Meine selbst hergestellte Knoblauch-Zwiebel Paste war die erste aus meiner Küchenhelfer Liste. Die Serie geht weiter mit einem anderen Küchenhelfer: Die Knoblauch-Ingwer Paste. Diese Mischung ist für meine Gerichte unabdingbar. Die verwende ich bei vielen Gerichte, die nicht nur eine Knoblauch Note , sondern auch etwas Ingwer vertragen können. Knoblauch und Ingwer harmonieren wunderbar miteinander. Vor allem in Curry-Gerichte , dürfen diese beide Gewürze nicht fehlen.
Diese Paste gibt es natürlich fertig in vielen “exotischen” Lebensmitteln Geschäfte zu kaufen. Aber meiner Erfahrung nach, lohnt es sich, die Paste sich selbst auf Vorrat herzustellen.
Viel braucht man nicht dazu, außer Knoblauch, diesmal anstatt von weiße Zwiebeln wie bei der Knoblauch-Zwiebel Paste nimmt man Ingwer. Dazu kommen noch Zitronensaft und Speiseöl. Die Zubereitung ist (fast) kinderleicht. Die meiste Arbeit steckt beim Knoblauchschälen. Beim Ingwer, achte ich dabei, dass sie Bio sind, damit ich sie bedenkenlos mit der Haut verarbeiten kann.
Die geschälten Knoblauchzehen und den Ingwer kommen gemeinsam mit dem Speiseöl in einen Mixer und werden zu einer feinen/groben (je nach Belieben ) Paste durchgemixt. Danach kommen in einem sauberen Glasgefäß ein paar tropfen Öl und Zitronensaft dazu. Anschließend wird die pürierte Paste ins Glas gegeben. Noch ein bisschen Öl und ein paar Tropfen Zitronensaft darüber träufeln, gut verschließen et voilà!
Wer will, kann die Paste vorher ca. 10-15 Minuten lang abkochen und Salz dazugeben. Dann kurz abkühlen lassen bevor sie in die Gläser kommt.
Somit hast Du immer eine leckere Paste zum würzen oder marinieren Deiner Speisen. Außerdem eignet sich diese gut zum Verschenken.
Kwacoco ist ein kamerunisches Gericht aus geriebener Macaboknolle. Zuerst werden die Macoboknollen geschält, mit einer Reibe gerieben und in Bananenblätter eingewickelt und gedämpft. Dieses Gericht hat mich in meiner Kindheit in Loum begleitet und bedeutet für mich wieder Emotion Pur.
Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal das Gericht gegessen habe. Selbst zubereitet habe ich es auch noch nie. Ich Kann mich aber an jeden Detail der Zubereitung errinnern. Bei uns zuhause selbst, gab es das Gericht nicht so oft. Ich bin in einem Viertel aufgewachsen, mit Nachbarn aus verschiedenen Regionen Kamerun. Wir waren damals eine sehr tolle Gemeinschaft und haben Vieles miteinander geteilt. Vor allem Küchenspezialitäten aus den Herkunft Regionen der anderen. So kam es dazu, dass unsere Nachbarin aus Bafang (in West Kamerun) uns immer eine Extra Portion Kwacoco mitbrachte, wenn Sie wieder mal welche gekocht hatte. Bei Ihr gab es Kwacoco gefüllt jede Woche. Somit hatten wir die Gelegenheit fast jede Woche auf dem Genuß von Kwacoco zu kommen.
Kwacoco wird oft mit Sauce blanche oder Sauce arachide grillée und einem Hauch Okra begleitet. Bei beiden Saucen handelt es sich um Saucen aus Erdnüsse. Bei der Sauce blanche, werden rohen geschälten Erdnüsse gemahlen und daraus entsteht eine weiße Sauce, daher der name Sauce blanche. Bei der Sauce arachide grillée werden geröstete Erdnüsse verwendet. Bei beiden Varianten kommt noch Okra als Verdickungsmittel hinein. Die Saucen werden oft mit Fleisch oder Fisch zubereitet. Die können aber vegetarisch gekocht werden.
Traditionnell werden die Kwaoco in frischen Bananenblätter zubereitet. Zuvor werden die Blätter über offenes Feuer kurz erhitzt um die Elastizität der Blätter zu aktivieren. Somit brechen die sie während des Einwickelns nicht ab. Da ich kein offenes Feuer habe, habe ich die Blätter mit sehr heißen Wasser übergossen und bin zur ähnliche Ergebnisse gekommen. Wer aber keine Bananenblätter zur Hand hat kann Backpapier verwenden, wie ich bei Kokiund Mets de pistache schon mal gezeigt habe. Damit kommt man auf ähnliche Ergebnisse.
Zuerst die Bananenblätter wachen und ca. 5 Minuten in Heißen(nichht kochendes) Wasser hineinlegen und danach gut abtrocknen und beiseite stellen
Die Macaboknollen mit einem Sparschäler schälen, gut abwaschen und mithilfe einer feinkörnigen Küchenreibe zu einem Teig reiben
Den Teig gut vermischen und nach Bedarf (je nach Konsistenz der Knollen )etwas Wasser hinzufügen und gut vermischen
Die vorbereiteten Bananen nehmen, mit etwas Öl einreiben, damit der Teig später nicht kleben bleibt, dann ein Teil von Teig auf die Bananenblätter geben, in Richtung der Blätterlinien vorsichtig rollen und beide Ende Knicken oder zuschnüren.
Die eingewickelten Teig in einem Topf mit Wasser und Dampfaufsatz hineinlegen und ca. 45 Minuten dämpfen. Immer wieder Wasser zugeben
Für die Sauce blanche
In einem Topf Speiseöl erhitzen, feingehackten Zwiebel und Knoblauch hineingeben, Salzen und ca. 2 Minuten dünsten
Die gemahlenen Erdnüsse und etwas Wasser dazugeben. Das Ganze gut vermischen und zugedeckt ca. 15 Minuten köcheln lassen
In der Zeit, den Okra, Ingwer, Zwiebel, Knoblauch, Manjanga und etwas Wasser in einem Mixer geben und zusammen mixen
Nun die Hähnchenkeule und die Chilischotten hinzugeben und weitere 10 Minuten köcheln lassen. Dann zum Schluss die pürierte Okra-Mischung dazugeben gut rühren und weitere 10 Minuten köcheln lassen. Danach die Magic Sauce hinzugeben, abschmecken
Den fertigen Kwacoco aus den Blätter nehmen, auf einem Teller mit der fertigen Sauce einrichten und Genießen
Magic Sauce war nur der Anfang… Als Vollzeit beschäftigte Familienmutter, die aber gerne der Familie Selbstgekochtes anbieten möchte, muss man sich gut organisieren. Ich koche super gerne, keine Frage! Beim Kochen muss es bei mir aber oft schnell gehen, vor allem Abends nach der Arbeit. Damit das auch unter der Woche problemlos gelingt, habe ich mir in Laufe der letzten Jahren einige Tricks angeeignet. Diese habe ich dann in Laufe der Zeit perfektioniert. Eine davon ist die Magic Sauce.
Magic Sauce muss ich hier gar nicht mehr vorstellen. Jeder, der meine Blog verfolgt, kennt sie. Die gibt es in vielen Varianten. Drei davon (The Origin, Reloaded und Pikant) habe ich schon hier im Blog gepostet und verwende sie bei den meisten meiner Gerichte. Magic Sauce ist aber nicht die einzige aus meine Trickkiste.
Heute als Erste an der Reihe, Meine chez Fadi’s Knoblauch-Zwiebel Paste .
Zwiebeln und Knoblauch braucht man bei fast alle Gerichten. Mit dieser Mischung hat man immer was parat zum Kochen. Die Zeit, die man sich sonst mit Zwiebeln und Knoblauch schälen und evtl. fein hacken oder mahlen verplempert, fällt schon mal weg. Diese Zeit kam man nützen, um anderen Sachen vorzubereiten. Einmal vorbereitet ist diese Paste in Kühlschrank einige Wochen gut haltbar. Voraussetzung aber ist, dass beim Schöpfen jedes Mal einen sauberen Löffel benutzt und danach das Gefäß gut verschlossen wird.
Viel braucht man nicht dazu, außer Knoblauch, weiße Zwiebeln, Zitronensaft und Speiseöl. Die Zubereitung ist (fast) kinderleicht. Die meiste Arbeit steckt beim Knoblauchschälen. Danach geht alles ruckzuck. Die geschälten Knoblauchzehen und die Zwiebeln kommen gemeinsam mit dem Speiseöl in einen Mixer und werden zu einer feinen/groben (je nach Belieben ) Paste durchgemixt. Dann kommen in einem sauberen Glasgefäß ein paar tropfen Öl und Zitronensaft dazu. Anschließend wird die pürierte Paste ins Glas gegeben. Noch ein bisschen Öl und ein paar Tropfen Zitronensaft darüber träufeln, gut verschließen et voilà!
Wer es mag kann die Paste vorher ca. 10-15 Minuten lang abkochen und Salz dazugeben. Dann kurz abkühlen lassen bevor es in die Gläser kommt.
Damit hast Du immer eine leckere Paste zum würzen oder marinieren Deiner Speisen. Außerdem eignet sich die Paste gut zum Verschenken.
Achu Soupmit Taro ist ein traditionelles Kamerunisches Gericht aus der Westens und Nordwestens Kameruns.
Wobei Achu Soup, die gelbe Sauce ist, und Taro die gekochte und gestampfte Taro-Knolle. Achu Soup oder auch bekannt als Sauce Taro oder Sauce Jaune bekommt seine gelbe Farbe durch eine Mischung aus gelbem Palmöl, Achu Spices und Steinsalz. So entsteht am Ende eine gelbe, würzige und leckere Emulsion: den Achu Soup.
Achu spices oder auch épices Taro, wie in der Francophone-Region genannt wird, ist eine spezielle Gewürzmischung für Achu Soup. Diese Mischung findet man auf ziemlich allen Märkten in Kamerun. Hierzulande kann man sie in den Online-Shops für Afrikanische Lebensmittel oder auch in viele Afroläden kaufen.
Achu Soup/Sauce Jaune wird immer mit gestampftem Taro/Achu serviert. Daher wird mit dem Begriff Taro oft das komplettes Gericht, aus gestampftem Taro und ihre gelbe Sauce gemeint.
Taro ist in der Kamerunischen Tradition ein ganz besonderes Gericht. Daher wird es oft für bestimmten Anlässe oder bei besonderen Zeremonien gekocht. Solche wie Geburten, Hochzeiten, Trauerfeier und andere besonderen Anlässen.
Das Gericht an sich wird vegan zubereitet aber wird oft dann mit Fleisch serviert. Manchmal werden Kutteln und gekochte Kuhhaut dem Gericht beigegeben. Oder es wird sautierten Njama Njama dazu serviert. Das ist eine Westafrikanisch Blattgemüsesorte ähnlich dem Spinat, auch bekannt als Garten-Huckleberry.
Achu Soup und Taro schmecken nicht nur sehr lecker, sondern bringen viele gesundheitliche Vorteile mit sich mit. So werden oft frisch gebackenen Müttern gleich nach der Geburt dieses Gericht gegeben. Das soll Ihnen schnell zur Kräften kommen lassen und zusätzlich die Milchproduktion für das Neugeborene Baby stimulieren.
Die Zubereitung dieses schönes Gericht kann je nach Vorgehensweise von leicht bis kompliziert gehen. Ich habe mich für leicht entschieden. Anstatt, wie traditionell, das Taro Mithilfe einer Holz Mörser und Stößel zu stampfen, habe ich mich eher für einen haushaltüblichen Kartoffelstampfer und einen Handmixer entschieden. Ein Stabmixer kann man ebenfalls dafür benutzen. Für die Sauce gibt es nichts besseres als einen Standmixer um eine schnelle Emulsion herzuzaubern. Die Sauce wird traditionell mit der Hand gemacht. Dabei werden die Zutaten nach und nach zugegeben und immer wieder verrührt werden. Die Sauce wird hin und her von einer Schüssel zu einer anderen gegossen, bis die perfekte Emulsion entstanden ist. Diese Prozedur kann, abhängig von der Qualität des verwendeten Palmöls, eine Weile dauern, bis man das gewünschte Ergebnis erzielt. Mit einem Standmixer ist es in nu fertig!
Viele, die beide Varianten schon gegessen haben, sind der Meinung, dass die Traditionelle Weise besser schmeckt. Kein wunder! Bei der ganzen Mühe. – Bei der Menge der Arbeit, die darin steckt, muss es besser schmecken. – Nichts desto trotz, schmeckt die “Moderne” Variante ebenso richtig lecker und das bei viel weniger Geschäft.
Vorgekochtes und Gewürztes FleischKutteln , Kuhhaut
Method
Zubereitung Taro
Taro waschen, in einem Kochtopf geben, mit Wasser überdecken und für ca. 45 Minuten kochen, bis sie ganz weich sind bzw. bis die Taroschale sich fast von allein löst
Danach die noch ganz heißen Taro schnell schälen, in einer Schüssel geben und mit Kartoffelstampfer stampfen. Einschließlich mich Teigmixer und etwas Wasser zu einer glatten Teig mixen und warmstellen
Zubereitung Achu Soup
Das Steinsalz in ca 50ml lauwarmes Wasser auflösen und danach durch einem Sieb filtern
Palmöl kurz wärmen aber nicht erhitzen
Ca. 400ml lauwarmes Wasser, das lauwarme Palmöl und die Steinsalzmischung in einem Mixer geben und ca. 10 Sekunden mixen bis zur Entstehung einer flüssigen, gelben Emulsion
Salz und Achu Spices/épices Taro zur Emulsion hinzufügen und weitere 10 Sekunden mixen, abschmecken und bei Bedarf etwa Wasser hinzu
Serviervoschlag
Das vorhin warmgestellte Taro in einem Teller geben und eine Mulde in die Mitte formen, die fertige Sauce mit einem Teil der vorgekochten Fleischstücke in die Mulde Geben
Einen Ganzen Scotch bonnet darauf legen und die restliche Fleischstücke am Tellerrand einrichten. Fertig.
Notes
Wer es eher Vegetarisch mag, kann das Fleisch weglassen und statt dessen, sautierten Njama Njama oder Spinat dazu nehmen.Bon appétit!Fadi♥
Herbstzeit ist einfach Suppenzeit! Herbstzeit ist vor allem Kürbissuppenzeit. Jedes Jahr im Herbst gibt es bei uns oft Kürbissuppe. Dabei probiere ich immer wieder neue Sorten und Rezepturen aus.
Dieses Jahr gab es bis jetzt nur Hokkaido. Damit es aber nicht zu langweilig wird, habe ich natürlich eine neue Rezeptur ausprobiert.
Dieses Mal gab ich zusätzlich zu Karotten und Kartoffeln weiße Süßkartoffeln aus Kamerun dazu (auch bekannt als Soko in der Noun-Region in Kamerun). Dadurch wird diese Suppe etwas gehaltvoller. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn die Suppe auch als Hauptmahlzeit dienen soll.