen der Geschmack erinnere ein bisschen an gegarten Auberginen.



Zubereitung und Nährwerte

Safou wird oft als Snack zwischendurch, als Beilage zu verschieden Knollen wie Maniok oder Yam dazu serviert. In Kamerun findet man oft Safou an Straßenrand gegrillt mit Mais, Plantains oder Suya und ist ein sehr beliebter Streetfood. Safou schmeckt nicht nur gut, sondern ist für seine hohen Gehalt an verschiedenen wertvollen ungesättigte Fettsäuren, Mineralien und Vitamine usw. ein sehr gesundes Frucht. Probieren lohnt sich!


boulettes

Boulettes de boeuf | Rinderhackbällchen


Obwohl Rinderhackbällchen früher zu meinem Lieblingssnacks gehörten, fällt mir gerade ein, dass ich hier auf meinem Blog noch gar kein Rezept darüber publiziert habe… Da es so viele leckeren Sachen gibt, welche man jeden Tag versuchen darf, ist man dadurch leider etwas dazu geneigt, die guten alten Rezepte zu vergessen. Eigentlich bräuchte man mindestens tausend Leben, um in den Genuss wenigstens eines Bruchteils aller Köstlichkeiten dieser Welt zu kommen. Tja es heißt ja letztendlich nicht umsonst YOLO (you only live once)!

Ich kann mich genau an das erste Mal erinnern, als ich meine erste Hackbällchen gegessen habe. Ich war damals ungefähr sieben, allerhöchstens acht Jahre alt… Vielleicht waren es damals gar nicht meine ersten, aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass es die Besten waren . Damals verbrachte ich meine Schulferien bei meiner Oma in Foumbot, dem Geburtsort meiner Mutter. Eine meiner Tanten verdiente sich ihren Lebensunterhalt, indem sie Hackbällchen herstellte und als Snack zusammen mit Baguette verkaufte. Sie bot mir damals als Willkommensgruß ein halbes Baguette mit “Saucisse” an – wie sie damals ihre Hackbällchen nannte. Ich war vom Duft, geschweige dem Geschmack einfach überwältigt. Mir stiegen vor Rührung und Glück sogar die Tränen in den Augen…

boulettes

Seitdem sind einige Jahrzehnte vergangen und dennoch habe ich diesen leckeren Geschmack weder vergessen noch habe ich jemals wieder gleichwertige versuchen dürfen, denn leider hat meine Tante ihr Rezept mit ins Grab genommen. Möge ihre Seele in Frieden ruhe. Das Rezept, welches ich heute mit euch teilen möchte, kommt demjenigen von meiner lieben Tante sehr nahe, allerdings mit dem winzigen Unterschied, dass ich mir die Technologie von heute zunutze gemacht habe, indem ich eine Heißluftfritteuse anstelle einer Pfanne oder eines Topfes verwendet habe.

Es ist mir sehr wichtig, dass ich dieses Rezept teile, damit es nie in Vergessenheit gerät. Alles zur Ehre von meiner lieben Tante Njouheretou! Probiert es selbst, Euch wird es ebenfalls bestimmt gut schmecken!


Und so wird es gemacht



boulettes

Boulettes de boeuf | Rinderhackbällchen

Temps de préparation 20 minutes
Temps de cuisson 20 minutes
Temps total 40 minutes
Portions: 6

Ingrédients
  

Equipment

  • Luftfritteuse

Method
 

  1. Zwiebeln schälen und fein hacken, Pfeffer mit einem Mörser oder Pfeffermühle frisch mahlen
  2. Das Hackfleisch in einer großen Schüssel geben, dann hintereinander, Salz, gemahlene Pfeffer, gehackte Zwiebeln, Knoblauchpaste bzw. gepresste Knoblauchzehen, Liebstöckel bzw. Petersilie, Magic Sauce (bzw. eigene Kräutermischung) und zum Schluss Ei
  3. Das ganze gut vermischen, am besten mit den Hände, damit alles gut gemischt ist. Dann nach Belieben, Bällchen aus der Masse formen und nebeneinander in einer Luftfritteuseneinsatz legen ( Wer keine Luftfritteuse hat kann den Backofen oder eine leicht gefettete Pfanne benutzen)
  4. Den Luftfritteuseneinsatz mit den Hackbällchen für ca. 20 Minuten in die Luftfritteuse goldbraun von allen Seite garen. Die Bällchen herausnehmen und heiß oder kalt genießen

Notes

Ich empfehle, ein frisches Baguette damit zu belegen, mit einen Klecks Mayo und Scharfe Sauce z.b. HotandSpicy.
Bon appétit!
Fadi