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spagetti camerounese

Spagetti Camerounese| Spagetti mit Tomatensauce nach Kamerunischer Art


Spagetti ist bei speziell bei Kindern sehr beliebt. Das habe ich zumindest so beobachtet, sowohl hier in Deutschland als auch in anderen europäischen Ländern, in welchen ich bereits war. Auch in meiner Heimat Kamerun ist Spagetti immer der Hit.

Vor ein paar Tagen war ich zu Besuch bei einer meiner Freundinnen. Sie ist eine Deutsche mit ungarischen Wurzeln und sie kocht wie ich ebenfalls leidenschaftlich gerne. Sie holte ein paar Kochbücher aus ihrer Sammlung heraus und wir haben uns über die verschiedenen Gerichte ausgetauscht. Auch haben wir uns intensiv über unsere Heimatländer unterhalten. Während dieser Unterhaltung sind mir so viele Kindheitserinnerungen wieder eingefallen, über welche ich gar nicht mehr nachgedacht habe. Da sie mir schon vor langer zeigen wollte, wie leicht sie selbstgemachte Nudeln herstellt, haben wir dies ca. eine halbe Stunde später tatsächlich auch umgesetzt und gemeinsam frische Spaghetti gemacht. Es war ein schönes Erlebnis und ich fing an, mir zu überlegen, mit welcher Sauce ich die Spagetti wohl am nächsten Tag kochen soll. Ja klar! Es fiel mir sofort ein Spagetti Camerounese ein.

Hier in Mitteleuropa, wird Spagetti oft mit einer Tomatensauce serviert, ob als Napoli (mit Tomatensauce), Arrabiata (mit pikanter Tomatensauce) oder als Bolognese (mit Hackfleisch in Tomatensauce). Wobei letztere die beliebteste Variante in Deutschland zu sein scheint.

Als wir noch Kinder waren, gab es bei uns auch hin und wieder Spagetti. Und wenn es welche gab, dann ebenfalls mit Tomatensauce. Aber es war weder Napoli noch Arrabiata noch Bolognese. Zur Tomatensauce wurde entweder frisch frittierter Fisch, Rindfleisch oder als beliebteste Variante Hähnchen hinzugegeben.

Für uns war es immer ein besonderen Anlass, wenn es “Spagetti-Sauce-Tomates-Poulet” gab. Dieses Gericht habe ich nach dem Besuch bei meiner Freundin gleich liebevoll Spagetti Camerounese getauft. Eine Ode an meiner schöne Heimat Cameroun. Wer Spagetti Bolognese mag wird Spagetti Camerounese lieben.


Das Ganze als Video



spagetti camerounese

Spagetti Camerounese| Spagetti mit Tomatensauce nach Kamerunischer Art

Temps de préparation 15 minutes
Temps de cuisson 30 minutes
Temps total 40 minutes
Portions: 4
Type de plat: Hauptgericht
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 4 Hähnchenschenkel oder ganzes Hähnchen
  • 400 g frische oder gehackte Tomaten aus der Dose
  • 200 g Roma Tomaten
  • 1 El Tomatenmark
  • 1 Zwiebel
  • 100 ml Olivenöl
  • 2 EL Magic Sauce
  • 200 ml Wasser
  • 200 ml Frittieröl
  • 1 TL getrocknete Basilikum
  • Salz

Method
 

  1. Das Hähnchen gründlich waschen, in Stücke schneiden und dann in einem Topf mit Salz, Wasser und einem Esslöffel Magic Sauce in einem Topf geben und ca. 10 Minuten zum kochen bringen
  2. In der Zeit die Zwiebel schneiden und in einem topf mit Olivenöl, Salz, Knoblauch und Tomatenmark ca. 5 Minuten andünsten. dann die gehackte Tomaten hinzugeben und beim regelmäßigem Rühren ca. 5 Minuten andünsten. Danach die geschnittenen Roma Tomaten hinzugeben und weitere 5 Minuten dünsten
  3. In der Zeit Frittieröl in einer Pfanne geben und erhitzen, die fertig gekochte Hähnchen aus dem Kochjus herausnehmen und in der Pfann in aller Seiten goldbraun frittieren
  4. Zeitgleich die Spaghetti zum Kochen bringen
  5. Danach die goldbraun frittierte Hähnchenteile samt Kochjus zur Tomatensauce hinzugeben. Basilikum dazugeben, alles gut verrühren und zugedeckt ca. 5 Minuten köcheln lassen
  6. Zum Schluss die Sauce mit dem gerade fertig gekochte Spagetti servieren und genießen

Notes

Wer es etwas scharf mag, dem empfehle ich ein schönen Portion Chez Fadi’s Hot&Spicy Red Sauce dazu.
Bon appétit!
Fadi

pouletaucitron

Poulet au citron vert | Limettenhuhn


Poulet au Citron – in Deutsch Zitronenhähnchen – ist ein Klassiker aus der marokkanischen Küche. Dieses leckere Gericht habe ich für mich neu interpretiert. So wurde daraus ein Poulet au Citron vertLimettenhähnchen.

pouletaucitronvert

Beim originalen Rezept wird das Hähnchen mit der Chermoula mariniert. Das ist eine marokkanische Marinade aus Öl, Koriander und Knoblauch… Danach wird das Hähnchen je nach Rezept entweder direkt im Backofen gegrillt oder davor noch in einer Tajine gegart, um es anschließend noch kurz im Backofen knusprig zu grillen. Oft werden dabei kandierte Zitronen anstelle von frischen Zitronen verwendet.

pouletaucitron

Beim Einkaufen für das Wochenende hatte ich spontan Lust auf ein ganzes Hähnchen bekommen. Daher entschied ich mich, eines mit nach Hause zu nehmen. Nach langem Überlegen, was ich damit zaubern könnte, kam mir plötzlich die einzige Art und Weise der Zubereitung von Hähnchen in den Sinn, damit es meiner Schwiegermutter – wenn überhaupt – schmeckt: Poulet au Citron. Das ist es!

pouletaucitronvert

Erlaubt mir bitte einen kleinen Exkurs: Meine Schwiegereltern haben vor längerer Zeit für ein paar Jahre in Marokko gelebt. Von dieser für sie tollen Zeit erzählen sie mir immer mal wieder tolle Geschichten. Sie haben viele sehr schöne Erinnerungen von dort mitgenommen und schwärmen auch heute noch von diesem Land. Eine dieser Geschichten hat mich dabei besonders gepackt und zwar diejenige, in welcher meine Schwiegermama ihr erstes Poulet au Citron gegessen hat. So wie sie beim beim Erzählen strahlte, da wusste ich, dass dieses Erlebnis für sie etwas Besonderes war.

pouletaucitronvert

Nun aber zurück zu meinem Poulet. Nachdem ich mich für Poulet au Citron entschieden hatte, schaute ich in meinem Obstkorb rein. Leider befand sich darin keine Zitrone, sondern nur Limetten. Also dachte ich mir: “Was Zitronen können, das können doch eigentlich auch Limetten, wenn nicht sogar viel mehr! Außerdem sind alle andere Zutaten vorhanden.” Also machte ich mich ans Werk für ein Poulet au Citron vert – Limettenhähnchen. Damit das Hähnchen später schön braun wird, mischte ich etwas Honig in meiner Chermoula bevor ich das Hähnchen damit einmassierte -Diesmal kam die Chez Fadi’s Magic Sauce erst spät zum Einsatz -. In dem Rest der Chermoula tränkte ich ein paar Limettenscheiben und Knoblauch. Einen Teil davon stopfte ich dann in das Huhn zusammen mit frischen Korianderblättern. Der Rest verteilte ich auf das Hähnchen. Das Ganze ließ ich für mindestens einer Stunde einziehen. Anschließend kam dann das gute Stück in den vorgeheizten Backofen und wurde so auf allen Seiten goldbraun gebacken. Bon appétit!


pouletaucitron

Das Ganze als Video



Poulet au citron vert | Limettenhähnchen

Temps de préparation 15 minutes
Temps de cuisson 1 heure
Marinierzeit 1 heure
Temps total 2 heures 15 minutes
Type de plat: Gebackenes
Cuisine: Afrikanisch, Marokkanisch

Ingrédients
  

  • 1 ganzes Hähnchen küchenfertig
  • 1/2 Bund Koriander
  • 2 Petersiliezweige
  • 3 Bio Limetten
  • 2-3 EL Olivenöl
  • 1-2 EL Honig
  • 2 TL Gemahlene Pfeffer S/W
  • 5 Knoblauchzehen
  • 1/2 TL Knoblauchpaste
  • Salz

Method
 

Für die Chermoula
  1. Die limetten gründlich waschen. Die Schale einer Limette reiben und beiseite stellen. Dann der Saft einer halben Limette pressen und ebenfalls reservieren.
  2. Koriander und Petersilie gründlich waschen, ca. die Hälfte beiseite stellen und der Rest fein hacken
  3. Das Olivenöl, den Honig, den Limettensaft und die geriebenen Schale, die gehackte Koriander/Petersilie Gemisch, Knoblauchpaste, Salz und Pfeffer In einer kleinen Schüssel geben, das Ganze gut verrühren und für einige Minuten ziehen lassen
Das Ganze
  1. In der Zeit, das Hähnchen gründlich waschen und für einige Minuten im kalten Wasser mit einem Schuss Limette (oder Zitrone oder Apfelessig) liegen lassen und danach gut spülen und mit Küchenpapier trocken abptupfen
  2. Eine Auflaufform mit einem Löffel von der Chermoula(Marinade) einreiben. Das Hühnchen in die Auflaufform geben und großzügig mit der Marinade überall einmassieren
  3. Die restliche Koriander und Petersilie Blättern mit den Limettenscheiben und den vorher geschälten und geviertelten Knoblauchzehen in die fast leere Schüssel geben und die restliche Marinade damit abwischen
  4. Die Blätter und ein Teil der geviertelten Knoblauchzehen und Limetten in das Hähnchen stopfen und mit Zahnstocher schließen
  5. Den Rest der Limetten und Knoblauch auf das Hähnchen verteilen und für mindesten einer halben Stunde ziehen lassen
  6. Danach im vorgeheizten Backofen auf Grill stellen und ca. 45 Minuten bis das Fleisch innen saftig und außen auf allen Seiten goldbraun gebacken ist
  7. Mit Magic und Hot&Spicy Sauce dazu Beilage der Wahl servieren und genießen

Notes

Dazu empfehle ich als Beilage wilde Kartoffeln.
Bon appétit!
Fadi

Gombo royal | Gehackte Okra mit geräuchertem Hühnchen und Gries Fufu


Okra gehört zu meinen Lieblingsgemüsesorten. Wie oft habe ich schon Okra Rezepte geteilt? Schon sehr oft und immer mit Fufu. What else?

Für diejenigen, welche Okra noch nicht kennen, gebe ich gerne noch eine kurz Erläuterung ab: Okra (botanisch Hibiscus esculentus, Abelmoschus esculentus) ist auch bekannt als Gombo oder Ladies’ Fingers (wegen seiner Form, welche einem Frau Finger ähnlich sieht) oder hierzulande als Gemüse-Eibisch. Sie ist ein Gemüse aus der Familie der Malvengewächse, also ein Verwandter von Foléré. Ursprünglich stammt dieses wundervolle Gemüse aus Äthiopien und wurde schon vor tausenden von Jahren am Nilufer von den Ägyptern angebaut und wegen seiner tollen Eigenschaften sehr geschätzt. Okra wurde von Afrika aus in die Welt getragen und ist mittlerweile überall auf der Welt zuhause.


Okra

Das Okra als Video



Zum Fufu

Was ist eigentlich Fufu oder auch Foufou? Die Antwort hängt davon ab, wo man sich befindet. Im westafrikanischen Raum ist Fufu eine kloßartige Beilage (laut Wikipedia ein Brei) . Diese kann aus Mais, Maniok, Yams oder Plantains bestehen. Wenn man in Kamerun von Fufu/Foufou redet, dann meint man oft einen knetbaren Kloß aus Maniok. In Kamerun wird oft den Begriff Couscous anstatt Fufu/Fufu verwendet. Daher sagt man oft Couscous de Maniok oder kurz Fufu/Foufou. Mit Fufu/ Foufou wird ebenfalls das Mehl bezeichnet, aus welchem Fufu Klöße gemacht werden. Dieses Mehl wird aus fermentierten, anschließend getrockneten und letztendlich gemahlenen Maniokwurzeln hergestellt. Fufu Mehl hat viele Vorteile für die Gesundheit, unter anderem weil es für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit eine gute Alternative darstellt. Fufu-Mel ist nämlich von Natur aus glutenfrei. Von der Verarbeitung und der Konsistenz her kommt Fufu dem Weizenmehl sehr nahe.


Das Fufu als Video



Et voilà! Bon appétit!

Griesfufu

Okra Sauce mit Rindfleisch und geräuchertem Hühnchen und Garnelen

Okra (botanisch Hibiscus esculentus, Abelmoschus esculentus), auch bekannt als Gombo oder Ladies' Fingers (wegen seiner Form) oder ebenfalls Gemüse-Eibisch… ist ein Gemüse aus der Familien der Malvengewächse also ein Verwandter von Foléré.
Temps de préparation 15 minutes
Temps de cuisson 45 minutes
Temps total 1 heure
Portions: 6
Type de plat: Sauce
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 300 g frische Okra Gemüse
  • 800 g Geräuchertes Hühnchen 
  • 200 g Garnelen
  • 100 ml Speiseöl
  • 300 g gehakte Tomaten in Dosen oder frisch
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 große Zwiebel
  • 1 TL Knoblauchpaste oder 5 Knoblauchzehen
  • 3 Habanero oder Scotch bonnet Chili
  • 2 EL Magic Sauce 
  • Salz
  • 800 ml Wasser
Für Fufu
  • ca. 300 g Hattweizengries
  • Ca. 1 liter Wasser
  • 2 TL Kartofelmehl

Method
 

  1. Das geräucherte Hühnchen in Stücke schneiden, kurz mit kaltem Wasser spülen und beiseite stellen.
  2. Die Tomaten und die Zwiebeln in Würfeln schneiden. Dann in einem Topf mit Speiseöl, die Zwiebeln, Knoblauch Paste und Salz geben und ca. 2 Minuten andünsten
  3. Danach Tomatenmark und gewürfelten Tomaten dazu geben, gut rühren und ca. 5 Minuten zugedeckt bei mittlerer Hitze andünsten
  4. In der Zeit die Okra Schotten waschen, die Ende abschneiden, den Rest grob schneiden und in einem Hacker/Mixer ohne Wasser grob hacken und dann zum Topf dazu geben
  5. Magic Sauce, Wasser, Hähnchenstücke und ganze Chilischote dazu geben, gut verrühren und zugedeckt ca. 5 Minuten köcheln lassen
  6. Dann die Garnelen dazugeben und zugedeckt weitere 5 Minuten kochen. Gegen Ende der Kochzeit einen weiteren Löffel Magic Sauce hinzugeben, gut vermischen, abschmecken und warmstellen.
Hartweizengries Fufu
  1. Ca. 600ml heißes Wasser aus Wasserkocher in einem Topf geben, das Herd bei mittlerer Hitze einstellen. Mithilfe eines Schneebesens, den Hartweizengries bei ständigem Rühren mit dem heißen Wasser verrühren, bis einen homogenen Teig entstanden ist
  2. In einer kleinen Tasse ca. 50ml kaltem Wasser mit einem Esslöffel Kartoffelstärke verrühren und zum heißen Griesteig dazugeben, mit einem Fufustab oder einem Holzlöffel gut verkneten.
  3. Der Rest de Wassers zugießen, Herd um eine weitere Stufe runterdrehen, zugedeckt ca. 3 Minuten köcheln lassen. Danach nochmal gut verkneten, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
  4. Mit einer Schlüssel kleine Runde Bällchen formen und in einem Teller mit Okra Sauce servieren und heiß genießen

Notes

Bon apétit!
Fadi♥
kwacoco

Kwacoco | In Bananenblätter gedämpften Macoboteig


Kwacoco ist ein kamerunisches Gericht aus geriebener Macaboknolle. Zuerst werden die Macoboknollen geschält, mit einer Reibe gerieben und in Bananenblätter eingewickelt und gedämpft. Dieses Gericht hat mich in meiner Kindheit in Loum begleitet und bedeutet für mich wieder Emotion Pur.

kwacoco

Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal das Gericht gegessen habe. Selbst zubereitet habe ich es auch noch nie. Ich Kann mich aber an jeden Detail der Zubereitung errinnern. Bei uns zuhause selbst, gab es das Gericht nicht so oft. Ich bin in einem Viertel aufgewachsen, mit Nachbarn aus verschiedenen Regionen Kamerun. Wir waren damals eine sehr tolle Gemeinschaft und haben Vieles miteinander geteilt. Vor allem Küchenspezialitäten aus den Herkunft Regionen der anderen. So kam es dazu, dass unsere Nachbarin aus Bafang (in West Kamerun) uns immer eine Extra Portion Kwacoco mitbrachte, wenn Sie wieder mal welche gekocht hatte. Bei Ihr gab es Kwacoco gefüllt jede Woche. Somit hatten wir die Gelegenheit fast jede Woche auf dem Genuß von Kwacoco zu kommen.


Kwacoco wird oft mit Sauce blanche oder Sauce arachide grillée und einem Hauch Okra begleitet. Bei beiden Saucen handelt es sich um Saucen aus Erdnüsse. Bei der Sauce blanche, werden rohen geschälten Erdnüsse gemahlen und daraus entsteht eine weiße Sauce, daher der name Sauce blanche. Bei der Sauce arachide grillée werden geröstete Erdnüsse verwendet. Bei beiden Varianten kommt noch Okra als Verdickungsmittel hinein. Die Saucen werden oft mit Fleisch oder Fisch zubereitet. Die können aber vegetarisch gekocht werden.

Traditionnell werden die Kwaoco in frischen Bananenblätter zubereitet. Zuvor werden die Blätter über offenes Feuer kurz erhitzt um die Elastizität der Blätter zu aktivieren. Somit brechen die sie während des Einwickelns nicht ab. Da ich kein offenes Feuer habe, habe ich die Blätter mit sehr heißen Wasser übergossen und bin zur ähnliche Ergebnisse gekommen. Wer aber keine Bananenblätter zur Hand hat kann Backpapier verwenden, wie ich bei Koki und Mets de pistache schon mal gezeigt habe. Damit kommt man auf ähnliche Ergebnisse.


kwacoco

kwacoco

Das Ganze als Video



Kwacoco & Sauce blanche

Temps de préparation 30 minutes
Temps de cuisson 45 minutes
Temps total 1 heure 15 minutes
Portions: 4
Type de plat: Hauptgericht
Cuisine: Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

Für den Kwacoco
  • 3 mittelgroße Macabo
  • 4-6 frische Bananenblätter oder Backpapier
  • etwas Wasser
Dür die Sauce blanche
  • 150 g rohe und geschälten Erdnüsse
  • 500 g geräuchertem Hähnchenschenkel oder anderes vorgekochtes Fleisch
  • 4 Okraschoten
  • 1 Zwiebel
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • ca. 20g Manjanga Optional
  • 50 ml Speiseöl
  • 1 TL Magic Sauce 
  • 1-3 Chilischote/ Scotch bonnet Optional
  • Salz
  • Wasser

Method
 

Für den Kwacoco
  1. Zuerst die Bananenblätter wachen und ca. 5 Minuten in Heißen(nichht kochendes) Wasser hineinlegen und danach gut abtrocknen und beiseite stellen
  2. Die Macaboknollen mit einem Sparschäler schälen, gut abwaschen und mithilfe einer feinkörnigen Küchenreibe zu einem Teig reiben
  3. Den Teig gut vermischen und nach Bedarf (je nach Konsistenz der Knollen )etwas Wasser hinzufügen und gut vermischen
  4. Die vorbereiteten Bananen nehmen, mit etwas Öl einreiben, damit der Teig später nicht kleben bleibt, dann ein Teil von Teig auf die Bananenblätter geben, in Richtung der Blätterlinien vorsichtig rollen und beide Ende Knicken oder zuschnüren.
  5. Die eingewickelten Teig in einem Topf mit Wasser und Dampfaufsatz hineinlegen und ca. 45 Minuten dämpfen. Immer wieder Wasser zugeben
Für die Sauce blanche
  1. In einem Topf Speiseöl erhitzen, feingehackten Zwiebel und Knoblauch hineingeben, Salzen und ca. 2 Minuten dünsten
  2. Die gemahlenen Erdnüsse und etwas Wasser dazugeben. Das Ganze gut vermischen und zugedeckt ca. 15 Minuten köcheln lassen
  3. In der Zeit, den Okra, Ingwer, Zwiebel, Knoblauch, Manjanga und etwas Wasser in einem Mixer geben und zusammen mixen
  4. Nun die Hähnchenkeule und die Chilischotten hinzugeben und weitere 10 Minuten köcheln lassen. Dann zum Schluss die pürierte Okra-Mischung dazugeben gut rühren und weitere 10 Minuten köcheln lassen. Danach die Magic Sauce hinzugeben, abschmecken
  5. Den fertigen Kwacoco aus den Blätter nehmen, auf einem Teller mit der fertigen Sauce einrichten und Genießen

Notes

Bon appétit!
Fadi♥
kpwem

Kpwem | Maniok Blätter mit Erdnussbutter und geräuchertem Putenfleisch


Wie Du bestimmst schon weißt, ist Maniok ein sehr begehrter Lebensmittel in der Kamerunischen und Westafrikanischen Küche. Maniok Wurzeln oder Knollen sind eine leckere Beilage zu viele Gerichte. Sie können sowohl gedämpft, frittiert oder sogar gegrillt werden. Fermentiert können sie als Bobolo, Miondo, Mitoumba, Gari, Attiéké, Chikwang oder Maniokmehl verarbeitet werden. Um nur soviel aufzuzählen.

bei der Maniokpflanze sind nicht nur die Wurzeln sondern auch die Blätter essbar.

Maniok ist eine tolle Sache, denn bei der Maniokpflanze sind nicht nur die Wurzeln sondern auch die Blätter essbar. Kpwem -manchmal auch Kpwemp oder Kwem wie man sie in Kamerun bezeichnet- oder Pondu – in Kongo- sind die jungen, zarten Blätter von der Maniokpflanze. Wie schon sagte eine tolle Pflanze!

kpwem

Eine kleine Anekdote zu Kpwem

Heute wieder eine kleine Geschichte aus meiner Kindheit in Loum-Kamerun. Wahrscheinlich habe ich bis ich ungefähr 9 Jahre war Kpwem gemocht (kann mich leider nicht mehr erinnern). Dann haben sich meine Eltern entschieden ein Haus zu bauen, denn bis dahin wohnten wir in Miete. Wie es so oft bei einem Bauvorhaben ist, wurde das Haus immer teurer als geplant. Deshalb mussten meine Eltern plötzlich aufs Geld schauen. Was hat das mit Kpwem zu tun? Daher kauften wir uns ein Stück Land um es zu erwirtschaften und uns so mit teils selbst angebauten Lebensmitteln selbst zu versorgen. Das Stück Land war voll mit Maniok bepflanzt. Es gab so viel Maniok aus dem Feld, dass es eine Zeit lang mindestens einmal die Woche Kpwem aus den Speiseplan gab. Womit? Genau mit Maniok. Irgendwann konnte ich keine Kpwem mehr sehen. Außerdem die Arbeit, die mit der Zubereitung verbunden war habe ich gehasst! Es ist so: die Blätter werden frisch von der Pflanze ausgelesen – nur die junge zarte Blätter- gründlich gewaschen, dann in einer Mörser solange gestampft, bis sie weich sind. Dann erst kann man sie kochen… Es hat mehrere Jahre gedauert, bis ich diesem “Trauma” überwunden habe.

kpwem

Alles aus Maniok

Irgendwann habe ich Küchenfertige Kpwem in einem afrikanischen Lebensmittelladen entdeckt und war trotzdem skeptisch. Vor ein paar Wochen habe ich mich entschlossen es eine Chance zu geben. Das Ergebnis wurde fantastisch! Darf ich vorstellen? Mein erstes Kpwem seit mehreren Jahrzehnten… All die verlorenen Jahren, denn ich hatte völlig vergessen wie lecker das schmeckt.


Die beste Beilage zu Kpwem

Maniok passt am besten zu Kpwem und zwar in jeder Form. Damals Zuhause gab es dazu Maniokknolle/Wurzel. Manchmal gab es dazu Fufu (Couscous aus Manioc). Sehr oft gab es ebenfalls Couscous de mais (Fufu aus Mais). Für mich passt genauso Gari, Bobolo und Miondo wunderbar dazu. Manche essen es gerne mit Reis, Kartoffeln oder Nudeln… Was das Herz begehrt. Ich freue mich diese Premiere hier zu teilen!


kpwem

Kpwem | Manioc Blätter mit Erdnussbutter und geräuchertem Putenfleisch

Bei der Maniokpflanze sind nicht nur die Wurzeln sondern auch die Blätter essbar
Temps de préparation 15 minutes
Temps de cuisson 45 minutes
Temps total 1 heure
Portions: 4
Type de plat: Eintöpfe, Sauce
Cuisine: Afrikanisch, Kamerunisch, Westafrikanisch

Ingrédients
  

  • 500 g Küchenfertige Tiefkühl Kpwem /Pondu
  • 500 g geräuchertem Putenfleisch zB. aus der Keule
  • 2 EL Erdnussbutter ungezuckert am besten
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 mittelgroße Tomate
  • 50 ml Speiseöl
  • 1 ganzer Scotch bonnet /Chili
  • 2 TL Magic Sauce 
  • Salz
  • ca. 150 ml Wasser

Method
 

  1. Zuerst das aufgetaute küchenfertige Kpwem kurz waschen, durch den Sieb durchlassen, das Wasser herauspressen und beiseite stellen
  2. Das geräucherte Putenfleisch waschen, in Stücke schneiden und ebenfalls reservieren
  3. Die Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch gründlich waschen bzw. schälen und fein haken
  4. In einem Topf, Speiseöl erhitzen, zuerst die fein gehakten Zwiebeln und Knoblauch hineingeben, salzen und ca. 1-2 Minuten andünsten
  5. Dann die Tomaten dazugeben und weitere 5 Minuten beim regelmäßigen Rühren reduzieren bzw. bis die Tomaten anfangen am Topfboden zu kleben
  6. Jetzt das zerstückelte Putenfleisch und die Magic Sauce dazu geben, gut vermischen und ca. 2 Minuten rösten
  7. Danach Das Kpwem dazugeben, gut vermengen und weitere 2 Minuten (bei reduzierten Hitze) köcheln lassen
  8. Dann das Wasser und die Erdnussbutter hinzufügen, gut vermischen und zugedeckt ca. 10 Minuten bei mittleren Hitze köcheln lassen. Hin und wieder rühren
  9. Nach c. 10 Minuten den Scotch Bonnet hinzufügen, nochmal rühren, zudecken und weitere 15 Minuten köcheln lassen
  10. Abschmecken und fertig!

Notes

Dazu serviere ich am liebsten gedämpfte Maniok Wurzeln oder Bobolo. Wunderbar dazu passt ebenfalls Fufu ( sowohl aus Maniok als auch aus Mais).
Bon appétit!
Fadi♥